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Die Aufrechte von Claudius Crönert

“Die Aufrechte” ist mein erstes Buch von Claudius Crönert und hat mich vor allem aufgrund des Themas interessiert. Die historischen Hauptfiguren waren mir alle nicht bekannt, was aber bekanntlich kein Hindernisgrund dafür ist ein Buch zu lesen.  

Felicitas von Reznicek, die als Tochter von Emil Nikolaus von Reznicek (kurz: EN) und seiner Frau Berta geboren wurde, schloss sich im Jahr 1933 dem beginnenden Widerstand um Rudolf Pechel an. Als sie Fritz Wiedemann, einen Adjutanten Hitlers kennen lernt, verliebt sie sich in ihn und lebt von da an ein Leben voller Lügen.  

“Die Aufrechte” umfasst etwas mehr als 10 Jahre aus Felicitas von Rezniceks Leben. Nicht nur der Widerstand, sondern auch Ihre Liebe zu Fritz Wiedemann sowie ihre schriftstellerische Tätigkeit werden hier umfassend beleuchtet. Als Leser:in bekommt man einen Einblick in das Leben in Deutschland in den Jahren ab 1933 aus Sicht der Hauptprotagonistin. Anders als in den Romanen, die ich sonst so aus dieser Zeit kenne, wird das Thema Krieg eher beiläufig erwähnt, was wohl daran liegt, dass Felicitas von Reznicek ein besonderes Geschick dafür hatte Dinge hin zu nehmen und entsprechend zu reagieren. Zudem war sie sehr gut darin nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familie zu organisieren.  

Schon während der Lektüre habe ich festgestellt, dass Fee, wie Claudius Crönert sie das Buch über nennt, ein sehr faszinierender Charakter war. Sie stand nicht nur zu ihren Überzeugungen, sie setzte sich auch für Leute ein, die nicht von sich aus handeln konnten. Und dies alles mit einer Selbstverständlichkeit, die vielen Menschen heute schon längst abhandengekommen ist. Sie konnte sich meistens durchsetzen und hat ihre Zukunft selber in die Hand genommen. Auf der anderen Seite hat sie ihren Geliebten, Fritz Wiedemann, während der gesamten Zeit ihrer Affäre belogen und ausgehorcht und das alles für “die gute Sache”. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich eine solche Beziehung hätte führen können.  

Das Buch ist sachlich geschrieben, allerdings nicht emotionslos, so dass ich mich zwar in die Figuren hineinversetzen konnte, aber nicht ihren Gefühlen bedingungslos ausgeliefert war. Die Kriegsstimmung war ebenfalls sachlich dargestellt, so dass der Schrecken, der zu dieser Zeit herrschte, fast gar nicht an mich herangekommen ist.  

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.  

Das Buch wurde mir vom Gmeiner Verlag zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich herzlich dafür.  


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Seiten: 512 

Herausgeber: Gmeiner Verlag 

Erscheinungstermin: 13. Juli 2022 

ISBN: 978-3839202470 



Über den Autor (Quelle: Gmeiner Verlag): 

Claudius Crönert, geboren 1961, in Hamburg aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Krimis und historische Romane. Informationen über sein Werk finden Sie im Internet unter http://www.claudius-croenert.de 

Die Aufrechte von Claudius Crönert
Bildrechte: Martin Kunze 

Weitere Rezensionen zu dem Buch findest du bei:


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