Töchter der Speicherstadt – Das Versprechen von Glück von Anja Marschall

Das war er jetzt, der letzte Teil der Kaffee-Saga von Anja Marschall. Ich muss sagen, dass ich die Familie Behmer in diesen drei Teilen sehr liebgewonnen habe und jetzt wirklich traurig bin, dass es vorbei ist. Wenn du die Reihe noch nicht kennst, solltest du jetzt zuschlagen und alle drei Bücher nacheinander lesen.  

Anna, Cläres Tochter, hat so gar nichts mit der Firma Behmer & Ehmke am Hut. Sie möchte lieber ein Kunststudium machen. Als sie auch noch den Musiker Hans Kanther kennen lernt und mit ihm in die USA durchbrennen will, überredet Cläre sie, den Vorzeigschwiegersohn Joost van der Vehlen zu heiraten. Er ist nach Cläres Aussage nicht nur gut für Anna, sondern auch fürs Geschäft. Doch Anna fühlt sich zunehmend leer und einsam und die Firma der Familie ist erneut in Gefahr.  

Ach, es war so schön, Cläre und Kurt als Ehepaar zu treffen und ihre tiefe Verbundenheit zu erleben, gerade weil ich das nach dem zweiten Teil so gar nicht erwartete hatte. Anna kommt zunächst genau nach ihrer Mutter und Großmutter, man könnte auch fast sagen, dass sich die Geschichte wiederholt, aber am Ende unterscheidet sich das Leben der Behmer-Frauen dann doch.  

Jost van der Vehlen war mir durch und durch unsympathisch. Nicht nur, dass er ein notorischer Fremdgänger ist, er ist auch noch ein Lebemann, völlig engstirnig und spießig und interessiert sich kein bisschen für seine Frau und deren gemeinsamer Tochter Frieda. Eine bedeutende Rolle in diesem Teil spielt auch Cläres Ex-Verlobter Herbert Staller, den man bereits aus dem zweiten Teil kennt.  

Das Buch erzählt gut 30 Jahre aus der Geschichte der Behmers, die mit dem Berliner Mauerfall endet. Anja Marschall hat auch hier nicht an historischen Ereignissen gespart: Vom Mauerbau in Berlin, zur großen Sturmflut in Hamburg im Jahr 1962, zum erschossenen Hauptmann Rudi Arnstadt und der Jugend der 60er und der 80er ist hier alles perfekt in die Geschichte eingewoben.  

Ein paar Tränchen sind bei mir auch geflossen, teils vor Traurigkeit, teils vor Rührung, aber auch vor Freude. Am Ende hat die Zufriedenheit über diese wunderschön erzählte Reihe über die Frauen der Behmer Familie überwogen.  

In Teil eins waren Kaffee und Kaffeehandel eins der Herzstücke der Reihe, im zweiten Teil hat dies weiter abgenommen und im dritten Teil spielen die beiden Themen nur noch eine untergeordnete, aber trotz allem tragende Rolle. Durch die Lektüre der drei Bücher habe ich jedenfalls gelernt darauf zu achten, guten Kaffee zu trinken statt günstigen oder dem, der gerade da ist.  

Ich kann dir die Reihe mit gutem Gewissen empfehlen, wenn du fiktive Familiengeschichten magst, die insgesamt ein Jahrhundert umfassen und deren liebenswerte Charaktere dich zu einem Teil des Buches werden lassen.  

Das Buch wurde mir vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich.  


Folgende Teile beinhaltet die Reihe: 

Töchter der Speicherstadt – Der Duft von Kaffeeblüten 

Töchter der Speicherstadt – Der Geschmack von Freiheit 

Töchter der Speicherstadt – Das Versprechen von Glück 


*Werbung* 

Seiten: 464 

Herausgeber: Piper Taschenbuch 

Erscheinungstermin: 28. Juli 2022 

ISBN: ‎ 978-3492317238 




Über die Autorin (Quelle: Piper Verlag): 

Die gebürtige Hamburgerin Anja Marschall lebt als Autorin und Journalistin mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein. Vor ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete sie als Erzieherin, Pressereferentin, Lokaljournalistin, EU-Projektleitung in der Sozialforschung, war Apfelpflückerin in Israel, Zimmermädchen in einem Londoner Luxushotel und Kioskverkäuferin an den Hamburger Landungsbrücken. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern eV“ und des „Syndikats“ sowie der Mary-E-Braddon-Gesellschaft. 

Töchter der Speicherstadt - Das Versprechen von Glück von Anja Marschall
© Frauke Ibs 

Interview und Kurzlesung: Ulf Schiewe – Die Mission des Kreuzritters

Im April habe ich dir „Die Mission des Kreuzritters“ von Ulf Schiewe bereits im Rahmen der Blogtour zur Nominierung für den HOMER Literaturpreis vorgestellt.

Nun freue ich mich sehr, dir mein Interview mit ihm zeigen zu dürfen. Ich war, wie man direkt am Anfang bemerkt, total aufgeregt. Das hat sich aber im Laufe des Interviews gelegt, weil Ulf ein sehr interessanter und entspannter Gesprächspartner ist. Wir haben nicht nur über das nominierte Buch gesprochen, sondern über die gesamte Montalban-Reihe und auch ein wenig Privates über Ulf besprochen.

Interview mit Ulf Schiewe

Patricia von nichtohnebuch hat heute ein Interview mit Ana Pawlik zu ihrem Debütroman „In den Klauen der Macht“ für dich. Sieh dich gerne mal auf ihrem Blog um.

Außerdem kannst du auch noch beiden Autoren bei einer Kurzlesung aus ihren nominierten Büchern lauschen. Die Videos werden entprechend hier aufgelisteten Reihenfolge heute um 15 Uhr und um 15:30 Uhr bei YouTube frei geschaltet.

Kurzlesung Ulf Schiewe aus „Die Mission des Kreuzritters“

Kurzlesung Ana Pawlik aus „In den Klauen der Macht“

Weitere Kurzlesungen der für den HOMER Literaturpreis nominierten Autoren findest du ebenfalls bei YouTube. Es lohnt sich auf jeden Fall, dort mal rein zu gucken.

Buch Snack # 3 „Der Prinz im Labyrinth“ von Charlotte Fondraz

Heute habe ich einen Buch Snack für dich, der vor 3.600 Jahren spielt und die griechische Minotaurus-Sage erzählt.

Vielen Dank an Charlotte Fondraz für die großartige Vorbereitung der Folge.



Klappentext (Quelle: Amazon):

Die griechische Minotaurus-Sage als Krimi modern erzählt Vor 3600 Jahren regiert eine Königin über Kreta. Eines Morgens liegt ihr junger Sohn tot in seinem Gemach. Am Vorabend hatte er sich mit Theseus, Sohn des Königs von Athen, gestritten. Nun hat Theseus offenbar in aller Eile die Insel verlassen. Daidalos, der Berater der Königin, soll den Mord aufklären. Doch kaum spürt er seiner ersten Fährte nach, da gerät er selbst unter Verdacht. Ein spannender Krimi für alle, die griechische Heldensagen aus einem modernen Blickwinkel kennenlernen möchten. Finde mit Daidalos heraus, wer den kretischen Prinzen getötet hat, der heute noch als Minotaurus bekannt ist! Charlotte Fondraz schreibt spannend, man spürt ihre wissenschaftlich fundierten Kenntnisse über die Zeit, die Geschichte und den Mythos. http://www.renas-wortwelt.de Textprobe: Ein Scheppern hallte durch den Saal, Daidalos zuckte zusammen. Theseus‘ Becher lag zerbrochen auf dem Boden, aber anstatt die Augen auf die Scherben zu senken, starrte er Prinz Asterion direkt an. So ein Dummkopf. Asterion stand breitbeinig da, mit erhobenem Becher. Offenbar hatte er von seiner Ernennung zum Hafenmeister gewusst, denn überrascht sah er nicht aus. „Was ist?“, fragte er Theseus. „Schmeckt dir unser Wein nicht, dass du ihn wegschüttest? Oder hast du über die Maßen davon genossen?“ „Weder noch.“ Theseus‘ prompte Antwort klang überraschend kühl und selbstsicher. Daidalos verkniff sich ein Grinsen. Gewänder raschelten. Irgendwo klirrte ein Armband. Die beiden Prinzen standen sich gegenüber wie zwei Kater, die sich lange aus dem Weg gegangen waren und nun an einer Straßenecke unerwartet aufeinandertrafen. „Weder noch?“ Asterion reckte sich, die gelben Federn seiner Krone flatterten auf. „Rede keinen Unsinn. Du solltest mir lieber gratulieren, Athener. Als Sohn eines mittelmäßigen Herrschers …“ Königin Pasiphaë fasste ihn brüsk am Arm, und er brach ab. Sie funkelte ihn an. Selbst sie erkannte, dass Asterion hier zu weit ging. „Sohn eines mittelmäßigen Herrschers?“ Theseus schlug sich mit der Faust auf die Brust, sein Pektoral klirrte. „Wenigstens kann ich getrost behaupten, dass es mein leiblicher Vater ist, der auf dem Königsthron von Athen sitzt.“

Cover "Der Prinz im Labyrinth" von Charlotte Fondraz
Cover „Der Prinz im Labyrinth“ von Charlotte Fondraz

*Werbung*

Seiten: 232

Herausgeber: BoD- Books on Demand

Erscheinungstermin: 27. Oktober 2021

ISBN: 978-3754395721




Blogtour zu Findelmädchen von Lilly Bernstein & Interview

Schon lange wollte ich “Trümmermädchen” lesen, aber irgendwie habe ich es immer wieder aus den Augen verloren. Stattdessen habe ich jetzt “Findelmädchen” gelesen und es von der ersten Seite an geliebt.  

Claire und Albert haben die Geschwister Helga und Jürgen auf der Suche nach ihrem Sohn vor einem Bunker in Köln aufgesammelt und mit nach Frankreich genommen. Dort leben die beiden nun und wissen nicht, was im 2. Weltkrieg mit ihren Eltern geschehen ist. Nach 10 Jahren des Wartens und des Hoffens bekommen sie einen Brief, in dem ihnen mitgeteilt wird, dass der Vater der beiden gefunden wurde. Sie ziehen wieder zurück nach Köln und versuchen sich in der Nachkriegszeit im noch nicht komplett wieder aufgebauten Deutschland wieder zurecht zu finden. Helga möchte nichts anderes als schreiben, aber ihr Vater weigert sich, sie aufs Gymnasium gehen zu lassen. Er meldet sie bei der Haushaltungsschule an. Während eines Praktikums muss sie in einem Waisenhaus arbeiten. Dort erlebt sie, welche schrecklichen Dinge den Kindern dort angetan werden und versucht mit allen Mitteln etwas dagegen zu tun.  

Zunächst kann ich dir sagen, dass man “Findelmädchen” auch sehr gut lesen kann, wenn man den Vorgänger nicht kennt. Die Figuren, die in “Trümmermädchen” eine Rolle spielen, werden entweder komplett neu eingeführt oder nur am Rande erwähnt. Mir hat jedenfalls keine Information über die Figuren gefehlt und die Handlung konnte ich auch komplett nachvollziehen.  

Das Buch ist aus der Perspektive von Helga geschrieben, die zunächst vom für sie nicht so einfachen Leben in Frankreich berichtet, denn dort sind Helga und Jürgen die boches, die niemand haben will. Tante Claire und Onkel Albert dagegen lieben die beiden wie eigene Kinder. Das Leben in Köln ist auch nicht viel einfacher für Helga, weil sie zunächst die Haushaltungsschule besuchen muss und dann im Waisenhaus mit ansehen muss, wie die Kinder von den Nonnen misshandelt werden. Nicht selten war ich während der Lektüre des Buches genauso verzweifelt wie Helga. 

Eine der Charaktere, die ich am meisten in mein Herz geschlossen habe, Fanny, steht stellvertretend für viele Menschen aus der im Buch beschriebenen Zeit, die ca. 10 Jahre nach dem Krieg beginnt. Fanny hat alles verloren und nach dem Krieg hart gekämpft um sich ein neues Leben genau nach ihren Wünschen zu gestalten. Ihre “MIlchbar” hätte ich samt Musik gerne mal im wahren Leben erlebt.  

Wenn du Bücher magst, die in der Nachkriegszeit spielen, die von ganz normalen Menschen erzählen und die mit viel Herz geschrieben sind, ist “FIndelmädchen” genau das richtige für dich.  

Der Beitrag gehört zur Blogtour um das Buch “Findelmädchen” von Lilly Bernstein. Bei Frau Goethe liest findest du die Schauplatzbeschreibungen. Geh gerne mal bei ihr vorbei. Sie verbindet mit Köln eigene Erinnerungen.  


 *Werbung* 

Seiten: 592 

Herausgeber: Ullstein Taschenbuch 

Erscheinungstermin: 28. Juli 2022 

ISBN: ‎ 978-3548065687 




Über die Autorin (Quelle: Ullstein Verlag): 

Lilly Bernstein ist das Pseudonym der Kölner Journalistin und Autorin Lioba Werrelmann, deren Debütroman Hinterhaus 2020 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Ihr letzter Roman, Trümmermädchen, war ein großer Presse- und Publikumserfolg. Mit Findelmädchen erzählt sie die Geschichte der Trümmerkinder weiter. 

Findelmädchen von Lilly Bernstein
© Susanne Esch


Interview mit Lilly Bernstein: 

Dein neuer Roman „Findelmädchen“ ist gut gestartet. Er ist erst vor zwei Wochen erschienen, und der Verlag druckt bereits die zweite Auflage. Wie fühlt sich das an?

Das fühlt sich wunderbar an. Der Vorgänger-Roman „Trümmermädchen“ war ja ein echter Überraschungserfolg, mit dem niemand gerechnet hatte. Während ich nun das „Findelmädchen“ schrieb, habe ich mich die ganze Zeit gefragt, ob ich die Leser:innen, die das „Trümmermädchen“ so mochten, noch einmal begeistern kann. Das ist, ehrlich gesagt, ein ziemlicher Druck, der da auf dir als Autorin lastet. Umso glücklicher bin ich jetzt, und, ja, ich bin auch sehr erleichtert.

Wie hast Du für das Buch recherchiert? Ich stelle es mir schwer vor, von Betroffenen diese Details zu erfahren.  

Ich bin erst einmal tief in die fünfziger Jahre eingetaucht. Das heißt, ich habe ganz viel über diese Zeit gelesen, auch Bücher, die damals geschrieben wurden, habe alte Filme geguckt, alte Bilder, war im Haus der Geschichte in Bonn, im Freilichtmuseum in Kommern – wo übrigens Fannys Milchbar steht -, und dann erst habe ich mit Zeitzeugen gesprochen, auch mit ehemaligen Heimkindern. Sie haben mir ganz viel über den Tagesablauf im Heim erzählt, wie alles organisiert war, wo welches Gebäude stand – das Heim hat es ja tatsächlich gegeben, ich wohne heute ganz in der Nähe. Ich wollte gerne eine Geschichte schreiben, die sich so hätte zutragen können. Die schlimmen Details habe ich nicht einzeln abgefragt, ich wollte keine alten Wunden aufreißen. Ich habe sie aus den Erinnerungen ganz vieler Heimkinder zusammen getragen, wie sie unter anderem im Abschlussbericht des Runden Tisches Heimerziehung stehen, den der Bundestag eingerichtet hatte, um diese Zeit aufzuarbeiten. Tatsächlich hat sich beinahe alles, was ich im „Findelmädchen“ erzähle, so oder ähnlich in deutschen Heimen in den fünfziger Jahren zugetragen. Aber zum Glück geht es im „Findelmädchen“ ja nicht nur um Schlimmes. Ich erzähle ja auch eine Liebesgeschichte …

Genau! Helga bekommt von Konradin, der im Haus ihrer Familie einquartiert ist, Bücher wie “Schloss Gripsholm” von Kurt Tucholski oder “Bonjour Tristesse” von Françoise Sagan geschenkt und ist total begeistert davon. Teilst Du ihre Liebe zu diesen Büchern und wenn ja, warum? 

Ja, diese Bücher liebe ich, „Bonjour Tristesse“ habe ich genau wie Helga gelesen, als ich noch sehr jung war, und konnte gar nicht glauben, dass man so schreiben kann. Und „Schloss Gripsholm“ hat mir mal jemand, den ich sehr geliebt habe, geschenkt. Er hatte eine besonders hübsche Ausgabe auf dem Flohmarkt gefunden. Ich habe sie für meine Recherchen wieder hervorgeholt und entdeckt, dass sie aus dem März 1955 stammt! Also aus genau der Zeit, in der der Roman spielt! Das Büchlein, das ich im „Findelmädchen“ beschreibe, mit dem weißen Schloss auf dem Cover, dem Blütenkranz und der Girlande, das steht also bei mir zu Hause im Bücherregal.

Wie viel von Helga steckt in Dir? Eine Gemeinsamkeit habe ich gefunden: Ihr habt beide beim WDR gearbeitet. Gibt es weitere? 

Es gibt Details, wie die Bücher, die wir beide lieben, dass wir beide von klein auf gerne schreiben, dass wir beide beim WDR arbeiten. Ansonsten ist Helga frei erfunden, ein Mädchen, das ich, als ich jünger war, gern zur Freundin gehabt hätte.

Fannys Milchbar hat es mir angetan, besonders der Rock´n´Roll. Wie bist du darauf gekommen sie so eine Bar zu eröffnen zu lassen und diese “Affenmusik” dort laufen zu lassen? Ist dies nur dieser Zeit geschuldet? 

Ich bin selber Bäckerstochter, und ich liebe Orte, an denen Köstliches hergestellt und gegessen wird, wo es gut duftet, wo die Menschen sich begegnen. Nachdem es im „Trümmermädchen“ eine kleine Bäckerei gab, musste es jetzt passend zu den Fünfzigern eine Milchbar sein. Und natürlich habe ich beim Schreiben sehr viel Musik aus der Zeit gehört und so manchen Ohrwurm behalten 😉

Wird es noch einen weiteren Teil als Nachfolger von „Trümmermädchen“ und „Findelmädchen“ geben?

Ja! Es wird einen dritten Band geben, der zu Beginn des Zweiten Weltkrieges spielt. Es wird also keine klassische Fortsetzung, aber ich überlege, einzelne Figuren wieder auftauchen zu lassen – dann in einer jüngeren Version.

Warum hast Du Dich entschieden unter Pseudonym zu schreiben? 

Ich hatte schon einen preisgekrönten Krimi, einen Roman und ein Sachbuch geschrieben, das „Trümmermädchen“ war mein erster historischer Roman, und weil es ein ganz anderes Genre war, haben wir uns für ein Pseudonym entschieden. Das machen viele Autor:innen, wenn sie das Genre wechseln. In meinem Fall ist es ja auch ein offenes Pseudonym, das heißt, es ist klar, wer dahinter steckt.

War es schwierig für Dich vom faktenbezogenen Schreiben für die journalistischen Tätigkeiten zum Schreiben von Romanen umzustellen?  

Als ich mich endlich getraut habe, war es ganz leicht. Vorher habe ich mir viele Gedanken gemacht, ob ich das kann. Heute wünschte ich, ich hätte viel früher mit dem literarischen Schreiben angefangen. Zaudern lohnt sich nicht 🙂

Darfst Du schon etwas über Dein aktuelles Projekt erzählen? 

Sehr gerne. Ich schreibe gerade an einem Krimi, der in Siebenbürgen spielt. Er erscheint im Januar, und dann auch unter meinem richtigen Namen.

Welche Genres liest Du privat am liebsten? 

Ganz ehrlich? Ich bin eine Krimi-Leserin. Ich verschlinge sie.


Weitere Beiträge zu Blogtour findest du hier:







Buchsnack # 1: „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert

Vor zwei Wochen habe ich dir bereits „Die Aufrechte“ von Claudius Crönert vorgestellt.

Ich habe mir jetzt etwas ganz Neues für meinen Podcast ausgedacht: Es wird ab sofort in unregelmäßigen Abständen #buchsnacks geben. Und zwar wird dir der Autor bzw. die Autorin ein paar Minuten aus seinem aktuellen Buch vorlesen um dir einen kurzen Einblick zu geben, wie er bzw. sie schreibt.

Claudius Crönert macht also den Anfang.

Klappentext (Quelle: Gmeiner Verlag):

»Sie hing nun einmal an diesem Mann, sie liebte ihn so sehr. Und dennoch hinterging sie ihn. Halblaut rief sie sich eine bittere Wahrheit in Erinnerung. Dass ihr Geliebter einer der engsten Mitarbeiter des Führers war. Sie versuchte, ihre Gedanken zu Ende zu führen und musste sich der Frage stellen, wie es wirklich zwischen ihnen stand. Es war denkbar, dass er ihr doppeltes Spiel längst durchschaut hatte. Aber solange sie die Nazis bekämpfen wollte, brauchte sie ihn …«

Ein Leben zwischen Liebe und Widerstand. Die Journalistin Felicitas von Reznicek schloss sich dem Widerstand gegen das NS-Regime an – und verliebte sich in Fritz Wiedemann, einen Adjutanten Hitlers. Doch ihre Überzeugungen gab sie für ihn nicht auf.


Der Autor (Quelle: Gmeiner Verlag):

Claudius Crönert, geboren 1961, in Hamburg aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Krimis und historische Romane. Informationen über sein Werk finden Sie im Internet unter http://www.claudius-croenert.de

Die Aufrechte von Claudius Crönert
Bildrechte: Martin Kunze

Teatime mit Lilibet von Wendy Holden

Es war mal wieder Zeit für ein royales Buch. Da schien mir “Teatime mit Lilibet”, das auf dem Buch “The little princess” von Marion Crawford basiert, genau richtig.  

Marion ist Anfang 20, als sie durch einen Zufall Gouvernante der Prinzessinnen Elisabeth und Margaret wird. Ihre Mission lautet “Operation Normal”, was bedeutet, dass sie den beiden zeigen möchte, wie nicht-royale Menschen leben. Dieses Vorhaben wird immer wieder durch die Eltern, König Georg VI und der Herzogin von York Elisabeth torpediert. Insgesamt arbeitete Marion Crawford 16 Jahre für die britische Königsfamilie und hat durch ihr Buch einige Interna weitergegeben, weshalb sie von der britischen Königsfamilie nicht gerade geliebt wurde.  

Was für ein wundervolles Buch! Wendy Holden hat es verstanden, die tiefe Liebe, die Marion vor allem für Lilibet empfand, so glaubwürdig darzustellen, dass ich am liebsten selber Gouvernante der späteren Queen Elisabeth II gewesen wäre. Aber auch die mittelalterliche Welt, die wie eine Märchenwelt erscheint und in der sich das britische Königshaus vermutlich heute noch befindet, hat sich hervorragend rübergebracht.  

Eigentlich wollte Marion verarmte Kinder unterrichten, damit diese später eine richtige Chance bekommen, aber ich glaube, dass sie als Gouvernante von Elisabeth und Margaret genau am richtigen Platz war. Allein deshalb, weil es ihr so wichtig war, die Normalität der Welt den Prinzessinnen näher zu bringen.  

Das Buch strotzt nicht vor Spannung, trotzdem konnte ich einfach nicht aufhören zu lesen. Wenn du ein Faible für die britsichen Monarchen hast, wird dir “Teatime mit Liliebet” auf jeden Fall gefallen.  

Das Buch wurde mir von Netgalley und vom Ullstein Verlag zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür herzlich.  


*Werbung* 

Seiten: 528 

Herausgeber: List Hardcover 

Erscheinungstermin: 2. November 2020 

ISBN: 978-3471360279 



Über die Autorin (Quelle: Ullstein Verlag): 

Wendy Holden hat als Journalistin für The Sunday Times, Tatler und The Mail on Sunday gearbeitet, bevor sie sich dem Schreiben von Büchern zugewendet hat. Sie hat dreizehn Romane geschrieben, von denen jeder ein Bestseller in Großbritannien war. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Derbyshire. 

Teatime mit Lilibet von Wendy Holden
© Laurie Fletcher 

Mehr als die Erinnerung (Gut Mohlenberg 1) von Melanie Metzenthin

Den Namen Melanie Metzenthin habe ich schon unzählige Male im Zusammenhang mit der Serie “Die Hafenschwester” gehört. Dieser Titel hat mich bisher allerdings gar nicht angesprochen, anders als “Mehr als die Erinnerung”.  

Dr. Meinhardt, der Vater der Protagonistin Friederike von Aalen, leitet in Celle die Nervenheilanstalt Gut Mohlenberg. Als die Magd Trudi ermordet wird, gerät ziemlich schnell Friederikes Mann Bernhard, der im Krieg schwer verletzt wurde und als “schwachsinnig” gilt, unter Verdacht. Friederike ist überzeugt, dass Bernhard unschuldig ist und versucht auf eigene Faust herauszufinden, was tatsächlich passiert ist.  

Das Buch spielt vor gut 100 Jahren, um 1920 und schon der Einstieg hat mich schlucken lassen. Von der “Irrenkolonie” ist dort die Rede und die Menschen aus dem Umland heißen gar nicht gut, dass auf Gut Mohlenberg Menschen leben, die geistig beeinträchtigt sind. So ein großer Unterschied zu heute besteht also nicht, denn das Geläster und die Witze haben sich nicht viel verändert. Dr. Meinhardt führt die Anstalt so als wären die Bewohner nicht im Mindesten beeinträchtigt. Sie werden voll in den Alltag integriert und dürfen frei entscheiden, was sie tun wollen und was nicht. Ich habe mir beim Lesen gewünscht, dass dies heute auch überall der Fall ist.  

Die Autorin kommt vom Fach, sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und hat sich mit dem damaligen Wissen so ausführlich auseinandergesetzt, dass ich als Leserin das Gefühl hatte, dass sie genau weiß, wovon sie spricht. Nicht nur von der Austreibung von Hysterie ist hier die Rede, sondern auch vom Umgang mit den “Schwachsinnigen”. Wenn du schon mal etwas über das Thema gehört hast, kannst du dir vorstellen, was ich damit meine: zum Beispiel “Behandlungen” im Wasserbad, Folter etc.  

Obwohl das Thema grundsätzlich ziemlich traurig war, hat mir das Buch unglaublich gut gefallen, vor allem, weil wir im Rahmen der Leserunde bei der Büchereule sehr viele Hintergrundinfos von der Autorin bekommen haben. Das Buch war eine Mischung aus historischem Psychologieroman mit Krimianteilen.  

Wenn du dich für die menschliche Psyche und für historische Romane um das Jahr 1920 interessierst, kannst du mit “Mehr als die Erinnerung” nichts falsch machen. Es gibt noch zwei weitere Teile: “Mehr als die Finsternis” und “Mehr als die Ehre”, das am 18. Oktober 2022 erscheint.  


„Die Hafenschwester 3“: Wir treffen Trilogie Autorin Melanie Metzenthin

*Werbung* 

Seiten: 379 

Herausgeber: Tinte & Feder 

Erscheinungstermin: 14. Mai 2019 

ISBN: 978-2919804313 

Die Aufrechte von Claudius Crönert

“Die Aufrechte” ist mein erstes Buch von Claudius Crönert und hat mich vor allem aufgrund des Themas interessiert. Die historischen Hauptfiguren waren mir alle nicht bekannt, was aber bekanntlich kein Hindernisgrund dafür ist ein Buch zu lesen.  

Felicitas von Reznicek, die als Tochter von Emil Nikolaus von Reznicek (kurz: EN) und seiner Frau Berta geboren wurde, schloss sich im Jahr 1933 dem beginnenden Widerstand um Rudolf Pechel an. Als sie Fritz Wiedemann, einen Adjutanten Hitlers kennen lernt, verliebt sie sich in ihn und lebt von da an ein Leben voller Lügen.  

“Die Aufrechte” umfasst etwas mehr als 10 Jahre aus Felicitas von Rezniceks Leben. Nicht nur der Widerstand, sondern auch Ihre Liebe zu Fritz Wiedemann sowie ihre schriftstellerische Tätigkeit werden hier umfassend beleuchtet. Als Leser:in bekommt man einen Einblick in das Leben in Deutschland in den Jahren ab 1933 aus Sicht der Hauptprotagonistin. Anders als in den Romanen, die ich sonst so aus dieser Zeit kenne, wird das Thema Krieg eher beiläufig erwähnt, was wohl daran liegt, dass Felicitas von Reznicek ein besonderes Geschick dafür hatte Dinge hin zu nehmen und entsprechend zu reagieren. Zudem war sie sehr gut darin nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familie zu organisieren.  

Schon während der Lektüre habe ich festgestellt, dass Fee, wie Claudius Crönert sie das Buch über nennt, ein sehr faszinierender Charakter war. Sie stand nicht nur zu ihren Überzeugungen, sie setzte sich auch für Leute ein, die nicht von sich aus handeln konnten. Und dies alles mit einer Selbstverständlichkeit, die vielen Menschen heute schon längst abhandengekommen ist. Sie konnte sich meistens durchsetzen und hat ihre Zukunft selber in die Hand genommen. Auf der anderen Seite hat sie ihren Geliebten, Fritz Wiedemann, während der gesamten Zeit ihrer Affäre belogen und ausgehorcht und das alles für “die gute Sache”. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich eine solche Beziehung hätte führen können.  

Das Buch ist sachlich geschrieben, allerdings nicht emotionslos, so dass ich mich zwar in die Figuren hineinversetzen konnte, aber nicht ihren Gefühlen bedingungslos ausgeliefert war. Die Kriegsstimmung war ebenfalls sachlich dargestellt, so dass der Schrecken, der zu dieser Zeit herrschte, fast gar nicht an mich herangekommen ist.  

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.  

Das Buch wurde mir vom Gmeiner Verlag zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich herzlich dafür.  


*Werbung* 

Seiten: 512 

Herausgeber: Gmeiner Verlag 

Erscheinungstermin: 13. Juli 2022 

ISBN: 978-3839202470 



Über den Autor (Quelle: Gmeiner Verlag): 

Claudius Crönert, geboren 1961, in Hamburg aufgewachsen, lebt als Autor in Berlin. Er schreibt Krimis und historische Romane. Informationen über sein Werk finden Sie im Internet unter http://www.claudius-croenert.de 

Die Aufrechte von Claudius Crönert
Bildrechte: Martin Kunze 

Weitere Rezensionen zu dem Buch findest du bei:


Bedrohung für den Hamburger Kaffeehandel

Töchter der Speicherstadt: Der Geschmack von Freiheit von Anja Marschall

Der erste Teil der Kaffee-Saga war für mich eins der ersten Lesehighlights des Jahres 2022. Ich konnte es also nicht abwarten den zweiten Teil endlich in den Händen zu halten.

„Der Geschmack von Freiheit“ spielt einige Jahrzehnte nach „Der Duft nach Kaffeeblüten“. Cläre, Marias Tochter, ist mittlerweile erwachsen und mit dem Bremer Kaffeehändler Herbert Staller verlobt. Aber Cläre hat andere Pläne. Sie will nicht heiraten, sondern studieren und die Welt sehen. Als sie den charmanten und chaotischen Fritz Waltershausen kennenlernt und die Nazis immer mehr an die Macht kommen, zerschlagen sich Cläres Pläne.

Sobald ich Teil 2 der Reihe begonnen hatte, war ich direkt wieder in der Geschichte und ich habe direkt gemerkt, wie sehr mir die Figuren ans Herz gewachsen sind. Maria und Stine spielen in dem Buch eine untergeordnete Rolle, denn hier geht es um Cläres Lebensweg. Wie auch schon in Teil 1 hat auch Cläre mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Sie wäre aber nicht Marias Tochter, wenn sie nicht ihre Stärke und Sturheit geerbt hätte. Wenn du Teil 1 bereits kennst, wirst du genau wissen was ich meine.

Mir hat es auch diesmal wieder gut gefallen, dass Anja Marschall historische Begebenheiten in den Roman einfließen ließ. Nicht nur die Unterwanderung des Kaffeehandels durch die Nazis, sondern auch deren schleichende Machtübernahme und vor allem der Schritt für Schritt aufkommende Judenhass war hier ein großes Thema. Als Leserin war ich mitten drin in den Geschehnissen und konnte zusammen mit Cläre nur sprachlos zusehen, was mit Deutschland passiert. Große Gefühle, vor allem Liebe und Verzweiflung haben den Roman zu dem gemacht, was ich am liebsten mag: Ein Buch, das mich komplett in die Welt der späten 1920er Jahre entführt hat. Leider waren die gut 450 Seiten viel zu schnell vorbei. Gut, dass es noch einen dritten Teil gibt, der am 28. Juli erscheint und „Das Versprechen von Glück“ heißen wird.

Magst du Bücher, die dich die Welt  um dich herum vergessen lassen? Dann solltest du die Kaffee Saga unbedingt lesen.

Veranstaltungstipp:

Solltest du aus Hamburg und Umgebung kommen, kannst du dich freuen. Anja Marschall wird am 23. Juni 2022 um 18:30 Uhr im Kaffeemuseum Burg eine Premierenlesung halten. Weitere Infos findest du auf der Homepage des Kaffeemuseums.

*Werbung*

Seiten: 464

Herausgeber: Piper Taschenbuch

Erscheinungstermin: 28. April 2022

ISBN: 978-3492317221

Leseprobe

Homepage Autorin

Teil 1: Der Duft nach Kaffeeblüten

Teil 2: Der Geschmack nach Freiheit

Teil 3: Das Versprechen von Glück

Über die Autorin (Quelle: Piper):

Die gebürtige Hamburgerin Anja Marschall lebt als Autorin und Journalistin mit ihrer Familie in Schleswig-Holstein. Vor ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete sie als Erzieherin, Pressereferentin, Lokaljournalistin, EU-Projektleitung in der Sozialforschung, war Apfelpflückerin in Israel, Zimmermädchen in einem Londoner Luxushotel und Kioskverkäuferin an den Hamburger Landungsbrücken. Sie ist Mitglied der „Mörderischen Schwestern eV“ und des „Syndikats“ sowie der Mary-E-Braddon-Gesellschaft.

Töchter der Speicherstadt: Der Geschmack von Freiheit von Anja Marschall
© Frauke Ibs

Abenteuer im Heiligen Land [Blogtour zur HOMER Preisverleihung 2022]

Die Mission des Kreuzritters von Ulf Schiewe

Vor ungefähr zwei Jahren habe ich „Der Attentäter“ von Ulf Schiewe gelesen, in dem es um das Attentat auf Franz Ferdinand, dem Thronfolger Österreich-Ungarns, geht. Schon damals war ich von der Erzählweise des Autors begeistert und musste sein neuestes Werk „Die Mission des Kreuzritters“ unbedingt lesen, obwohl es eigentlich so gar nicht mein Thema ist.

Melisende von Jerusalem, die älteste Tochter des Königs, weigert sich den unsympathischen Comte d`Anjou zu heiraten und will mit einem kleinen Trupp zu ihrer Schwester Alice nach Antiochia fliehen. Aber es kommt alles ganz anders als erwartet, denn Melisende und ihre Leute werden überfallen, sie wird sogar als Geisel genommen. König Baudouin entsendet daraufhin Raol da Montalban um Melisende zu retten und wieder nach Hause zu holen.

Lesung aus „Die Mission des Kreuzritters“

Ich wusste gar nichts über Jerusalem zur Zeit vonKönig Baudouin und vor allem nicht über das 12. Jahrhundert, so dass ich darauf angewiesen war, dass Ulf Schiewe mir alles bis ins Kleinste erklärt, damit ich die Zusammenhänge verstehe. Das ist ihm hervorragend gelungen. Zeitweise habe ich sogar vergessen, dass ich mit dem Thema Jerusalem und vor allem mit dieser Zeit gar nicht viel anfangen kann. Im Laufe des Buches sind mir Melisende und Raol sehr ans Herz gewachsen. Die meisten Figuren im Buch sind historisch belegt, allerdings ist die Geschichte um Melisendes Ausflug und ihre Rettung fiktiv. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen, teilweise fühlte ich mich wie in einem Märchen. Ob das nun am Inhalt oder am Schreibstil oder einfach an der Kombination lag, kann ich gar nicht so genau sagen. Einen Teil dazu beigetragen hat auf jeden Fall die zarte Liebesgeschichte, die sich im Laufe des Buches zwischen Melisende und Raol entwickelt hat.  

Ich meine mich zu erinnern vor einigen Jahren „Der Bastard von Tolosa“ gelesen oder zumindest angefangen zu haben, denn der Name Raol de Montalban kam mir sehr bekannt vor. Der Bastard beinhaltet nämlich Raols Geschichte. Unbekannt war mir auch, dass „Die Mission des Kreuzritters“ der vierte Teil einer Reihe ist. Allerdings kann man, wie man an diesem Beispiel sieht, die einzelnen Teile wunderbar alleinstehend lesen. Ich werde die versäumten Teile auf jeden Fall in diesem Jahr nachholen.

Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen, selbst wenn du glaubst, dass es inhaltlich nicht dein Thema ist. Wenn du mehr über den Autor erfahren möchtest, besuche seine Homepage oder die Seite des Lübbe Verlages.

Zu der Reihe gehören folgende Bücher:

Der Bastard von Tolosa

Die Comtessa

Die Hure Babylon

Die Mission des Kreuzritters

*Werbung*

Seiten: 528

Herausgeber: Lübbe

Erscheinungsdatum: 26. November 2021

ISBN: 978-3785727591

Preis: 16,90 € (Paperback), 14,99 € (E-Book)

Über den Autor:

Ulf Schiewe wurde 1947 im Weserbergland geboren und wuchs in Münster auf. Er arbeitete lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen und lebte über zwanzig Jahre im Ausland, unter anderem in der französischen Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war Ulf Schiewe ein begeisterter Leser, zum Schreiben fand er mit Ende 50.

© björn marquart (www. fotomarquart.de)

Infos zur Blogtour:

26. April 2022: Angeliques Leseecke (Verrat in Colonia – Maria W. Peter)

28. April 2022: Carmens Bücherkabinett (Sie nannten ihn Cid – Mac P. Lorne)

30. April 2022: Kunterbunte Bücherreisen (Die Mission des Kreuzritters – Ulf Schiewe)

3. Mai 2022: Svanvithe (Krone des Himmels – Juliane Stadler)

5. Mai 2022: Nicht ohne Buch (In den Klauen der Macht – Ana Pawlik)

7. Mai 2022: Ullas Leseecke (Die Rache des Lombarden – Petra Schier)

10. Mai 2022: Frau Goethe liest (Der Pfeiler der Gerechtigkeit – Johanna von Wild)

12. Mai 2022: Bücherheike (Die Aschenbrennerin – Birgit Herrmann)

14. Mai 2022: Lesenswertes aus dem Bücherhaus (Eisflut 1784 – Marco Hasenkopf)

17. Mai 2022: Buchtempel (Träume von Freiheit – Silke Böschen)

19. Mai 2022: Lesebuch (Die Totenärztin: Wiener Blut – René Anour)

21. Mai 2022: Lesebuch (Die Totenärztin: Goldene Rache – René Anour)

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten