Lass es zu! Das Ende von Jes Schön & Podcast Interview

Obwohl es etwas seltsam klingt, ist „Lass es zu! Das Ende“ der erste Teil der vierteiligen Reihe. „Lass es zu! Der Anfang“ heißt der zweite Teil, der vor kurzem erschienen ist. Du solltest auf jeden Fall Teil 1 zuerst lesen und nicht mitten drin einsteigen. Die Bücher sind nicht für sich allein lesbar.

Das Buch beginnt mit einer Kampfszene in einer Hütte in einem Armenviertel in Peru. Dieser Einstieg ist wichtig um zu verstehen, warum Kate sich im Koma befindet. Sie erwacht aus dem Koma und erinnert sich an nichts mehr, auch nicht an ihren Mann Tom. Tom kümmert sich rührend um sie, umsorgt sie und zeigt ihr in jeder Sekunde, wie sehr er sie liebt. Aber er verheimlicht ihr auch etwas.

Die Geschichte wird mal aus Kates Sicht und mal aus Toms Sicht erzählt. Nicht nur an Toms Gedanken, auch an seinem Verhalten erkennt man ziemlich schnell, dass er herrisch und vor allem ziemlich reich ist. Mir hat der Kontrast zwischen seinem Innenleben und seinem Verhalten richtig gut gefallen, denn er ist Kate gegenüber ein völlig anderer Mensch als jedem anderen gegenüber. Kates Verwirrtheit und auch ihr langsam beginnendes Misstrauen hat die Autorin so authentisch rüber gebracht, dass ich mich komplett in sie hineinversetzen konnte. Das lag nicht nur daran, dass man als Leser:in auch nur nach und nach Kates Wissen erwirbt, sondern auch daran, dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben wurde.

Das Buch beinhaltet auch einige erotische Szenen, die aber nicht plump dargestellt werden. Sie passen gut zum Inhalt des Buches und vor allem zu den beiden Hauptcharakteren. Ich muss dich aber warnen: Das Buch endet mit einem ganz üblen Cliffhanger und ich bin mir ziemlich sicher, dass du die weiteren Teile auch lesen möchtest, wenn dir dieser erste Teil gefallen hat.

Das Buch war für mich die Überraschung des Monats und ich empfehle dir dringend, dir mal die Leseprobe anzusehen.

Jes Schön hat mir das Buch zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich.

Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/

*Werbung*

Seiten: 286

Herausgeber: Jes Schön

Erscheinungstermin: 15. Januar 2022

ISBN: 978-3982337012

Homepage Autorin

Über die Autorin (Quelle: Amazon):

Jes Schön ist Autorin aus Leidenschaft und mit der Phantasie die in ihr steckt, könnte sie tausend Bücher mit Leben füllen.

Aus einem „Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben!“ bei einem Kaffeeklatsch unter Mamas wurde die Verwirklichung ihres Lebenstraums. Mit dem Ansporn, die innere Geschichte zum Ende zu bringen, sie mit Leben zu füllen und eine runde Sache daraus zu machen, wurde das Manuskript für „Fallen“.

Im Corona-Herbst 2020 ist sie auf die digitale Leiche ihres Manuskripts gestoßen und hat entschieden ihr Buch im Selfpublishing zu veröffentlichen.

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung Ihres Debütromans „Fallen“ werden weitere Liebesroman aus ihrer Feder folgen.

Sie lebt mit ihrer Familie und den beiden Stubentigern Mimi und Popcorn in Hessen. In ihrer Freizeit liest sie Bücher, liebt Spaziergänge in der Abendsonne und träumt von einem Lebensabend an der südfranzösischen Atlantikküste, um im Haus am Strand weitere Romane zu schreiben.

Interview mit Martina Türschmann & Rezension

Miesegrimm – Der Spielverderber von Martina Türschmann

Ich habe schon sehr lange kein Kinderbuch mehr (vor-)gelesen, daher war ich sehr gespannt, wie mir „Miesegrimm – Der Spielverderber“ gefallen wird.

Felix und Sebastian können es kaum noch ertragen, dass ihr Vater in letzter Zeit nur noch schlechte Laune hat. Der sonst so fröhliche Mann steckt nun auch die Mutter mit seiner schlechten Laune an. Als die beiden Jungs im Wald herum streifen, treffen sie plötzlich auf einen ihnen unbekannten Wanderpfad. Sie folgen ihm und treffen auf Balduin, einen Waldtroll. Sie finden heraus, dass der Miesegrimm, ein Gespenst, das mal ein Raubritter war, für die Verbreitung der schlechten Laune verantwortlich ist, denn der Miesegrimm leidet seit sehr langer Zeit unter Einsamkeit. Zusammen mit Balduin und seinem Vetter Benedikt machen sie sich auf den Weg zu Miesegrimms Burg um den Nebel zu vertreiben, der alles im Umkreis mit Missmut verpestet und sich immer weiter ausbreitet.

Martina Türschmann hat sich nicht nur die wundervollen fröhlichen und verspielten Kobolde einfallen lassen, sondern auch noch andere Dinge, die die Fantasie nicht nur von jungen Lesern anregt. Da gibt es zum Beispiel die Husteblume, die ständig niest und damit jeden ansteckt, der ihr zu nahe kommt. Während des Lesens habe ich all die Gestalten und Orte vor mir gesehen und über mich über die durchweg niedlichen Figuren amüsiert. Sogar der Miesegrimm ist auf seine Art niedlich.

Das Bild des Nebels, der die schlechte Laune von der Burg aus immer weiter verbreitet, hat mir richtig gut gefallen. Die jungen Leser:innen werden sich so auf jeden Fall gut vorstellen können, dass die schlechte Laune eines einzelnen das Umfeld negativ beeinflussen kann. Die Idee, mit Frohsinn und Freundlichkeit dagegen anzugehen kann man auch im realen Leben in die Tat umsetzen. Ich mag es einfach, dass hier nicht Moralpredigten geschwungen werden, sondern die Kobolde spielerisch erklären, wie man so eine Situation lösen kann.

„Miesegrimm – Der Spielverderber“ ist ein wirklich gut gelungenes und gut erzähltes Kinderbuch für Kinder im Grundschulalter, das ich auf jeden Fall weiter empfehlen kann. Einige Bücher von Martina Türschmann sind auch schon als Theaterstück aufgeführt worden.

*Werbung*

Seiten: 152

Herausgeber: Kelebek Verlag

Erscheinungstermin: 17. Juli 2020

ISBN: 978-3947083336

Interview mit Martina Türschmann

Leseprobe

Homepage Autorin

Kurzgeschichte „Hexen und Teufel unter sich“

Homepage Verlag

Adspecta Theaterverlag

Rassoburg-Theater

Über die Autorin (Quelle: Kelebek Verlag):

Geboren 1964 in Frankfurt am Main, lebt die Autorin heute mit ihrem Mann und den erwachsenen Töchtern in der Nähe von München. Nach einer Ausbildung zur Biologielaborantin studierte Martina Türschmann Betriebswirtschaft. Sie schreibt nicht nur Bücher, sondern auch Theaterstücke für Kinder und bietet bundesweit Lesungen für die 2. bis 5. Klassenstufe an. In ihren Geschichten greift die Autorin jeweils ein zentrales Thema auf, das die Kinder im Grundschulalter und zur Zeit des Übertritts auf eine höhere Schule bewusst, aber auch unbewusst beschäftigt. Ihr Motto: Fantasie anregende Abenteuer helfen Kindern bei den täglichen Herausforderungen. Mehr Informationen zur Autorin gibt es auf Ihrer Website.

Interview mit Cindy Holzapfel & Rezension

Der Duft nach Lavendel von Cindy Holzapfel

Cindy Holzapfel habe ich ebenfalls über die OBM 2021 kennen gelernt. Ab und an lese ich auch mal gerne einen Liebesroman, daher habe ich ihr Angebot „Der Duft nach Lavendel“ zu rezensieren, gerne angenommen.

Julia arbeitet als Assistentin bei einer Eventfirma in Wien. Wie man sich vorstellen kann, ist der Job total stressig und es hilft ihr auch nicht, dass ihr Chef Martin die ganze Arbeit bei ihr ablädt. Als erst ihre Großmutter plötzlich stirbt und Martin dann noch versucht ihr die Schuld an einem versemmelten Auftrag zu geben, kündigt sie. Bei dieser Entscheidung hilft ihr, dass ihre Großmutter ihr Geld und ein Ferienhaus in Porat auf der Balkanhalbinsel Krk vererbt. Das verschafft ihr ausreichend Luft um sich klar zu werden, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte.

Für mich war das Buch nicht ausschließlich ein Liebesroman, denn Julia verliebt sich nicht nur, sie findet zudem heraus, wer sie ist und wie sie ihr Leben so gestalten kann, dass sie glücklich und unabhängig ist. Denn ihre Großmutter war ihr Anker in ihrem Leben und als sie starb, war Julia auf eine Art orientierungslos. Die Entwicklung, die Julia in den gut 400 Seiten durchmacht, hat mir sehr gut gefallen. Allerdings muss ich dich aber auch noch warnen: Iss dich richtig satt, bevor du dich dem Buch widmest. Julia kocht ständig und sinniert über die Zubereitung von Gerichten nach. Hier haben mir die kroatischen Gerichte am meisten das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Mit manchen Begriffen habe ich etwas gefremdelt, was daran liegt, dass die Autorin aus Österreich kommt. Im Laufe des Buches hat das aber nicht mehr gestört, es passte sogar sehr gut, da Julia ja ebenfalls aus Österreich kommt. Es war nur eine kleine Umgewöhnung notwendig. Bei der Lektüre des Buches merkt man ausserdem schnell, dass die Autorin sich auf Krk auskennt. Die Ortsbeschreibungen waren detailliert und ich hatte das Gefühl, dass sie selber dort verweilte als sie das Buch geschrieben hat.

„Der Duft nach Lavendel“ wird dir gut gefallen, wenn du Liebesromane magst, die nicht kitschig sind und in denen die Lovestory nicht die Hauptrolle spielt. Wenn du nun auch noch gerne isst und gerne in den Urlaub fährst, ist das Buch genau das Richtige.

Podcast:

Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/

*Werbung*

Seiten: 410

Herausgeber: Rediroma-Verlag

Erscheinungstermin: 12. März 2021

ISBN: 978-3985270552

Link zum Verlag

Über die Autorin (Quelle: Amazon):

Cindy Holzapfel wuchs im österreichischen Leoben auf und zog nach ihrem Schulabschluss nach Graz. Dort lernte sie ihren Mann kennen, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn hat. Neben dem Schreiben ist das Reisen mit ihrer Familie ihre große Leidenschaft und so holte sie sich durch ihre Urlaube im Süden Inspirationen für ihr Buch, dessen Handlung auf der kroatischen Insel Krk spielt.

Autorinnentratsch: Autoren – einsamer Wolf oder doch lieber Rudel?
(mit Sissi Steuerwald und Karen A. Moon)

Interview mit Sylke Hörhold

Interview mit der Autorin der Oberlausitzkrimi-Reihe

Im letzten Jahr durfte ich im Rahmen der OBM 2021 intensiv mit Sylke Hörhold, Autorin der Oberlausitz Krimis, zusammen arbeiten. Damals wollte ich schon zu Beginn der OBM meine Podcast starten, aber ich hatte noch Muffensausen. Da Sylke nun den vierten Teil ihrer Reihe um Julia Eisler veröffentlicht hat, habe ich sie endlich in meinen Podcast eingeladen.

Ihre Krimis sind genau richtig um einen entspannten Nachmittag zu verbringen, die Auflösung des Falls mit Julia zu entschlüsseln und um sich einfach wohl zu fühlen. Einen großen Anteil an diesem Wohlgefühl haben die liebevoll gestalteten Figuren, die ich bereits im ersten Teil sehr lieb gewonnen habe. Ich kann dir die Reihe sehr ans Herz legen.

Meine Beiträge zur OBM findest du hier:

Vorstellung der Reihe

Rezension Teil 1 „Emmelie“

Was ist ein Umgebindehaus und wo liegt überhaupt Finkendörfel?

Zoom Plausch mit zwei Hybridautorinnen und ihrem Verleger

Interview mit Sylke Hörhold

Hier ist aber nun endlich die Podcastfolge:

Über die Autorin (Quelle: Oberlausitzer Verlag):

Die Autorin Sylke Hörhold lebt und arbeitet in einem besonders schönen Teil des Oberlausitzer Berglands. Hier spielen sich auch die fiktiven Geschehnisse ihrer kleinen Reihe der Oberlausitzkrimis ab.

Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und wohnt mit ihrem Mann in einem Haus in Pilzdörfel, einem Ortsteil der Gemeinde Sohland an der Spree. Familiengeschichten, historische Geschichten und Sagen aus der Oberlausitz interessieren sie ebenso, wie heilsame Geschichten für kleine und große Kinder. In ihrem Hauptberuf ist sie Psychotherapeutische Heilpraktikerin und Referentin für Hospiz und Trauerbegleitung. Ihre Profession des seelischen Heilens verbindet sie in verschiedenen Schreibkursen auch mit ihrer großen Leidenschaft für das Schreiben.

Podcast: Interview mit Sylke Hörhold

Links:

Oberlausitzer Verlag

Sylke Hörhold

Kunterbunte Bücherreisen ON AIR: Interview mit Veronika Rusch

Heute habe ich ein ganz tolles Interview für dich. Es hat unglaublich Spaß gemacht Veronika Rusch, die Autorin der Schwarze Venus-Reihe zu interviewen.

In der Reihe geht es um Josephine Baker, die bekannte Tänzerin und Schauspielerin, die in den 1920er Jahren berühmt wurde. Die fiktive Geschichte über drei Teile erzählt, wie es gelingt Josephine Baker vor mehreren geplanten Attentaten zu bewahren. Die Handlung ist vor meinen Augen wie ein Film abgelaufen, da die Veronika Rusch so lebendig geschrieben hat.

Wenn du die Reihe noch nicht kennst, solltest du auf jeden Fall die Leseprobe lesen.

Interview mit Veronika Rusch

*Links*

Homepage der Autorin

Homepage des Verlages incl. Leseproben

Reihenfolge der Bücher:

Der Tod ist ein Tänzer (Rezension)

Die Spur der Grausamkeit

Die Dunkelheit der Welt

Über die Autorin (Quelle: piper Verlag):

Veronika Rusch ist Jahrgang 1968. Sie studierte Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom und arbeitete als Anwältin in Verona, sowie in einer internationalen Anwaltskanzlei in München, bevor sie sich selbständig machte. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in ihrem Heimatort in Oberbayern. Neben Romanen schreibt sie Theaterstücke für Erwachsene und Kinder sowie Dinner-Krimis. Für ihre Krimikurzgeschichte „Hochwasser“ erhielt sie 2009 den zweiten Preis im Agatha-Christie-Krimiwettbewerb.

Foto: © Diane von Schoen / Piper Verlag

Kunterbunte Bücherreisen ON AIR: Interview mit Kerstin Groeper (Teil 2)

Podcastfolge mit Interview

Du hast es sicher scho bemerkt: Ich habe eine etwas längere Blogpause gemacht. Jetzt bin ich aber wieder regelmäßig dabei und dann direkt mit der zweiten Folge des Podcasts. Zu Gast ist immer noch Kerstin Groeper. Sie ist zweite Vorsitzende des HOMER – Historische Liteartur e. V. und Autorin.

Im zweiten Teil sprechen wir noch ein wenig über ihr aktuelles Buchprojekt, wir erzählen was wir lesen und wir sprechen über Rezensionen.

Ich wünsche Dir viel Spass.

Interview mit Kerstin Groeper – Teil 2

Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/

Du findest die Folge unter anderem auch bei Spotify, Deezer, podcast.de und bei Appple Podcasts.

Kunterbunte Bücherreisen ON AIR: Interview mit Kerstin Groeper (Teil 1)

Podcastfolge mit Interview

Ich bin großer Podcast Fan und habe schon sehr lange Lust gehabt einen eigenen Podcast zu starten. Für meine erste Folge konnte ich Kerstin Groeper gewinnen. Sie ist Autorin und zweite Vorsitzende des HOMER – Historische Literatur e V.

Im ersten Teil des Interviews plaudern wir über den HOMER – Historische Literatur eV, die HOMER-Preisverleihung und über Kerstins neues Buchprojekt.

Der zweite Teil erscheint in der nächsten Woche.

Interview mit Kerstin Groeper – Teil 1

Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/

Du findest die Folge auch bei Spotify, podcast.de, Deezer und demnächst auch bei Apple Podcasts.

#obm2021: Interview mit Sylke Hörhold

Interview mit der Autorin der Oberlausitz-Krimireihe

Ich freue mich, Sylke Hörhold im Rahmen der #obm2021 als Interviewpartnerin zu Gast auf meinem Blog zu haben. Sylke ist nicht nur Autorin der Oberlausitzkrimi-Reihe, sondern auch noch Psychotherapeutin und Referentin. Wie sie das alles unter einen Hut bekommt und Infos über ihre Buchreihe besprechen wir in den folgenden Zeilen.

Das neue Buch „Was dir den Atem nimmt- der Vierte Fall“ erschien am 1. November 2021 als E-Book und noch vor dem Weihnachtsfest als Taschenbuch. Der Sonderpreis für Vorbesteller für das E-Book und der Sonderpreis zur Messezeit ist 2,99 Euro, danach kostet es 4,99 €.

Warum sind deine Bücher zuerst als E-Book, anschließend als Taschenbuch erschienen?

Erst seit Sommer 2021 sind die E-Book Rechte an mich zurückgegangen und ich kann diese Form meines Buches selbst vermarkten. Das birgt Freiheiten und erschließt ganz andere Leserkreise. Für den Oberlausitzer Verlag, der meine Krimis als Taschenbücher herausbringt ist das okay, weil sich die Reichweite und Sichtbarkeit bei den Lesern erhöht. Geplant sind gemeinsam auch die Krimis als Hörbücher zu produzieren. Aber das ist noch etwas Zukunftsmusik.

Welches Buch aus der Reihe ist dein Lieblingsbuch?

Bisher war es der zweite Fall „Hexenbrennen“. Zum einen, weil mich das Thema wirklich brennend interessiert. Zum anderen, weil meine Trude dort eine tragende Rolle bei den Ermittlungen spielt. Nun aber ist der aktuelle Vierte Fall „Was dir den Atem nimmt“ mein Favorit. Alles Herzensthemen, die ich da bearbeite und vor allem der Schauplatz „Wald“, der mich schon beim Schreiben sehr bewegt hat. Ich hoffe, die Leser finden eben solches Verbundenheit wie ich zu der Krimihandlung und damit vor allem spannende Unterhaltung.

Wie vereinbarst du deinen Beruf als Psychotherapeutin und Referentin mit dem Schreiben?  Hast du einen straffen Zeitplan?

Eine gute Frage, die ich mir selbst immer wieder neu stellen muss. Das ist ein steter Kampf der Prioritäten, da ich alle meine Berufe sehr liebe. Ein straffer Plan und viel Disziplin helfen dabei. Vor allem aber treibt mich die Freude am Tun an. Freude ist beim Schreiben und auch in meinen anderen Berufen immer die Superkraft. 😊

Möchtest du uns etwas über die Reihe erzählen?  Wer sind die Hauptcharaktere und wie das Umfeld?

Eine Freundin unserer Familie hatte nach ihrem Jura-Studium nicht gleich eine Stelle als Anwältin gefunden. Da richtete sie sich in ihrem Elternhaus ein Anwaltsbüro ein für die Fälle aus dem Ort und die ihrer Bekannten. Da entstand die Idee nach dem klassischen Muster: „Was wäre, wenn …“. Alle anderen Figuren um Julia herum entstanden ganz schnell vor meinem geistigen Auge und sie sind mir allesamt ans Herz gewachsen. Ich bin selbst ein Familienmensch. Mit Julia und ihrer Familie habe ich eine Art „Ideal“ erfunden, so wie Familie sein könnte mit vier Generationen.

Hast du noch Ideen für weitere Teile und wirst du diese umsetzen?

Im Moment habe ich ja gerade den 4. Fall fertiggestellt, da schreit die Muse in mir nach einem anderen Schreiben mit anderen Helden, ja sogar einmal in einem anderen Genre. Darauf mache ich meine Leser ausdrücklich neugierig für nächstes Jahr. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann meinen Autoren-Newsletter abonnieren. Anmeldung ist meine Homepage möglich

 www.sylke-hoerhold.de

Doch auch für Julia habe ich schon eine neue Idee. Was wäre, wenn Julia mit Sophia zu einem Kuraufenthalt fährt und da …

Bleibt also gespannt.

Wann kommen dir deine Ideen und wie hältst du sie fest, damit sie nicht im Nirvana verschwinden?

So manche Idee kommt beim Laufen angeflattert und die spreche in dann keuchend in mein Telefon unter die Sprachnotizen. Doch meistens schreibe ich sie in eines meiner „Sudelbücher“, einfache linierte Collegeblöcke Din A 5. Da finden sich dann To-do-Listen, Telefonnummern, Notizen zu allen möglichen Projekten, die gerade laufen oder in der Zukunft anlaufen sollen, aber auch schon mal eine Szene, ein Dialogfetzen oder eine Wendung in der Geschichte. Auch beim Putzen und Bügeln, wenn das Hirn mal ausruhen darf, kommen Ideen aus der Kreativabteilung.

Wie sieht es mit Dingen, die im Alltag passieren? Übernimmst du sie in deine Bücher?

Sogar ziemlich oft. Meist liegen diese Situationen schon lange zurück. So wie Julias Begegnung mit den Wildschweinen im 4. Fall. In eine solche Situation bin ich selbst schon einmal geraten.Oder auch den Ausruf von Hildegard Lebelt im 2. Fall „Mit Gott bin ich nicht streitig, aber mit dem Pfarrer.“, den habe ich als Jugendliche einmal von einer Bekannten gehört. Manchmal bleiben solche Details haften und schaffen es in einen meiner Krimis.Nie jedoch kopiere ich Personen oder ihre Schicksale. Das ist für mich eine Frage der Ehre. Abgesehen von diesen kleinen Details sind also alle Figuren und Handlungen frei erfunden. Wir Schriftsteller kopieren nicht die Wirklichkeit, sondern stellen die Handlung so dar, dass es wie die Wirklichkeit wirkt.

Erzähl uns von deinem Weg zur Autorin, die über einen Verlag ihre Bücher veröffentlicht.

Mit dem ersten Krimi-Manuskript bin ich über die Vermittlung einer Oberlausitzer Autorin zu meinem ersten Verleger gekommen. Dr. Frank Stübner vom Lusatia Verlag. Der ging das Wagnis mit mir ein und 2009 erschien die erste Auflage von „Emmelie-der erste Fall“. Leider verstarb Dr. Stübner ganz plötzlich vor einigen Jahren, mitten im Schaffen vom 3. Fall „Recht wie Wasser“. Das war für uns alle ein großer Schlag. Der 3. Fall fand dann in einem anderen Verlag sein Zuhause, doch da der eigentlich Kinderbücher verlegt bin ich im letzten Jahr noch einmal gewechselt. Jetzt ist der Oberlausitzer Verlag für die Taschenbuchausgaben meiner Krimis da. Ich bin sehr froh darüber. Die E-Book-Ausgaben bringe ich als Selfpublisher heraus. Meine Lektorin Karin Damaschke ist mir übrigens erhalten geblieben. Sie hat alle vier Krimis von mir lektoriert, auch den jetzt vorliegenden 4. Fall „Was dir den Atem nimmt“. Sie hat ein wunderbares Sprachgefühl! Ich lerne jedes Mal dazu und bin sehr dankbar, auf ihre professionelle Mitarbeit zählen zu können.

Hast du schon immer geschrieben und wann kam der Moment, in dem du beschlossen hast, dass du mit deinen Geschichten an die Öffentlichkeit gehst?

Ich habe mir schon in der Schule Geschichten und „Romane“ ausgedacht. Als ich dann Mutter wurde, geriet das etwas ins Hintertreffen. Doch als meine Jungs so groß waren, dass sie mehr mit ihren Freunden unterwegs waren und mein Mann auf dem Fußballplatz hatte ich Zeit, mich wieder dem Romanschreiben und dem Geschichtenerfinden zu widmen. Zu der Zeit habe ich mir auch das Handwerkszeug dafür angeeignet: Schule des Schreibens, Textwerkstatt, Scripta. Noch heute liebe ich Bücher über das Schreiben. Weiterbildung ist für alle meine Professionen das A und O.

Welche ist deine Lieblingsfigur?  Welche Figur würdest du gern einmal in einem Film verkörpern?

Für die Figur der Julia bin ich nicht schlank und sportlich genug. Aber Trude, die meine Lieblingsfigur ist, die würde ich gern einmal spielen. Oder aber Tilda, die ihren Auftritt im Vierten Fall hat. Ich mag das Bodenständige und den Humor der beiden Nebenfiguren, aber auch ihre liebenswerten Fehler.

Wen würdest du am liebsten auf den Mond schießen?

Das ist im Vierten Fall auf jeden Fall der Specht. So nennt Julia heimlich ihren neuen Partner in der Anwaltskanzlei. Eigentlich heißt der Sebastian Fink. Doch seine Angewohnheit, mit dem Stift auf die Unterlage zu klopfen, um seiner Aussage Nachdruck zu verleihen hat ihm diesen Familieninternen Spitznamen eingebracht. Er macht Julia das Leben schwer und versucht sie auszubooten. Deshalb würde den gern in Julias Namen auf den Mond schießen. Doch er spielt nun einmal eine Rolle im Vierten Fall. Welche genau, verrate ich natürlich nicht.

Vielen Dank für die interessanten Einblicke in dein Autorenleben. Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Reihe weiter geht und wie deine zukünftigen Ideen aussehen.

Reihenfolge der Buchreihe:

Emmelie

Hexenbrennen

Recht wie Wasser

Was dir den Atem nimmt

*Werbung* Weitere Infos findest du auf der Homepage des Verlages.

#obm2021: Zoom Plausch mit zwei Hybridautorinnen und ihrem Verleger

Im Rahmen der Onlinebuchmesse habe ich vor einigen Wochen mit Sylke Hörhold, Jana Thiem und deren Verleger Dr. Andreas Gerth vom Oberlausitzer Verlag ein Pläuschchen gehalten.

Wenn ihr mehr über meine Gesprächspartner erfahren wollt, klickt einfach auf den entsprechenden Link:

Sylke Hörhold

Jana Thiem

Oberlausitzer Verlag

Special: Podcast „Der Manuskripte Zähmung“ mit Jana Thiem

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten