Was war los im März 2021?

Hallo ihr Lieben,

ich bin gerade dabei mir einige Dinge für den Blog einfallen zu lassen. Dabei fiel mir ein, dass es vielleicht ganz hilfreich wäre eine Minizusammenfassung der Beiträge eines Monats zu sehen. Also habe ich einfach mal etwas rumprobiert und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Wahrscheinlich werde ich noch das ein oder andere verändern, aber für den ersten Versuch bin ich ganz zufrieden.

Was meint ihr?

Ihr könnt natürlich auch jederzeit im Wegweiser nachsehen, welche Beiträge ich seit Beginn des Blogs veröffentlicht habe.

Ich wünsche Euch noch einen entspannten Ostermontag 🙂

Nadine

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Die Auswirkungen von Abweisung

„Unter ihren Augen“ von Dorit David ist, wenn man es genau betrachtet, eigentlich gar kein Buch für mich. Ich habe es in einer Leserunde bei der Büchereule gelesen und es hat mir, obwohl ich die Charaktere nicht besonders sympathisch fand, wirklich gut gefallen.

Lieselotte (oder Lotte, wie sie von ihren Freunden genannt wird) ist Schülerin der Gymnastikschule Habenicht und stellt irgendwann fest, dass sie in ihre Lehrerin Berta Habenicht, die auch die Inhaberin der Schule ist, verliebt ist. Als sie ihr ihre Liebe gesteht, weist Berta Lotte ab und das Drama beginnt, denn es wird ein immer währender Kampf, den Lotte und Berta gegeneinander führen.

Drama deswegen, weil ich eigentlich diese Art von Verhalten gar nicht nachvollziehen kann und auch gar nicht mag. Interessant zu wissen ist hier, dass der Inhalt auf einer wahren Begebenheit beruht. Das Buch ist gespickt von Intrigen, Neid, Hass (ich glaube, so kann man es nennen) und vor allem vom Nicht-Miteinander-Reden. Die Figuren überlegen sich, was das Gegenüber vielleicht denken könnte und handeln dann dementsprechend, wie es im realen Leben auch sehr oft ist. Das macht das Buch sehr authentisch und auch spannend zu lesen, denn man weiß nie, was als nächstes passiert. Ich muss zugeben, dass ich oft weder Lotte noch Berta in ihren Handlungen so recht verstanden habe.

Ein wichtiges Thema ist für mich in dem Zusammenhang die Homosexualität. Ich habe bisher noch nie ein Buch gelesen, in dem Frauen Frauen lieben bzw. Männer Männer lieben. Es hat sich einfach nicht ergeben. Da das Buch Anfang der 1920er Jahre spielt, ist es hier natürlich ein sehr heikles Thema, über das Lotte gar nicht gern spricht und es sogar als Krankheit ansieht. Berta dagegen lebt mehr oder weniger heimlich mit ihrer Freundin zusammen. Für mich war es interessant zu erfahren, wie die Frauen damals mit ihrer Neigung umgegangen sind und welche Möglichkeiten es trotz der Umstände gab.

Gymnastik und Tanzen sind nicht gerade meine Steckenpferde, aber die Autorin hat es sehr gut verstanden, die einzelnen Unterrichtsstunden anschaulich zu beschreiben, so dass sogar ich es mir richtig gut gefallen hat. Besonders gern mochte ich den Improvisationstanz, den Lotte später auch unterrichtet.

Wenn euch die Rumzickerei und die Intrigen im Buch nicht stören, kann ich euch das Buch wärmstens ans Herz legen. Mir hat es als Gesamtbild sehr gut gefallen, vor allem der Schreibstil der Autorin.

Eine Leseprobe könnt ihr auf der Seite des Querverlags finden.

Infos zum Buch *Werbung*

Seiten: 416

Herausgeber: Querverlag

Erscheinungsdatum: 11. März 2020

ISBN: 978-3896562852

Preis: 18,00 € (Taschenbuch), 9,99 € (E-Book)

Aberglaube im Italien der 1960er

Fluch der Saline von Anna Castronovo

Ich habe das Buch bei einer Verlosung gewonnen und war total gespannt, weil ich die Autorin noch nicht kannte und mir der Klappentext gut gefallen hat.

Totò ist 11 Jahre alt als sein Vater eine Saline kauft. Es ist das Jahr 1965 und die Menschen in der Stadt Trapani sind nicht nur sehr gläubig, sondern auch abergläubisch. Sie glauben, dass die Saline verflucht ist. Es deutet auch alles drauf hin, als erst Totòs Mutter stirbt und dann der Vater eine seltsame Art Wahnsinn an den Tag legt. „Der Fluch der Saline“ von Anna Castronovo erzählt von jenen Tagen, in denen Totò das wahre Ausmaß dieses Fluches erlebt.

Ich bin sehr schwer in die Geschichte rein gekommen, was aber vermutlich daran liegt, dass ich nicht besonders viele Berührungspunkte mit Italien habe und es mich auch nicht besonders anzieht. Die Autorin streut einige italienische Begriffe und Redewendungen ein, die mich zwar nach Italien versetzt haben, aber mir nicht das Gefühl gegeben haben, richtig in der der Geschichte zu sein. Ich weiß nicht, ob die Menschen im Jahr 1968 noch so abergläubisch waren, wie es im Buch dargestellt wurde. Für mich klingt es eher mittelalterlich, aber ich habe mich auch mit dem Italien in dieser Zeit noch nie auseinander gesetzt. Insgesamt fand ich, dass die Geschichte zu oberflächlich erzählt wurde. Das Buch umfasst gut 250 Seiten und ich denke, dass etwas mehr Tiefe dem Buch gut getan hätte. Ich war nicht richtig am Geschehen dran. Das finde ich eigentlich sehr schade, denn die Handlung fand ich richtig gut.

Die Verstrickungen im Buch waren logisch und nachvollziehbar, aber nicht besonders überraschend. Gut gefallen hat mir der Schreibstil. Wäre dieser noch – wie weiter oben erwähnt – auf ein paar mehr Details eingegangen, vielleicht auf welche, die einem als Autor nicht erwähnenswert vorkommen, hätte es mir mit Sicherheit noch besser gefallen. Es hat mir ein Drumherumgespinne um die Personen gefehlt, etwas, das das typische der Person ausmacht und den Leser denjenigen lieb gewinnen lässt.

Leider kann ich das Buch nur bedingt weiter empfehlen. Wenn euch die von mir genannten Kritikpunkte nicht stören, wird es ein schönes Leseerlebnis für euch sein.

Infos über das Buch *Werbung*

Seiten: 252

Herausgeber: BoD – Books on Demand

Erscheinungsdatum: 26. September 2020

ISBN: 978-3751938235

Preis: 10,99 € (Taschenbuch), 4,99 € (E-Book)

Eine Leseprobe und weitere Infos über das Buch könnt ihr auf der Homepage der Autorin finden.

Bookblogger support locals – Interview mit dem Inhaber der Buchhandlung Musial in Recklinghausen

Karin von Lesestrickeule hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen und zwar „Bookblogger support locals“. Wie der Name schon sagt, wollen wir die Buchhändler vor Ort stärken und ein wenig Werbung machen, damit wieder mehr Leute statt beim bösen A*** lieber beim kleinen Buchhändler nebenan einkaufen. Da ich überwiegend E-Books lese, habe ich meinen favorisierten Buchhändler erst vor kurzem gefunden. Er hat sich bereit erklärt mir einige Fragen zu beantworten.

Die Buchhandlung Musial gibt es bereits seit 1990 und wurde von der Mutter des aktuellen Inhabers eröffnet. Sie befindet sich in der Heilige-Geist-Str. 3, also mitten in der Innenstadt von Recklinghausen. Ich mag nicht nur gerne, dass hier auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet wird (den ersten umweltfreundlichen Kassenbon habe ich tatsächlich hier erhalten), sondern auch, dass man Bücher per Mail bestellen kann und meistens am nächsten Tag im Laden abholen kann oder sogar geliefert bekommt, natürlich mit dem Rad.

Buchhandlung Musial

Kunterbunte Bücherreisen (KB): Hallo Herr Musial. Erst einmal vielen Dank, dass Sie sich für das Interview zur Verfügung stellen.

Im letzten Frühjahr hat uns alle Corona ziemlich überrascht. Konnten Sie feststellen, dass wieder mehr Menschen Bücher lesen oder hat sich das bei Ihnen nicht wirklich bemerkbar gemacht? Ich hoffe ja sehr, dass wieder mehr Menschen zum besten Hobby der Welt finden.

Patrick Musial (PM): Zunächst einmal vielen Dank für die lobenden Worte, es freut mich, dass auch unser Bestreben für Nachhaltigkeit nicht nur im privaten, sondern auch im geschäftlichen Bereich wahrgenommen wird.

Ja, wir haben schon deutlich gespürt, dass für die Menschen viele andere Freizeitaktivitäten und Kulturangebote weggefallen sind. Diese Lücken konnten dann unter anderem mit dem Lesen gefüllt werden. Besonders deutlich war das bei Kindern und Jugendlichen zu spüren. Für diejenigen, die eh schon viel und gern gelesen haben, war das eine Gelegenheit, noch mehr Zeit mit Büchern zu verbringen, andere haben das Lesen wieder- oder neuentdeckt, auch Erwachsene. Ein besonderes Phänomen war die Nachfrage nach Klassikern – wer immer schon mal „Krieg und Frieden“ oder „Moby Dick“ lesen wollte, hatte nun Zeit dafür. Andere hatten und haben das Bedürfnis, durch das Eintauchen in Geschichten für eine Zeit den teilweise belastenden Alltag eine Weile ausklammern zu können. Auch das ist ja mit Büchern möglich, zur Ruhe zu kommen und sich auch einmal mit anderen Themen zu beschäftigen, als mit denen, die uns in den letzten zwölf Monaten unentwegt beschäftigt haben.

KB: Ich selber lese meist E-Books, weil ich auch unterwegs die Möglichkeit haben möchte ohne große Schlepperei zu lesen. Dazu kommt, dass ich sehr oft dicke Bücher lese, die man nicht einfach so im Handtäschchen mit sich rum tragen kann. Haben Sie bei Ihrer Kundschaft bemerkt, ob im Laufe der Zeit vermehrt E-Books gelesen werden oder kaufen Ihre Kunden nachwievor lieber Papierbücher?

PM:  Tatsächlich lese auch ich sehr gern E-Books, eben weil es unterwegs praktisch ist und ich zudem die Schriftgröße verändern kann, zudem erhalten wir viele Vorab-Exemplare (Leseexemplare) vor dem Erscheinen in elektronischer Form. Vor fünfzehn Jahren gab es Prognosen, dass im Jahr 2020 etwa 50% der Bücher als E-Books gelesen werden würden. Das ist so nicht eingetroffen, der Marktanteil betrug auch 2020 – in diesem besonderen Jahr – nur ca. 5,9%. Es ist nicht gelungen, durch E-Reader neue Leserinnen und Leser zu gewinnen – der Reader wird eher von Viel-Leserinnen und Viel-Lesern genutzt. Viele Bücher werden als Präsent erworben und E-Books lassen sich nicht gut verschenken. Und ein wirklich schönes, gut gestaltetes gedrucktes Buch in der Hand zu halten ist ja auch ein haptisches Vergnügen. Die in Deutschland angebotenen Bücher zeichnen sich durchweg durch eine hervorragende Herstellungsqualität aus – hier hat das E-Book einen positiven Effekt, denn in der Konkurrenz muss sich das physische Buch behaupten können.  Viele Entscheidungen für ein bestimmtes Buch finden tatsächlich auch spontan in der Buchhandlung statt, da lässt man sich gern inspirieren, nimmt ein Buch in die Hand, fühlt vielleicht die Prägung auf dem Einband, liest ein paar Seiten, empfindet das Schriftbild als angenehm – all das lässt sich in elektronischer Form so nicht erleben. Daher bin ich nicht bang vor dem E-Book – das ist eine tolle Ergänzung, wird aber das gedruckte Buch so schnell nicht verdrängen.

KB: Gerade bei einer kleinen Buchhandlung wie Ihrer muss man ja genau auswählen, welche Bücher man als Verkaufsware auslegt. Wie entscheiden sie denn, welche Bücher im Laden liegen dürfen?

PM: Man nennt unsere Art des Handels mit Büchern auch den „Sortimentsbuchhandel“, da steckt das Wort „sortieren“ drin. Wir wählen also aus der Vielzahl an Neuerscheinungen aus und stellen ein Sortiment zusammen.  Das ist ein langer und sehr sorgfältiger Prozess, in dem wir die Verlagsprogramme sichten, das im Team diskutieren, unsere Erfahrungen nach dem Lesen der Lese-Exemplare austauschen und natürlich auch im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern ausgesuchter Verlage stehen, die die Buchhandlung lange kennen und uns wertvolle Hinweise geben. Die raten auch durchaus mal ab von einem Titel. Eines meiner Kriterien ist: Fällt mir für dieses oder jenes Buch sofort jemand ein, der oder dem ich es empfehlen kann? Wir kennen viele der Menschen, die zu uns kommen, schon sehr lang und wissen, welches Buch zu wem passt. Hat man beim Lesen sofort eine Idee dazu, dann ist das ein gutes Zeichen. Und dann reagieren wir natürlich auch kurzfristig, manchmal gerät etwas in den Fokus, das wir nicht im Blick hatten – bei etwa 90.000 Neuerscheinungen ist das ja auch nicht zu 100% möglich. Dank der tollen Logistik im Buchhandel können wir da aber schnell handeln. Und wir lassen uns auch gern von Kundinnen und Kunden etwas empfehlen.

KB: Als ich das erste Mal bei Ihnen ein Buch vorbestellt habe, hat es mich total beeindruckt, dass sie gerne eine meiner Lieblingsautorinnen lesen und den Aufkleber vom Buch geknibbelt haben, denn Aufkleber auf Büchern kann ich überhaupt nicht leiden. Dass Sie Ulrike Renk mögen, habe ich also schon heraus gefunden. Welche Genres mögen Sie denn noch? Und welche Autoren können Sie empfehlen? Können Sie ein Buch als absoluten Geheimtipp empfehlen?

PM: Ulrike Renk hat uns tatsächlich eine Leserin empfohlen. Ich gebe gern zu, dass mich da die Cover nicht so ansprechen – und dann kam jemand und sagte: „Probieren Sie das mal, ist wirklich gut!“. Und beim Lesen der ersten Seiten von „Jahr der Schwalben“ hat es mich sofort in die Geschichte gezogen. Das ist sehr gut erzählte Unterhaltungsliteratur, und ich meine „Unterhaltungsliteratur“ in keiner Weise abwertend, was spricht dagegen? Das kann ich guten Gewissens empfehlen. Tatsächlich bin ich, was Genres angeht, nicht festgelegt. Ich schaue auch bei Vorabexemplaren nie auf den Klappentext, sondern beginne zu lesen und schaue, was da passiert. Das können Romane sein, auch solche, die durchaus konzentriertes Lesen erfordern, oder auch tolle Sachbücher, selbst zu Themen, zu denen ich sonst wenig Bezug habe. Ein Geheimtipp sind für mich die Kriminalromane von Thomas Mullen, die im Atlanta der 1950er Jahre spielen, Autorinnen und Autoren von denen ich alles lese, sind Alex Capus, Annie Ernaux und Iris Wolff. Ein toller Tipp, den ich von Antje Deistler bekommen habe, war „Marzahn mon Amour“ von Katja Oskamp. Die Entdeckung des letzten Jahres war für mich „Offene See“ von Benjamin Myers – aus meiner Sicht ein perfekter Roman, auch dank der guten Übersetzung. Hach, ich könnte jetzt noch sehr, sehr viele Titel nennen, es ist wirklich ein großes Glück, von so vielen tollen Büchern umgeben zu sein.

Verkaufsraum Buchhandlung Musial

KB: Während des Lockdowns gehörten Sie ja zu den Läden, die nicht öffnen durften. Ich fand es toll, dass Sie sich relativ schnell Alternativen überlegt haben um trotz allem für Ihre Kunden da zu sein. Nicht nur die Auslieferung nach Hause fällt mir da ein, sondern auch noch Idee mit der Stöbertasche. Möchten Sie uns erzählen, was die Idee dahinter ist und wie es abläuft? Wird die Aktion trotz Öffnung weiter laufen?

PM: Wir hatten die ganze Zeit durchgängig geöffnet, wenn auch phasenweise hinter geschlossenen Türen. Wir haben seit Anfang Februar 2020 das Infektionsgeschehen im Blick behalten und schon sehr früh vor dem ersten Lockdown intensiv kommuniziert, dass wir weiter aktiv bleiben und selbstverständlich auch nach Hause liefern, mit unserem Transport-E-Bike, mit dem wir bis zu 100 Kilo Bücher bewegen können.

Patrick Musial mit seinem E-Bike
Patrick Musial © André Chrost

Da wir ja unabhängig sind, sind wir flexibel und können auch mal spontan eine Idee umsetzen, wie die Stöbertasche. Die Menschen haben es während des langen Lockdowns sehr vermisst, bei uns im Laden zu stöbern und auch mal ein Buch in die Hand zu nehmen und zu blättern. Wir haben uns wiederum sehr konsequent an alle Regeln gehalten und den Wunsch, den Laden zu betreten, nicht erfüllen können und zugleich war es uns unangenehm, Menschen an der Tür „abweisen“ zu müssen.

So entstand dann spontan die Idee der Stöbertasche. Wir haben Bücher ausgewählt, diese in eine Stofftasche gepackt, welche dann kontaktlos bei uns abgeholt werden konnte. Die Leserinnen und Leser konnten sich dann bei gutem Wetter irgendwo in unserer sehr schönen Altstadt einen sonnigen Ort suchen und dort in Ruhe die Bücher in Augenschein nehmen und auch mal ein paar Seiten lesen. Die Rückgabe erfolgte ebenfalls kontaktlos, minus der eventuell ausgesuchten Bücher, für die wir dann eine Rechnung per Mail geschickt haben. Das war ein pandemiekonformer Weg, das Stöbern möglich zu machen und ist gut angekommen.

Wir behalten dies auch jetzt bei geöffneten Türen bei, zumal wir die Idee erweitern werden und prominente Buchmenschen eingeladen haben, eine solche Stöbertasche zu kuratieren. Jo Lendle, der Verleger des Hanser Verlages, ist der erste, dessen persönliche Empfehlungen wir auf diese Art präsentieren.

KB: Sie bieten ja noch andere Aktionen an, sofern keine Corona-Einschränkungen bestehen. Ich habe selber eben erst entdeckt, dass es auch so etwas wie „Dinner in der Buchhandlung“ gibt und eine Stöberstunde. Bitten erzählen Sie uns doch mehr darüber.

PM: Auch die Idee des Dinners in der Buchhandlung entstand spontan. Im Gewölbekeller unter unserer Buchhandlung gibt es ein tolles Restaurant, die „17achtzig Foodbar“. Bei denen gab es 2018 eine Anfrage für eine Weihnachtsfeier von Menschen, die bei uns auch Bücher kaufen. Im Restaurant war der Termin nicht mehr frei, also hatten wir alle gemeinsam die Idee, dass die Weihnachtsfeier ja auch bei uns in der Buchhandlung stattfinden könnte. Und so wurde dann eine lange Tafel für über 20 Gäste eingerichtet. Seitdem gibt es die Möglichkeit, statt im Restaurant im Gewölbe auch eine Etage höher einen Tisch zu reservieren oder die Buchhandlung für eine private Feier zu buchen. In der Pandemie war das natürlich auch eine tolle Möglichkeit für das Restaurant, die Platzkapazitäten zu erweitern, da hatten wir fast jeden Abend Buchungen.

Selbstverständlich bieten wir auch die Möglichkeiten des „personal shopping“, wer mag kann vor oder nach Ladenöffnung die Buchhandlung für sich allein besuchen und in Ruhe schauen und auswählen. Wir halten uns dann im Hintergrund und verschwinden ins Büro, stehen aber natürlich auch gerne für eine Beratung zu Verfügung.

Auch kleine Gruppen haben bei uns die Möglichkeit zum „Buchgenuss nach Ladenschluss“.

Innenraum Buchhandlung Musial

KB: Mein Mann mag gerne ausgefallene Bücher, z. B. von H.P. Lovecraft, Clark Ashton Smith oder extreme Horrorliteratur, wie z. B. aus dem Festa-Verlag. Er hatte öfter das
Gefühl, dass der Buchhandel vor Ort nicht gewillt war  bestimmte ausgefallene Bücher (wenn auch Klassiker z. B. Marquis de Sade) oder aber Bücher von Aleister Crowley oder Anton LaVey zu bestellen. Ist dies eine subjektive Sicht oder zeigt Ihnen Ihre Erfahrung ebenfalls, dass dies bei anderen Buchhandlungen so ist?

PM: Wenn es in einer Buchhandlung eine Abwehrhaltung gegenüber bestimmten Genres gibt, so kann ich das nicht nachvollziehen. Das einzige, was bei uns nicht in die Papiertüte kommt, sind Bücher „rechts außerhalb des demokratischen Spektrums“.

Ein gewisses Verständnis habe ich, wenn es sich um Verlage handelt, die Ihre Konditionen so gestalten, dass wir mit das Buch nicht kostendeckend anbieten können. Aufgrund der Buchpreisbindung dürfen wir nur den vom Verlag festgesetzten Preis nehmen – und wenn Einkaufspreis plus Porto darüber liegen, ist das schon unangenehm. Ich kann aber versprechen, dass wir jeden Einzelfall anschauen und gern alles möglich machen, was möglich ist – mir macht es durchaus Spaß, auch „schwierige Fälle“ zu lösen, das sehe ich auch als unsere Aufgabe an.

KB: Noch eine letzte Frage: Sind Sie Buchmessengänger? Oder ist dies mehr oder weniger ein Muss für Buchhändler um sich auf dem Laufenden zu halten oder Kontakte zu knüpfen (oder um einfach Spaß zu haben ;-))?

PM: Oh ja, ich gehe gerne auf Buchmessen! Den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Branche empfinde ich immer als große Bereicherung – und die Messen sind da eine tolle Gelegenheit. Häufig bin ich dort auch selbst aktiv, in Gremien oder als Referent. Eine tolle Erfahrung war eine Podiumsdiskussion mit Buchhänderinnen aus den USA, Großbritannien und Frankreich, bei der ich den unabhängigen Buchhandel in Deutschland vertreten durfte.

Auch wenn wir auf der Messe nicht wirklich Einkaufsgespräche mit den Verlagen führen – sie sind ein guter Ort, um Neues zu entdecken und Inspiration zu finden.

Ich freue mich sehr darauf, wieder eine Messe zu besuchen. Und wir sind sehr glücklich, nun wieder Gäste in der Buchhandlung begrüßen zu dürfen. Dass Bücher nun zu den „Gütern des täglichen Bedarfs“ zählen und wir in NRW zumindest von weiteren Schließungen nicht mehr betroffen sein werden, ist ein Privileg, mit dem wir sehr verantwortungsvoll umgehen werden.

Diese Buchhandlung ist ein Ort der Begegnung, der nicht allein durch Bücher, sondern vor allem durch die Menschen, die zu uns kommen, lebendig wird.

Wenn ihr in Recklinghausen und Umgebung wohnt oder mal dort unterwegs seid, guckt auf jeden Fall mal bei der Buchhandlung Musial vorbei. Es ist nicht nur total gemütlich dort, sondern Personal und Inhaber sind sehr nett und hilfsbereit.

Hier noch mal alle wichtigen Infos:

Buchhandlung Musial

Heilige-Geist-Str. 3

45657 Recklinghausen

www.buchhandlung-recklinghausen.de

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr

Folgende Blogs haben ebenfalls an der Aktion teilgenommen:

Lesestrickeule

VeraLitera

LESEND_DURCHS_LEBEN

Daniela Schneiderheinze

Leipziger Mama

Frau Goehte liest

Recensio Online

Duchess of marvellous books

Lilis Lesemomente

Brown Babies

Ich bin völlig unvoreingenommen an „Stay away from Gretchen“ von Susanne Abel gegangen und war völlig überwältigt, weil das Buch in mir so viele Gefühle ausgelöst hat. Es geht hier nicht nur um eine Lovestory, die einem das Herz zerreißt, sondern um einiges mehr.

Greta und ihr Sohn Tom leben in Köln, Tom ist Nachrichtenmoderator und hat eigentlich gar nicht viel Zeit für seine 84jährige Mutter. Doch eines Tages wird ihm klar: Seine Mam hat Demenz. Anfangs äußert es sich gar nicht so offensichtlich, aber nach und nach kommt zutage, was in Gretas Kopf so los ist. Tom merkt, dass Greta ihm seine Halbschwester Marie verschwiegen hat.

Susanne Abel ist da ein ganz tolles Buch gelungen. Zu Beginn des Buches, in der Zeit, die wir Deutschen lieber vergessen möchten, befindet sich Deutschland im Nazirausch. Greta ist total dabei und ruft Parolen, marschiert mit und wünscht sich nichts lieber als den Führer kennen zu lernen und ihm zu dienen. Das hat mich schon mal völlig umgehauen. Ich habe zwar schon viele Bücher, die in der Zeit spielen, gelesen, aber noch nie wirklich diesen Enthusiasmus transportiert bekommen. Als Greta den GI Bobby kennen lernt, wird das Buch von Liebe durchflutet, anders kann ich es nicht beschreiben. Es war einfach so liebevoll geschrieben, dass ich auch ein wenig in Bobby verliebt war und jede einzelne Sekunde mitgefühlt habe. Alle weiteren Begebenheiten haben ich weinen, fluchen oder auch grinsen lassen.

Die zwei Zeitebenen nehmen ungefähr gleich viel Raum ein, wobei mir die Vergangenheit ein wenig besser gefallen hat. Ich fand Tom anfangs ziemlich oberflächlich und egoistisch, aber auch er hat sich, wie alle anderen Charaktere, im Laufe des Buches weiter entwickelt.

Eins der für mich wichtigsten Inhalte des Buches ist der Brown Baby Plan. Die Journalistin Mabel Grammer hat diesen Plan ins Leben gerufen um die „Brown Babies“ in die USA zu bringen und dort von afroamerikanischen Familien adoptieren zu lassen. Dieses Thema fand ich sehr interessant, weil ich bisher noch nie Berührung damit hatte, wie diese Kinder und auch deren Mütter im Nachkriegsdeutschland behandelt wurden. Wenn ihr euch für dieses Thema interessiert, könnt ihr euch diesen Artikel der NY Times durchlesen (auf englisch).

Mich hat das Buch sehr berührt, nicht nur wegen der Lovestory, sondern vor allem aufgrund der anderen Themen, die mir zum Teil unbekannt waren. Ich hoffe sehr, dass das Buch sehr viele Leser/innen findet und dass Susanne Abel noch weitere Bücher schreibt.

Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des dtv Verlages. Das Buch wurde mir vom Verlag und Netgalley zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Infos über das Buch *Werbung*

Seiten: 528

Herausgeber: dtv Verlagsgesellschaft

Erscheinungsdatum: 18. März 2021

ISBN: 978-3423282598

Preis: 20 € (Hardcover), 16,99 € (E-Book)

Magie oder Mord?

Man mag es kaum glauben, aber ich habe noch nie ein Buch von Susanne Goga gelesen. Nach der Lektüre von „Das Geheimnis der Themse“ werde ich das aber auf jeden Fall nachholen, denn das Buch hat mir außerordentlich gut gefallen.

Charlotte und Tom sind seit zwei Jahren verheiratet und immer noch kinderlos. Ein wenig Ablenkung von diesem Thema verschafft ihnen die Recherche zu einem Buch, das Tom für sich „magischen Atlas“ nennt, einem Buch über magische Orte in London. Als der Strandsucher Alfie eine tote Frau findet, recherchieren Charlotte und Tom, denn die Polizei sieht den Tod der jungen Frau als Unfall an und hat die Ermittlungen eingestellt.

Ich lese ungern Bücher, die sich aufeinander beziehen in der falschen Reihenfolge, aber diesmal ging es leider nicht anders. Bei der Büchereule fand die Leserunde mit Autorin statt und da ich den Vorgänger nicht gelesen habe, musste ich wohl einfach da durch. Ich kann euch aber versichern, dass man als Nicht-Kenner trotzdem alle Zusammenhänge gut verstehen kann. Mir hat zumindest nichts gefehlt, allerdings wäre es etwas schöner gewesen, wenn ich die Figuren schon gekannt hatte, daher würde ich euch empfehlen erst mal „Der verbotene Fluss“ zu lesen.

Die Charaktere waren sehr liebevoll gestaltet, so dass ich in der Lage war jederzeit mitzufühlen, wie es ihnen gerade geht. Der Anteil an der Geschichte von Charlotte und Tom bzw. dem Krimianteil haben sich ungefähr die Waage gehalten, was ich sehr angenehm fand. Ich hatte das Gefühl, als würde ich tatsächlich mit den beiden recherchieren und nicht irgendwas vorgesetzt bekommen. Das Tempo ist  gemächlich, was ich ebenfalls schätze, trotzdem war es spannend, da die verschiedenen Handlungsstränge sich immer wieder abwechseln.

Mir wurde während der Leserunde die Leo-Wechsler-Reihe empfohlen, die ich mit Sicherheit auch bald lesen werde.

Ihr mögt Bücher mit sympathischen Charakteren, die im Alleingang ermitteln? Dann seid ihr bei Charlotte und Tom genau richtig. Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Diana Verlages.

Infos zum Buch *Werbung*

Seiten: 448

Herausgeber: Diana Verlag

Erscheinungsdatum: 8. Februar 2021

ISBN: 978-3453360716

Preis: 10,99 € (Taschenbuch), 9,99 € (E-Book)

Der etwas andere Präsident

Ich habe noch nie bewusst darüber nachgedacht, ob irgendein Politiker einen Doppelgänger hat, der dafür bezahlt wird, Auftritte wahr zu nehmen und sich für die Originalperson auszugeben. Als ich von „Der Präsident“ von Clemens Berger hörte, fand ich die Vorstellung interessant, die Geschichte dieses Doppelgängers zu erfahren.

Clemens Berger hat sich für sein Buch den Doppelgänger von Ronald Reagan ausgesucht. Er hat aber nicht Jay Koch beschrieben, so der Name des echten Doubles, sondern einen Jay Immer kreiert. Der Grund dafür ist einfach: Das Lebensgerüst der beiden Jays sind anfangs gleich, irgendwann entwickelt sich aber „unser“ Jay von dem tatsächlichen Jay weg. Jay Immer kämpft nämlich für den Umweltschutz und ist plötzlich gar nicht mehr so unsichtbar, wie er es in der ersten Hälfte des Buches war.

Anfangs hatte ich etwas die Befürchtung, dass ich die politischen Zusammenhänge nicht verstehen würde, aber dank einer kurzen Auffrischung durch einen Film über Ronald Reagan war ich relativ schnell im Thema und der Autor erklärt auch alles so, dass man es als nicht so politischer Mensch wie ich einer bin, ganz gut verstehen kann. Die Figuren sind irgendwie schrullig, sogar liebenswert schrullig und nach und nach ist mir Jay sehr ans Herz gewachsen. Gut gefallen hat mir, dass der Autor immer wieder wahre Begebenheiten, beispielsweise ein Aufeinandertreffen von Trump und Gorbatschow, mit ins Buch einfließen lassen hat. Das macht es noch glaubwürdiger als es sowieso schon ist. Manchmal musste ich mir klar machen, dass es sich hier um den fiktiven Jay handelt, weil er so echt dargestellt wurde.

Das Buch hat mich jedenfalls dazu animiert, mich etwas mehr mit der Person Reagan auseinander zu setzen. Bisher wusste ich nur Bruchstücke über ihn und sein Leben. Ich bin aber auch einfach gar nicht politikinteressiert und bin auch zu jung um alles „live“ miterlebt zu haben. Umso besser finde ich, dass der Autor mich mit diesem Buch so fesseln konnte.

Ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen, auch für Leser/innen, die sich in der amerikanischen Politik oder Politik allgemein nicht so gut auskennen.

Weitere Informationen zum Buch findet ihr auf der Homepage des Verlages.

Informationen zum Buch *Werbung*

Seiten: 336

Verlag: Residenz Verlag

Erscheinungsdatum: 24. Juli 2020

ISBN: 978-3701717330

Preis: 24,00 Euro (Hardcover), 16,99 € (E-Book)

Die Suche nach der Hexe

Im vergangenen Jahr habe ich mich in die Bücher von Sam Feuerbach verliebt. Ich finde seinen Humor und seine Art zu schreiben einfach nur großartig. Zusammen mit Robert Frank als Hörbuchsprecher sind die Bücher ein ganz tolles Hörerlebnis.

Im zweiten Teil der Gaukler-Chroniken machen sich Brocken, Rafael und Wieland auf den Weg nach Drachenbein. Dort gabeln sie unter widrigen Umständen eine Hübschlerin, Dana, auf und machen sich mit ihr zusammen auf die Suche nach der Hexe Aglaia. Aus dem ersten Teil wissen wir ja, dass Brocken noch ein Hühnchen mit ihr zu rupfen hat.

Die Figuren haben mich einfach wieder so begeistert. Ich liebe es sehr, dass Feuerbachs Figuren so facettenreich sind. Allen voran Brocken, der ein wahrer Kotzbrocken sein kann, aber langsam merkt, dass er sich das die ganze Zeit eingeredet hat. Ich bin ein großer Brocken Fan und bin froh, dass sein wahres Ich langsam zum Vorschein kommt. Inhaltlich passiert eigentlich nicht viel, aber der Schreibstil hat sehr großen Unterhaltungswert, so dass die knapp über 10 Stunden des Hörbuches, genauso wie im ersten Teil, wie im Flug vergangen sind.

Robert Frank ist der perfekte Sprecher für die Bücher und ich habe mich mittlerweile in seine Stimme und die Wandlungsfähigkeit seiner Stimme unsterblich verliebt. Ich habe mir jetzt für dieses Jahr vorgenommen alle Feuerbach-Bücher zu hören. Mal gucken, ob das klappt.

Ihr seht schon, ich bin leider nicht mehr objektiv, weder was den Autor angeht, noch was den Sprecher angeht. Also, kauft euch einfach alle Hörbucher und genießt sie. Ihr werdet euch sehr gut unterhalten fühlen.

Von den Gaukler Chroniken gibt es leider nur noch einen weiteren Teil und zwar „Die Hexe und der Söldner“. Aber es gibt noch diverse andere Reihen von Sam Feuerbach. Unter anderem die Krosann-Saga, Totengräbersohn oder die Instabil Reihe.

Wenn ihr mehr über Sam Feuerbach erfahren wollt, guckt euch mal hier um. Mehr Infos zum Hörbuch gibt es hier.

Infos zum Hörbuch *Werbung*

Dauer: 11 Stunden 33 Minuten

Erscheinungsdatum: 26. März 2020

ASIN: B086D4D9H5

Kosten: 16,71 €

Jugend in den 80ern

Von „Hard Land“ war ich positiv überrascht. Ich mag es immer, wenn Bücher aus der Perspektive des Erzählenden geschrieben sind und das war hier so. Das Buch hat mich ein wenig in meine Kindheit zurück versetzt, denn ich ungefähr so alt wie der Protagonist.

Sam Turner ist 16 als sein ganzes Leben sich verändert. Er ist eher der Typ Außenseiter, dazu noch ängstlich und nicht gerade ein Kerl wie ein Baum. „Hard Land“ schildert, wie er eher zufällig in eine Clique gerät, von ihnen nach und nach akzeptiert und auf deren eigene Art geliebt wird. Sam wird nach einem Schicksalsschlag und nach diesem einen Sommer erwachsen und findet nach und nach raus wer er wirklich ist. 

Benedict Wells hat die Charaktere sehr liebevoll beschrieben, es war fast so als würde er sie persönlich kennen und hätte eine reale Vorlage vor Augen gehabt.  Anfangs hält Sam seine späteren Freunde für coole Kids, die keine Probleme haben und sich ihrer selber immer sicher sind. Nach und nach stellt sich heraus, dass es ganz und gar nicht so ist und dass er sogar recht gut in diese Gruppe passt. Jeder Freund aus Sams Clique hat eine andere Eigenart, die ich im Zusammenspiel mit dem Charakter total liebenswert fand. Es finden sich immer wieder liebevolle kleine Details im Buch, beispielsweise das Bruce-Mobil, das ist das Auto, in dem nur Songs von Bruce Springsteen gespielt werden dürfen.

Es war trotz einiger schwieriger  und auch trauriger Themen ein totales Wohlfühlbuch für mich. Was es mit dem Titel des Buches auf sich hat, erfährt man allerdings erst ganz am Ende und stellt dann fest, dass dieser Titel perfekt zum Buch passt. Ich mochte die warmherzige Art, in der Benedict Wells erzählt. Dabei hat er Sam immer wieder selbstironische Sätze in den Mund gelegt, so dass ich sehr oft  schmunzeln musste.

Für einen entspanntes Wochenende auf der Couch oder im Garten ist „Hard Land“ genau das richtige Buch. Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Verlages.

Informationen zum Buch *Werbung*

Seiten: 352

Verlag: Diogenes

Erscheinungstermin: 24. Februar 2021

ISBN: 978-3257071481

Preis: 24,00 € (gebundenes Buch)

Live-Chat mit Svea Jensen zu Nordwesttod

Vom 16. Februar bis zum 22. Februar 2021 fand die Blogtour zum Krimi „Nordwesttod“ von Svea Jensen statt. „Nordwesttod“ ist nicht nur der Auftakt zur neuen Serie „Soko St. Peter-Ording“, sondern auch das erste Buch von Svea Jensen bei HarperCollins Germany. Das Buch spielt in St. Peter-Ording und vereinigt Sehnsucht nach dem Meer und nach Entspannung mit einem Krimi mit Wohlfühlfaktor. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint bereits am 25. Mai 2021.

Am 26. Februar werden wir ab 19:30 Uhr in einem Zoom-Call mit Svea Jensen im Gespräch sein. Heike von Frau Goethe liest wird den Live-Chat moderieren und ich werde Svea Jensen einige Fragen zum Buch und zu anderen interssanten Themen stellen. Danach seid ihr an der Reihe: Ihr dürft Fragen stellen und am Ende werden zwei Exemplare von „Nordwesttod“ unter den Zuschauern verlost.

Zugang zum Zoom-Meeting bekommt ihr über den folgenden Link: Frau Goethe liest

Zum Schutz der Daten sind die Teilnehmer standardmäßig ohne Video und Mikrophon eingeloggt. In der anschließenden Gesprächsrunde entscheidet jeder selber, wie sichtbar er wird. Es wird auch keine Aufzeichnung geben.

Die einzelnen Stationen findet ihr in dem zu Beginn verlinkten Beitrag.

BIld von Wolfgang Sauck auf Pixabay