Bookblogger support locals – Interview mit dem Inhaber der Buchhandlung Musial in Recklinghausen

Karin von Lesestrickeule hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen und zwar „Bookblogger support locals“. Wie der Name schon sagt, wollen wir die Buchhändler vor Ort stärken und ein wenig Werbung machen, damit wieder mehr Leute statt beim bösen A*** lieber beim kleinen Buchhändler nebenan einkaufen. Da ich überwiegend E-Books lese, habe ich meinen favorisierten Buchhändler erst vor kurzem gefunden. Er hat sich bereit erklärt mir einige Fragen zu beantworten.

Die Buchhandlung Musial gibt es bereits seit 1990 und wurde von der Mutter des aktuellen Inhabers eröffnet. Sie befindet sich in der Heilige-Geist-Str. 3, also mitten in der Innenstadt von Recklinghausen. Ich mag nicht nur gerne, dass hier auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet wird (den ersten umweltfreundlichen Kassenbon habe ich tatsächlich hier erhalten), sondern auch, dass man Bücher per Mail bestellen kann und meistens am nächsten Tag im Laden abholen kann oder sogar geliefert bekommt, natürlich mit dem Rad.

Buchhandlung Musial

Kunterbunte Bücherreisen (KB): Hallo Herr Musial. Erst einmal vielen Dank, dass Sie sich für das Interview zur Verfügung stellen.

Im letzten Frühjahr hat uns alle Corona ziemlich überrascht. Konnten Sie feststellen, dass wieder mehr Menschen Bücher lesen oder hat sich das bei Ihnen nicht wirklich bemerkbar gemacht? Ich hoffe ja sehr, dass wieder mehr Menschen zum besten Hobby der Welt finden.

Patrick Musial (PM): Zunächst einmal vielen Dank für die lobenden Worte, es freut mich, dass auch unser Bestreben für Nachhaltigkeit nicht nur im privaten, sondern auch im geschäftlichen Bereich wahrgenommen wird.

Ja, wir haben schon deutlich gespürt, dass für die Menschen viele andere Freizeitaktivitäten und Kulturangebote weggefallen sind. Diese Lücken konnten dann unter anderem mit dem Lesen gefüllt werden. Besonders deutlich war das bei Kindern und Jugendlichen zu spüren. Für diejenigen, die eh schon viel und gern gelesen haben, war das eine Gelegenheit, noch mehr Zeit mit Büchern zu verbringen, andere haben das Lesen wieder- oder neuentdeckt, auch Erwachsene. Ein besonderes Phänomen war die Nachfrage nach Klassikern – wer immer schon mal „Krieg und Frieden“ oder „Moby Dick“ lesen wollte, hatte nun Zeit dafür. Andere hatten und haben das Bedürfnis, durch das Eintauchen in Geschichten für eine Zeit den teilweise belastenden Alltag eine Weile ausklammern zu können. Auch das ist ja mit Büchern möglich, zur Ruhe zu kommen und sich auch einmal mit anderen Themen zu beschäftigen, als mit denen, die uns in den letzten zwölf Monaten unentwegt beschäftigt haben.

KB: Ich selber lese meist E-Books, weil ich auch unterwegs die Möglichkeit haben möchte ohne große Schlepperei zu lesen. Dazu kommt, dass ich sehr oft dicke Bücher lese, die man nicht einfach so im Handtäschchen mit sich rum tragen kann. Haben Sie bei Ihrer Kundschaft bemerkt, ob im Laufe der Zeit vermehrt E-Books gelesen werden oder kaufen Ihre Kunden nachwievor lieber Papierbücher?

PM:  Tatsächlich lese auch ich sehr gern E-Books, eben weil es unterwegs praktisch ist und ich zudem die Schriftgröße verändern kann, zudem erhalten wir viele Vorab-Exemplare (Leseexemplare) vor dem Erscheinen in elektronischer Form. Vor fünfzehn Jahren gab es Prognosen, dass im Jahr 2020 etwa 50% der Bücher als E-Books gelesen werden würden. Das ist so nicht eingetroffen, der Marktanteil betrug auch 2020 – in diesem besonderen Jahr – nur ca. 5,9%. Es ist nicht gelungen, durch E-Reader neue Leserinnen und Leser zu gewinnen – der Reader wird eher von Viel-Leserinnen und Viel-Lesern genutzt. Viele Bücher werden als Präsent erworben und E-Books lassen sich nicht gut verschenken. Und ein wirklich schönes, gut gestaltetes gedrucktes Buch in der Hand zu halten ist ja auch ein haptisches Vergnügen. Die in Deutschland angebotenen Bücher zeichnen sich durchweg durch eine hervorragende Herstellungsqualität aus – hier hat das E-Book einen positiven Effekt, denn in der Konkurrenz muss sich das physische Buch behaupten können.  Viele Entscheidungen für ein bestimmtes Buch finden tatsächlich auch spontan in der Buchhandlung statt, da lässt man sich gern inspirieren, nimmt ein Buch in die Hand, fühlt vielleicht die Prägung auf dem Einband, liest ein paar Seiten, empfindet das Schriftbild als angenehm – all das lässt sich in elektronischer Form so nicht erleben. Daher bin ich nicht bang vor dem E-Book – das ist eine tolle Ergänzung, wird aber das gedruckte Buch so schnell nicht verdrängen.

KB: Gerade bei einer kleinen Buchhandlung wie Ihrer muss man ja genau auswählen, welche Bücher man als Verkaufsware auslegt. Wie entscheiden sie denn, welche Bücher im Laden liegen dürfen?

PM: Man nennt unsere Art des Handels mit Büchern auch den „Sortimentsbuchhandel“, da steckt das Wort „sortieren“ drin. Wir wählen also aus der Vielzahl an Neuerscheinungen aus und stellen ein Sortiment zusammen.  Das ist ein langer und sehr sorgfältiger Prozess, in dem wir die Verlagsprogramme sichten, das im Team diskutieren, unsere Erfahrungen nach dem Lesen der Lese-Exemplare austauschen und natürlich auch im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern ausgesuchter Verlage stehen, die die Buchhandlung lange kennen und uns wertvolle Hinweise geben. Die raten auch durchaus mal ab von einem Titel. Eines meiner Kriterien ist: Fällt mir für dieses oder jenes Buch sofort jemand ein, der oder dem ich es empfehlen kann? Wir kennen viele der Menschen, die zu uns kommen, schon sehr lang und wissen, welches Buch zu wem passt. Hat man beim Lesen sofort eine Idee dazu, dann ist das ein gutes Zeichen. Und dann reagieren wir natürlich auch kurzfristig, manchmal gerät etwas in den Fokus, das wir nicht im Blick hatten – bei etwa 90.000 Neuerscheinungen ist das ja auch nicht zu 100% möglich. Dank der tollen Logistik im Buchhandel können wir da aber schnell handeln. Und wir lassen uns auch gern von Kundinnen und Kunden etwas empfehlen.

KB: Als ich das erste Mal bei Ihnen ein Buch vorbestellt habe, hat es mich total beeindruckt, dass sie gerne eine meiner Lieblingsautorinnen lesen und den Aufkleber vom Buch geknibbelt haben, denn Aufkleber auf Büchern kann ich überhaupt nicht leiden. Dass Sie Ulrike Renk mögen, habe ich also schon heraus gefunden. Welche Genres mögen Sie denn noch? Und welche Autoren können Sie empfehlen? Können Sie ein Buch als absoluten Geheimtipp empfehlen?

PM: Ulrike Renk hat uns tatsächlich eine Leserin empfohlen. Ich gebe gern zu, dass mich da die Cover nicht so ansprechen – und dann kam jemand und sagte: „Probieren Sie das mal, ist wirklich gut!“. Und beim Lesen der ersten Seiten von „Jahr der Schwalben“ hat es mich sofort in die Geschichte gezogen. Das ist sehr gut erzählte Unterhaltungsliteratur, und ich meine „Unterhaltungsliteratur“ in keiner Weise abwertend, was spricht dagegen? Das kann ich guten Gewissens empfehlen. Tatsächlich bin ich, was Genres angeht, nicht festgelegt. Ich schaue auch bei Vorabexemplaren nie auf den Klappentext, sondern beginne zu lesen und schaue, was da passiert. Das können Romane sein, auch solche, die durchaus konzentriertes Lesen erfordern, oder auch tolle Sachbücher, selbst zu Themen, zu denen ich sonst wenig Bezug habe. Ein Geheimtipp sind für mich die Kriminalromane von Thomas Mullen, die im Atlanta der 1950er Jahre spielen, Autorinnen und Autoren von denen ich alles lese, sind Alex Capus, Annie Ernaux und Iris Wolff. Ein toller Tipp, den ich von Antje Deistler bekommen habe, war „Marzahn mon Amour“ von Katja Oskamp. Die Entdeckung des letzten Jahres war für mich „Offene See“ von Benjamin Myers – aus meiner Sicht ein perfekter Roman, auch dank der guten Übersetzung. Hach, ich könnte jetzt noch sehr, sehr viele Titel nennen, es ist wirklich ein großes Glück, von so vielen tollen Büchern umgeben zu sein.

Verkaufsraum Buchhandlung Musial

KB: Während des Lockdowns gehörten Sie ja zu den Läden, die nicht öffnen durften. Ich fand es toll, dass Sie sich relativ schnell Alternativen überlegt haben um trotz allem für Ihre Kunden da zu sein. Nicht nur die Auslieferung nach Hause fällt mir da ein, sondern auch noch Idee mit der Stöbertasche. Möchten Sie uns erzählen, was die Idee dahinter ist und wie es abläuft? Wird die Aktion trotz Öffnung weiter laufen?

PM: Wir hatten die ganze Zeit durchgängig geöffnet, wenn auch phasenweise hinter geschlossenen Türen. Wir haben seit Anfang Februar 2020 das Infektionsgeschehen im Blick behalten und schon sehr früh vor dem ersten Lockdown intensiv kommuniziert, dass wir weiter aktiv bleiben und selbstverständlich auch nach Hause liefern, mit unserem Transport-E-Bike, mit dem wir bis zu 100 Kilo Bücher bewegen können.

Patrick Musial mit seinem E-Bike
Patrick Musial © André Chrost

Da wir ja unabhängig sind, sind wir flexibel und können auch mal spontan eine Idee umsetzen, wie die Stöbertasche. Die Menschen haben es während des langen Lockdowns sehr vermisst, bei uns im Laden zu stöbern und auch mal ein Buch in die Hand zu nehmen und zu blättern. Wir haben uns wiederum sehr konsequent an alle Regeln gehalten und den Wunsch, den Laden zu betreten, nicht erfüllen können und zugleich war es uns unangenehm, Menschen an der Tür „abweisen“ zu müssen.

So entstand dann spontan die Idee der Stöbertasche. Wir haben Bücher ausgewählt, diese in eine Stofftasche gepackt, welche dann kontaktlos bei uns abgeholt werden konnte. Die Leserinnen und Leser konnten sich dann bei gutem Wetter irgendwo in unserer sehr schönen Altstadt einen sonnigen Ort suchen und dort in Ruhe die Bücher in Augenschein nehmen und auch mal ein paar Seiten lesen. Die Rückgabe erfolgte ebenfalls kontaktlos, minus der eventuell ausgesuchten Bücher, für die wir dann eine Rechnung per Mail geschickt haben. Das war ein pandemiekonformer Weg, das Stöbern möglich zu machen und ist gut angekommen.

Wir behalten dies auch jetzt bei geöffneten Türen bei, zumal wir die Idee erweitern werden und prominente Buchmenschen eingeladen haben, eine solche Stöbertasche zu kuratieren. Jo Lendle, der Verleger des Hanser Verlages, ist der erste, dessen persönliche Empfehlungen wir auf diese Art präsentieren.

KB: Sie bieten ja noch andere Aktionen an, sofern keine Corona-Einschränkungen bestehen. Ich habe selber eben erst entdeckt, dass es auch so etwas wie „Dinner in der Buchhandlung“ gibt und eine Stöberstunde. Bitten erzählen Sie uns doch mehr darüber.

PM: Auch die Idee des Dinners in der Buchhandlung entstand spontan. Im Gewölbekeller unter unserer Buchhandlung gibt es ein tolles Restaurant, die „17achtzig Foodbar“. Bei denen gab es 2018 eine Anfrage für eine Weihnachtsfeier von Menschen, die bei uns auch Bücher kaufen. Im Restaurant war der Termin nicht mehr frei, also hatten wir alle gemeinsam die Idee, dass die Weihnachtsfeier ja auch bei uns in der Buchhandlung stattfinden könnte. Und so wurde dann eine lange Tafel für über 20 Gäste eingerichtet. Seitdem gibt es die Möglichkeit, statt im Restaurant im Gewölbe auch eine Etage höher einen Tisch zu reservieren oder die Buchhandlung für eine private Feier zu buchen. In der Pandemie war das natürlich auch eine tolle Möglichkeit für das Restaurant, die Platzkapazitäten zu erweitern, da hatten wir fast jeden Abend Buchungen.

Selbstverständlich bieten wir auch die Möglichkeiten des „personal shopping“, wer mag kann vor oder nach Ladenöffnung die Buchhandlung für sich allein besuchen und in Ruhe schauen und auswählen. Wir halten uns dann im Hintergrund und verschwinden ins Büro, stehen aber natürlich auch gerne für eine Beratung zu Verfügung.

Auch kleine Gruppen haben bei uns die Möglichkeit zum „Buchgenuss nach Ladenschluss“.

Innenraum Buchhandlung Musial

KB: Mein Mann mag gerne ausgefallene Bücher, z. B. von H.P. Lovecraft, Clark Ashton Smith oder extreme Horrorliteratur, wie z. B. aus dem Festa-Verlag. Er hatte öfter das
Gefühl, dass der Buchhandel vor Ort nicht gewillt war  bestimmte ausgefallene Bücher (wenn auch Klassiker z. B. Marquis de Sade) oder aber Bücher von Aleister Crowley oder Anton LaVey zu bestellen. Ist dies eine subjektive Sicht oder zeigt Ihnen Ihre Erfahrung ebenfalls, dass dies bei anderen Buchhandlungen so ist?

PM: Wenn es in einer Buchhandlung eine Abwehrhaltung gegenüber bestimmten Genres gibt, so kann ich das nicht nachvollziehen. Das einzige, was bei uns nicht in die Papiertüte kommt, sind Bücher „rechts außerhalb des demokratischen Spektrums“.

Ein gewisses Verständnis habe ich, wenn es sich um Verlage handelt, die Ihre Konditionen so gestalten, dass wir mit das Buch nicht kostendeckend anbieten können. Aufgrund der Buchpreisbindung dürfen wir nur den vom Verlag festgesetzten Preis nehmen – und wenn Einkaufspreis plus Porto darüber liegen, ist das schon unangenehm. Ich kann aber versprechen, dass wir jeden Einzelfall anschauen und gern alles möglich machen, was möglich ist – mir macht es durchaus Spaß, auch „schwierige Fälle“ zu lösen, das sehe ich auch als unsere Aufgabe an.

KB: Noch eine letzte Frage: Sind Sie Buchmessengänger? Oder ist dies mehr oder weniger ein Muss für Buchhändler um sich auf dem Laufenden zu halten oder Kontakte zu knüpfen (oder um einfach Spaß zu haben ;-))?

PM: Oh ja, ich gehe gerne auf Buchmessen! Den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Branche empfinde ich immer als große Bereicherung – und die Messen sind da eine tolle Gelegenheit. Häufig bin ich dort auch selbst aktiv, in Gremien oder als Referent. Eine tolle Erfahrung war eine Podiumsdiskussion mit Buchhänderinnen aus den USA, Großbritannien und Frankreich, bei der ich den unabhängigen Buchhandel in Deutschland vertreten durfte.

Auch wenn wir auf der Messe nicht wirklich Einkaufsgespräche mit den Verlagen führen – sie sind ein guter Ort, um Neues zu entdecken und Inspiration zu finden.

Ich freue mich sehr darauf, wieder eine Messe zu besuchen. Und wir sind sehr glücklich, nun wieder Gäste in der Buchhandlung begrüßen zu dürfen. Dass Bücher nun zu den „Gütern des täglichen Bedarfs“ zählen und wir in NRW zumindest von weiteren Schließungen nicht mehr betroffen sein werden, ist ein Privileg, mit dem wir sehr verantwortungsvoll umgehen werden.

Diese Buchhandlung ist ein Ort der Begegnung, der nicht allein durch Bücher, sondern vor allem durch die Menschen, die zu uns kommen, lebendig wird.

Wenn ihr in Recklinghausen und Umgebung wohnt oder mal dort unterwegs seid, guckt auf jeden Fall mal bei der Buchhandlung Musial vorbei. Es ist nicht nur total gemütlich dort, sondern Personal und Inhaber sind sehr nett und hilfsbereit.

Hier noch mal alle wichtigen Infos:

Buchhandlung Musial

Heilige-Geist-Str. 3

45657 Recklinghausen

www.buchhandlung-recklinghausen.de

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr

Folgende Blogs haben ebenfalls an der Aktion teilgenommen:

Lesestrickeule

VeraLitera

LESEND_DURCHS_LEBEN

Daniela Schneiderheinze

Leipziger Mama

Frau Goehte liest

Recensio Online

Duchess of marvellous books

Lilis Lesemomente

Mord im idyllischen St-Peter-Ording

Ich habe wirklich lange keinen Krimi mehr gelesen und als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour des ersten Buches von Svea Jensen mitmachen möchte, musste ich einfach zusagen. Schon der Klappentext hat mich total angesprochen. „Nordwesttod“ ist der erste Teil einer neuen Reihe. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint schon im Mai 2021.

Hendrik Norberg hat sich nach St. Peter-Ording versetzen lassen, weil seine Frau verstorben ist und er sich mehr um seine beiden Jungs kümmern möchte. Er wird dort der neue Dienststellenleiter der Polizeistation und trifft auf Anna Wagner, die nach ihrer Scheidung nach St. Peter Ording versetzt wurde. Der erste Fall scheint erst mal gar kein erster Fall zu sein. Die junge Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nicht aus dem Urlaub zurück gekehrt und wird eigentlich nur von ihren Kollegen vermisst. Sie ist ein stiller und zurückhaltender Typ, der nichts aus dem Privatleben erzählt, daher sind die Ermittlungen nicht ganz so einfach für das neue Team.

Direkt mit dem Prolog steigt man auch in das Geschehen ein. Obwohl es in dem Buch mehrere Tote gibt, ist es nicht blutrünstig geschrieben, eher gemächlich und entspannt. Ich habe sogar zeitweise fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt. Sowas gefällt mir wirklich gut, denn viele Krimis oder Thriller sind nur auf die Ermittlungen fokussiert, was auch Spaß machen kann, mich aber auf Dauer nicht glücklich macht. Hier wird einiges an Drumherum zu den Haupt- und Nebencharakteren erzählt, so dass man sie gut kennenlernen kann. Gleichzeitig ist diese Hintergrundinformation natürlich die perfekte Grundlage um eine mehrteilige Reihe aufzubauen. Obwohl viele Personen vorkommen, wird es nicht unübersichtlich, weil jeder von den Charakteren behutsam eingeführt wird und nicht zu viele Infos auf einmal erzählt werden, die dazu noch gut dosiert preis gegeben werden. Sehr oft geschieht dies in Rückblicken. Mir hat diese Vorgehensweise richtig gut gefallen. Liebevolle kleine Details machen das Buch zu einem herzerwärmenden Leseerlebnis, das man nicht so schnell beenden möchte. Um die Spannung zu erhalten, wurden kurze Kapitel gewählt, die immer wieder an verschiedenen Schauplätzen spielen.

Aufgrund der Beschreibungen der verschiedenen Orte hatte ich leider ich das ganze Buch über Meerweh, das auch noch eine ganze Weile angehalten hat. St. Peter-Ording kenne ich nicht, aber ich glaube, dass ich es demnächst kennen lernen möchte, denn es klingt nach Ruhe, Erholung und ursprünglicher Natur.  

Wenn ihr es mögt, nicht durch ein Buch zu jagen, sondern gemächlich hindurch zu gehen und zu genießen, kann ich euch das Buch sehr ans Herz legen. Eine Leseprobe findet ihr hier. Das Buch wurde auch als Hörbuch mit Julia Nachtmann als Sprecherin vertont.  

Sonnenuntergang am Wattenmeer in St. Peter-Ording
Bild von Poochy auf Pixabay

Ein wichtiges Thema des Buches ist das Thema Umweltschutz, denn Nina Brechtmann ist nicht nur Umweltaktivistin, sondern auch die Tochter einer Hoteliersfamilie. Wie man sich vorstellen kann, ist dies keine einfache Situation für alle Beteiligten.

In St. Peter-Ording gibt es eine Organisation mit dem Namen „Schutzstation Wattenmeer“. Diese Organisation betreut den Nationalpark Wattenmeer, kümmert sich unter anderem um die Dünen und um weitere Forschungs- und Naturschutzaufgaben. Die Nationalparks Wattenmeer, die unter anderem auch in Niedersachsen und Hamburg bestehen, schützen die Natur vor menschlicher Nutzung und ermöglichen Naturerlebnisse für die Besucher.

In St. Peter-Ording kommt ein Großteil des Umsatzes aus dem Tourismus, das bedeutet, dass ein stabiles Gleichgewicht zwischen Umweltschutz und Tourismus geschaffen werden muss. Um dies zu gewährleisten, wurde bereits im Jahr 1999 ein „Bescheid zur Sondernutzung des Meeresstrandes“ zwischen der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde St. Peter-Ording abgeschlossen. Dieser wurde im Oktober 2020 erneuert und regelt beispielsweise das Befahren des Strandes mit Autos, das Parken oder Bohlenwege für Fahrräder, da dies sowohl durch das Nationalparkgesetz als auch durch das Landesnaturschutzgesetz ausgeschlossen wird. Aus diesem Grund wurden diese Sonderregelungen als Kompromiss getroffen.

Grundsätzlich können die Touristen auch ihren Beitrag zum Umweltschutz in St. Peter-Ording leisten, indem sie sich nachhaltig innerhalb des Ortes fortbewegen, beispielsweise per ÖPNV, per Rad oder zu Fuß und nach nachhaltigen Hotelangeboten Ausschau halten. Dies ist vielleicht etwas teurer, aber es erhält St. Peter-Ording als lebenswerten Ort für die Anwohner und als liebenswerten Ort für Touristen.  Jeder kann seinen Teil dazu beitragen.

Autorenfoto von Svea Jensen
Svea Jensen ©Maya Meiners fotografie

Informationen zum Buch *Werbung*

Seiten: 416 Seiten

Verlag: HarperCollins

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2021

ISBN: 978-3749900039

Preis: 12,00 € (Taschenbuch)

Die Blogtour hat folgende Stationen:

16.02.2021 Frau Goethe liest

17.02.2021 Lesenswertes aus dem Bücherhaus

18.02.2021 Janakas Buchblog

19.02.2021 Krimi und Keks

20.02.2021 Kunterbunte Bücherreisen

21.02.2021 Susannes Bücherwelt

22.02.2021 Eulenmatz liest

Motto Challenge 2021

Auf Streifis Bücherkiste habe ich gesehen, dass Steffis Bücherhöhle eine Motto Challenge ausrichtet. Da 2021 irgendwie das Jahr der Bücherchallenges für mich ist, möchte ich gerne mitmachen.

Hier sind die Regeln:

– Steffi gibt für jeden Monat ein Motto vor, zu dem man Bücher lesen soll, vorzugsweise natürlich vom SuB, damit der nicht über den Kopf wächst

– Es zählen keine Mangas und Kochbücher

– Rezensionen zu den gelesenen Büchern sind KEINE Pflicht!

– Ihr könnt die Challenge ganz ungezwungen verfolgen, oder aber auch eine Challengeseite erstellen und dort eure gelesenen Bücher auflisten. In dem Fall würde ich euch um den Link bitten, da man ja doch neugierig ist, was die anderen so lesen 😉

– Ihr könnt euch gerne in die Facebookgruppe einklinken, ich bin vorhin dort beigetreten

– Einsteigen ist jederzeit möglich! Ihr könnt allerdings nicht die Bücher der Vormonate mitzählen. Es gelten die Bücher ab dem Monat, in dem ihr mitmacht. Wenn ihr also z. B. Mitte April einsteigt, gelten die Bücher vom gesamten April (solange sie zum Motto passen)

Gesamt: 0 gelesen / 0 Punkte

Januar Motto:

„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune“ (J.W.v. Goethe)

Lies ein Buch, das du geschenkt bekommen hast.

1. Rendezvous mit einem Oktopus – Sy Montgomery

0 gelesen / 0 Punkte

Februar Motto:

Faschingszeit

Lies ein Buch, das eine schöne Verkleidung (ein schönes Cover) hat.

Follow Friday 9. Oktober 2020

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Gerade auf der Rückfahrt von der Arbeit habe ich „Herzfaden“ von Thomas Hettche zu Ende gehört und habe das Gefühl, dass ich in eine tiefes Loch gefallen bin. Ihr kennt das sicher, wenn ihr ein Buch beendet oder eine Reihe oder ein schönes Hörbuch. Ganz schön komisches Gefühl. Und jetzt weiß ich nicht, was ich als nächstes hören soll. Vielleicht hat ja jemand von euch einen Tipp.

Ich lese gerade „Insel der verlorenen Erinnerung“ von Yoko Ogawa. Damit komme ich gerade nicht so richtig voran, obwohl ich nicht so recht weiß, woran es liegt. Am Buch nicht, vielleicht habe ich zu viele andere Dinge im Kopf im Moment.

Nun aber zur Freitagsfrage, die Yvonne auf Ein Anfag und keine Ende gestellt hat:

In welche Buchhandlungen geht ihr am liebsten und wieso?

Ich muss ja zugeben, dass ich aktuell kaum in Buchläden gehe. Über Bücher informiere ich mich bei der Büchereule und auf Blogs und wenn ich etwas kaufen möchte, kaufe ich meist das E-Book, weil unsere Wohnung mittelerweile aus allen Nähten platzt. Ich habe mittlerweile auch festgestellt, dass ich ganz oft im Buchladen denke „Ach, das kann ich auch als E-Book kaufen, so schön sieht es ja nicht aus….“ Bestimmte Bücher muss ich aber dann doch in Papierform haben, einfach weil das so ist 😉 Unter anderem „Die Wahrheit über Metting“ von Tom Liehr. Ich warte gerade darauf, dass die örtliche Buchhandlung mich kontaktiert, dass es endich da ist.

Wie ist das bei euch? Geht ihr stöbern in Ketten oder in kleinen Buchläden? Oder wo wie ich fast nur noch online?

Teilnehmende Blogs:

Ein Anfang und kein Ende
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
Rina
Nordlicht liest
Giselas Lesehimmel
Buch und Co
Lesekasten
Wortverloren
Gila`s Bücherstube

Gemeinsam lesen 6. Oktober 2020

Auf der Seite von RoXXie SiXX (The Art of Reading) habe ich eine tolle Aktion von Schlunzen-Bücher gefunden. Und zwar „Gemeinsam lesen“.

Ich werde jetzt also immer mal dienstags oder kurz darauf die ersten drei Fragen und eine immer andere vierte Frage beantworten.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade „Insel der verlorenen Erinnung“ von Yoko Ogawa. So wirklich weit bin ich noch nicht gekommen, weil ich gestern Abend ziemlich müde war. Ich lese in letzter Zeit viel mehr E-Books als Papierbücher. Der Tolino sagt mir, dass ich auf Seite 25 von 250 Seiten bin.

Wie lautet der aktuelle Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Unterwegs habe ich eine schreckliche Szene erlebt“, erzählte ich meinem Lektor R in der Lobby des Verlages.

Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Den Tipp zu dem Buch habe ich vom Papierstau-Podcast und zwar aus der Folge 121: Total Recall. Meike hat so von dem Buch geschwärmt, dass ich es direkt selber lesen musste. Es geht um die Frage was passiert, wenn einem alle Erinnerungen genommen werden. „Insel der verlorenen Erinnerung“ ist kein Roman über Alzheimer oder Demenz, sondern ein Roman in dem es um kollektives Vergessen geht. Ich habe auf den ersten Seiten schon gelernt, dass es eine Erinnerungspolizeit gibt, die sich darum kümmert, dass die Menschen sich wirklich nicht mehr an die verschwundenen Dinge erinnern, indem sie alles vernichtet, was damit zu tun hat. Das Buch ist total schön geschrieben und hat mich schon nach ein paar Seiten für sich gewonnen.

Welches Buch hat deine Kindheit/Jugend am meisten geprägt?

Ich hoffe, dass man Anfang 20 noch als Jugend bezeichnen kann, denn die Buchreihe, die mich bis heute am meisten geprägt hat, ist Harry Potter. Erst wollte ich den „Kinderkram“ nicht lesen, aber als ich dann zufällig doch anfing, war es um mich geschehen. Bis heute liebe ich diese Welt, diese Figuren und eigentlich alles, nur nicht Harry. Den finde ich sogar ziemlich blöd. Als wir im letzten Jahr in Edinburgh waren, wollte ich eigentlich zum Elephant House, aber erwartungsgemäß war es unglaublich gut besucht. Also habe ich mich nur mit einem Foto zufrieden gegeben.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche 🙂

Review of the Month – September 2020

Der Monat September ist immer mein Lieblingsmonat, weil ich dann meistens meinen Sommerurlaub nehme. Dieses Jahr konnten wir ja aufgrund von Corona nicht weg fahren, aber es war trotzdem schön, Zeit mit dem Gatten zu verbringen und nicht früh aufstehen zu müssen. Trotzdem bin ich froh, wieder normalen Alltag zu haben, denn zu viel rum gammeln tut mir nicht gut 😉

Ich möchte euch jetzt kurz mein Review des Monats vorstellen, dass von The Art of Reading ins Leben gerufen wurde: Es ist das Buch „Sieben Richtige“ von Volker Jarck. Obwohl gar nichts weltbewegendes in dem Buch behandelt wird, ist es total schön zu lesen. Mich haben die Verwicklungen der einzelnen Personen so in den Bann gezogen, dass ich es in kürzester Zeit ausgelesen hatte. Ich kann es euch sehr empfehlen.

Welches Buch hat euch denn besonders gut gefallen im September?

Für Oktober hoffe ich, dass ich wieder mehr lese als im September. Ich habe mich doch sehr von Social Media ablenken lassen und möchte das wieder ändern.

Follow Friday 25. September 2020

Nachdem ich mich erst mal wieder im Büro einleben musste, hat es mit dem Lesen im Alltag trotzdem ganz gut geklappt. Das ist ja immer mein kleines Problem: Sobald ich wieder arbeite und Alltagsaktivitäten wie Sport und Treffen mit Freunden mache, komme ich nicht zum lesen bzw. habe ich abends keine Lust mehr mir ein Buch zu nehmen und daddel statt dessen am Handy rum. Schrecklich ist das und ich bin Schritt für Schritt dabei das zu ändern.

Mein Goodreads-Account hat mir kürzlich verraten, dass ich dieses Jahr mein gestecktes Ziel von 50 Büchern schon überschritten habe und sogar ein neues Ziel angeben konnte. Wie jedes Jahr sind da auch Hörbücher inbegriffen. Das mag daran liegen, dass ich mehr Bücher unter 500-800 Seiten und kürzere Hörbücher als 30-40 Stunden gehört habe, aber auch an dem großen Plus an Lesezeit, das ich durch Corona bekommen habe. Ich finde das gut und werde das auch so beibehalten.

Nun möchte ich mal die Frage vom vergangenen Freitag auf Ein Anfang und kein Ende beantworten:

Lest ihr gerne vor? Bekommt ihr gerne vorgelesen?

Nein, ich lese gar nicht gerne vor. Ich habe an mich selber den Anspruch, dass ich so lesen muss wie ein geschulter Schauspieler/Hörbuchsprecher. Das ist natürlich Unsinn, aber ich kann das nicht abstellen. Das ist auch so bei Kinderbüchern.

Aber: Ich liebe Hörbücher. Ohne kann ich mir ein Leben gar nicht mehr vorstellen. Seit vielen Jahren habe ich mir immer vorgenommen beim Laufen oder beim Haushalt mal Musik zu hören, aber dann siegt fast immer das Hörbuch. Und beim Autofahren sowieso. Ich habe seit April 2009 ein Audible-Abo und habe mittlerweile so viele Bücher gehört, dass ich die gar nicht mehr zählen kann. Was ich allerdings nicht unbedingt toll finde ist, wenn mir nicht geschulte Menschen vorlesen, da lese ich doch lieber selber. Bei mir gibt es trotzdem immer Lesebücher, die ich gar nicht hören will und Hörbücher, die ich nicht lesen möchte.

Wie ist es bei Euch? Es soll ja tatsächlich Leute geben, die total gerne vorlesen. Gehört ihr dazu? Oder seid ihr auch Hörbuchjunkies so wie ich?

Für weitere Antworten guckt gerne mal auf den folgenden Blogs vorbei:

Ein Anfang und kein Ende
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
Rina
Nordlicht liest
Giselas Lesehimmel
Buch und Co
Lesekasten
Wortverloren
Lesen und mehr
Bücher, ebooks und mehr
Gila`s Bücherstube

Montagsfrage # 94 – Wie wichtig sind euch Book Awards?

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Was war das bloss für ein Wochenende! Ich habe Ende der letzten Woche total enthusiastisch mit „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng angefangen und es am Sonntag morgen dann kurz für „Raum der Angst“ von Marc Meller (alias Lorenz Stassen) unterbrochen. „Raum der Angst“ war soooo spannend, dass ich es gestern Abend noch beenden musste. Meine ausführliche Meinung dazu erfahrt ihr im Laufe der Woche.

Nun kommen wir zu der Montagsfrage, die Antonia auf Lauter & Leise stellt:

Wie wichtig sind euch Book Awards?

Mir sind Preise, egal welche, im Liteaturbereich völlig egal. Ich lese was mir gefällt und vor allem was mir (meistens über die Büchereule) empfohlen wird. Mir ist es einfach nicht wichtig, welche Preise der Autor/die Autorin abgeräumt hat bzw. das jeweilige Buch. Meistens ist es sogar so, dass ich prämierte Bücher gar nicht mag. Manchmal glaube ich sogar, ich wäre zu dumm die Herrlichkeit dieser Bücher zu verstehen, aber dann höre ich von überall her, dass man es auch nicht so überragend fand.

Andererseits freue ich mich für Autoren und Autorinnen mit, wenn sie einen Preis gewinnen, denn dafür haben sie schließlich hart gearbeitet.

Wie ist das denn bei euch?

Bai Antonia findet ihr noch mehr Antworten von andern Bloggern. Vielleicht habt ihr ja Lust mal dort vorbei zu gucken.

Review of the Month – August 2020

Etwas verspätet aus den bekannten Gründen möchte ich euch nun mein Rewiew des Monats vorstellen.

Und zwar ist es „Wie die Ruhe vor dem Sturm“, der erste Teil der Chances Reihe von Britainy C. Cherry. Der Titel und auch das Cover sind eigentlich gar nicht mein Ding, aber aus einem Grund, den ich immer noch nicht kenne, wollte ich es lesen. Dann habe ich es aber gehört, weil mir einfach die Zeit gefehlt hat und ich war überwältigt. So viele Gefühle in einem Buch habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Vor allem waren die Sprecher überragend. Beide kannte ich vorher noch nicht.

Den nächsten Teil werde ich auf jeden Fall auch hören.

Besucht doch mal The Art of Reading, dort werden noch mehr Highlights aus August vorgestellt.

Montagsfrage # 93 – Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Ich gebe zu, ich habe bei der Montagsfrage etwas geschludert, aber erst war ich urlaubsreif, im Urlaub zu faul irgendwas zu machen und dann hat mich der Alltag im Job überholt. Aber jetzt bin ich wieder einsatzbereit 🙂

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Aktuell lese ich „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng. Das Buch wollte ich schon sehr lange lesen, eigentlich schon seit Erscheinen in Deutschland im April 2018, aber ihr wisst ja, wie das ist. Da mittlerweile eine Serie dazu erschienen ist, die ich sehen möchte, hab ich mich endlich mal dran gesetzt. Bisher gefällt es mir ganz gut.

Morgen fängt bei der Büchereule die Leserunde zu „Raum der Angst“ von Marc Meller an. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich liebe Escape-Rooms, allerdings fand ich den letzten Escape-Room-Thriller, den ich gelesen habe, ziemlich blöd. Ich habe sogar Titel und Autor vergessen. Danach werde ich wahrscheinlich „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic lesen.

Auf den Ohren habe ich den zweiten Teil der Luc-Verlain-Reihe von Alexander Oetker („Chateau Mort“) und werde den dritten Teil „Winteraustern“ direkt anschließen. Die Reihe gefällt mir wirklich gut, weil es eigentlich mehr Roman mit Krimi-Elementen ist und in mir irgendwie ein Warme-Decken-Gefühl auslöst.

Diesmal hat Antonia von Lauter & Leise folgende Frage gestellt:

Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Zufällig bin ich genau heute auf die Idee gekommen mal zu gucken, ob die Messe vielleicht dieses Jahr virtuell stattfindet, denn ich hatte gar keinen aktuellen Stand im Kopf. Eigentlich kümmere ich mich gar nicht so sehr um Büchermessen und war auch erst zwei Mal in Frankfurt, aber ich habe irgendwie Lust gehabt mal wieder eine Messe zu besuchen. Natürlich erst irgendwann im nächsten Jahr (hoffe ich zumindest). Ich habe mir sowohl die Frankfurter als auch die Leipziger Buchmesse heute als festen Termin im Kalender eingetragen und werde mir auch einige Events ansehen. Ich habe mich sogar zur LitLove angemeldet, obwohl ich damit bisher noch gar nichts am Hut hatte. Corona hat schon seltsame Auswirkungen.

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Guckt auch mal bei Antonia vorbei, dort haben noch mehr nette Buchblogger mitgeteilt, ob sie teilnehmen oder nicht.