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Jahresrückblick 2022: Einfach mal machen, könnte ja gut werden!

Wenn ich mir das Jahr 2022 ansehe, sehe ich vor allem viele Menschen, die ich kennenlernen durfte, aber auch viel Arbeit durch mittlerweile wöchentliche Podcastfolgen.  

Es war insgesamt ein tolles Jahr, das mir viele Glücksmomente beschert hat, aber auch traurige Momente. Der schlimmste davon war der Tag, an dem mein geliebter Herzenskater mich für immer verlassen hat. Er war vom ersten Tag seines Einzugs an immer bei mir. Die zwei verbleibenden Jungs, Murphy und Herr Schröder, und das neue Mädchen, Jacy, helfen mir zwar darüber hinweg, aber ich vermisse ihn trotzdem täglich.  

Ansonsten habe ich viel gelernt. In 2021 hätte ich niemals gedacht, dass ich einfach so eine Podcastfolge aufnehme, bearbeite und dann zur Verfügung stelle. Ich hätte auch nicht gedacht, dass den Podcast mehr als 5 Leute hören. Ich höre sehr oft, dass ich eine angenehme Interviewpartnerin bin und bin stolz darauf. Vielleicht habe ich damit meine Superkraft entdeckt. 😉 

Dieses Jahr habe ich wirklich viel gelesen und auch endlich begonnen “öffentlich” zu schreiben. Ich habe sogar eine Kurzgeschichte bei einem Wettbewerb eingereicht. Das habe ich jetzt öfter vor.  Im Rahmen das NaNoWriMo habe ich ein Buchprojekt begonnen. In die Idee, die dahintersteckt bin ich total verliebt.

„Mein Ziel ist es, ein Leben aufzubauen, von dem ich mich nicht im Urlaub erholen muss.“ Das wollte ich in 2022 umsetzen. Es hat besser geklappt als je zuvor, aber Luft nach oben ist da noch.

Was habe ich mir für 2022 vorgenommen und wie ist es gelaufen?

Wenn ich es recht überlege, hatte ich auch ohne Jahresrückblog Ziele für 2022.  

  • Podcast: Ich habe es geschafft und meinen eigenen Podcast eröffnet. Heute kann ich mir meinen Blog gar nicht mehr ohne Podcast vorstellen.  Du findest alle Folgen auch bei den gängisten Podcastapps.
  • Selfpublisher: Ich habe in 2021 mein Herz für Selfpublisher entdeckt. Manch einer kann mit ihnen nichts anfangen, teils aus Vorurteilen, teils aus Erfahrung mit Büchern die nicht lektoriert bzw. korrigiert sind. Ich würde mich so sehr freuen, wenn jeder ihnen eine Chance gibt und daher habe ich beschlossen, 2022 unter dem Motto “Push Selfpublishing” laufen zu lassen. Wenn du meinen Podcast hörst, wirst du merken, dass die meisten Gäste Selfpublisher sind.  
  • Eigenes Logo etablieren: Zu Beginn des Blogs hatte ich ein Logo, das aus einem Herz aus Büchern bestand. Das sah total billig aus und war nicht auffällig. Dank Canva habe ich mein türkis für mich entdeckt und mir in 2021 das neue Logo erstellt und meine Posts einheitlich gestaltet.  
  • Mehr Bücher lesen als in 2021: Das habe ich locker geschafft, allerdings weiß ich gar nicht wie. In 2021 habe ich 63 Bücher gelesen und in bis jetzt in 2022 schon 81. Da wir noch ein paar Tage in diesem Jahr verfügbar haben, dazu auch noch Feiertage kommen, schaffe ich sicher noch zwei oder drei Bücher. Das ist ein tolles Gefühl! 

Mein Jahresrückblick 2022

Entstehung meines Podcasts

Podcastbearbeitung mit Herrn Schröder
Podcastbearbeitung mit Herrn Schröder

“Soll ich oder soll ich nicht?”  

“Meine Stimme ist so schrecklich!” 

“Was ist, wenn die Leute es nicht mögen?” 

Diese Fragen kennt ja jeder von uns auf die ein oder andere Weise. Ich habe bereits 2021 zur OBM daran gedacht einen Podcast zu machen, aber ich habe mich nicht getraut. Die Idee, wie ich es aufbauen möchte, war mir schon früh relativ klar: Mein Podcast soll klingen wie ein gemütlicher Plausch auf dem Sofa bei Kaffee und Kuchen oder einem Weinchen.  

Bei mir passiert alles immer ziemlich plötzlich. Ich befasse mich gar nicht so sehr mit den technischen Dingen und lerne im Nachhinein. Also habe ich am 6. März 2022 meine allererste Folge veröffentlicht. Mein erster Gast war Kerstin Groeper. Dieses erste Interview habe nicht nur per Zoom aufgenommen (warum war das eigentlich so?), kaum geschnitten und anschließend in zwei Teile aufgeteilt. Das würde ich heute nicht mehr machen. Mittlerweile habe ich 42 Folgen veröffentlicht.  

Mit der Zeit habe ich die Podcastaufnahmen immer mehr lieben gelernt. Ich mag es einfach mit den unterschiedlichsten Personen über ihre Projekte zu reden und die Liebe zu ihrer Arbeit in ihren Augen und ihren Stimmen zu spüren.  

Nach den Interviews kamen erst die Buchsnacks dazu, in denen Autoren eine kurze Sequenz von ca. 5 Minuten (manchmal auch länger) einlesen, damit interessierte Podcasthörer einen Eindruck davon haben, wie das Buch geschrieben ist. Später kam ich auf die Idee auch Buchvorstellungen anzubieten. Der Vorteil daran ist, dass ich die Bücher, die besprochen werden, nicht selber kennen muss. Ich wollte damit Autor:innen die Möglichkeit geben über ihr Buch zu sprechen und das, was ihnen wichtig ist, los zu werden. Aufgebaut ist es ebenfalls wie ein Interview, allerdings habe ich dazu Standardfragen entwickelt.  

Was soll ich sagen? Der Podcast läuft super! Ich habe eine Warteliste, was ich niemals für möglich gehalten hätte. Ich habe eher erwartet, dass ich kaum Interviewpartner zusammenkriege. Aber so ist es natürlich viel besser. Du kannst dich also auf viele weitere Interviewpartner in 2023 freuen.  

Podcast „Goethes Bücherreisen“

Logo "Goethes Bücherreisen"
Logo „Goethes Bücherreisen“

Frau Goethe liest, also Heike, hatte im Frühjahr die Idee, dass wir zusammen einen Podcast mit Buchthemen machen könnten. Also haben wir ein kurzes (wirklich ein kurzes!) Brainstorming gemacht und innerhalb von einer halben Stunde 24 Themen zusammengestellt, in denen wir von September 2022 bis August 2023 immer am 1. und am 15. Eines Monats über buchrelevante Themen sprechen.  

Unsere Themen beinhalten nicht nur Themen, die Blogger und Leser interessieren, auch Autoren kommen auf ihre Kosten. Beispielsweise ist ein Thema die Zusammenarbeit mit Autoren oder mit anderen Bloggern.  

Wenn du noch nicht reingehört hast, solltest du das ganz schnell tun, denn die Rückmeldungen von Hörern sind sehr positiv. Ich verspreche dir, dass unsere Folgen nicht so lang sind wie die meines eigenen Podcasts, also für mal eben zu Hören besser geeignet sind. Du findest alle Folgen nicht nur bei den bekannten Apps, sondern auch auf Heikes und auf meiner Seite unter “Goethes Bücherreisen”.  

Blogtouren

Ich liebe Blogtouren! Die Vernetzung untereinander ist mir dabei das Wichtigste.  

Im Februar ging es mit der Blogtour zum ersten Teil der “Töchter der Speicherstadt”-Reihe los. Mehr dazu habe ich im nächsten Punkt geschrieben. Mir ist diese Leserunde in schöner Erinnerung geblieben.  

Im April habe ich “Die Mission des Kreuzritters” von Ulf Schiewe im Rahmen der HOMER Preisverleihung 2022 vorgestellt. Die Blogtour dauerte noch bis zum Tag vor der Preisverleihung am 1. Oktober 2022 an. Kurzlesungen und schriftliche sowie Interviews mit Bewegtbildern haben die Blogtour abgerundet.  

Im August durfte ich an der Blogtour zu “Findelmädchen” von Lilly Bernstein teilnehmen. Den Vorgänger “Trümmermädchen” kannte ich nicht, aber das Buch war auch ohne Vorkenntnisse sehr gut lesbar.  

Virtueller Kaffeeklatsch zur Blogtour „Töchter der Speicherstadt“

Goodies für die geladenen Teilnehmer des Kaffeklatsches
Goodies für die geladenen Teilnehmer des Kaffeklatsches

Als Special zur Blogtour zum ersten Teil der Reihe “Töchter der Speicherstadt” hat Frau Goethe liest ein virtuelles Kaffeetrinken mit Anja Marschall organisiert. Das Schöne daran war: Wir Bloggerinnen haben Gäste eingeladen und jeder Gast sowie die teilnehmenden Blogger bekamen vorab von Anja Marschall einen kleine Kaffeeprobe sowie einen persönlichen Gruß zugesendet.  

Zoom habe ich in der Pandemiezeit zu schätzen gelernt. Nur so war es möglich, dass wir uns aus allen Ecken Deutschlands zuschalten konnten und nicht nur dem Interview, das Heike mit Anja Marschall geführt hat, folgen konnten, sondern auch noch Ausführungen über historische Gebäude und Orte, die im Buch vorkommen. Außerdem konnten wir natürlich auch mit Anja direkt in Kontakt treten.  

Du kannst den Kaffeeklatsch auf dem Blog von Frau Goethe liest in ihrem Podcast anhören. Es ist übrigens eine der am meisten gehörten Folgen ihres Podcasts.  

Doch-Nicht-Messe Leipzig 2022

abendliche Lesung im Landgericht Leipzig
abendliche Lesung im Landgericht Leipzig

Die Reise nach Leipzig hatte ich bereits im Oktober oder November 2021 geplant und mich total meine allererste Messe als Bloggerin gefreut. Wir wissen alle, dass sie kurzfristig abgesagt wurde und die meisten Leute ihre Reise nach Leipzig abgesagt haben.  

Damit wollten Heike von Frau Goethe liest, Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus und ich uns nicht zufriedengeben und haben uns dann trotzdem in Leipzig getroffen und drei wunderschöne Tage verbracht, die wie im Flug vergingen.  

Homer historische Literatur e. V.

Shortlist Goldener HOMER 2022
Shortlist Goldener HOMER 2022

Im Frühjahr wurde ich Fördermitglied vom Verein “HOMER historische Literatur e. V.” 

Du kennst den Verein noch nicht? Dann solltest du mal die Homepage besuchen. Mittlerweile hat der HOMER zahlreiche Mitglieder, die meisten davon sind Autoren. In regelmäßigen Abständen findet der Stammtisch statt, in dem sich Autoren, Blogger und andere Mitglieder austauschen können.  

Weiter oben habe ich die Blogtour zur Preisverleihung des goldenen Homer erwähnt. Der goldene Homer wird einmal im Jahr verliehen und krönt drei Autor:innen, die ein Buch geschrieben haben, das in der Zeitspanne spielt, die in der jeweiligen Ausschreibung genannt ist. Leider sind bisher noch keine Selfpublisher zugelassen, ich hoffe aber, dass das irgendwann einmal der Fall ist.  

Gewonnen haben in diesem Jahr:  

Mörderische Schwestern e. V. & Bad Vilbel

Welcome Mail "Mörderische Schwestern e. V. "
Welcome Mail „Mörderische Schwestern e. V. „

Wenn du gerne Krimis liest, hast du den Namen “Mörderische Schwestern” sicher schon ab und an mal gehört. Ich wusste bis zum Frühjahr gar nicht, dass ich auch als Bloggerin Mitglied werden kann.  

Im Sommer flatterte eine Einladung zur Vollversammlung der Mörderischen Schwestern ins Haus. Sie sollte in Bad Vilbel bei Frankfurt stattfinden und einigen Mehrwert bieten. Also habe ich mich angemeldet und rückblickend freue ich mich über diese Entscheidung. Ich habe nicht nur einige Mörderische Schwestern kennengelernt (Ulla von Ullas Leseecke endlich mal live und nicht per Zoom), sondern auch zwei Workshops mitmachen dürfen: Einmal Blutspurenanalyse und einmal Gesichtsrekonstruktion. Den Abend nach der Vollversammlung fand eine Ladies Crime Night (LCN) in Bad Vilbel statt, die ich mir natürlich auch angesehen habe.  

Falls du die LCNs noch nicht kennst, habe ich eine kurze Erklärung für dich: An dem jeweiligen Abend lesen mehrere Autorinnen ca. 7 Minuten aus einem ihrer Bücher oder Kurzgeschichten. Meist wird der Abend von Musikern begleitet. Du solltest mal die Augen offenhalten, ob du bei dir eine LCN besuchen kannst. Es lohnt sich auf jeden Fall.  

Erste Schreibversuche & Blog „Nadines Schreibwerkstatt“

Blog "Nadines Schreibwerkstatt"
Blog „Nadines Schreibwerkstatt“

Vielleicht hast du es schon mitbekommen: Ich schreibe selber auch total gerne. NIcht nur Rezensionen, sondern auch Geschichten. Bisher bin ich aber nie über Kurzgeschichten hinausgekommen. Ich habe mir einfach niemals vorstellen können, eine große lange Geschichte zu schreiben.  

Gerade heute, an dem Tag, an dem ich diesen Beitrag schreibe, habe ich Folgendes in meinen Erinnerungen bei Facebook gesehen: 

Facebook-Beitrag vom 16.12.2022
Facebook-Beitrag vom 16.12.2022

Ich wollte schon im letzten Jahr beim NaNoWriMo mitmachen, aber ich habe mich nicht getraut. Warum auch immer man sich nicht traut, wenn man etwas für sich allein im stillen Kämmerlein macht, erschließt sich mir nicht, aber es war so. Dieses Jahr habe ich es dann getan! Ich habe meine erste eigene Geschichte angefangen zu schreiben. Und ich bin lange noch nicht am Ende angekommen, wie man sich sicher denken kann. Unterstützt hat mich dabei der Kurs „Schreib dein Buch“ vom Bookerfly Club.  

Ich mache immer mal wieder beim #writingfriday von Elizzy von read books and fall in love mit und primär dafür habe ich mir einen eigenen Blog für meine Schreibübungen erstellt. Vielleicht sehe ich in ein paar Jahren mal Fortschritte 😉   

Fernkurs „Kreatives Schreiben“

Anmeldebestätigung Laudius "kreatives Schreiben"
Anmeldebestätigung Laudius „kreatives Schreiben“

Mein Entschluss für 2022 stand schon in 2021 fest: Ich muss dringend selber schreiben lernen. Also habe ich mich ein wenig schlau gemacht, wo ich Grundlagen lerne. Schnell war klar, dass ich einen Fernkurs bei der Laudius Akademie zum Thema “kreatives Schreiben” absolvieren möchte.  

Der Vorteil ist hier, dass durch alle Genres weg gelehrt wird. Zu Beginn musste ich nur einen spannenden Anfang schreiben, dann beispielsweise eine Kürzestgeschichte, von der ich gar nicht wusste, dass es sowas auch gibt. Meine letzte Aufgabe war eine Reportage, die ich über “Recklinghausen leuchtet” geschrieben habe und als nächstes lerne ich etwas über Rezensionen. Da bin ich gespannt, ob mich diese Lektion weiterbringt.  

Insgesamt sind es über 30 Lehrhefte, die ich durcharbeiten werde und ich muss auch Gedichte, Kinderbücher bzw. -geschichten oder Haikus schreiben. Davor gruselt es mich ein wenig. Aber Spaß macht es auch irgendwie.

Mein Buchprojekt nimmt täglich mehr Form an. Nun muss ich das alles nur noch aufschreiben.

SuB-Abbau 2022

Im aktuellen Jahr habe ich das erste Mal beim SuB-Abbau von Frau Goethe liest mitgemacht. Das ZIel ist es, 12 Bücher – also jeden Monat eins – aus dem SuB zu lesen. Du kannst dir sicher vorstellen, dass ich es NICHT geschafft habe.  

Um es uns Teilnehmern einfacher zu machen, hat an jedem zweiten Montag im Monat ein Zoom-Treffen stattgefunden, bei dem wir 50 Minuten, jeder für sich, sein SuB-Buch gelesen haben. Ich habe manchmal geschummelt und lieber mein aktuelles Buch weitergelesen, weil wieder ein Rezensionstermin bevorstand. Sonst hätte ich meine 12 Bücher sicher geschafft. Nach dem Silent Reading haben wir immer noch eine kleine Quatschrunde eingelegt. Das war dann immer der perfekte Abschluss für den jeweilgen Montag.  

In 2023 wird es die Aktion ebenfalls geben. Du kannst dich darüber bei Frau Goethe liest informieren.  

Blog Campus

Auch für Blogger hat sich Heike etwas überlegt, nämlich den Blog Campus. Er findet immer an einem Samstag im Monat statt und man lernt alles Mögliche übers Bloggen.  

Am wichtigsten waren für mich beispielsweise Themen wie Contentplanung oder wie man ansprechende Bilder für Social Media erstellt.  

Ich habe festgestellt, dass es nicht schaden kann, sich beim Blog Campus einzuwählen, auch wenn man glaubt, dass man schon alles weiß. Ich habe öfter mal Aha-Erlebnisse gehabt, schon allein deswegen, weil auch ein Austausch zwischen den Teilnehmern stattfindet, bei dem ich schon interessante Denkanstöße bekommen habe.  

Wenn Du Interesse daran hast, komm doch einfach mal vorbei. Ich habe mal eine Übersicht über die Themen für 2023 für Dich:   

Zeilentraum-Event 2022

Aufsteller "Zeilentraum"
Aufsteller „Zeilentraum“

Im November habe ich bei der Podcastaufnahme mit Heidi Troi zufällig erfahren, dass es eine Messe ganz um die Ecke von mir gibt: Zeilentraum in Dortmund. Sie fand im Best Western Hotel in Dortmund am Flughafen statt. 

Ich hatte Glück und konnte zwei Wochen vor dem Event noch ein Ticket ergattern. Während einiger Gepräche mit anderen Teilnehmern der Messe fand ich heraus, dass viele schon darauf gewartet haben, dass die Messe nach Corona endlich wieder stattfindet und dass die Tickets tatsächlich ausverkauft waren.  

Organisiert wird die Messe von Emma Smith und Kimmy Reeve. Beide sind Autorinnen und wollten nach eigener Aussage ein Treffen schaffen, bei dem Autor:innen und Leser:innen in familärer Runde zusammenkommen. Das ist richtig gut gelungen! Zu Gast waren Autor:innen, die zum Teil im Rahmen von Lesungen oder Meet and Greet zur Verfügung standen.  

Die wenigen, aber liebevoll gestalteten Stände der einzlenen Autor:innen luden nicht nur zum Schmökern ein, sondern ließen auch das ein oder andere Pläuschchen zu. Ich konnte zudem weitere Gäste für meinen Podcast gewinnen. Da darfst du sehr gespannt drauf sein.  


Mein 3 liebsten eigenen Blogbeitäge des Jahres


Mein Jahr 2022 in Zahlen

Ich lasse dazu mal Bilder sprechen.

Blog am 17.12.2022
Blog am 17.12.2022

Instragram 16.12.2022
Instragram 16.12.2022

Facebook 16.12.2022
Facebook 16.12.2022


podcaster.de 16.12.2022
podcaster.de 16.12.2022

Was 2022 sonst noch so los war

Ich war in der Zeitschrift "Lesen" :-)
Ich war in der Zeitschrift „Lesen“ 🙂

Gast für den Podcast meines Arbeitgebers
Ich war Gast für den Podcast meines Arbeitgebers. 🙂

Extraschicht am 25.06.2022
Extraschicht am 25.06.2022

Seit Juli 2022 bin ich zusammen mit zwei Kolleginnen und Elly Corporate Influencer für meinen Arbeitgeber.
Seit Juli 2022 bin ich zusammen mit zwei Kolleginnen und Elly Corporate Influencer für meinen Arbeitgeber.

Welcome-Back-Party vom Wohnkonzept II nach der Überschwemmung des Gebäudes im Juli 2021.
Welcome-Back-Party vom Wohnkonzept II nach der Überschwemmung des Gebäudes im Juli 2021.

Endlich wieder Formentera nach fünf Jahren.
Endlich wieder Formentera nach fünf Jahren.

Der schlimmste Tag in 2022: 16. September 2022 - Fry, mein Herzenskater hat mich nach über 16 Jahren  für immer verlassen.
Der schlimmste Tag in 2022: 16. September 2022 – Fry, mein Herzenskater hat mich nach über 16 Jahren für immer verlassen.

Endlich haben wir auch im Büro ein offenes Bücherregal. :-)
Endlich haben wir auch im Büro ein offenes Bücherregal. 🙂
Kurzurlaub in Papenburg mit den zwei Beisten. ❤

Die Madame ist eingezogen. Erst mussten die Jungs sich an sie gewöhnen, aber nun mögen sie sich.
Die Madame ist eingezogen. Erst mussten die Jungs sich an sie gewöhnen, aber nun mögen sie sich.

Tagesausflug nach Dusiburg. So schön ist das Ruhrgebiet.
Tagesausflug nach Dusiburg. So schön ist das Ruhrgebiet.

Weihnachtssingen auf Schalke :-)
Weihnachtssingen auf Schalke 🙂

Meine Ziele für 2023

  • Im April werde ich (diesmal hoffentlich wirklich!) zur Buchmesse nach Leipzig fahren. Das Hotel ist gebucht, die Bahnfahrkarten ebenfalls. Jetzt muss ich nur noch abwarten, bis ich mich akkreditieren lassen kann.  
  • Das Gleiche gilt für die Buchmesse in Frankfurt im Oktober. Ich bin einfach so gespannt drauf, ob mir der Trubel gefallen wird
  • Ich möchte endlich mal meinen Netgalley-SuB abbauen, der seit Jahren immer weiter angestiegen ist und immer nur minimal abgebaut wird.
  • Ich habe mir vorgenommen, mindestens vier englische Bücher in 2023 zu lesen. Vor langer Zeit konnte ich mal richtig gut Englisch, davon ist fast nichts übrig. Ich denke, ein Buch im Quartal sollte möglich sein.  
  • Außerdem möchte ich an meinem Buch weiterarbeiten. Ich habe ungefähr 1000 Ideen dazu und weniger Zeit als ich dafür brauche.  

Mein Motto für 2023 lautet: “Planung ist alles” 🙂 

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Interview und Kurzlesung: Ulf Schiewe – Die Mission des Kreuzritters

Im April habe ich dir „Die Mission des Kreuzritters“ von Ulf Schiewe bereits im Rahmen der Blogtour zur Nominierung für den HOMER Literaturpreis vorgestellt.

Nun freue ich mich sehr, dir mein Interview mit ihm zeigen zu dürfen. Ich war, wie man direkt am Anfang bemerkt, total aufgeregt. Das hat sich aber im Laufe des Interviews gelegt, weil Ulf ein sehr interessanter und entspannter Gesprächspartner ist. Wir haben nicht nur über das nominierte Buch gesprochen, sondern über die gesamte Montalban-Reihe und auch ein wenig Privates über Ulf besprochen.

Interview mit Ulf Schiewe

Patricia von nichtohnebuch hat heute ein Interview mit Ana Pawlik zu ihrem Debütroman „In den Klauen der Macht“ für dich. Sieh dich gerne mal auf ihrem Blog um.

Außerdem kannst du auch noch beiden Autoren bei einer Kurzlesung aus ihren nominierten Büchern lauschen. Die Videos werden entprechend hier aufgelisteten Reihenfolge heute um 15 Uhr und um 15:30 Uhr bei YouTube frei geschaltet.

Kurzlesung Ulf Schiewe aus „Die Mission des Kreuzritters“

Kurzlesung Ana Pawlik aus „In den Klauen der Macht“

Weitere Kurzlesungen der für den HOMER Literaturpreis nominierten Autoren findest du ebenfalls bei YouTube. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort mal rein zu gucken.

Blogtour zu Findelmädchen von Lilly Bernstein & Interview

Schon lange wollte ich “Trümmermädchen” lesen, aber irgendwie habe ich es immer wieder aus den Augen verloren. Stattdessen habe ich jetzt “Findelmädchen” gelesen und es von der ersten Seite an geliebt.  

Claire und Albert haben die Geschwister Helga und Jürgen auf der Suche nach ihrem Sohn vor einem Bunker in Köln aufgesammelt und mit nach Frankreich genommen. Dort leben die beiden nun und wissen nicht, was im 2. Weltkrieg mit ihren Eltern geschehen ist. Nach 10 Jahren des Wartens und des Hoffens bekommen sie einen Brief, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass der Vater der beiden gefunden wurde. Sie ziehen wieder zurück nach Köln und versuchen sich in der Nachkriegszeit im noch nicht komplett wieder aufgebauten Deutschland wieder zurecht zu finden. Helga möchte nichts anderes als schreiben, aber ihr Vater weigert sich, sie aufs Gymnasium gehen zu lassen. Er meldet sie bei der Haushaltungsschule an. Während eines Praktikums muss sie in einem Waisenhaus arbeiten. Dort erlebt sie, welche schrecklichen Dinge den Kindern dort angetan werden und versucht mit allen Mitteln etwas dagegen zu tun.  

Zunächst kann ich dir sagen, dass man “Findelmädchen” auch sehr gut lesen kann, wenn man den Vorgänger nicht kennt. Die Figuren, die in “Trümmermädchen” eine Rolle spielen, werden entweder komplett neu eingeführt oder nur am Rande erwähnt. Mir hat jedenfalls keine Information über die Figuren gefehlt und die Handlung konnte ich auch komplett nachvollziehen.  

Das Buch ist aus der Perspektive von Helga geschrieben, die zunächst vom für sie nicht so einfachen Leben in Frankreich berichtet, denn dort sind Helga und Jürgen die boches, die niemand haben will. Tante Claire und Onkel Albert dagegen lieben die beiden wie eigene Kinder. Das Leben in Köln ist auch nicht viel einfacher für Helga, weil sie zunächst die Haushaltungsschule besuchen muss und dann im Waisenhaus mit ansehen muss, wie die Kinder von den Nonnen misshandelt werden. Nicht selten war ich während der Lektüre des Buches genauso verzweifelt wie Helga. 

Eine der Charaktere, die ich am meisten in mein Herz geschlossen habe, Fanny, steht stellvertretend für viele Menschen aus der im Buch beschriebenen Zeit, die ca. 10 Jahre nach dem Krieg beginnt. Fanny hat alles verloren und nach dem Krieg hart gekämpft um sich ein neues Leben genau nach ihren Wünschen zu gestalten. Ihre “MIlchbar” hätte ich samt Musik gerne mal im wahren Leben erlebt.  

Wenn du Bücher magst, die in der Nachkriegszeit spielen, die von ganz normalen Menschen erzählen und die mit viel Herz geschrieben sind, ist “FIndelmädchen” genau das richtige für dich.  

Der Beitrag gehört zur Blogtour um das Buch “Findelmädchen” von Lilly Bernstein. Bei Frau Goethe liest findest du die Schauplatzbeschreibungen. Geh gerne mal bei ihr vorbei. Sie verbindet mit Köln eigene Erinnerungen.  


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Seiten: 592 

Herausgeber: Ullstein Taschenbuch 

Erscheinungstermin: 28. Juli 2022 

ISBN: ‎ 978-3548065687 




Über die Autorin (Quelle: Ullstein Verlag): 

Lilly Bernstein ist das Pseudonym der Kölner Journalistin und Autorin Lioba Werrelmann, deren Debütroman Hinterhaus 2020 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Ihr letzter Roman, Trümmermädchen, war ein großer Presse- und Publikumserfolg. Mit Findelmädchen erzählt sie die Geschichte der Trümmerkinder weiter. 

Findelmädchen von Lilly Bernstein
© Susanne Esch


Interview mit Lilly Bernstein: 

Dein neuer Roman „Findelmädchen“ ist gut gestartet. Er ist erst vor zwei Wochen erschienen, und der Verlag druckt bereits die zweite Auflage. Wie fühlt sich das an?

Das fühlt sich wunderbar an. Der Vorgänger-Roman „Trümmermädchen“ war ja ein echter Überraschungserfolg, mit dem niemand gerechnet hatte. Während ich nun das „Findelmädchen“ schrieb, habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob ich die Leser:innen, die das „Trümmermädchen“ so mochten, noch einmal begeistern kann. Das ist, ehrlich gesagt, ein ziemlicher Druck, der da auf dir als Autorin lastet. Umso glücklicher bin ich jetzt, und, ja, ich bin auch sehr erleichtert.

Wie hast Du für das Buch recherchiert? Ich stelle es mir schwer vor, von Betroffenen diese Details zu erfahren.  

Ich bin erst einmal tief in die fünfziger Jahre eingetaucht. Das heißt, ich habe ganz viel über diese Zeit gelesen, auch Bücher, die damals geschrieben wurden, habe alte Filme geguckt, alte Bilder, war im Haus der Geschichte in Bonn, im Freilichtmuseum in Kommern – wo übrigens Fannys Milchbar steht -, und dann erst habe ich mit Zeitzeugen gesprochen, auch mit ehemaligen Heimkindern. Sie haben mir ganz viel über den Tagesablauf im Heim erzählt, wie alles organisiert war, wo welches Gebäude stand – das Heim hat es ja tatsächlich gegeben, ich wohne heute ganz in der Nähe. Ich wollte gerne eine Geschichte schreiben, die sich so hätte zutragen können. Die schlimmen Details habe ich nicht einzeln abgefragt, ich wollte keine alten Wunden aufreißen. Ich habe sie aus den Erinnerungen ganz vieler Heimkinder zusammen getragen, wie sie unter anderem im Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung stehen, den der Bundestag eingerichtet hatte, um diese Zeit aufzuarbeiten. Tatsächlich hat sich beinahe alles, was ich im „Findelmädchen“ erzähle, so oder ähnlich in deutschen Heimen in den fünfziger Jahren zugetragen. Aber zum Glück geht es im „Findelmädchen“ ja nicht nur um Schlimmes. Ich erzähle ja auch eine Liebesgeschichte …

Genau! Helga bekommt von Konradin, der im Haus ihrer Familie einquartiert ist, Bücher wie “Schloss Gripsholm” von Kurt Tucholski oder “Bonjour Tristesse” von Françoise Sagan geschenkt und ist total begeistert davon. Teilst Du ihre Liebe zu diesen Büchern und wenn ja, warum? 

Ja, diese Bücher liebe ich, „Bonjour Tristesse“ habe ich genau wie Helga gelesen, als ich noch sehr jung war, und konnte gar nicht glauben, dass man so schreiben kann. Und „Schloss Gripsholm“ hat mir mal jemand, den ich sehr geliebt habe, geschenkt. Er hatte eine besonders hübsche Ausgabe auf dem Flohmarkt gefunden. Ich habe sie für meine Recherchen wieder hervorgeholt und entdeckt, dass sie aus dem März 1955 stammt! Also aus genau der Zeit, in der der Roman spielt! Das Büchlein, das ich im „Findelmädchen“ beschreibe, mit dem weißen Schloss auf dem Cover, dem Blütenkranz und der Girlande, das steht also bei mir zu Hause im Bücherregal.

Wie viel von Helga steckt in Dir? Eine Gemeinsamkeit habe ich gefunden: Ihr habt beide beim WDR gearbeitet. Gibt es weitere? 

Es gibt Details, wie die Bücher, die wir beide lieben, dass wir beide von klein auf gerne schreiben, dass wir beide beim WDR arbeiten. Ansonsten ist Helga frei erfunden, ein Mädchen, das ich, als ich jünger war, gern zur Freundin gehabt hätte.

Fannys Milchbar hat es mir angetan, besonders der Rock´n´Roll. Wie bist du darauf gekommen sie so eine Bar zu eröffnen zu lassen und diese “Affenmusik” dort laufen zu lassen? Ist dies nur dieser Zeit geschuldet? 

Ich bin selber Bäckerstochter, und ich liebe Orte, an denen Köstliches hergestellt und gegessen wird, wo es gut duftet, wo die Menschen sich begegnen. Nachdem es im „Trümmermädchen“ eine kleine Bäckerei gab, musste es jetzt passend zu den Fünfzigern eine Milchbar sein. Und natürlich habe ich beim Schreiben sehr viel Musik aus der Zeit gehört und so manchen Ohrwurm behalten 😉

Wird es noch einen weiteren Teil als Nachfolger von „Trümmermädchen“ und „Findelmädchen“ geben?

Ja! Es wird einen dritten Band geben, der zu Beginn des Zweiten Weltkrieges spielt. Es wird also keine klassische Fortsetzung, aber ich überlege, einzelne Figuren wieder auftauchen zu lassen – dann in einer jüngeren Version.

Warum hast Du Dich entschieden unter Pseudonym zu schreiben? 

Ich hatte schon einen preisgekrönten Krimi, einen Roman und ein Sachbuch geschrieben, das „Trümmermädchen“ war mein erster historischer Roman, und weil es ein ganz anderes Genre war, haben wir uns für ein Pseudonym entschieden. Das machen viele Autor:innen, wenn sie das Genre wechseln. In meinem Fall ist es ja auch ein offenes Pseudonym, das heißt, es ist klar, wer dahinter steckt.

War es schwierig für Dich vom faktenbezogenen Schreiben für die journalistischen Tätigkeiten zum Schreiben von Romanen umzustellen?  

Als ich mich endlich getraut habe, war es ganz leicht. Vorher habe ich mir viele Gedanken gemacht, ob ich das kann. Heute wünschte ich, ich hätte viel früher mit dem literarischen Schreiben angefangen. Zaudern lohnt sich nicht 🙂

Darfst Du schon etwas über Dein aktuelles Projekt erzählen? 

Sehr gerne. Ich schreibe gerade an einem Krimi, der in Siebenbürgen spielt. Er erscheint im Januar, und dann auch unter meinem richtigen Namen.

Welche Genres liest Du privat am liebsten? 

Ganz ehrlich? Ich bin eine Krimi-Leserin. Ich verschlinge sie.


Weitere Beiträge zu Blogtour findest du hier:







Abenteuer im Heiligen Land [Blogtour zur HOMER Preisverleihung 2022]

Die Mission des Kreuzritters von Ulf Schiewe

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich „Der Attentäter“ von Ulf Schiewe gelesen, in dem es um das Attentat auf Franz Ferdinand, dem Thronfolger Österreich-Ungarns, geht. Schon damals war ich von der Erzählweise des Autors begeistert und musste sein neuestes Werk „Die Mission des Kreuzritters“ unbedingt lesen, obwohl es eigentlich so gar nicht mein Thema ist.

Melisende von Jerusalem, die älteste Tochter des Königs, weigert sich den unsympathischen Comte d`Anjou zu heiraten und will mit einem kleinen Trupp zu ihrer Schwester Alice nach Antiochia fliehen. Aber es kommt alles ganz anders als erwartet, denn Melisende und ihre Leute werden überfallen, sie wird sogar als Geisel genommen. König Baudouin entsendet daraufhin Raol da Montalban um Melisende zu retten und wieder nach Hause zu holen.

Lesung aus „Die Mission des Kreuzritters“

Ich wusste gar nichts über Jerusalem zur Zeit vonKönig Baudouin und vor allem nicht über das 12. Jahrhundert, so dass ich darauf angewiesen war, dass Ulf Schiewe mir alles bis ins Kleinste erklärt, damit ich die Zusammenhänge verstehe. Das ist ihm hervorragend gelungen. Zeitweise habe ich sogar vergessen, dass ich mit dem Thema Jerusalem und vor allem mit dieser Zeit gar nicht viel anfangen kann. Im Laufe des Buches sind mir Melisende und Raol sehr ans Herz gewachsen. Die meisten Figuren im Buch sind historisch belegt, allerdings ist die Geschichte um Melisendes Ausflug und ihre Rettung fiktiv. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen, teilweise fühlte ich mich wie in einem Märchen. Ob das nun am Inhalt oder am Schreibstil oder einfach an der Kombination lag, kann ich gar nicht so genau sagen. Einen Teil dazu beigetragen hat auf jeden Fall die zarte Liebesgeschichte, die sich im Laufe des Buches zwischen Melisende und Raol entwickelt hat.  

Ich meine mich zu erinnern vor einigen Jahren „Der Bastard von Tolosa“ gelesen oder zumindest angefangen zu haben, denn der Name Raol de Montalban kam mir sehr bekannt vor. Der Bastard beinhaltet nämlich Raols Geschichte. Unbekannt war mir auch, dass „Die Mission des Kreuzritters“ der vierte Teil einer Reihe ist. Allerdings kann man, wie man an diesem Beispiel sieht, die einzelnen Teile wunderbar alleinstehend lesen. Ich werde die versäumten Teile auf jeden Fall in diesem Jahr nachholen.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, selbst wenn du glaubst, dass es inhaltlich nicht dein Thema ist. Wenn du mehr über den Autor erfahren möchtest, besuche seine Homepage oder die Seite des Lübbe Verlages.

Zu der Reihe gehören folgende Bücher:

Der Bastard von Tolosa

Die Comtessa

Die Hure Babylon

Die Mission des Kreuzritters

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Seiten: 528

Herausgeber: Lübbe

Erscheinungsdatum: 26. November 2021

ISBN: 978-3785727591

Preis: 16,90 € (Paperback), 14,99 € (E-Book)

Über den Autor:

Ulf Schiewe wurde 1947 im Weserbergland geboren und wuchs in Münster auf. Er arbeitete lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen und lebte über zwanzig Jahre im Ausland, unter anderem in der französischen Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war Ulf Schiewe ein begeisterter Leser, zum Schreiben fand er mit Ende 50.

© björn marquart (www. fotomarquart.de)

Infos zur Blogtour:

26. April 2022: Angeliques Leseecke (Verrat in Colonia – Maria W. Peter)

28. April 2022: Carmens Bücherkabinett (Sie nannten ihn Cid – Mac P. Lorne)

30. April 2022: Kunterbunte Bücherreisen (Die Mission des Kreuzritters – Ulf Schiewe)

3. Mai 2022: Svanvithe (Krone des Himmels – Juliane Stadler)

5. Mai 2022: Nicht ohne Buch (In den Klauen der Macht – Ana Pawlik)

7. Mai 2022: Ullas Leseecke (Die Rache des Lombarden – Petra Schier)

10. Mai 2022: Frau Goethe liest (Der Pfeiler der Gerechtigkeit – Johanna von Wild)

12. Mai 2022: Bücherheike (Die Aschenbrennerin – Birgit Herrmann)

14. Mai 2022: Lesenswertes aus dem Bücherhaus (Eisflut 1784 – Marco Hasenkopf)

17. Mai 2022: Buchtempel (Träume von Freiheit – Silke Böschen)

19. Mai 2022: Lesebuch (Die Totenärztin: Wiener Blut – René Anour)

21. Mai 2022: Lesebuch (Die Totenärztin: Goldene Rache – René Anour)

Blogtour: Töchter der Speicherstadt – Der Duft von Kaffeeblüten (Die Kaffee-Saga # 1) von Anja Marschall

Kaffee, die Speicherstadt in Hamburg und ein historischer Roman. Das ist genau mein Beuteschema. Mein Verlangen, hochwertigen Kaffee ohne Milch (ohne Zucker sowieso) zu trinken ist seit der Lektüre des Buches um einiges gestiegen. Gut, dass wir in meinem Heimatort eine Kaffeerösterei haben, die zufällig auch noch meinen Nachnamen trägt. Da habe ich dann direkt auch noch den richtigen Kaffeedealer vor Ort.

Maria Pereira da Silva ist die Tochter des Kaffeeplantagenbesitzers Arturo Pereira de Silva. Ihr Vater ist schwerkrank und möchte seine Fazenda Santo Antônio so schnell wie möglich verkaufen. Der Kaffeehändler Johann Behmer bekundet nicht nur Interesse an der Fazenda, sondern auch an Arturos Tochter. Maria und Johann heiraten und Maria geht mit Johann nach Hamburg um fortan dort zu leben. Aber Marias Schwager Alfons und vor allem ihre Schwägerin Gertrud machen ihr das Leben in Deutschland zur Hölle.

Ich übertreibe nicht, wenn ich dir sage, dass ich innerhalb der ersten Seiten völlig in den Bann des Buches gezogen wurde. Ich habe die gut 460 Seiten innerhalb von vier Tagen gelesen und freue mich total, dass der zweite und dritte Teil noch in diesem Jahr erscheinen. Mich haben nicht nur der Schreibstil der Autorin gefesselt, sondern auch die Figuren, die sie erschaffen hat. Ich habe vor allem Maria und Johann so lieb gewonnen, dass ich sie am Ende des Buches kaum gehen lassen konnte.

Nicht nur die Figuren haben mir gut gefallen, sondern auch die Erwähnung historischen Ereignisse, die Anja Marschall in die Handlung verwoben hat. Die historischen Begebenheiten beginnen mit dem Goldenen Gesetz in Brasilien, dass es im Jahr 1888 allen Slaven erlaubte frei zu sein. Nicht nur beispielsweise der Bau der Speicherstadt in Hamburg, sondern auch die Choleraepedemie, der explosive Anstieg der Kaffeepreise und der Beginn des ersten Weltkriegs fanden in der Geschichte ihren Platz. Für mich war das Geschichtsunterricht in seiner schönsten Form, denn mein Kopfkino wurde die ganze Zeit auf Trab gehalten. Zusätzlich habe ich einiges über den Anbau und die Verarbeitung von Kaffee gelernt sowie über den Kaffeehandel.

Man könnte jetzt bemängeln, dass „Der Duft von Kaffeeblüten“ ein Buch über eine starke Frau ist, die es alles schafft, was sie sich vornimmt. Diese Art Bücher gibt es ja gerade im historischen Bereich mit fiktiven Figuren sehr oft. Ich möchte dir aber versichern, dass Marie durchaus auch Steine in den Weg gelegt werden, sie mit ihrem Schicksal hadert und nicht wie eine Superheldin durch die Geschichte flaniert.

Ich möchte dir dieses wundervolle Buch gerne ans Herz legen, vor allem wenn du nicht nur gerne historische Romane liest, sondern diese auch gerne gespickt sein dürfen mit Informationen über die damalige Lebensweise und historische Begebenheiten.

Der erste Teil erscheint am 24. Februar 2022, der zweite Teil „Der Geschmack der Freiheit“ erscheint am 28. April 2022 und der dritte Teil „Das Versprechen von Glück“ am 28. Juli 2022.

Weitere Informationen kannst du auf der Seite der Autorin finden oder auf der Seite des Piper Verlages.

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Seiten: 464

Herausgeber: Piper Taschenbuch

Erscheinungstermin: 24. Februar 2022

ISBN: 978-3492317214

Preis: 11,00 € (Taschenbuch), 9,99 € (E-Book)

Über die Autorin (Quelle: Piper Verlag)

Die gebürtige Hamburgerin Anja Marschall lebt als Autorin und Journalistin mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein. Vor ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete sie als Erzieherin, Pressereferentin, Lokaljournalistin, EU-Projektleitung in der Sozialforschung, war Apfelpflückerin in Israel, Zimmermädchen in einem Londoner Luxushotel und Kioskverkäuferin an den Hamburger Landungsbrücken. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern eV“ und des „Syndikats“ sowie der Mary-E-Braddon-Gesellschaft.

Foto: © Frauke Ibs / Piper Verlag

Nun möchte ich dir noch einige der handelnden Personen vorstellen.

Maria Behmer:

Maria wuchs als Tochter eines brasilianischen Vaters und einer deutschen Mutter in Brasilien auf der Fazenda San Antônio auf und liebt ihre Heimat und vor allem alles, was mit Kaffee zu tun hat. Das merkt man im Laufe des Buches, denn sie versucht alles um die Fazenda zu retten und unterstützt Johann mit ihren Ideen rund um den Kaffeehandel sehr.  Lange Zeit quält sie Heimweh nach Brasilien, aber nach und nach bezaubert sie nicht nur die Leser:innen mit ihrer wundervollen Art sondern auch die Hamburger Gesellschaft.

Johann Behmer:

Johann ist Teilhaber an dem Kaffeehandelsgeschäft Behmer & Söhne. Bis er Maria kennenlernt widmet er der Firma sein Leben und vergisst dabei, dass es noch etwas anderes gibt als Arbeit. Als er Maria das erste Mal sieht, ist er sofort total fasziniert von ihr und nimmt sie und ihre Meinung sehr ernst. Er kann sehr gut mit seinen Geschäftspartnern verhandeln, kann aber seine Gefühle nicht so recht zeigen, so dass Maria manchmal gar nicht weiß, ob er sie nur geheiratet hat, weil er die Fazenda haben wollte oder ihretwillen.

Alfons Behmer:

Alfons ist der Zwillingsbruder von Johann und gleichzeitig der zweite Teilhaber der Firma Behmer & Söhne. Er ist eher der Typ humorlos, der Zahlen hin und her jongliert und auf diese Weise seinen Beitrag zum Erfolg der Firma leistet. Er lässt sich von seiner Frau Gertrud beeinflussen, die den Familiennamen Behmer in der Hamburger Gesellschaft zu etwas besonderem werden lassen möchte. Manches Mal dachte ich, dass Alfons in seiner eigenen Welt lebt und vom Treiben um sich herum gar nicht so viel mitbekommt.

Gertrud Behmer:

Gertrud gehört zu einem alten schlesischen Adelsgeschlecht, ist überheblich und verbittert und wünscht sich nichts mehr als jemand zu sein, der angesehen ist und dessen Wort in der Gesellschaft Gewicht hat. Sie spinnt ständig Intrigen gegen Maria und hasst es, dass Maria mit ihrer Familie in einem Haus lebt. Sie nimmt Maria nicht nur nicht ernst, sie versucht sogar sie vor ihren „Freunden“ vorzuführen. Meistens führt sie sich auf wie eine meisten übellaunige Königin, was sie für mich sehr unsympathisch gemacht hat.

Stine:

Stine ist das Hausmädchen im Hause Behmer. Sie ist wissbegierig, herzlich und Maria sehr zugetan. Sie wird später Marias Bedienstete, ist aber viel mehr als das. Sie wird Marias Vertraute und Freundin und kümmert sich mit Leib und Seele um Marias Tochter. Dank Marias Gutherzigkeit und ihrem Unwillen, die Gepflogenheiten der damaligen Zeit anzunehmen, darf Maria sogar heiraten und sich zu der Person entfalten, die sie ist, statt unter der Knute ihrer Herrschaft zu stehen.

Justus Knaak:

Justus ist zusammen mit Maria und Johann einer meiner Lieblingsfiguren gewesen. Er ist heimlich verliebt in Maria und Maria kann sich jederzeit auf ihn verlassen. Er redet ihr trotz seiner Vernarrtheit nicht nach dem Mund, sondern sagt ihr auch mal ganz klar seine Meinung. Ich würde sagen, dass Justus Marias bester Freund ist, obwohl sie sich eine Zeitlang aus den Augen verlieren und Maria erst ziemlich spät bemerkt, dass Justus alles für sie tun würde.

Die einzelnen Stationen der Blogtour kannst du hier nachlesen:

21. Februar:  Thema Kaffe bei buch –leben

22. Februar: Rundgang Speicherstadt bei Ullas Leseecke

23. Februar: Figurenvorstellung bei mir

24. Februar: Handlungsorte bei Angéliques Leseecke

25. Februar: Frauen im 19. Jahrhundert/Kaiserreich bei Lesenswertes aus dem Bücherhaus

26. Februar: Interview als Podcast bei Frau Goethe liest

Blogtour „Die Klänge der Freiheit“ von Tara Haigh

„Die Klänge der Freiheit“ ist das erste Buch, das ich von Tara Heigh gelesen habe und auch das erste Buch, das ich über den zweiten Weltkrieg gelesen habe, das aus Sicht einer Krankenschwester an der Front berichtet.

Inges größter Wunsch ist es als DRK Schwester an der Front den Soldaten zu helfen. Sie macht also ihre Prüfung und kommt zunächst nach Charkow, in Russland, wo sie die Härte des Krieges mit voller Wucht trifft. Aber sie macht ihre Sache gut und zieht zudem die Aufmerksamkeit des Oberleutnants Heinrich Preuss auf sich, der sie mit nach Italien nimmt.

Das Buch beginnt zunächst wie so viele Bücher, die in dieser Zeit spielen: Inge glaubt an den Führer, will ihn unterstützen und findet es seltsam, dass ihr Vater das nicht gutheißt. Schließlich denkt ja jeder so und man will ihn ja auch beim Endsieg unterstützen. Was sie nicht ahnt und direkt nach der ersten Schicht als Krankenschwester merkt: Nichts ist wie es scheint. Nach und nach beginnt Inge selber zu denken und ihre eigene Meinung zu entwickeln und danach zu handeln.

Tara Heigh hat es ganz hervorragend verstanden den Leser/die Leserin mit an die Front zu nehmen und die Verzweiflung, die die Schwestern und auch die Soldaten in Schach gehalten hat, zu transportieren. Wobei das Buch nicht nur traurig und melancholisch ist, sondern auch hoffnungsvoll und lebensfroh. Es war einfach die perfekte Mischung und so umgesetzt, wie ich mir ein Leben im Krieg vorstelle.

Die Liebesgeschichte, die in diesem Buch steckt, mag vielleicht gewöhnlich sein. Sie wird nicht als Liebe auf den ersten Blick erzählt, sondern als sich langsam entwickelnde Liebe, die aus Sympathie entsteht und damit war sie für mich sehr realistisch dargestellt. Der Anteil der Lovestory überwiegt in meinen Augen auch nicht, daher können das Buch auch Menschen lesen, die nicht gerne Liebesgeschichten lesen.

Im Rahmen der Blogtour möchte ich euch nun ein paar wichtige Charaktere des Buches vorstellen:

Hauptcharaktere:

Inge Gerner ist gerade fertig mit ihrer Schwesternschule und voller Ideale. Sie ist während der Nazizeit aufgewachsen und hinterfragt zunächst nicht, ob das, was in Deutschland passiert so richtig ist. Als sie das erste Mal direkt an der Front ist, merkt sie, dass all die Informationen, die das Volk von öffentlichen Stellen bekommt, gar nicht so richtig sein können. Inge ist warmherzig, musikalisch und blitzgescheit. Mit ihrer Violine erfreut sie die Verletzten im Lazarett und merkt, wie gut ihr das spielen tut. Sie setzt sich für andere ein und riskiert dafür ihr Leben.

Der Oberleutnant Heinrich Preuss ist voller Widersprüche. Ich muss zugeben, dass ich ihn, also seinen Charakter, bis zum Ende nicht verstanden habe. Das war laut Klappentext auch das Ziel der Autorin. Er ist Nationalsozialist und nach außen hin lebt er genau so, wie es ein guter Nazi tut. Im Stillen macht er einige Dinge anders, die mich manchmal etwas verwirrt haben. Er ist launisch und kann auch jähzornig werden. Seine Schwäche für Inge rettet ihr sogar das Leben.

Lorenzo ist ein waschechter Italiener und obendrein noch Partisan. Er lebt mit seiner Mutter auf einem Hof und bewirtschaftet diesen mit ihr. Sein Onkel Don Fontana ist Abt in Montecassino, der Abtei im Ort. Lorenzo hat ebenfalls Ideale für die er sein Leben geben würde. Er ist ebenfalls warmherzig und sehr belesen, da er seinen Onkel öfter in Montecassino besucht und dort die Bücher liest, die  der Allgemeinheit zum Studieren zur Verfügung gestellt werden.

Nebencharaktere:

Erna ist die gute Seele in Inges Elternhaus. Sie ist fast wie eine Ersatzmutter, die Inge und ihren Vater verwöhnt so gut es möglich ist, aber auch mal klare Worte sagt. Sie ist eigentlich die Nachbarin, aber auch die Zugehfrau der Gerners. Zudem ist sie eine sehr gute Freundin von inges Vater.   

Inges Vater Gustav glaubt nicht an den Krieg und hat seine eigene Einstellung zu dem Geschehen und auch zum Führer. Er zeigt Inge sehr deutlich, dass er ihre Entscheidung zum DRK zu gehen und sich für den Dienst an der Front zu melden, missbilligt. Er hat ein Bekleidungsgeschäft und liebt es sehr sich wöchentlich um die Dekoration seines Schaufensters zu kümmern. Außerdem hat er ein Geheimnis, das Inges Leben auch anders hätte beeinflussen können.

Annemarie ist Inges langjährigste Freundin und ebenfalls frisch gebackene DRK-Schwester. Sie ist lebenslustig, nimmt nichts so wirklich ernst und  hofft, dass sie während des Dienstes an der Front einen schnittigen Soldaten kennen lernt, der sie mit nach Paris nimmt, damit sie dort in Ruhe und im Luxus leben können. Schnell wird klar, dass sie nicht für den Dienst an der Front gemacht ist und leidet sehr darunter leidet.

Julia lernt Inge kennen als sie mit dem Zug in Richtung Chakow fährt. Julia ist auch eine DRK-Schwester und hat diese Ausbildung eigentlich nur gemacht, weil sie zu ihrem Ehemann möchte, der als Soldat in Charkow stationiert ist. Julia ist eher still und besonnen und man bekommt von ihr im Gegensatz zu Annemarie kaum etwas mit. Sie verrichtet still ihren Dienst und ist meistens unauffällig.

Kunterbunte Bücherreisen ist die letzte Station der Blogtour. Wenn ihr die vorherigen Beiträge ebenfalls genießen möchtet, folgt einfach den Links:

22. November: Lena von liebe-lache-lies – Rezension

23. November: Sandra von Denkzeiten – Interview

24. November: Heike von Frau Goehte liest – ausführliches Interview

25. November: Teresa von Te´s Bücherblog – Gesundheitswesen

26. November: Carmen von spiegelseelen

27. November: Nadine von Kunterbunte Bücherreisen – Vorstellung Charaktere

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, guckt doch mal auf der Seite der Autorin vorbei.

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Seitenanzahl: 528

Herausgeber: Tinte & Feder

Erscheinungsdatum: 9. November 2021

ISBN: 978-2496709803

Preis: 2,49 € (E-Book), 7,99 € (Taschenbuch)

Live-Chat mit Svea Jensen zu Nordwesttod

Vom 16. Februar bis zum 22. Februar 2021 fand die Blogtour zum Krimi „Nordwesttod“ von Svea Jensen statt. „Nordwesttod“ ist nicht nur der Auftakt zur neuen Serie „Soko St. Peter-Ording“, sondern auch das erste Buch von Svea Jensen bei HarperCollins Germany. Das Buch spielt in St. Peter-Ording und vereinigt Sehnsucht nach dem Meer und nach Entspannung mit einem Krimi mit Wohlfühlfaktor. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint bereits am 25. Mai 2021.

Am 26. Februar werden wir ab 19:30 Uhr in einem Zoom-Call mit Svea Jensen im Gespräch sein. Heike von Frau Goethe liest wird den Live-Chat moderieren und ich werde Svea Jensen einige Fragen zum Buch und zu anderen interssanten Themen stellen. Danach seid ihr an der Reihe: Ihr dürft Fragen stellen und am Ende werden zwei Exemplare von „Nordwesttod“ unter den Zuschauern verlost.

Zugang zum Zoom-Meeting bekommt ihr über den folgenden Link: Frau Goethe liest

Zum Schutz der Daten sind die Teilnehmer standardmäßig ohne Video und Mikrophon eingeloggt. In der anschließenden Gesprächsrunde entscheidet jeder selber, wie sichtbar er wird. Es wird auch keine Aufzeichnung geben.

Die einzelnen Stationen findet ihr in dem zu Beginn verlinkten Beitrag.

BIld von Wolfgang Sauck auf Pixabay

Mord im idyllischen St-Peter-Ording

Ich habe wirklich lange keinen Krimi mehr gelesen und als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour des ersten Buches von Svea Jensen mitmachen möchte, musste ich einfach zusagen. Schon der Klappentext hat mich total angesprochen. „Nordwesttod“ ist der erste Teil einer neuen Reihe. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint schon im Mai 2021.

Hendrik Norberg hat sich nach St. Peter-Ording versetzen lassen, weil seine Frau verstorben ist und er sich mehr um seine beiden Jungs kümmern möchte. Er wird dort der neue Dienststellenleiter der Polizeistation und trifft auf Anna Wagner, die nach ihrer Scheidung nach St. Peter Ording versetzt wurde. Der erste Fall scheint erst mal gar kein erster Fall zu sein. Die junge Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nicht aus dem Urlaub zurück gekehrt und wird eigentlich nur von ihren Kollegen vermisst. Sie ist ein stiller und zurückhaltender Typ, der nichts aus dem Privatleben erzählt, daher sind die Ermittlungen nicht ganz so einfach für das neue Team.

Direkt mit dem Prolog steigt man auch in das Geschehen ein. Obwohl es in dem Buch mehrere Tote gibt, ist es nicht blutrünstig geschrieben, eher gemächlich und entspannt. Ich habe sogar zeitweise fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt. Sowas gefällt mir wirklich gut, denn viele Krimis oder Thriller sind nur auf die Ermittlungen fokussiert, was auch Spaß machen kann, mich aber auf Dauer nicht glücklich macht. Hier wird einiges an Drumherum zu den Haupt- und Nebencharakteren erzählt, so dass man sie gut kennenlernen kann. Gleichzeitig ist diese Hintergrundinformation natürlich die perfekte Grundlage um eine mehrteilige Reihe aufzubauen. Obwohl viele Personen vorkommen, wird es nicht unübersichtlich, weil jeder von den Charakteren behutsam eingeführt wird und nicht zu viele Infos auf einmal erzählt werden, die dazu noch gut dosiert preis gegeben werden. Sehr oft geschieht dies in Rückblicken. Mir hat diese Vorgehensweise richtig gut gefallen. Liebevolle kleine Details machen das Buch zu einem herzerwärmenden Leseerlebnis, das man nicht so schnell beenden möchte. Um die Spannung zu erhalten, wurden kurze Kapitel gewählt, die immer wieder an verschiedenen Schauplätzen spielen.

Aufgrund der Beschreibungen der verschiedenen Orte hatte ich leider ich das ganze Buch über Meerweh, das auch noch eine ganze Weile angehalten hat. St. Peter-Ording kenne ich nicht, aber ich glaube, dass ich es demnächst kennen lernen möchte, denn es klingt nach Ruhe, Erholung und ursprünglicher Natur.  

Wenn ihr es mögt, nicht durch ein Buch zu jagen, sondern gemächlich hindurch zu gehen und zu genießen, kann ich euch das Buch sehr ans Herz legen. Eine Leseprobe findet ihr hier. Das Buch wurde auch als Hörbuch mit Julia Nachtmann als Sprecherin vertont.  

Sonnenuntergang am Wattenmeer in St. Peter-Ording
Bild von Poochy auf Pixabay

Ein wichtiges Thema des Buches ist das Thema Umweltschutz, denn Nina Brechtmann ist nicht nur Umweltaktivistin, sondern auch die Tochter einer Hoteliersfamilie. Wie man sich vorstellen kann, ist dies keine einfache Situation für alle Beteiligten.

In St. Peter-Ording gibt es eine Organisation mit dem Namen „Schutzstation Wattenmeer“. Diese Organisation betreut den Nationalpark Wattenmeer, kümmert sich unter anderem um die Dünen und um weitere Forschungs- und Naturschutzaufgaben. Die Nationalparks Wattenmeer, die unter anderem auch in Niedersachsen und Hamburg bestehen, schützen die Natur vor menschlicher Nutzung und ermöglichen Naturerlebnisse für die Besucher.

In St. Peter-Ording kommt ein Großteil des Umsatzes aus dem Tourismus, das bedeutet, dass ein stabiles Gleichgewicht zwischen Umweltschutz und Tourismus geschaffen werden muss. Um dies zu gewährleisten, wurde bereits im Jahr 1999 ein „Bescheid zur Sondernutzung des Meeresstrandes“ zwischen der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde St. Peter-Ording abgeschlossen. Dieser wurde im Oktober 2020 erneuert und regelt beispielsweise das Befahren des Strandes mit Autos, das Parken oder Bohlenwege für Fahrräder, da dies sowohl durch das Nationalparkgesetz als auch durch das Landesnaturschutzgesetz ausgeschlossen wird. Aus diesem Grund wurden diese Sonderregelungen als Kompromiss getroffen.

Grundsätzlich können die Touristen auch ihren Beitrag zum Umweltschutz in St. Peter-Ording leisten, indem sie sich nachhaltig innerhalb des Ortes fortbewegen, beispielsweise per ÖPNV, per Rad oder zu Fuß und nach nachhaltigen Hotelangeboten Ausschau halten. Dies ist vielleicht etwas teurer, aber es erhält St. Peter-Ording als lebenswerten Ort für die Anwohner und als liebenswerten Ort für Touristen.  Jeder kann seinen Teil dazu beitragen.

Autorenfoto von Svea Jensen
Svea Jensen ©Maya Meiners fotografie

Informationen zum Buch *Werbung*

Seiten: 416 Seiten

Verlag: HarperCollins

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2021

ISBN: 978-3749900039

Preis: 12,00 € (Taschenbuch)

Die Blogtour hat folgende Stationen:

16.02.2021 Frau Goethe liest

17.02.2021 Lesenswertes aus dem Bücherhaus

18.02.2021 Janakas Buchblog

19.02.2021 Krimi und Keks

20.02.2021 Kunterbunte Bücherreisen

21.02.2021 Susannes Bücherwelt

22.02.2021 Eulenmatz liest