Mord im idyllischen Katenbüll

Sörensen hat Angst (Sörensen ermittelt # 1) von Sven Stricker (Hörbuch)

Tjaaaaaa, ich bin verliebt. Verliebt in diese Art zu erzählen, in diesen einmaligen Typen Sörensen und in diese Art Humor. Und wer ist schuld? Der Gatte. Er erzählte mir, dass er „Sörensen hat Angst“ mit Bjarne Mädel in der Hauptrolle angesehen hat und dass es eine Buchverfilmung ist. Ich kann euch nur so viel verraten: Die Rolle des Sörensen wurde Bjarne Mädel auf den Leib geschrieben. Ohne den Film zu kennen hatte ich die ganze Zeit während des Hörens ihn vor Augen.

Sörensen, dessen Vornamen man bis zum Schluss nicht erfährt, zieht nach Katenbüll in Nordfriesland um dort sein Leben nach der Trennung von seiner Frau neu zu sortieren. Er hat sein Leben als Kriminalhauptkommissar in Hamburg zurück gelassen und hofft, in der neuen Heimat besser klar zu kommen, denn seine Angststörung macht es ihm nicht leicht den Alltag zu überstehen.  In Katenbüll passiert eigentlich nichts, zumindest nichts, was aufregend wäre. Aber just als Sörensen dort aufschlägt, wird der Oberbürgermeister Hinrichs erschossen. Sörensen muss also mit seinem Team die Ermittlungen aufnehmen.

Ich könnte euch jetzt seitenweise von dem Buch vorschwärmen, aber das wird wahrscheinlich niemand lesen wollen. Ich bin einfach hin und weg von dieser Art Humor. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man die Figur Sörensen im Film richtig verstehen soll, denn seine Gedanken, die er das ganze Buch über im Kopf hat, machen einen Großteil seines Charakters aus.  Die Aufklärung des Falls war keine große Überraschung und war zudem schon früh im Buch klar, was aber  nicht viel ausgemacht, denn meiner Meinung nach liegt hier der Fokus eher auf der Geschichte und auf den Charakteren statt auf einem spektakulären Fall.  Gut gefallen hat mir außerdem, dass am Ende nicht alles auf die große Auflösung und den Showdown hinausläuft, sondern das Buch ziemlich leise ausklingt. Das passt irgendwie zu Sörensen und auch zu Katenbüll.

Die Figuren sind allesamt auf eine Weise skurril ohne ins Lächerliche abzugleiten. Der Autor hat es ganz hervorragend verstanden  trotz diverser Stereotypen, die so in vielen Romanen vorkommen, keinen Allerweltsroman zu schreiben.  Abgerundet wird das Ganze von der Autorenlesung. Zunächst musste ich mich ein wenig einhören, dann hat mir aber Sven Strickers Art zu lesen richtig gut gefallen.

Direkt im Anschluss habe ich Teil 2 „Sörensen fängt Feuer“ begonnen und finde diesen Teil sogar bisher noch besser.  Es gibt sogar noch einen dritten Teil „Sörensen am Ende der Welt“. Ich bin jetzt schon traurig, wenn ich daran denke, dass das erst mal der letzte Teil ist.

Wenn ihr mehr über die Reihe erfahren wollt, seht euch auf der Seite des Audio-To-Go Verlages um. Hier gibt es auch Hörproben aller drei Teile.

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Dauer: 11 Stunden, 37 Minuten

Sprecher: Sven Stricker

Erscheinungsdatum: 9. April 2021

Verlag: Audio-To-Go

ASIN: B08YNWKPQN

Preis: 19,95 €

Ein Leben nach deinen Wünschen

Was für ein großartiges Hörbuch! Ich wusste nicht so recht, was mich erwartet, als ich damit begonnen habe, aber es hat mich ziemlich schnell in seinen Bann gezogen.

Nora möchte nicht mehr leben, weil in ihren Augen alles an ihrem Leben schlecht ist. Sie bereut viele Entscheidungen und glaubt, dass andere Menschen alles besser gemacht haben. Sie ist mit ihrem Bruder verstritten, hat den Kontakt zu ihrer besten und einzigen Freundin verloren und weiß nicht weiter. Nachdem sie ihr Leben beendet hat, landet sie plötzlich in der Mitternachtsbibiliothek, mit der sie erst mal nicht viel anfangen kann. Es handelt sich hier um eine Art Knoten zu den alternativen Leben, die sie in anderen Universen gelebt hat, in denen sie andere Entscheidungen getroffen hat. Nora bekommt die Möglichkeit sich auszusuchen, welche Entscheidung sie anders trifft und sich ihr Leben mit dieser Entscheidung anzusehen. Nach und nach bemerkt sie, dass sie eigentlich gar nicht so viel zu bereuen hat.

Nora springt von Leben zu Leben. Das war schon ganz amüsant, manchmal auch traurig zu hören. Matt Haig hat sich eine Vielzahl von oberflächlich betrachtet tollen Leben überlegt. Als Leser*in bzw. Hörer*in ist das recht kurzweilig. Es sind aber sehr viele wichtige Botschaften in dem Buch enthalten, z. B. dass Geld und Ruhm nicht wichtig sind und Ähnliches. Niemand doziert hier mit erhobenem Zeigefinger, denn Nora findet das alles selber heraus. Es ist auf eine Art ein Buch über Selbstfindung.

Annette Frier hat das Buch sehr angenehm gelesen und mich dazu animiert immer weiter zu hören. Sie hat eine angenehme Stimme und bringt auch die Figuren glaubhaft herüber.

Das Hörbuch wurde mir von Netgalley und dem Argon Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Wenn ihr mehr über das Hörbuch erfahren möchtet oder in die Hörprobe hören wollt, könnt ihr euch auf der Seite Argon Hörbuch umsehen.

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Dauer: 8 Stunden, 21 Minuten

Sprecherin: Annette Frier

Erscheinungsdatum: 1. Februar 2021

Verlag: Argon Verlag

ASIN: B08RYXNK2S

Preis: 14,85 € (oder im Audble-Abo)

Interview mit Markus Ridder und Gewinnspiel

Nachdem ich vor kurzem das Buch „Der Lethe Code“ gelesen habe, wollte ich unbedingt ein Interview mit Markus Ridder führen. Freundlicherweise hat er sich dazu bereit erklärt.

Kunterbunte Bücherreisen (KB): Hallo Markus, vielen Dank, dass Du Dich für ein Interview auf meinem Blog zur Verfügung stellst.

Ich bin ja immer wieder erstaunt, wie Du auf Deine Plots kommst. Die Sache mit dem Gedächtnisverlust fand ich direkt total spannend. Wie bist Du darauf gekommen bzw. wie kommst Du generell auf Deine Ideen für neue Bücher?

Markus Ridder (MR): Wo die Ideen herkommen, bleibt ein Mysterium. Ich kann nur sagen, welche Ideen ich suche: Das sind immer Situationen oder Ereignisse, die ein Geheimnis umgibt, wo man also erstmal sagen würde: Das kann nicht sein! Das gibt’s nicht! Und meine Leistung als Erzähler sehe ich dann darin, den Leser davon zu überzeugen, dass es eben doch sein kann. Meine Bücher sind also gewissermaßen Plädoyers für die Möglichkeit des Unmöglichen.

Im Fall von „Der Lethe-Code“ stand die Idee am Anfang, dass irgendein Typ ohne Erinnerung erwacht. Man sagt ihm, er habe aus eigenem Antrieb ein Medikament eingenommen, das sein Gedächtnis gelöscht hat. Er sieht sich sogar ein Video an, auf dem er selbst zu sehen ist und in dem er beteuert, dass er dieses Medikament aus freien Stücken einnehmen wird. Und das kann ja wohl nicht sein: Ein solches Medikament gibt es nicht! Und wieso sollte es jemand freiwillig schlucken? Unsinn! Wo kommen wir dahin?! Und mit dem Buch sage ich: Hey, warte einen Moment, könnte es nicht doch sein? Könnte es sich nicht so und so zugetragen haben …

KB: Paula aus „Der Lethe Code“ ist ja eine ziemlich kaputte Person. Wie bist Du darauf gekommen gerade sie zu erschaffen? Sie hätte ihre Rolle sicher auch weniger psychisch geschädigt ausfüllen können.

MR: Man muss Paulas schwierige Familiengeschichte berücksichtigen: Ihr Vater ist gar nicht ihr leiblicher Vater. Ihr echter Vater ist verschollen, als sie ein kleines Mädchen war. Zudem denkt Paula ständig, ihre Eltern verheimlichten ihr etwas. Sie hat das Gefühl, sie passt nicht in diese Familie, deren Werte sie nicht teilt. Das bleibt nicht ohne Folge für ihre Entwicklung und hat im Leben der jetzt jungen Erwachsenen toxische Spuren hinterlassen. Natürlich spiegelt sich all das in der Dramatik der Geschichte: Der Leser bzw. die Leserin kann ja nicht ausschließen, dass es gar kein Komplott rund um Paula gibt. Vielleicht bildet sie sich alles nur ein? Im Grunde sucht Paula zeitlebens nach ihrer Identität, das verbindet sie mit den meisten Figuren der Geschichte. Denn wer sein Gedächtnis verloren hat, stellt sich ja vor allem diese Frage: Wer bin ich?

KB: Als Leser:in hat man ja sehr oft Charaktere, die man besonders gern mag. Zumindest ist es bei mir so. Kannst Du das auch als Autor sagen und wenn ja, welche Figur aus „Der Lethe Code“  ist Dir am meisten ans Herz gewachsen und warum? Gibt es jemanden, den Du nicht so gerne magst?

MR: Paula ist schon eine Person, der ich beim Schreiben gerne gefolgt bin. Sie ist ja eine sehr moderne Frau, folgt ihrem eigenen Kompass. Sie macht, was sie für richtig hält, egal, was andere von ihr halten. Und sie kämpft ja nicht nur gegen äußere Feinde, sondern auch gegen ihre inneren Dämonen. Dass sie das alles letztlich schafft, nötigt mir schon Respekt ab.

KB: Du hast ja nun schon einige Bücher geschrieben. Gibt es eins Deiner Bücher, das für Dich der geheime Favorit ist? Kannst Du uns etwas mehr darüber erzählen, warum das so ist?

MR: Das ist schwer, weil natürlich das letzte Buch immer dasjenige ist, in das man aktuell so viel Herzblut reingesteckt hat. Für „Der Lethe-Code“ habe ich ja auch viel recherchiert: Zu Gedächtnis-Themen, zu verschiedenen Orten und Hintergründen in Thailand, zu Paulas psychischen Problemen. Dann ist Paula ja auch noch Tierpflegerin, kümmert sich um Schimpansen – dazu musste ich mir auch einiges draufschaufeln. Das Schreiben war insgesamt echt eine intensive Reise, deshalb ist es auch so ein wichtiges Buch für mich. Ansonsten hat natürlich mein erstes Buch einen hohen Stellenwert für mich: „Die Krabbe“. Und auch das Buch, mit dem ich bisher am erfolgreichsten war: „Das Messias-Projekt“.

KB: Mich hat schon immer mal interessiert, wie man als Autor die Namen der Figuren festlegt. Meine Vorstellung ist, dass man mit bestimmten Namen bestimmte Charaktereigenschaften verbindet und diese dann den Charakteren gibt. Wie ist das bei Dir?

MR: Ja, wahrscheinlich ist das so. Paula ist für mich beispielsweise ein Name, den eine freche, aufgeweckte, nonkonformistische Person hat. Wieso das so ist, weiß ich nicht. Ich kenne gar keine Paula. Ich grübele aber ganz viel über Namen nach und ich ändere sie im Nachhinein nur sehr ungern. Bei Tarek, einem der Protagonisten aus „Der Lethe-Code“, musste ich das tun, weil es da eine real existierende Person gibt, an den sich der Charakter anlehnt.

© Oliver Jung

KB: Wie bist Du denn eigentlich zum Schreiben gekommen? Bei mir ist es ja immer so, dass ich zwar Geschichten im Kopf habe, aber nicht in der Lage bin, sie aufzuschreiben. Ich bewundere jeden, der dazu in der Lage ist.

MR: Ich habe während des Studiums mal ein Praktikum bei der „Süddeutschen Zeitung“ gemacht und dabei festgestellt, dass mir das Recherchieren und Schreiben einigermaßen leichtfällt. Also habe ich mich nach dem Studium für den Journalismus entschieden. Dann ist Schreiben schon mal der Brotberuf. Aber ich wollte immer auch längere Texte verfassen und mir auch eigene Geschichten ausdenken. Also habe ich es dann einfach mal gemacht. Man muss sich Zeit nehmen für so ein Projekt, sonst klappt es nicht.

KB: Wie sieht Dein Schreiballtag aus? Und gehst Du eher strukturiert vor oder schreibst Du einfach erst mal drauf los?

MR: Ich versuche so eine Mischung aus Struktur und Spontaneität. Allerdings muss ich mich immer wieder dazu ermahnen, mehr an Struktur zu denken. Von meinem Wesen her bin ich nicht so der Typ, bei dem alles an seinem Platz liegt und so. Ich tue mich auch schwer mit festen Abläufen und beherrsche lieber das Chaos. Aber wenn man am Anfang einer Geschichte keine Lust aufs Plotten hat, muss man am Ende immer viel umschreiben – das mache ich auch nicht so gern.

KB: Liest Du privat auch nur Thriller oder auch andere Genres? Hast Du ein (oder mehrere) Lieblingsbücher, die Du uns empfehlen kannst?

MR: Ich lese privat auch Thriller, aber eigentlich so quer durch den Garten. Wenn man selber Thriller schreibt, kann man leider nicht mehr so gut darin versinken. Man fragt sich immer: Wie hat der Autor oder die Autorin das jetzt wieder gemacht? Was kann ich davon lernen? In letzter Zeit habe ich auch viele Sachbücher gelesen, gerade auch für das neue Buch. Gerne empfehle ich einige davon: Wer sich zum Beispiel für Schimpansen interessiert, dem seien die Bücher von Frans de Waal empfohlen, etwa „Der Affe in uns“. Man lernt auch sehr viel über die Menschen, wenn man sich mit Schimpansen oder Bonobos beschäftigt. Wer sich mit Hirnforschung auseinandersetzen will, gerne mit Jonah Lehrers Buch „Prousts Madeleine“ oder mit James Kingslands „Die Hirnforschung auf Buddhas Spuren“. Und wer ein Faible für durchgeknallte Frauen mit psychischen Problemen hat, sollte natürlich „Girl on the Train“ lesen, aber das kennen die meisten sicher.

KB: Wahrscheinlich hast Du auch schon wieder eine verrückte Idee für ein neues Buch. Möchtest Du schon mal irgendwas darüber verraten? Wird es überhaupt ein nächstes Buch geben?

MR: Ja, ich hoffe schon, dass es ein nächstes Buch geben wird. Meine Grundidee dazu ist gerade: Ein Typ verlässt vor zehn Jahren ganz plötzlich seine Wohnung und kommt jetzt ebenso plötzlich wieder in diese zurück. Weil er damals Knall auf Fall weggegangen ist, stehen noch die Teller und die Sachen vom letzten Frühstück auf dem Tisch. Natürlich ist mittlerweile alles verrottet, die Wohnung ist voll mit Käferleichen und ausgetrockneten Schmeißfliegen. Was zum Teufel hat der Typ vor? Warum ist er damals abgehauen? Und von wem fühlt er sich verfolgt?

KB: Hast Du schon mal darüber nachgedacht eine Serie zu schreiben? Ich bin ja bekennender Bücherreihenfreund und finde es immer schade, wenn man die Charaktere nach einem Buch wieder gehen lassen muss.

MR: Ja, habe ich. Es gibt sogar zwei Bücher von mir, die quasi eine Serie sind: „Der Blütenstaubmörder“ und „Das Eisenzimmer“. Vielleicht mache ich damit irgendwann nochmal weiter, aber ich habe jetzt halt gerade mal wieder andere Ideen.

Markus hat mir ein Buch zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Der/die Gewinner:in darf sich aussuchen, ob es ein Papierbuch (auf Wunsch mit Widmung) sein soll oder ein E-Book.

So nimmst du am Gewinnspiel teil:

Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, musst du eine Frage über das Kontakformular auf dem Blog beantworten. Die dort angegebene Mailadresse nutze ich um dich im Falle des Gewinnes zu benachrichtigen. Die Daten werden nur für das Gewinnspiel genutzt und nicht Dritte weiter gegeben. Es ist nur ein Kommentar pro Person erlaubt.

Die Frage lautet: Welches Land spielt eine große Rolle in „Der Lethe-Code“?

Das Gewinnspiel läuft bis zum 1. August 2021 um 0:00 Uhr. Der/die Gewinner:in wird von mir per Mail benachrichtigt.

Unter allen Einsendungen werde ich anschließend per Random.org den/die Gewinner:in ermitteln. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Leseprobe findet ihr hier und ihr könnt euch natürlch auch gerne auf der Homepage des Autors umsehen.

Gewollter Gedächtnisverlust?

Ich habe bereits mehrere Bücher von Markus Ridder gelesen, unter anderem „Der Blütenstaubmörder“ und „Die Rückkehr des Sandmanns“. Auch dieses Mal hat mich der Klappentext von „Der Lethe-Code“ direkt angesprochen. Und da ich ja schon weiß, dass die Bücher des Autors immer total spannend sind, musste ich es einfach lesen.

Stell  Dir vor, Du wirst in einem fremden Zimmer wach und hast keine Ahnung, wer Du bist. Jemand zeigt Dir ein Video von einem Menschen, der aussieht wie du und dir davon erzählt, dass du aus freien Stücken ein neues Leben beginnen wolltest und deinem alten Leben nicht nachtrauerst, jetzt wäre Party und „es sich gut gehen lassen“ dran, genug Geld hättest du auch um dir dieses Leben oder zumindest den Anfang dieses fremden Lebens finanzieren zu können. Mir wurde bei dem Gedanken daran schon ganz anders. Und ich habe mich gefragt, wer denn bitte sein Leben so satt hat, dass er sich irgendwohin absetzt, sein Gedächtnis löschen lässt und anschließend ein anderes Leben führt, ohne die geliebte Familie, Freunde und und und…

Wie immer bei Markus Ridders Büchern ist auch „Der Lethe-Code“ total spannend. Es gibt verschiedene Handlungsstränge, die ineinander greifen und die einen als Leser:in immer wieder ratlos, zeitweise fassungslos zurück lassen.  Die Charaktere sind glaubwürdig aufgebaut, obwohl ich keiner Person so wirklich nahe kommen konnte. Aber das ist für mich der Preis, wenn ich einen Thriller lese, denn normalerweise mag ich es lieber, wenn Charaktere sehr ausführlich beschrieben werden.

Da es darum geht, dass das Gedächtnis von Personen gelöscht wird, hoffe ich, dass dies nur ein Science Fiction Teil im Thriller ausmacht, denn ich möchte nicht wirklich erleben, dass dies Wirklichkeit wird. Warum, erfahrt ihr im Buch. Denn der Ursprung dieser Idee der Gedächtnislöschung ist genial, aber auch erschreckend. Ich möchte eigentlich auch nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen, weil ich euch den Spaß des Durchjagens nicht mit eventuellen Spoilern weg nehmen möchte.

Ich kann euch das Buch wirklich sehr ans Herz legen, vor allem, wenn ihr gerne Thriller lest. Ich persönlich mag Markus Ridders Schreibstil sehr gern, ich kann nicht mal genau sagen warum, ich lese ihn einfach sehr gern.

IIch habe „Der Lethe-Code“ als Rezesionsexemplar von Markus Ridder zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür!

Am Wochenende habe ich hier auf dem Blog eine kleine Überraschung für euch. Es lohnt sich auf jeden Fall mich dann hier besuchen zu kommen.

Wenn ihr mehr über Markus Ridder erfahren wollt, besucht einfach seine Homepage.

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Seiten: 456

Erscheinungsdatum: 12. Mai 2021

Herausgeber: Books on Demand

ISBN: 978-3753490021

Preis: 14,99 € (Taschenbuch), 2,99 € (E-Book)

Verschwörung im Berlin der 1920er

Der Tod ist ein Tänzer (Die Schwarze Venus 1) Die Josephine-Baker-Verschwörung von Veronika Rusch

Als ich mich für die Leserunde bei der Büchereule angemeldet habe, kannte ich nur den Inhalt laut Klappentext. Von der Autorin hatte ich bis dahin noch nie gehört und von der Tänzerin, um die es in dem Buch geht,  kannte ich nur den Namen gehört, sonst nichts. Nach der Lektüre habe ich beschlossen, dass ich auf jeden Fall eine Biografie von Josephine Baker lesen muss und das obwohl ich eigentlich gar keine Biografien-Leserin bin.

Josephine ist Tänzerin und wirbelt mit ihrer Art zu tanzen und ihrem Wesen, das immer wieder durch ihre Tanzeinlagen durch schimmert, die Welt in den 1920ern durcheinander. Im Jahr 1925 macht sie mit ihrer Truppe in Berlin halt und lernt Tristan Nowak kennen, der für ihre Sicherheit zuständig sein soll. Warum dies so ist, ist ihr schleirhaft, denn sie hatte noch nie jemanden, der ihre Sicherheit überwacht. Im Laufe des Buches wird zumindest dem Leser/der Leserin klar, dass dies bitter nötig ist.

Ziemlich schnell ist mir klar geworden, dass sie Autorin sich eingehend mit der Person Josephine Baker auseinander gesetzt haben muss, denn sie wurde so lebensecht dargestellt, dass ich mich spontan in diese Frau schockverliebt habe und bei jeder neuen Szene total lebendige  Bilder vor Augen hatte. Mir passiert das ganz selten, dass ich nach einem Buch die weibliche Hauptperson faszinierend finde, aber hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet. Daher bin ich auch froh, dass es noch zwei weitere Teile geben wird.

Stellenweise wirkte die Geschichte ein wenig wie „Bodyguard“ (ihr wisst schon, der Film aus den 90ern mit Kevin Costner), was aber gar nicht gestört oder irritiert hat, weil es perfekt zur Story gepasst hat. Manchmal hätte ich sowohl Tristan als auch Josephine packen und schütteln können, denn sie haben sich manches Mal wirklich dämlich verhalten, nicht nur dem anderen gegenüber, auch sich selber gegenüber.

Mit Veronika Rusch habe ich nun eine neue Lieblingsautorin gefunden. Von den bereits erschienen Büchern reizen mich nicht alle, aber das ein oder andere werde ich mit Sicherheit noch lesen. Vor allem natürlich den zweiten und den dritten Teil der „Josephine Baker-Verschwörung“: 


„Die Spur der Grausamkeit“ – erschienen am 31. Mai 2021

„Die Dunkelheit der Welt“ – erscheint am 29. Juli 2021

Weitere Informationen über Veronika Rusch und ihre Bücher könnt ihr auf ihrer Homepage finden.

Ich danke dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Buches. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Seiten: 496

Herausgeber: Piper Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 1. April 2021

ISBN: 978-3492062411

Preis: 12,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book)

Lebenstraum Buchhandlung

Ich habe „Die Buchhändlerin“ von Ines Thorn im Rahmen einer Leserunde bei der Büchereule gelesen. Es war mein erstes Buch von Ines Thorn und ich kann es euch guten Gewissens weiter empfehlen. Ich gehe sowieso davon aus, dass die meisten bereits Bücher von ihr kennen.

Kurz nach dem zweiten Weltkrieg möchte Christa nichts anderes als Germanistik zu studieren. Leider ist es aber so, dass Frauen an der Uni nicht anerkannt werden und außerdem ihr Vater aufgrund des Krieges verschwunden ist und ihr Onkel Martin im Gefängnis sitzt, weil er von der Nachbarin denunziert wurde. Ihr Onkel hat lange Zeit eine Buchhandlung geführt, die im Krieg enteignet wurde. Christa baut diese wieder auf und erschafft einen Wohlfühlort für bibliophile Menschen wie mich.

Die Leserin/der Leser wird zu Beginn direkt in die Handlung geworfen und bis zum Ende nicht mehr los gelassen. Ich habe jede einzelne Seite genossen und mit Christa und ihrer Familie mitgelitten und mich mit gefreut. Die Zustände im Krieg und auch in der Nachkriegszeit erschüttern mich immer wieder aufs Neue. Vor allem, dass es einfach so möglich war, dass Waisenkinder einfach so auf der Straße leben, so wie es bei Heinzchen der Fall war. Nicht nur das, auch die Entbehrungen, die die Menschen erleiden mussten und die Ängste, die sie auch nach Kriegsende noch durchleben mussten. Ines Thorn hat all das so lebendig rüber gebracht, dass ich das ein oder andere Tränchen vergossen habe.  

Den Aufbau des Bücherladens und die Ideen, die Christa dort hinein gesteckt hat, haben mir die ganze Zeit Gänsehaut geschaffen.  Nicht nur, dass es ein Wohlfühlort für Buchliebhaber ist, man trifft hier auch noch regelmäßig Gleichgesinnte. Büchereule im Real Life sozusagen. Ein kleines Extra waren hier für mich einige kleine Details über Verlage, die ich bisher noch nicht wusste.

Wenn ihr ein Buch lesen möchtet, das von Anfang bis Ende total realistisch erzählt ist und den Sog entwickelt nicht mehr aufhören zu können, seid ihr mit „ Die Buchhändlerin“ sehr gut beraten. Ihr solltet auch die Nachkriegszeit als Schauplatz mögen. Der zweite Teil „Die Buchhändlerin: Die Macht der Worte“ erscheint am 15. Februar 2022.

Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite Rowohlt Verlages.

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Seiten: 336

Herausgeber: Rowohlt Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 23. März 2021

ISBN: 978-3499005152

Kosten: 9,99 Euro (E-Book), 16,00 Euro (Taschenbuch)

42!

„Per Anhalter durch die Galaxis“ ist der erste Teil der fünfbändigen intergalaktischen Trilogie um Arthur Dent und seinen Freund Ford Prefect. Ich habe das Hörbuch schon mal vor über 15 Jahren gehört und anschließend den Film gesehen. Dieses Jahr jährt sich die Veröffentlichung das 42ste Mal, selbstverständlich wollte ich aus diesem Grund einen Beitrag über das Buch schreiben. Was es mit der Zahl 42 auf sich hat, werdet ihr erfahren, wenn ihr den ersten Teil lest.

Arthur Dent hat ein Problem: Er hat viel zu spät mitbekommen, dass sein Haus abgerissen werden soll, denn dort soll eine Umgehungsstraße entstehen. Aber im Vergleich zu dem, was die Erde nur wenige Minuten später erwartet, ist dies nur eine Kleinigkeit. Denn die Welt soll von den Vogonen, einer äußerst unfreundlichen Art Allbewohner, zugunsten einer galaktischen Hyperraum-Expressroute zerstört werden.  Ford Prefect, der Freund von Arthur, kennt sich mit derlei Dingen aus, denn er arbeitet aktuell an einem galaktischen Nachschlagewerk und kennt sich mit Reisen im Weltall, wie die beiden sie im weiteren Verlauf des Buches erleben, sehr gut aus.

„Dieser Planet hat – oder besser gesagt, hatte – ein Problem: Die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen bedruckten Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.“

„Per Anhalter durch die Galaxis“ ist eindeutig nicht für jeden etwas. Man muss nicht nur Science Fiction mögen, sondern auch damit klar kommen, dass Douglas Adams sich allerlei skurrile Dinge ausgedacht hat. Zum Beispiel den Unendlichen-Unwahrscheinlichkeits-Antrieb, der dafür sorgt, dass Arthur und Ford auf eine höchst unwahrscheinliche Weise auf Zaphod Beeblebrox und Trillian stoßen. Die Geschehnisse sind nicht nur zum größten Teil völlig absurd, sondern auch noch unglaublich komisch geschrieben. Ich bin zeitweise aus dem Lachen nicht mehr ausgekommen. Ganz besonders habe ich Marvin, den „depressiven suizidalen“ Roboter, in mein Herz geschlossen. Ich kann euch wirklich nur empfehlen, euch mal die Hörprobe anzuhören. Ich habe mich schon bei der Einleitung total amüsiert.

„Es ist eine bedeutende und allgemein verbreitete Tatsache, dass die Dinge nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen. Zum Beispiel waren die Menschen auf dem Planeten Erde immer der Meinung, sie seien die intelligenteste Spezies dort und nicht die drittintelligenteste. Die zweitintelligentesten Wesen waren natürlich die Delphine, die komischerweise schon lange vorher von der drohenden Zerstörung der Erde wussten. Sie haben viele Versuche unternommen die Menschheit auf diese Gefahr aufmerksam zu machen, doch wurden die meisten ihrer Botschaften als amüsante Versuche missdeutet, einen Fußball mit dem Kopf zu treffen oder nach Leckereien zu pfeifen, so dass sie es schließlich auf gaben und die Erde ihrem Schicksal überließen. Die letzte Botschaft der Delphine wurde als der kunstfertige Versuch missverstanden, einen doppelten Salto durch einen Reifen zu vollführen und dabei „Heil dir im Siegerkranz“ zu flöten. In Wirklichkeit aber hieß die Botschaft: Macht´s gut und danke für den vielen Fisch.“

Christian Ulmen liest das Buch durchweg mit einer Ironie in der Stimme, die man von ihm aus diversen Filmen/Serien bereits kennt. Er ist für mich die ideale Besetzung für das Hörbuch. Allerdings fand ich es manchmal etwas schwer zu folgen, wenn er lange Schachtelsätze sehr schnell gelesen hat, daher werde ich die weiteren Bücher wahrscheinlich selber lesen. Ich habe das Glück, dass der Sammelband mit allen Teilen hier im Regal steht.

Die Reihe besteht aus fünf Romanen: *Werbung*

Per Anhalter durch die Galaxis – ISBN 978-3036959542

Das Restaurant am Ende des Universums -ISBN 978-3036959566

Das Leben, das Universum und der ganze Rest – ISBN 978-3036959559

Mach´s gut, und danke für den Fisch ISBN 978-3453146068

Einmal Rupert und zurück – ISBN 978-3036959580

Die Bücher sind leider nur noch gebraucht als Sammelausgabe zu finden.

Heike von Frau Goethe liest hat das Buch auch gelesen. Ihre Meinung findet ihr, wenn ihr diesem Link folgt: Was Heike über den Anhalter sagt.

Das ganz normale Dorfleben

Ich habe das Hörbuch „Über Menschen“  von Juli Zeh über MDR Kultur gehört. Gelesen wird es von Anna Schudt. Ich habe mich zuvor an einigen Romanen von Juli Zeh versucht, aber nie so richtig Zugang zu ihren Büchern gefunden. Vielleicht hat sich das ja jetzt geändert.

Dora zieht nach Bracken in Brandenburg, weil ihre Beziehung mit ihrem Freund Robert nicht mehr so aussieht, wie sie es sich vorgestellt hat. Sie hat in Bracken ein kleines Gutsverwalterhäuschen gekauft und kommt dort mit allerlei Vorurteilen bezüglich der Menschen und der Gegend an. Direkt zu Anfang lernt sie Gote, ihren Nachbarn und „Dorf-Nazi“ kennen und sieht sich in ihrer Meinung über die Menschen auf dem Land bestätigt. Doch wie sich alles weiter entwickelt, konnte sie zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen.

Dora ist anfangs sehr grüblerisch und auch als Leser*in hat man das Gefühl nicht an sie heran zu kommen. Als sie die ersten Menschen in Bracken kennen lernt, merkt sie, dass das Leben nicht nur schwarz und weiß ist, sondern auch ganz viele Grautöne hat. Plötzlich ist der rechtsradikale Asoziale von Nebenan ein lieber Nachbar, der ihr einfach aus Freundlichkeit Möbel schenkt und seine Hilfe anbietet. Die Leute, denen sie im Laufe des Buches begegnet, gehören bestimmten Gruppen an, aber sie verhalten sich meist überhaupt nicht so wie sie es voraus gesehen hat. Wir kennen das ja sicher alle, dass wir uns ein bestimmtes Bild von einer Personengruppe machen und dann völlig überrascht sind, wenn diese Leute völlig anders sind als wir erwartet haben. So ging es Dora auch und zwar fast das ganze Buch über. Juli Zeh spielt hier natürlich mit der vollen Breitseite der Vorurteile, die man überall mitbekommt und die in den meisten Köpfen bewusst oder unbewusst bestehen.

Das Buch spielt fast in der Jetzt-Zeit, nämlich zu Beginn der Pandemie. Doras Noch-Freund Robert gehört zu denen, die die Pandemie zu übertrieben sehen und eigentlich schon den Weltuntergang vor Augen haben. Gleichzeitig ist er glühender Greta Thunberg-Verehrer und verhält sich sehr überzogen und übergriffig Dora gegenüber.  Er hat sein ganzes Leben extrem in diese Richtung ausgerichtet. Für ihn gibt es ebenfalls kein grau, sondern nur schwarz und weiß.

Dora und auch ich als Hörerin haben durch das Buch gelernt, dass man den Mensch als Ganzes sehen sollte. Nicht nur, wie diese*rber sich verhält und welche Definition  oder Bezeichnung  er oder sie von anderen Leuten  bekommen hat, sondern dass man sich auch die Mühe macht auch seine Geschichte und die Gründe für das jeweilige Verhalten heraus zu finden. Ich habe schon oft gehört, dass Juli Zehs Romane genau diesen Effekt haben und daher werde ich es wohl doch noch mal mit weiteren Büchern versuchen.

Ein wenig traurig war ich schon, als ich Abschied von Dora, ihrem Hund Jochen, der Rochen und von Gote nehmen musste, aber ich glaube, ich werde in der nächsten Zeit noch mehr versuchen hinter Fassaden von Menschen  zu sehen.

Anna Schudt hat das Hörbuch ganz hervorragend gelesen. Ich finde ihre Stimme sehr angenehm und habe nun auch eine neue Lieblingssprecherin.

Eine Lesprobe könnt ihr auf der Seite des Luchterhand Literaturverlages finden.

*Werbung*

Seiten: 416

Herausgeber: Luchterhand Literaturverlag

Erscheinungsdatum: 22. März 2021

ISBN: 978-3630876672

Preis: 22,00 € (gebundene Ausgabe), 17,99 € (E-Book)

Grenzüberschreitende Mordermittlungen

Auf den Auftakt der Grenzfall-Reihe von Anna Schneider bin ich durch eine Leserunde bei der Büchereule gekommen. Anfangs gefielen mir das Buch und vor allem die Handlung sehr gut, aber nach und nach sind mir einige Dinge aufgefallen, die mir nicht so gut gefallen haben.

Am Brauneck wird zunächst ein herrenloser Rucksack gefunden. Nachdem die Ermittler vor Ort in Lenggries nach einer vermissten Person suchen, finden sie eine leblose Frau, deren Unterkörper abgetrennt wurde. Der Unterkörper wird am Achensee in Österreich gefunden. Es kommt zum ersten grenzüberschreitenden Ermittlungsfall  von Alexa Jahn und Bernhard Krammer, der den Auftakt zur Serie „Jahn und Krammer ermitteln“ bildet.

Zunächst möchte ich sagen, dass mir die Story und auch der Schreibstil sehr gut gefallen haben. Es handelt sich hier um einen Krimi, der trotz auftauchender Leichenteile nicht besonders blutrünstig ist. Zu Beginn war ich auch ziemlich begeistert, bis ich ins Innenleben der beiden Ermittler sehen konnte. Alexa ist sehr unsicher, Bernhard total negativ eingestellt. Dieses Zusammenspiel fand ich nicht so gelungen, aber ich hätte damit noch ohne Probleme leben können, wenn nicht noch eine weitere Sache aufgetaucht wäre: Alexa erwartet von ihren Mitarbeitern Teamarbeit, sie selber hat aber das meiste im Alleingang durchgeführt. Im Buch kam es so rüber, als wären ihr die Dinge spontan eingefallen und der Gedanke an eine Mitteilung an den Partner in Österreich bzw. ihren Mitarbeitern wäre ihr einfach entfallen. Das finde ich sehr schade, denn nur durch Teamarbeit ist so eine Situation meiner Meinung nach zu meistern. An den Abläufen im Buch hätte das nicht viel geändert, aber ich hätte alles besser nachvollziehen können.

Die Lösung des Falls war mir dann am Ende irgendwie zu schnell hergeleitet und auch nicht so wirklich realistisch umgesetzt, da ich den Grund für den Mord nicht so recht nachvollziehen konnte. Außerdem erwartet die Leserin bzw. den Leser am Ende noch eine Überraschung, die auf der einen Seite interessante weitere Teile verspricht, auf der anderen Seite aber dann doch ziemlich plötzlich kam und meiner Meinung nach auch nicht so nebenbei abgehandelt werden sollte, wie es hier der Fall war.

Alles in allem habe ich das Buch gern gelesen, aber ich hätte mir gewünscht, dass  die Charaktere nicht so verworren und planlos agiert hätten und dass das Ende ein wenig mehr aufgebaut worden wäre. Einen Tag nachdem ich das Buch beendet habe, überlege ich noch, ob ich den zweiten Teil lesen möchte. Ein wenig Zeit um darüber nachzudenken habe ich noch, denn er erscheint erst am 26. Januar 2022 und heißt „Grenzfall – Ihr Schrei in der Nacht“.

Wenn ihr mehr über das Buch wissen wollt, oder auch die Leseprobe lesen möchtet, findet ihr diese auf der Seite des Fischer Verlages.

*Werbung* Infos über das Buch:

Seiten: 432

Herausgeber: FISCHER Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 27. Januar 2021

ISBN: 978-3596700509

Feiertag fürs Buch – DIY

Ich zeige Dir, wie Du Deine individuelle Buchhülle nähst. © Pattydoo

Wie ihr vielleicht wisst, ist heute der Welttag des Buches, also unser Feiertag! Da trifft es sich gut, dass dieser Tag auf einen Freitag fällt, denn ich habe heute etwas besonderes für Euch: Wir werden zusammen eine Buchhülle nähen, die Ihr Euch ganz individuell gestalten könnt. Das Schnittmuster bekommt Ihr bei Pattydoo. Die Erklärung wie es geht, findet Ihr hier:

mit freundlicher Genehmigung von Pattydoo.de

Dieses DIY ist aber nicht die einzige Überraschung heute, denn Heike von Frau Goethe liest und Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus haben sich im Rahmen von #2Blogs1Buch noch mehr ausgedacht. Am besten geht Ihr direkt mal in der Facebook Gruppe gucken oder Ihr besucht einen der beiden Blogs oder sogar beide.

Der Welttag des Buches heißt eigentlich „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ und wurde von der UNESCO im Jahr 1995 das erste Mal eingerichtet. Er findet immer am 23. April statt und gilt als Aktionstag fürs Lesen, für Bücher, für Kultur des geschriebenen Wortes und für die Rechte ihrer Autoren.

Zum Welttag des Buches kommt jährlich ein Titel im Rahmen der Initiative „Ich schenk dir eine Geschichte“ heraus, den Lesebegeisterte sich als Geschenkbuch mit entsprechendem Gutschein bei teilnehmenden Buchhandlungen abholen können. Ziel ist es, Kinder zum Lesen zu begeistern und ihre Lesekompetenz zu stärken.

Ich wünsche Euch jetzt viel Spaß beim Nähen und würde mich freuen, Eure Werke zu sehen.

Programm für den 23. April 2021:

13.00 Uhr – Podcast Buchgeplauder mit Heike und Manuela

14.30 Uhr – DIY Buchhülle mit Nadine

16.00 Uhr – Buchvorstellung Verlorene Engel

19.30 Uhr – Krimidinner Mord in Richman Hall