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Blätterwald der Literatur vom 24. Januar bis zum 4. Februar 2023

Heike von Frau Goethe liest hat sich eine ganz tolle Aktion ausgedacht. Alle Infos bekommst du, wenn du dir das Instagram live ansiehst.

Infos zum Blätterwald der Literatur


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Jahresrückblick 2022: Einfach mal machen, könnte ja gut werden!

Wenn ich mir das Jahr 2022 ansehe, sehe ich vor allem viele Menschen, die ich kennenlernen durfte, aber auch viel Arbeit durch mittlerweile wöchentliche Podcastfolgen.  

Es war insgesamt ein tolles Jahr, das mir viele Glücksmomente beschert hat, aber auch traurige Momente. Der schlimmste davon war der Tag, an dem mein geliebter Herzenskater mich für immer verlassen hat. Er war vom ersten Tag seines Einzugs an immer bei mir. Die zwei verbleibenden Jungs, Murphy und Herr Schröder, und das neue Mädchen, Jacy, helfen mir zwar darüber hinweg, aber ich vermisse ihn trotzdem täglich.  

Ansonsten habe ich viel gelernt. In 2021 hätte ich niemals gedacht, dass ich einfach so eine Podcastfolge aufnehme, bearbeite und dann zur Verfügung stelle. Ich hätte auch nicht gedacht, dass den Podcast mehr als 5 Leute hören. Ich höre sehr oft, dass ich eine angenehme Interviewpartnerin bin und bin stolz darauf. Vielleicht habe ich damit meine Superkraft entdeckt. 😉 

Dieses Jahr habe ich wirklich viel gelesen und auch endlich begonnen “öffentlich” zu schreiben. Ich habe sogar eine Kurzgeschichte bei einem Wettbewerb eingereicht. Das habe ich jetzt öfter vor.  Im Rahmen das NaNoWriMo habe ich ein Buchprojekt begonnen. In die Idee, die dahintersteckt bin ich total verliebt.

„Mein Ziel ist es, ein Leben aufzubauen, von dem ich mich nicht im Urlaub erholen muss.“ Das wollte ich in 2022 umsetzen. Es hat besser geklappt als je zuvor, aber Luft nach oben ist da noch.

Was habe ich mir für 2022 vorgenommen und wie ist es gelaufen?

Wenn ich es recht überlege, hatte ich auch ohne Jahresrückblog Ziele für 2022.  

  • Podcast: Ich habe es geschafft und meinen eigenen Podcast eröffnet. Heute kann ich mir meinen Blog gar nicht mehr ohne Podcast vorstellen.  Du findest alle Folgen auch bei den gängisten Podcastapps.
  • Selfpublisher: Ich habe in 2021 mein Herz für Selfpublisher entdeckt. Manch einer kann mit ihnen nichts anfangen, teils aus Vorurteilen, teils aus Erfahrung mit Büchern die nicht lektoriert bzw. korrigiert sind. Ich würde mich so sehr freuen, wenn jeder ihnen eine Chance gibt und daher habe ich beschlossen, 2022 unter dem Motto “Push Selfpublishing” laufen zu lassen. Wenn du meinen Podcast hörst, wirst du merken, dass die meisten Gäste Selfpublisher sind.  
  • Eigenes Logo etablieren: Zu Beginn des Blogs hatte ich ein Logo, das aus einem Herz aus Büchern bestand. Das sah total billig aus und war nicht auffällig. Dank Canva habe ich mein türkis für mich entdeckt und mir in 2021 das neue Logo erstellt und meine Posts einheitlich gestaltet.  
  • Mehr Bücher lesen als in 2021: Das habe ich locker geschafft, allerdings weiß ich gar nicht wie. In 2021 habe ich 63 Bücher gelesen und in bis jetzt in 2022 schon 81. Da wir noch ein paar Tage in diesem Jahr verfügbar haben, dazu auch noch Feiertage kommen, schaffe ich sicher noch zwei oder drei Bücher. Das ist ein tolles Gefühl! 

Mein Jahresrückblick 2022

Entstehung meines Podcasts

Podcastbearbeitung mit Herrn Schröder
Podcastbearbeitung mit Herrn Schröder

“Soll ich oder soll ich nicht?”  

“Meine Stimme ist so schrecklich!” 

“Was ist, wenn die Leute es nicht mögen?” 

Diese Fragen kennt ja jeder von uns auf die ein oder andere Weise. Ich habe bereits 2021 zur OBM daran gedacht einen Podcast zu machen, aber ich habe mich nicht getraut. Die Idee, wie ich es aufbauen möchte, war mir schon früh relativ klar: Mein Podcast soll klingen wie ein gemütlicher Plausch auf dem Sofa bei Kaffee und Kuchen oder einem Weinchen.  

Bei mir passiert alles immer ziemlich plötzlich. Ich befasse mich gar nicht so sehr mit den technischen Dingen und lerne im Nachhinein. Also habe ich am 6. März 2022 meine allererste Folge veröffentlicht. Mein erster Gast war Kerstin Groeper. Dieses erste Interview habe nicht nur per Zoom aufgenommen (warum war das eigentlich so?), kaum geschnitten und anschließend in zwei Teile aufgeteilt. Das würde ich heute nicht mehr machen. Mittlerweile habe ich 42 Folgen veröffentlicht.  

Mit der Zeit habe ich die Podcastaufnahmen immer mehr lieben gelernt. Ich mag es einfach mit den unterschiedlichsten Personen über ihre Projekte zu reden und die Liebe zu ihrer Arbeit in ihren Augen und ihren Stimmen zu spüren.  

Nach den Interviews kamen erst die Buchsnacks dazu, in denen Autoren eine kurze Sequenz von ca. 5 Minuten (manchmal auch länger) einlesen, damit interessierte Podcasthörer einen Eindruck davon haben, wie das Buch geschrieben ist. Später kam ich auf die Idee auch Buchvorstellungen anzubieten. Der Vorteil daran ist, dass ich die Bücher, die besprochen werden, nicht selber kennen muss. Ich wollte damit Autor:innen die Möglichkeit geben über ihr Buch zu sprechen und das, was ihnen wichtig ist, los zu werden. Aufgebaut ist es ebenfalls wie ein Interview, allerdings habe ich dazu Standardfragen entwickelt.  

Was soll ich sagen? Der Podcast läuft super! Ich habe eine Warteliste, was ich niemals für möglich gehalten hätte. Ich habe eher erwartet, dass ich kaum Interviewpartner zusammenkriege. Aber so ist es natürlich viel besser. Du kannst dich also auf viele weitere Interviewpartner in 2023 freuen.  

Podcast „Goethes Bücherreisen“

Logo "Goethes Bücherreisen"
Logo „Goethes Bücherreisen“

Frau Goethe liest, also Heike, hatte im Frühjahr die Idee, dass wir zusammen einen Podcast mit Buchthemen machen könnten. Also haben wir ein kurzes (wirklich ein kurzes!) Brainstorming gemacht und innerhalb von einer halben Stunde 24 Themen zusammengestellt, in denen wir von September 2022 bis August 2023 immer am 1. und am 15. Eines Monats über buchrelevante Themen sprechen.  

Unsere Themen beinhalten nicht nur Themen, die Blogger und Leser interessieren, auch Autoren kommen auf ihre Kosten. Beispielsweise ist ein Thema die Zusammenarbeit mit Autoren oder mit anderen Bloggern.  

Wenn du noch nicht reingehört hast, solltest du das ganz schnell tun, denn die Rückmeldungen von Hörern sind sehr positiv. Ich verspreche dir, dass unsere Folgen nicht so lang sind wie die meines eigenen Podcasts, also für mal eben zu Hören besser geeignet sind. Du findest alle Folgen nicht nur bei den bekannten Apps, sondern auch auf Heikes und auf meiner Seite unter “Goethes Bücherreisen”.  

Blogtouren

Ich liebe Blogtouren! Die Vernetzung untereinander ist mir dabei das Wichtigste.  

Im Februar ging es mit der Blogtour zum ersten Teil der “Töchter der Speicherstadt”-Reihe los. Mehr dazu habe ich im nächsten Punkt geschrieben. Mir ist diese Leserunde in schöner Erinnerung geblieben.  

Im April habe ich “Die Mission des Kreuzritters” von Ulf Schiewe im Rahmen der HOMER Preisverleihung 2022 vorgestellt. Die Blogtour dauerte noch bis zum Tag vor der Preisverleihung am 1. Oktober 2022 an. Kurzlesungen und schriftliche sowie Interviews mit Bewegtbildern haben die Blogtour abgerundet.  

Im August durfte ich an der Blogtour zu “Findelmädchen” von Lilly Bernstein teilnehmen. Den Vorgänger “Trümmermädchen” kannte ich nicht, aber das Buch war auch ohne Vorkenntnisse sehr gut lesbar.  

Virtueller Kaffeeklatsch zur Blogtour „Töchter der Speicherstadt“

Goodies für die geladenen Teilnehmer des Kaffeklatsches
Goodies für die geladenen Teilnehmer des Kaffeklatsches

Als Special zur Blogtour zum ersten Teil der Reihe “Töchter der Speicherstadt” hat Frau Goethe liest ein virtuelles Kaffeetrinken mit Anja Marschall organisiert. Das Schöne daran war: Wir Bloggerinnen haben Gäste eingeladen und jeder Gast sowie die teilnehmenden Blogger bekamen vorab von Anja Marschall einen kleine Kaffeeprobe sowie einen persönlichen Gruß zugesendet.  

Zoom habe ich in der Pandemiezeit zu schätzen gelernt. Nur so war es möglich, dass wir uns aus allen Ecken Deutschlands zuschalten konnten und nicht nur dem Interview, das Heike mit Anja Marschall geführt hat, folgen konnten, sondern auch noch Ausführungen über historische Gebäude und Orte, die im Buch vorkommen. Außerdem konnten wir natürlich auch mit Anja direkt in Kontakt treten.  

Du kannst den Kaffeeklatsch auf dem Blog von Frau Goethe liest in ihrem Podcast anhören. Es ist übrigens eine der am meisten gehörten Folgen ihres Podcasts.  

Doch-Nicht-Messe Leipzig 2022

abendliche Lesung im Landgericht Leipzig
abendliche Lesung im Landgericht Leipzig

Die Reise nach Leipzig hatte ich bereits im Oktober oder November 2021 geplant und mich total meine allererste Messe als Bloggerin gefreut. Wir wissen alle, dass sie kurzfristig abgesagt wurde und die meisten Leute ihre Reise nach Leipzig abgesagt haben.  

Damit wollten Heike von Frau Goethe liest, Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus und ich uns nicht zufriedengeben und haben uns dann trotzdem in Leipzig getroffen und drei wunderschöne Tage verbracht, die wie im Flug vergingen.  

Homer historische Literatur e. V.

Shortlist Goldener HOMER 2022
Shortlist Goldener HOMER 2022

Im Frühjahr wurde ich Fördermitglied vom Verein “HOMER historische Literatur e. V.” 

Du kennst den Verein noch nicht? Dann solltest du mal die Homepage besuchen. Mittlerweile hat der HOMER zahlreiche Mitglieder, die meisten davon sind Autoren. In regelmäßigen Abständen findet der Stammtisch statt, in dem sich Autoren, Blogger und andere Mitglieder austauschen können.  

Weiter oben habe ich die Blogtour zur Preisverleihung des goldenen Homer erwähnt. Der goldene Homer wird einmal im Jahr verliehen und krönt drei Autor:innen, die ein Buch geschrieben haben, das in der Zeitspanne spielt, die in der jeweiligen Ausschreibung genannt ist. Leider sind bisher noch keine Selfpublisher zugelassen, ich hoffe aber, dass das irgendwann einmal der Fall ist.  

Gewonnen haben in diesem Jahr:  

Mörderische Schwestern e. V. & Bad Vilbel

Welcome Mail "Mörderische Schwestern e. V. "
Welcome Mail „Mörderische Schwestern e. V. „

Wenn du gerne Krimis liest, hast du den Namen “Mörderische Schwestern” sicher schon ab und an mal gehört. Ich wusste bis zum Frühjahr gar nicht, dass ich auch als Bloggerin Mitglied werden kann.  

Im Sommer flatterte eine Einladung zur Vollversammlung der Mörderischen Schwestern ins Haus. Sie sollte in Bad Vilbel bei Frankfurt stattfinden und einigen Mehrwert bieten. Also habe ich mich angemeldet und rückblickend freue ich mich über diese Entscheidung. Ich habe nicht nur einige Mörderische Schwestern kennengelernt (Ulla von Ullas Leseecke endlich mal live und nicht per Zoom), sondern auch zwei Workshops mitmachen dürfen: Einmal Blutspurenanalyse und einmal Gesichtsrekonstruktion. Den Abend nach der Vollversammlung fand eine Ladies Crime Night (LCN) in Bad Vilbel statt, die ich mir natürlich auch angesehen habe.  

Falls du die LCNs noch nicht kennst, habe ich eine kurze Erklärung für dich: An dem jeweiligen Abend lesen mehrere Autorinnen ca. 7 Minuten aus einem ihrer Bücher oder Kurzgeschichten. Meist wird der Abend von Musikern begleitet. Du solltest mal die Augen offenhalten, ob du bei dir eine LCN besuchen kannst. Es lohnt sich auf jeden Fall.  

Erste Schreibversuche & Blog „Nadines Schreibwerkstatt“

Blog "Nadines Schreibwerkstatt"
Blog „Nadines Schreibwerkstatt“

Vielleicht hast du es schon mitbekommen: Ich schreibe selber auch total gerne. NIcht nur Rezensionen, sondern auch Geschichten. Bisher bin ich aber nie über Kurzgeschichten hinausgekommen. Ich habe mir einfach niemals vorstellen können, eine große lange Geschichte zu schreiben.  

Gerade heute, an dem Tag, an dem ich diesen Beitrag schreibe, habe ich Folgendes in meinen Erinnerungen bei Facebook gesehen: 

Facebook-Beitrag vom 16.12.2022
Facebook-Beitrag vom 16.12.2022

Ich wollte schon im letzten Jahr beim NaNoWriMo mitmachen, aber ich habe mich nicht getraut. Warum auch immer man sich nicht traut, wenn man etwas für sich allein im stillen Kämmerlein macht, erschließt sich mir nicht, aber es war so. Dieses Jahr habe ich es dann getan! Ich habe meine erste eigene Geschichte angefangen zu schreiben. Und ich bin lange noch nicht am Ende angekommen, wie man sich sicher denken kann. Unterstützt hat mich dabei der Kurs „Schreib dein Buch“ vom Bookerfly Club.  

Ich mache immer mal wieder beim #writingfriday von Elizzy von read books and fall in love mit und primär dafür habe ich mir einen eigenen Blog für meine Schreibübungen erstellt. Vielleicht sehe ich in ein paar Jahren mal Fortschritte 😉   

Fernkurs „Kreatives Schreiben“

Anmeldebestätigung Laudius "kreatives Schreiben"
Anmeldebestätigung Laudius „kreatives Schreiben“

Mein Entschluss für 2022 stand schon in 2021 fest: Ich muss dringend selber schreiben lernen. Also habe ich mich ein wenig schlau gemacht, wo ich Grundlagen lerne. Schnell war klar, dass ich einen Fernkurs bei der Laudius Akademie zum Thema “kreatives Schreiben” absolvieren möchte.  

Der Vorteil ist hier, dass durch alle Genres weg gelehrt wird. Zu Beginn musste ich nur einen spannenden Anfang schreiben, dann beispielsweise eine Kürzestgeschichte, von der ich gar nicht wusste, dass es sowas auch gibt. Meine letzte Aufgabe war eine Reportage, die ich über “Recklinghausen leuchtet” geschrieben habe und als nächstes lerne ich etwas über Rezensionen. Da bin ich gespannt, ob mich diese Lektion weiterbringt.  

Insgesamt sind es über 30 Lehrhefte, die ich durcharbeiten werde und ich muss auch Gedichte, Kinderbücher bzw. -geschichten oder Haikus schreiben. Davor gruselt es mich ein wenig. Aber Spaß macht es auch irgendwie.

Mein Buchprojekt nimmt täglich mehr Form an. Nun muss ich das alles nur noch aufschreiben.

SuB-Abbau 2022

Im aktuellen Jahr habe ich das erste Mal beim SuB-Abbau von Frau Goethe liest mitgemacht. Das ZIel ist es, 12 Bücher – also jeden Monat eins – aus dem SuB zu lesen. Du kannst dir sicher vorstellen, dass ich es NICHT geschafft habe.  

Um es uns Teilnehmern einfacher zu machen, hat an jedem zweiten Montag im Monat ein Zoom-Treffen stattgefunden, bei dem wir 50 Minuten, jeder für sich, sein SuB-Buch gelesen haben. Ich habe manchmal geschummelt und lieber mein aktuelles Buch weitergelesen, weil wieder ein Rezensionstermin bevorstand. Sonst hätte ich meine 12 Bücher sicher geschafft. Nach dem Silent Reading haben wir immer noch eine kleine Quatschrunde eingelegt. Das war dann immer der perfekte Abschluss für den jeweilgen Montag.  

In 2023 wird es die Aktion ebenfalls geben. Du kannst dich darüber bei Frau Goethe liest informieren.  

Blog Campus

Auch für Blogger hat sich Heike etwas überlegt, nämlich den Blog Campus. Er findet immer an einem Samstag im Monat statt und man lernt alles Mögliche übers Bloggen.  

Am wichtigsten waren für mich beispielsweise Themen wie Contentplanung oder wie man ansprechende Bilder für Social Media erstellt.  

Ich habe festgestellt, dass es nicht schaden kann, sich beim Blog Campus einzuwählen, auch wenn man glaubt, dass man schon alles weiß. Ich habe öfter mal Aha-Erlebnisse gehabt, schon allein deswegen, weil auch ein Austausch zwischen den Teilnehmern stattfindet, bei dem ich schon interessante Denkanstöße bekommen habe.  

Wenn Du Interesse daran hast, komm doch einfach mal vorbei. Ich habe mal eine Übersicht über die Themen für 2023 für Dich:   

Zeilentraum-Event 2022

Aufsteller "Zeilentraum"
Aufsteller „Zeilentraum“

Im November habe ich bei der Podcastaufnahme mit Heidi Troi zufällig erfahren, dass es eine Messe ganz um die Ecke von mir gibt: Zeilentraum in Dortmund. Sie fand im Best Western Hotel in Dortmund am Flughafen statt. 

Ich hatte Glück und konnte zwei Wochen vor dem Event noch ein Ticket ergattern. Während einiger Gepräche mit anderen Teilnehmern der Messe fand ich heraus, dass viele schon darauf gewartet haben, dass die Messe nach Corona endlich wieder stattfindet und dass die Tickets tatsächlich ausverkauft waren.  

Organisiert wird die Messe von Emma Smith und Kimmy Reeve. Beide sind Autorinnen und wollten nach eigener Aussage ein Treffen schaffen, bei dem Autor:innen und Leser:innen in familärer Runde zusammenkommen. Das ist richtig gut gelungen! Zu Gast waren Autor:innen, die zum Teil im Rahmen von Lesungen oder Meet and Greet zur Verfügung standen.  

Die wenigen, aber liebevoll gestalteten Stände der einzlenen Autor:innen luden nicht nur zum Schmökern ein, sondern ließen auch das ein oder andere Pläuschchen zu. Ich konnte zudem weitere Gäste für meinen Podcast gewinnen. Da darfst du sehr gespannt drauf sein.  


Mein 3 liebsten eigenen Blogbeitäge des Jahres


Mein Jahr 2022 in Zahlen

Ich lasse dazu mal Bilder sprechen.

Blog am 17.12.2022
Blog am 17.12.2022

Instragram 16.12.2022
Instragram 16.12.2022

Facebook 16.12.2022
Facebook 16.12.2022


podcaster.de 16.12.2022
podcaster.de 16.12.2022

Was 2022 sonst noch so los war

Ich war in der Zeitschrift "Lesen" :-)
Ich war in der Zeitschrift „Lesen“ 🙂

Gast für den Podcast meines Arbeitgebers
Ich war Gast für den Podcast meines Arbeitgebers. 🙂

Extraschicht am 25.06.2022
Extraschicht am 25.06.2022

Seit Juli 2022 bin ich zusammen mit zwei Kolleginnen und Elly Corporate Influencer für meinen Arbeitgeber.
Seit Juli 2022 bin ich zusammen mit zwei Kolleginnen und Elly Corporate Influencer für meinen Arbeitgeber.

Welcome-Back-Party vom Wohnkonzept II nach der Überschwemmung des Gebäudes im Juli 2021.
Welcome-Back-Party vom Wohnkonzept II nach der Überschwemmung des Gebäudes im Juli 2021.

Endlich wieder Formentera nach fünf Jahren.
Endlich wieder Formentera nach fünf Jahren.

Der schlimmste Tag in 2022: 16. September 2022 - Fry, mein Herzenskater hat mich nach über 16 Jahren  für immer verlassen.
Der schlimmste Tag in 2022: 16. September 2022 – Fry, mein Herzenskater hat mich nach über 16 Jahren für immer verlassen.

Endlich haben wir auch im Büro ein offenes Bücherregal. :-)
Endlich haben wir auch im Büro ein offenes Bücherregal. 🙂
Kurzurlaub in Papenburg mit den zwei Beisten. ❤

Die Madame ist eingezogen. Erst mussten die Jungs sich an sie gewöhnen, aber nun mögen sie sich.
Die Madame ist eingezogen. Erst mussten die Jungs sich an sie gewöhnen, aber nun mögen sie sich.

Tagesausflug nach Dusiburg. So schön ist das Ruhrgebiet.
Tagesausflug nach Dusiburg. So schön ist das Ruhrgebiet.

Weihnachtssingen auf Schalke :-)
Weihnachtssingen auf Schalke 🙂

Meine Ziele für 2023

  • Im April werde ich (diesmal hoffentlich wirklich!) zur Buchmesse nach Leipzig fahren. Das Hotel ist gebucht, die Bahnfahrkarten ebenfalls. Jetzt muss ich nur noch abwarten, bis ich mich akkreditieren lassen kann.  
  • Das Gleiche gilt für die Buchmesse in Frankfurt im Oktober. Ich bin einfach so gespannt drauf, ob mir der Trubel gefallen wird
  • Ich möchte endlich mal meinen Netgalley-SuB abbauen, der seit Jahren immer weiter angestiegen ist und immer nur minimal abgebaut wird.
  • Ich habe mir vorgenommen, mindestens vier englische Bücher in 2023 zu lesen. Vor langer Zeit konnte ich mal richtig gut Englisch, davon ist fast nichts übrig. Ich denke, ein Buch im Quartal sollte möglich sein.  
  • Außerdem möchte ich an meinem Buch weiterarbeiten. Ich habe ungefähr 1000 Ideen dazu und weniger Zeit als ich dafür brauche.  

Mein Motto für 2023 lautet: “Planung ist alles” 🙂 

Goethes Bücherreisen – Folge 8

Wir – das sind Heike von Frau Goethe liest und ich – sprechen in 24 Folgen wir über buchrelevante Themen. Jeweils am 1. und am 15. jeden Monats erfährst du bei uns alles, was du übers Buchbloggen und als Leser wissen willst.

In der heutigen Folge geht es um Umgang mit Büchern.




“Warum hast du einen Buchblog gestartet?” 

Diese Frage wurde mir in der letzten Zeit öfter gestellt. Die Antwort ist gar nicht so einfach, denn wenn man es objektiv betrachtet, ist so ein Blog richtig viel Arbeit. Es ist ja nicht damit getan, mal eben einen Text zu schreiben, ein paar Bildchen zu erstellen und dann alles ins Internet zu stellen. Bei mir fängt es schon damit an, dass ich Rezensionsbücher anders lese als “Spaßbücher”, ich mache mir Notizen und wenn mir eine Formulierung während des Lesens einfällt, schreibe ich die auch sofort auf. Meine Meinung soll ja so genau wie möglich widerspiegeln, was ich beim Lesen gedacht und gefühlt habe.  

Als Antwort ist mir als erstes eingefallen, dass ich zwar lesende Menschen um mich habe, aber mit den wenigsten wirklich über Bücher spreche. Mit meinen Herzensmenschen, die ich über die Büchereule kennengelernt habe, rede ich mittlerweile über alles, aber fast nie über Bücher. Ich kann bei anderen Leser:innen Tipps loswerden und von meinem aktuellen Buch erzählen, aber gehörte Worte sind manchmal nur Schall und Rauch. 😉 Also möchte ich potenzielle Leser:innen visuell ansprechen: Cover, Autorenbild und meine Meinung schwarz auf weiß, manchmal finde ich sogar ein YouTube Video oder andere tolle Inhalte.  

Außerdem geht es mir darum, nicht so bekannte Bücher bekannter zu machen, indem ich meine Beiträge teile und hoffentlich neue Leser:innen auf die Bücher aufmerksam mache. Manchmal finde ich es sehr schade, dass die Bücher, die mir richtig gut gefallen haben, nur eine Handvoll Bewertungen bei Amazon (das leider das wichtigste Medium für Buchbewertungen) bekommen und damit fast in der Versenkung verschwinden. Oftmals sieht man diese Bücher auch nur selten oder in ganz winziger Auflage irgendwo in einer Ecke in Buchhandlungen ausliegen, so dass Leser:innen, die sich weniger mit dem Buchmarkt auseinandersetzen, unter Umständen gar nichts von diesen Perlen mitbekommen.  

In diesem Jahr habe ich zudem noch Selfpublisher für mich entdeckt. Ich habe eine Menge richtig guter Bücher gelesen, die einem Verlagsbuch in nichts nachstehen. Mittlerweile ist mir egal, ob auf dem Buch ein Verlagsname abgedruckt ist oder nicht. Selfpublisher müssen ihr Marketing komplett allein wuppen und sind froh über jede Unterstützung.  

“Warum hast du dann auch noch einen Podcast begonnen? Reicht denn der Buchblog denn nicht?”

Doch, theoretisch schon, aber ich habe mich gefragt, wie ich Autor:innen den Leser:innen etwas näherbringen kann. Bei mir funktioniert das immer ganz gut über Podcasts. Ich habe mich daher entschieden, den Podcast so aufzubauen, dass es klingt, als würde ich einfach bei einem Kaffee und bei Keksen mit dem Interviewpartner plaudern. Ich denke, man merkt, dass ich bei den Aufnahmen für den Podcast immer Spaß habe.  

Wie ist das bei dir? Sprichst du über Bücher oder Hörbücher? Hast du vielleicht auch einen eigenen Blog oder einen Podcast? Was ist dein Beweggrund? 

#obm2021: Zoom Plausch mit zwei Hybridautorinnen und ihrem Verleger

Im Rahmen der Onlinebuchmesse habe ich vor einigen Wochen mit Sylke Hörhold, Jana Thiem und deren Verleger Dr. Andreas Gerth vom Oberlausitzer Verlag ein Pläuschchen gehalten.

Wenn ihr mehr über meine Gesprächspartner erfahren wollt, klickt einfach auf den entsprechenden Link:

Sylke Hörhold

Jana Thiem

Oberlausitzer Verlag

Special: Podcast „Der Manuskripte Zähmung“ mit Jana Thiem

Nationaler Erzähl-eine-Geschichte-Tag

Am 27. Oktober 2021 ist der nationale Erzähl-eine-Geschichte-Tag. An diesem Tag sollen Geschichten erzählt werden, egal ob vorgelesen, selbst erlebt oder spontan erfunden.

Das habe ich zum Anlass genommen Dir schon mal Sylke Hörhold, also die Autorin vorzustellen, die ich als Patin bei der #obm2021 begleiten werde. Ich wünsche Dir ganz viel Spass mit ihrer Kurzgeschichte aus Finkendörfel. Das ist der Ort, in dem ihre Oberlausitzkrimis angesiedelt sind.

Passend zur OBM erscheint der vierte Teil der Oberlausitz-Reihe, allerdings vorerst als E-Book. Das Buch erscheint zum Ende des Jahres als Taschenbuch.

Reihenfolge:

Emmelie

Hexen brennen

Recht wie Wasser

Was dir den Atem nimmt

Auf der Homepage des Oberlausitzer Verlages könnt ihr mehr über die Autorin und ihre Bücher erfahren.

Feiertag fürs Buch – DIY

Ich zeige Dir, wie Du Deine individuelle Buchhülle nähst. © Pattydoo

Wie ihr vielleicht wisst, ist heute der Welttag des Buches, also unser Feiertag! Da trifft es sich gut, dass dieser Tag auf einen Freitag fällt, denn ich habe heute etwas besonderes für Euch: Wir werden zusammen eine Buchhülle nähen, die Ihr Euch ganz individuell gestalten könnt. Das Schnittmuster bekommt Ihr bei Pattydoo. Die Erklärung wie es geht, findet Ihr hier:

mit freundlicher Genehmigung von Pattydoo.de

Dieses DIY ist aber nicht die einzige Überraschung heute, denn Heike von Frau Goethe liest und Manuela von Lesenswertes aus dem Bücherhaus haben sich im Rahmen von #2Blogs1Buch noch mehr ausgedacht. Am besten geht Ihr direkt mal in der Facebook Gruppe gucken oder Ihr besucht einen der beiden Blogs oder sogar beide.

Der Welttag des Buches heißt eigentlich „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ und wurde von der UNESCO im Jahr 1995 das erste Mal eingerichtet. Er findet immer am 23. April statt und gilt als Aktionstag fürs Lesen, für Bücher, für Kultur des geschriebenen Wortes und für die Rechte ihrer Autoren.

Zum Welttag des Buches kommt jährlich ein Titel im Rahmen der Initiative „Ich schenk dir eine Geschichte“ heraus, den Lesebegeisterte sich als Geschenkbuch mit entsprechendem Gutschein bei teilnehmenden Buchhandlungen abholen können. Ziel ist es, Kinder zum Lesen zu begeistern und ihre Lesekompetenz zu stärken.

Ich wünsche Euch jetzt viel Spaß beim Nähen und würde mich freuen, Eure Werke zu sehen.

Programm für den 23. April 2021:

13.00 Uhr – Podcast Buchgeplauder mit Heike und Manuela

14.30 Uhr – DIY Buchhülle mit Nadine

16.00 Uhr – Buchvorstellung Verlorene Engel

19.30 Uhr – Krimidinner Mord in Richman Hall

Bookblogger support locals – Interview mit dem Inhaber der Buchhandlung Musial in Recklinghausen

Karin von Lesestrickeule hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen und zwar „Bookblogger support locals“. Wie der Name schon sagt, wollen wir die Buchhändler vor Ort stärken und ein wenig Werbung machen, damit wieder mehr Leute statt beim bösen A*** lieber beim kleinen Buchhändler nebenan einkaufen. Da ich überwiegend E-Books lese, habe ich meinen favorisierten Buchhändler erst vor kurzem gefunden. Er hat sich bereit erklärt mir einige Fragen zu beantworten.

Die Buchhandlung Musial gibt es bereits seit 1990 und wurde von der Mutter des aktuellen Inhabers eröffnet. Sie befindet sich in der Heilige-Geist-Str. 3, also mitten in der Innenstadt von Recklinghausen. Ich mag nicht nur gerne, dass hier auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz geachtet wird (den ersten umweltfreundlichen Kassenbon habe ich tatsächlich hier erhalten), sondern auch, dass man Bücher per Mail bestellen kann und meistens am nächsten Tag im Laden abholen kann oder sogar geliefert bekommt, natürlich mit dem Rad.

Buchhandlung Musial

Kunterbunte Bücherreisen (KB): Hallo Herr Musial. Erst einmal vielen Dank, dass Sie sich für das Interview zur Verfügung stellen.

Im letzten Frühjahr hat uns alle Corona ziemlich überrascht. Konnten Sie feststellen, dass wieder mehr Menschen Bücher lesen oder hat sich das bei Ihnen nicht wirklich bemerkbar gemacht? Ich hoffe ja sehr, dass wieder mehr Menschen zum besten Hobby der Welt finden.

Patrick Musial (PM): Zunächst einmal vielen Dank für die lobenden Worte, es freut mich, dass auch unser Bestreben für Nachhaltigkeit nicht nur im privaten, sondern auch im geschäftlichen Bereich wahrgenommen wird.

Ja, wir haben schon deutlich gespürt, dass für die Menschen viele andere Freizeitaktivitäten und Kulturangebote weggefallen sind. Diese Lücken konnten dann unter anderem mit dem Lesen gefüllt werden. Besonders deutlich war das bei Kindern und Jugendlichen zu spüren. Für diejenigen, die eh schon viel und gern gelesen haben, war das eine Gelegenheit, noch mehr Zeit mit Büchern zu verbringen, andere haben das Lesen wieder- oder neuentdeckt, auch Erwachsene. Ein besonderes Phänomen war die Nachfrage nach Klassikern – wer immer schon mal „Krieg und Frieden“ oder „Moby Dick“ lesen wollte, hatte nun Zeit dafür. Andere hatten und haben das Bedürfnis, durch das Eintauchen in Geschichten für eine Zeit den teilweise belastenden Alltag eine Weile ausklammern zu können. Auch das ist ja mit Büchern möglich, zur Ruhe zu kommen und sich auch einmal mit anderen Themen zu beschäftigen, als mit denen, die uns in den letzten zwölf Monaten unentwegt beschäftigt haben.

KB: Ich selber lese meist E-Books, weil ich auch unterwegs die Möglichkeit haben möchte ohne große Schlepperei zu lesen. Dazu kommt, dass ich sehr oft dicke Bücher lese, die man nicht einfach so im Handtäschchen mit sich rum tragen kann. Haben Sie bei Ihrer Kundschaft bemerkt, ob im Laufe der Zeit vermehrt E-Books gelesen werden oder kaufen Ihre Kunden nachwievor lieber Papierbücher?

PM:  Tatsächlich lese auch ich sehr gern E-Books, eben weil es unterwegs praktisch ist und ich zudem die Schriftgröße verändern kann, zudem erhalten wir viele Vorab-Exemplare (Leseexemplare) vor dem Erscheinen in elektronischer Form. Vor fünfzehn Jahren gab es Prognosen, dass im Jahr 2020 etwa 50% der Bücher als E-Books gelesen werden würden. Das ist so nicht eingetroffen, der Marktanteil betrug auch 2020 – in diesem besonderen Jahr – nur ca. 5,9%. Es ist nicht gelungen, durch E-Reader neue Leserinnen und Leser zu gewinnen – der Reader wird eher von Viel-Leserinnen und Viel-Lesern genutzt. Viele Bücher werden als Präsent erworben und E-Books lassen sich nicht gut verschenken. Und ein wirklich schönes, gut gestaltetes gedrucktes Buch in der Hand zu halten ist ja auch ein haptisches Vergnügen. Die in Deutschland angebotenen Bücher zeichnen sich durchweg durch eine hervorragende Herstellungsqualität aus – hier hat das E-Book einen positiven Effekt, denn in der Konkurrenz muss sich das physische Buch behaupten können.  Viele Entscheidungen für ein bestimmtes Buch finden tatsächlich auch spontan in der Buchhandlung statt, da lässt man sich gern inspirieren, nimmt ein Buch in die Hand, fühlt vielleicht die Prägung auf dem Einband, liest ein paar Seiten, empfindet das Schriftbild als angenehm – all das lässt sich in elektronischer Form so nicht erleben. Daher bin ich nicht bang vor dem E-Book – das ist eine tolle Ergänzung, wird aber das gedruckte Buch so schnell nicht verdrängen.

KB: Gerade bei einer kleinen Buchhandlung wie Ihrer muss man ja genau auswählen, welche Bücher man als Verkaufsware auslegt. Wie entscheiden sie denn, welche Bücher im Laden liegen dürfen?

PM: Man nennt unsere Art des Handels mit Büchern auch den „Sortimentsbuchhandel“, da steckt das Wort „sortieren“ drin. Wir wählen also aus der Vielzahl an Neuerscheinungen aus und stellen ein Sortiment zusammen.  Das ist ein langer und sehr sorgfältiger Prozess, in dem wir die Verlagsprogramme sichten, das im Team diskutieren, unsere Erfahrungen nach dem Lesen der Lese-Exemplare austauschen und natürlich auch im Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern ausgesuchter Verlage stehen, die die Buchhandlung lange kennen und uns wertvolle Hinweise geben. Die raten auch durchaus mal ab von einem Titel. Eines meiner Kriterien ist: Fällt mir für dieses oder jenes Buch sofort jemand ein, der oder dem ich es empfehlen kann? Wir kennen viele der Menschen, die zu uns kommen, schon sehr lang und wissen, welches Buch zu wem passt. Hat man beim Lesen sofort eine Idee dazu, dann ist das ein gutes Zeichen. Und dann reagieren wir natürlich auch kurzfristig, manchmal gerät etwas in den Fokus, das wir nicht im Blick hatten – bei etwa 90.000 Neuerscheinungen ist das ja auch nicht zu 100% möglich. Dank der tollen Logistik im Buchhandel können wir da aber schnell handeln. Und wir lassen uns auch gern von Kundinnen und Kunden etwas empfehlen.

KB: Als ich das erste Mal bei Ihnen ein Buch vorbestellt habe, hat es mich total beeindruckt, dass sie gerne eine meiner Lieblingsautorinnen lesen und den Aufkleber vom Buch geknibbelt haben, denn Aufkleber auf Büchern kann ich überhaupt nicht leiden. Dass Sie Ulrike Renk mögen, habe ich also schon heraus gefunden. Welche Genres mögen Sie denn noch? Und welche Autoren können Sie empfehlen? Können Sie ein Buch als absoluten Geheimtipp empfehlen?

PM: Ulrike Renk hat uns tatsächlich eine Leserin empfohlen. Ich gebe gern zu, dass mich da die Cover nicht so ansprechen – und dann kam jemand und sagte: „Probieren Sie das mal, ist wirklich gut!“. Und beim Lesen der ersten Seiten von „Jahr der Schwalben“ hat es mich sofort in die Geschichte gezogen. Das ist sehr gut erzählte Unterhaltungsliteratur, und ich meine „Unterhaltungsliteratur“ in keiner Weise abwertend, was spricht dagegen? Das kann ich guten Gewissens empfehlen. Tatsächlich bin ich, was Genres angeht, nicht festgelegt. Ich schaue auch bei Vorabexemplaren nie auf den Klappentext, sondern beginne zu lesen und schaue, was da passiert. Das können Romane sein, auch solche, die durchaus konzentriertes Lesen erfordern, oder auch tolle Sachbücher, selbst zu Themen, zu denen ich sonst wenig Bezug habe. Ein Geheimtipp sind für mich die Kriminalromane von Thomas Mullen, die im Atlanta der 1950er Jahre spielen, Autorinnen und Autoren von denen ich alles lese, sind Alex Capus, Annie Ernaux und Iris Wolff. Ein toller Tipp, den ich von Antje Deistler bekommen habe, war „Marzahn mon Amour“ von Katja Oskamp. Die Entdeckung des letzten Jahres war für mich „Offene See“ von Benjamin Myers – aus meiner Sicht ein perfekter Roman, auch dank der guten Übersetzung. Hach, ich könnte jetzt noch sehr, sehr viele Titel nennen, es ist wirklich ein großes Glück, von so vielen tollen Büchern umgeben zu sein.

Verkaufsraum Buchhandlung Musial

KB: Während des Lockdowns gehörten Sie ja zu den Läden, die nicht öffnen durften. Ich fand es toll, dass Sie sich relativ schnell Alternativen überlegt haben um trotz allem für Ihre Kunden da zu sein. Nicht nur die Auslieferung nach Hause fällt mir da ein, sondern auch noch Idee mit der Stöbertasche. Möchten Sie uns erzählen, was die Idee dahinter ist und wie es abläuft? Wird die Aktion trotz Öffnung weiter laufen?

PM: Wir hatten die ganze Zeit durchgängig geöffnet, wenn auch phasenweise hinter geschlossenen Türen. Wir haben seit Anfang Februar 2020 das Infektionsgeschehen im Blick behalten und schon sehr früh vor dem ersten Lockdown intensiv kommuniziert, dass wir weiter aktiv bleiben und selbstverständlich auch nach Hause liefern, mit unserem Transport-E-Bike, mit dem wir bis zu 100 Kilo Bücher bewegen können.

Patrick Musial mit seinem E-Bike
Patrick Musial © André Chrost

Da wir ja unabhängig sind, sind wir flexibel und können auch mal spontan eine Idee umsetzen, wie die Stöbertasche. Die Menschen haben es während des langen Lockdowns sehr vermisst, bei uns im Laden zu stöbern und auch mal ein Buch in die Hand zu nehmen und zu blättern. Wir haben uns wiederum sehr konsequent an alle Regeln gehalten und den Wunsch, den Laden zu betreten, nicht erfüllen können und zugleich war es uns unangenehm, Menschen an der Tür „abweisen“ zu müssen.

So entstand dann spontan die Idee der Stöbertasche. Wir haben Bücher ausgewählt, diese in eine Stofftasche gepackt, welche dann kontaktlos bei uns abgeholt werden konnte. Die Leserinnen und Leser konnten sich dann bei gutem Wetter irgendwo in unserer sehr schönen Altstadt einen sonnigen Ort suchen und dort in Ruhe die Bücher in Augenschein nehmen und auch mal ein paar Seiten lesen. Die Rückgabe erfolgte ebenfalls kontaktlos, minus der eventuell ausgesuchten Bücher, für die wir dann eine Rechnung per Mail geschickt haben. Das war ein pandemiekonformer Weg, das Stöbern möglich zu machen und ist gut angekommen.

Wir behalten dies auch jetzt bei geöffneten Türen bei, zumal wir die Idee erweitern werden und prominente Buchmenschen eingeladen haben, eine solche Stöbertasche zu kuratieren. Jo Lendle, der Verleger des Hanser Verlages, ist der erste, dessen persönliche Empfehlungen wir auf diese Art präsentieren.

KB: Sie bieten ja noch andere Aktionen an, sofern keine Corona-Einschränkungen bestehen. Ich habe selber eben erst entdeckt, dass es auch so etwas wie „Dinner in der Buchhandlung“ gibt und eine Stöberstunde. Bitten erzählen Sie uns doch mehr darüber.

PM: Auch die Idee des Dinners in der Buchhandlung entstand spontan. Im Gewölbekeller unter unserer Buchhandlung gibt es ein tolles Restaurant, die „17achtzig Foodbar“. Bei denen gab es 2018 eine Anfrage für eine Weihnachtsfeier von Menschen, die bei uns auch Bücher kaufen. Im Restaurant war der Termin nicht mehr frei, also hatten wir alle gemeinsam die Idee, dass die Weihnachtsfeier ja auch bei uns in der Buchhandlung stattfinden könnte. Und so wurde dann eine lange Tafel für über 20 Gäste eingerichtet. Seitdem gibt es die Möglichkeit, statt im Restaurant im Gewölbe auch eine Etage höher einen Tisch zu reservieren oder die Buchhandlung für eine private Feier zu buchen. In der Pandemie war das natürlich auch eine tolle Möglichkeit für das Restaurant, die Platzkapazitäten zu erweitern, da hatten wir fast jeden Abend Buchungen.

Selbstverständlich bieten wir auch die Möglichkeiten des „personal shopping“, wer mag kann vor oder nach Ladenöffnung die Buchhandlung für sich allein besuchen und in Ruhe schauen und auswählen. Wir halten uns dann im Hintergrund und verschwinden ins Büro, stehen aber natürlich auch gerne für eine Beratung zu Verfügung.

Auch kleine Gruppen haben bei uns die Möglichkeit zum „Buchgenuss nach Ladenschluss“.

Innenraum Buchhandlung Musial

KB: Mein Mann mag gerne ausgefallene Bücher, z. B. von H.P. Lovecraft, Clark Ashton Smith oder extreme Horrorliteratur, wie z. B. aus dem Festa-Verlag. Er hatte öfter das
Gefühl, dass der Buchhandel vor Ort nicht gewillt war  bestimmte ausgefallene Bücher (wenn auch Klassiker z. B. Marquis de Sade) oder aber Bücher von Aleister Crowley oder Anton LaVey zu bestellen. Ist dies eine subjektive Sicht oder zeigt Ihnen Ihre Erfahrung ebenfalls, dass dies bei anderen Buchhandlungen so ist?

PM: Wenn es in einer Buchhandlung eine Abwehrhaltung gegenüber bestimmten Genres gibt, so kann ich das nicht nachvollziehen. Das einzige, was bei uns nicht in die Papiertüte kommt, sind Bücher „rechts außerhalb des demokratischen Spektrums“.

Ein gewisses Verständnis habe ich, wenn es sich um Verlage handelt, die Ihre Konditionen so gestalten, dass wir mit das Buch nicht kostendeckend anbieten können. Aufgrund der Buchpreisbindung dürfen wir nur den vom Verlag festgesetzten Preis nehmen – und wenn Einkaufspreis plus Porto darüber liegen, ist das schon unangenehm. Ich kann aber versprechen, dass wir jeden Einzelfall anschauen und gern alles möglich machen, was möglich ist – mir macht es durchaus Spaß, auch „schwierige Fälle“ zu lösen, das sehe ich auch als unsere Aufgabe an.

KB: Noch eine letzte Frage: Sind Sie Buchmessengänger? Oder ist dies mehr oder weniger ein Muss für Buchhändler um sich auf dem Laufenden zu halten oder Kontakte zu knüpfen (oder um einfach Spaß zu haben ;-))?

PM: Oh ja, ich gehe gerne auf Buchmessen! Den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bereichen der Branche empfinde ich immer als große Bereicherung – und die Messen sind da eine tolle Gelegenheit. Häufig bin ich dort auch selbst aktiv, in Gremien oder als Referent. Eine tolle Erfahrung war eine Podiumsdiskussion mit Buchhänderinnen aus den USA, Großbritannien und Frankreich, bei der ich den unabhängigen Buchhandel in Deutschland vertreten durfte.

Auch wenn wir auf der Messe nicht wirklich Einkaufsgespräche mit den Verlagen führen – sie sind ein guter Ort, um Neues zu entdecken und Inspiration zu finden.

Ich freue mich sehr darauf, wieder eine Messe zu besuchen. Und wir sind sehr glücklich, nun wieder Gäste in der Buchhandlung begrüßen zu dürfen. Dass Bücher nun zu den „Gütern des täglichen Bedarfs“ zählen und wir in NRW zumindest von weiteren Schließungen nicht mehr betroffen sein werden, ist ein Privileg, mit dem wir sehr verantwortungsvoll umgehen werden.

Diese Buchhandlung ist ein Ort der Begegnung, der nicht allein durch Bücher, sondern vor allem durch die Menschen, die zu uns kommen, lebendig wird.

Wenn ihr in Recklinghausen und Umgebung wohnt oder mal dort unterwegs seid, guckt auf jeden Fall mal bei der Buchhandlung Musial vorbei. Es ist nicht nur total gemütlich dort, sondern Personal und Inhaber sind sehr nett und hilfsbereit.

Hier noch mal alle wichtigen Infos:

Buchhandlung Musial

Heilige-Geist-Str. 3

45657 Recklinghausen

www.buchhandlung-recklinghausen.de

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 10 bis 18 Uhr

Folgende Blogs haben ebenfalls an der Aktion teilgenommen:

Lesestrickeule

VeraLitera

LESEND_DURCHS_LEBEN

Daniela Schneiderheinze

Leipziger Mama

Frau Goehte liest

Recensio Online

Duchess of marvellous books

Lilis Lesemomente

Mord im idyllischen St-Peter-Ording

Ich habe wirklich lange keinen Krimi mehr gelesen und als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour des ersten Buches von Svea Jensen mitmachen möchte, musste ich einfach zusagen. Schon der Klappentext hat mich total angesprochen. „Nordwesttod“ ist der erste Teil einer neuen Reihe. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint schon im Mai 2021.

Hendrik Norberg hat sich nach St. Peter-Ording versetzen lassen, weil seine Frau verstorben ist und er sich mehr um seine beiden Jungs kümmern möchte. Er wird dort der neue Dienststellenleiter der Polizeistation und trifft auf Anna Wagner, die nach ihrer Scheidung nach St. Peter Ording versetzt wurde. Der erste Fall scheint erst mal gar kein erster Fall zu sein. Die junge Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nicht aus dem Urlaub zurück gekehrt und wird eigentlich nur von ihren Kollegen vermisst. Sie ist ein stiller und zurückhaltender Typ, der nichts aus dem Privatleben erzählt, daher sind die Ermittlungen nicht ganz so einfach für das neue Team.

Direkt mit dem Prolog steigt man auch in das Geschehen ein. Obwohl es in dem Buch mehrere Tote gibt, ist es nicht blutrünstig geschrieben, eher gemächlich und entspannt. Ich habe sogar zeitweise fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt. Sowas gefällt mir wirklich gut, denn viele Krimis oder Thriller sind nur auf die Ermittlungen fokussiert, was auch Spaß machen kann, mich aber auf Dauer nicht glücklich macht. Hier wird einiges an Drumherum zu den Haupt- und Nebencharakteren erzählt, so dass man sie gut kennenlernen kann. Gleichzeitig ist diese Hintergrundinformation natürlich die perfekte Grundlage um eine mehrteilige Reihe aufzubauen. Obwohl viele Personen vorkommen, wird es nicht unübersichtlich, weil jeder von den Charakteren behutsam eingeführt wird und nicht zu viele Infos auf einmal erzählt werden, die dazu noch gut dosiert preis gegeben werden. Sehr oft geschieht dies in Rückblicken. Mir hat diese Vorgehensweise richtig gut gefallen. Liebevolle kleine Details machen das Buch zu einem herzerwärmenden Leseerlebnis, das man nicht so schnell beenden möchte. Um die Spannung zu erhalten, wurden kurze Kapitel gewählt, die immer wieder an verschiedenen Schauplätzen spielen.

Aufgrund der Beschreibungen der verschiedenen Orte hatte ich leider ich das ganze Buch über Meerweh, das auch noch eine ganze Weile angehalten hat. St. Peter-Ording kenne ich nicht, aber ich glaube, dass ich es demnächst kennen lernen möchte, denn es klingt nach Ruhe, Erholung und ursprünglicher Natur.  

Wenn ihr es mögt, nicht durch ein Buch zu jagen, sondern gemächlich hindurch zu gehen und zu genießen, kann ich euch das Buch sehr ans Herz legen. Eine Leseprobe findet ihr hier. Das Buch wurde auch als Hörbuch mit Julia Nachtmann als Sprecherin vertont.  

Sonnenuntergang am Wattenmeer in St. Peter-Ording
Bild von Poochy auf Pixabay

Ein wichtiges Thema des Buches ist das Thema Umweltschutz, denn Nina Brechtmann ist nicht nur Umweltaktivistin, sondern auch die Tochter einer Hoteliersfamilie. Wie man sich vorstellen kann, ist dies keine einfache Situation für alle Beteiligten.

In St. Peter-Ording gibt es eine Organisation mit dem Namen „Schutzstation Wattenmeer“. Diese Organisation betreut den Nationalpark Wattenmeer, kümmert sich unter anderem um die Dünen und um weitere Forschungs- und Naturschutzaufgaben. Die Nationalparks Wattenmeer, die unter anderem auch in Niedersachsen und Hamburg bestehen, schützen die Natur vor menschlicher Nutzung und ermöglichen Naturerlebnisse für die Besucher.

In St. Peter-Ording kommt ein Großteil des Umsatzes aus dem Tourismus, das bedeutet, dass ein stabiles Gleichgewicht zwischen Umweltschutz und Tourismus geschaffen werden muss. Um dies zu gewährleisten, wurde bereits im Jahr 1999 ein „Bescheid zur Sondernutzung des Meeresstrandes“ zwischen der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde St. Peter-Ording abgeschlossen. Dieser wurde im Oktober 2020 erneuert und regelt beispielsweise das Befahren des Strandes mit Autos, das Parken oder Bohlenwege für Fahrräder, da dies sowohl durch das Nationalparkgesetz als auch durch das Landesnaturschutzgesetz ausgeschlossen wird. Aus diesem Grund wurden diese Sonderregelungen als Kompromiss getroffen.

Grundsätzlich können die Touristen auch ihren Beitrag zum Umweltschutz in St. Peter-Ording leisten, indem sie sich nachhaltig innerhalb des Ortes fortbewegen, beispielsweise per ÖPNV, per Rad oder zu Fuß und nach nachhaltigen Hotelangeboten Ausschau halten. Dies ist vielleicht etwas teurer, aber es erhält St. Peter-Ording als lebenswerten Ort für die Anwohner und als liebenswerten Ort für Touristen.  Jeder kann seinen Teil dazu beitragen.

Autorenfoto von Svea Jensen
Svea Jensen ©Maya Meiners fotografie

Informationen zum Buch *Werbung*

Seiten: 416 Seiten

Verlag: HarperCollins

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2021

ISBN: 978-3749900039

Preis: 12,00 € (Taschenbuch)

Die Blogtour hat folgende Stationen:

16.02.2021 Frau Goethe liest

17.02.2021 Lesenswertes aus dem Bücherhaus

18.02.2021 Janakas Buchblog

19.02.2021 Krimi und Keks

20.02.2021 Kunterbunte Bücherreisen

21.02.2021 Susannes Bücherwelt

22.02.2021 Eulenmatz liest

Motto Challenge 2021

Auf Streifis Bücherkiste habe ich gesehen, dass Steffis Bücherhöhle eine Motto Challenge ausrichtet. Da 2021 irgendwie das Jahr der Bücherchallenges für mich ist, möchte ich gerne mitmachen.

Hier sind die Regeln:

– Steffi gibt für jeden Monat ein Motto vor, zu dem man Bücher lesen soll, vorzugsweise natürlich vom SuB, damit der nicht über den Kopf wächst

– Es zählen keine Mangas und Kochbücher

– Rezensionen zu den gelesenen Büchern sind KEINE Pflicht!

– Ihr könnt die Challenge ganz ungezwungen verfolgen, oder aber auch eine Challengeseite erstellen und dort eure gelesenen Bücher auflisten. In dem Fall würde ich euch um den Link bitten, da man ja doch neugierig ist, was die anderen so lesen 😉

– Ihr könnt euch gerne in die Facebookgruppe einklinken, ich bin vorhin dort beigetreten

– Einsteigen ist jederzeit möglich! Ihr könnt allerdings nicht die Bücher der Vormonate mitzählen. Es gelten die Bücher ab dem Monat, in dem ihr mitmacht. Wenn ihr also z. B. Mitte April einsteigt, gelten die Bücher vom gesamten April (solange sie zum Motto passen)

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Januar Motto:

„Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune“ (J.W.v. Goethe)

Lies ein Buch, das du geschenkt bekommen hast.

1. Rendezvous mit einem Oktopus – Sy Montgomery

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Februar Motto:

Faschingszeit

Lies ein Buch, das eine schöne Verkleidung (ein schönes Cover) hat.