Zerbrochene Träume – Silke Ziegler

Teil 3 der Sina-Engel-Reihe

„Zerbrochene Träume“ ist der dritte Teil der Sina-Engel-Reihe und auch für mich das erste Buch von Silke Ziegler. Die Autorin schreibt unter anderem auch Krimis, die Südfrankreich spielen.

Sina Engel freut sich auf eine entspannte Bürowoche, aber daraus wird nichts als die Schülerin Katharina verschwindet. Dann wird auch noch Sinas Schwager krankenhausreif geschlagen und es geschieht ein Mord. Ich brauche nicht erwähnen, dass Sina in alle Fälle verwickelt ist.

Leider konnte ich gar keine richtige Verbindung zu den Charakteren aufbauen, was aber nicht so schlimm war, weil ich das von einem Buch mit knapp 300 Seiten auch gar nicht erwarte. Allerdings glaube ich, dass es daran lag, dass ich die zwei Vorgängerbände nicht kenne. Inhaltlich waren aber alle relevanten Informationen des vorherigen Geschehens enthalten, so dass ich genau im Bilde war, was im Privatleben von Sina bis dahin passiert ist.  

Die Hintergründe der Straftaten sind so realistisch, dass sie im Leben außerhalb eines Romans mit Sicherheit schon tausende Male passiert sind. Das hat das Buch für mich total realistisch und authentisch gemacht. Ich musste sehr lange rätseln, was hier vorgefallen sein könnte, am Ende war dann alles total logisch und in sich schlüssig. Da hier in mehreren Handlungssträngen erzählt wurde, war es durchweg spannend.

„Zerbrochene Träume“ kann sehr gut für sich allein gelesen werden, aber ich würde dir empfehlen „Die Nacht der tausend Lichter“ und „Stille Sünden“ trotzdem zuerst zu lesen.

Das Buch wurde mir vom Grafit Verlag zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich.

Nachgefragt: Krimi-Autorin Silke Ziegler

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Seiten: 304

Herausgeber: GRAFIT

Erscheinungstermin: 24. Februar 2022

ISBN: 978-3894257835

Homepage Verlag

Homepage Autorin

Über die Autorin (Quelle: GRAFIT):

Silke Ziegler, Jahrgang 1975, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Weinheim an der Bergstraße. Zum Schreiben kam sie 2013 durch Zufall, als ihr während eines Familienurlaubs im Süden Frankreichs die Idee für ihr erstes Buch kam. Wenn sie nicht gerade in ihre französische Herzensheimat reist oder an einem ihrer Romanprojekte schreibt, geht sie gern wandern oder liest.

"Zerbrochene Träume" von Silke Ziegler
Teil 3 der Sina-Engel-Reihe
© Privat (Homepage GRAFIT Verlag)

Tod im Trödelladen – Anna Grue

Heute stelle ich dir ein weiteres Buch vom SAGA Egmont Verlag vor. Laut Beschreibung ist es ein Hygge-Krimi. Falls du dich, wie ich, fragst, das das sein soll: Es ist ein Wohlfühlkrimi aus Dänemark. Ich war ganz verliebt in Anne-Maj. Mehr dazu aber später.

Anne-Maj Mortensen arbeitet ehrenamtlich im Trödelladen von Nykøbing-Sjælland. Sie liebt es zu kochen und vor allem auch zu essen, was man ihr auch ansieht. Ihr Hund, Mortensen der Dritte, ist ihr treuer Begleiter. Eines Tages stirbt der im Trödelladen nicht so beliebte Helmer Bergstrøm.. Als dann auch noch seine Frau Vips stirbt, wird Anne-Maj misstrauisch. Sie nimmt Kontakt zur Polizei auf um ihre Beobachtungen und Schlussfolgerungen zu schildern. Schließlich ermittelt sie auf eigene Faust und bringt sich damit selber in Gefahr.

Hach, Anne-Maj ist eine Person zum lieb haben. Sie ist verschroben, liebevoll und total penetrant, wenn sie an ihr Ziel kommen möchte.  Obwohl sie ein ausgefülltes Leben hat, will sie die Todesfälle im Trödelladen um jeden Preis aufklären, denn Helmer und Vips sind nicht die einzigen, die sterben. Sie liebt ihre Familie und man merkt einfach, dass es der Autorin total wichtig war, Anne-Maj als die süße Rentnerin darzustellen, die kein Wässerchen trüben kann. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich sie an Stelle ihrer Kontrahenten sofort durchschaut hätte, weil sie einfach gar nicht gut darin ist, Menschen auszuhorchen. Aber genau das hat sie so lebenswert gemacht.

Der Mordfall an sich hat bei mir lange Fragen aufgeworfen. Zeitgleich mit Anne-Maj habe ich dann aber auch verstanden, wer dahinter steckt und auch warum. Für mich stand bei der Lektüre nicht mal die Lösung der Mordfälle im Zentrum, sondern die Geschichte um Anne-Maj. Da der Roman nur in einem kleinen Ausschnitt des Ortes spielt, den die Protagonistin scheinbar nie verlässt, hatte ich ganz schnell eine Art Heimatgefühl und auch Vertrautheit mit den anderen Figuren.

Die ständigen Kochorgien haben mich während des Lesens fast verhungern lassen. Ich wäre gerne mal zu Gast an Anne-Majs Tisch gewesen. Schade, dass sie nur fiktiv ist.

Wenn du Warme-Decken-Krimis magst, die in Dänemark spielen und die ein wenig skurrile Hauptfiguren haben, musst du „Tod im Trödelladen“ auf jeden Fall lesen.

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Seiten: 190

Herausgeber: ‎ Saga Egmont Bücher

Erscheinungstermin: 7. April 2022

ISBN: 978-3869749518

Homepage Verlag

Homepage Autorin

Über die Autorin (Quelle: Amazon):

Anna Grue ist eine der meistgelesenen dänischen Krimiautorinnen und hat unter anderem die Buchvorlage zur ZDF-Fernsehserie „Dan Sommerdahl – Tödliche Idylle“ geschrieben. „Tod im Trödelladen“ ist der erste Roman ihrer neuen Cosy-Crime-Reihe mit der eigenwilligen Ermittlerin Anne-Maj Mortensen.

Wenn der Schatten kommt – Carmen Mayer

„Wenn der Schatten kommt“ war mein erstes Buch von Carmen Mayer. Es ist der erste Teil der Bergmann und Plank-Reihe. Die Autorin hat nicht nur Krimis geschrieben, sondern auch historische Romane.

Die neue Kriminalpolizei-Inspektion in Eichstätt hat alle Hände voll zu tun. Konrad Bergmann und Tessa Plank haben keine Zeit sich aneinander zu gewöhnen, weil bereits nach ein paar Tagen eine alte Dame tot in der Altmühl aufgefunden wird. Nachdem ein Ohrring ganz in der Nähe des Tatorts gefunden wird, gehen beide Ermittler entgegen der ersten Annahme nicht mehr davon aus, dass es sich um einen natürlichen Tod handelt. Dann werden weitere Leichen gefunden, die ungefähr im Alter der ersten Leiche sind.

Ich fand die Idee, die hinter der Lösung des Falls stand, richtig gut. Ich wusste, dass die Morde mit den immer wieder eingeschobenen Tagebucheinträgen einer Irene Ott zu tun hatten, aber was es genau war, kam erst ziemlich zum Schluss heraus. Die beiden Ermittler gehen sehr locker miteinander um, so dass ich als Leserin ab und an das Gefühl hatte, dass sie sich schon länger kennen. Allerdings war mir Tessa Plank nicht sehr sympathisch, was vielleicht an dem Humor liegt, den ich nicht so ganz teilen konnte.

Das Buch hat ungefähr 250 Seiten und ist flüssig und spannend geschrieben. Ich habe es in zwei Tagen gelesen.

Wenn du gerne in Oberbayern unterwegs bist und nicht blutige Krimis magst, solltest du es mit „Wenn der Schatten kommt“ versuchen.

Das Buch wurde mir vom Maximum Verlag zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich.

Trailer „Wenn der Schatten kommt“

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Seiten: 258

Herausgeber: MAXIMUM Verlag

Erscheinungstermin: 4. April 2022

ISBN: 978-3948346423

Homepage Verlag incl. Leseprobe

Homepage Carmen Mayer

Über die Autorin (Quelle: MAXIMUM Verlag):

Carmen Mayer, geboren und aufgewachsen im württembergischen Mühlacker, lebt seit über vierzig Jahren mit ihrem Mann, ihrer Tochter und deren Familie in Ingolstadt/Bayern. Sie arbeitete nach ihrer kaufmännischen Ausbildung zunächst als Au-pair in Paris, anschließend in den Bereichen Verkauf, Export und im Sekretariat größerer Industriebetriebe, und bereiste als Einkäuferin für deutsche Unternehmen Asien und Amerika.

Ihre ersten Veröffentlichungen als Autorin waren Kurzgeschichten, die über verschiedene Literaturforen im Internet erfolgreich den Weg zu ihren Leserinnen und Lesern fanden. Inzwischen hat sie eine immer größer werdende Fangemeinde, hauptsächlich durch ihre historischen Romane, Krimis und mundartlichen Theaterstücke. Sie ist aktives Mitglied bei den Mörderischen Schwestern e.V. und bei HOMER – Historische Literatur.
Den Impuls, historische Romane zu schreiben, bekam sie von ihrem Großvater. Er hatte herausgefunden, dass ihre Vorfahren während des Dreißigjährigen Krieges als österreichische Glaubensflüchtlinge nach Württemberg gekommen waren. Nach gründlicher Recherche hat sie versucht, das Schicksal der Menschen jener Zeit in ihren Büchern nachzuvollziehen. Daraus hat sich im Laufe der Zeit nicht nur ihre ständig wachsende Leidenschaft fürs Schreiben historischer Romane entwickelt, sondern auch für Lesereisen zu den Orten, die sie zusammen mit ihrem Mann auf den Spuren ihrer ProtagonistInnen kennengelernt hat.

Carmen Mayer engagiert sich darüber hinaus mit großer Begeisterung in einem Vorlese- und Mitspieltheater für Kinder, arbeitet ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz und genießt so oft es geht dankbar die Zeit mit ihrer großen Familie, bei der sie für alle ihre Interessenbereiche Unterstützung findet.

Brauchtum und Tod

„Hexenbrennen“ von Sylke Hörhold

„Hexenbrennen“ ist nach „Emmelie“ der zweite Teil der Oberlausitz-Reihe von Sylke Hörhold. Auch dieser Teil hat mir wieder richtig gut gefallen.

In Finkendörfel geht ein Mörder um. Ein Mörder, der sich an Katzen vergreift. Trude, die Freundin von Julias Großmutter Ella-Ma, besteht darauf, dass Julia sich auf die Suche nach dem Mörder macht. Anfangs nimmt Julia die ganze Sache nicht so ernst, denn sie muss auch noch ihren Vater vertreten, der sich im Urlaub befindet und seine Fälle für die Zeit seiner Abwesenheit an Julia abgegeben hat. Nach  und nach entpuppt sich diese Sache aber als sehr komplex, so dass Julia immer mehr einsteigen muss.

Es war einfach so schön, wieder nach Finkendörfel zurück zu kommen. Nicht nur, dass die Autorin das Dorfleben mit seinem Klatsch und Tratsch so rüber gebracht hat, wie ich es mir vorstelle, ich habe auch noch die Figuren sehr in mein Herz geschlossen. Im Interview sagte Sylke Hörhold, dass eine ihrer Lieblingsfiguren Trude ist. Dem kann ich nach der Lektüre des zweiten Teils zustimmen. Ich mag auch einfach diese Verbundenheit, die in Julias Familie herrscht. Nicht nur, dass alle zusammen halten, auch dass sie für andere da sind, hat diesem Buch einen besonderen Rahmen gegeben. Der Fall, der hinter den Katzenmorden steckte, war wie auch im ersten Teil, ein wenig verzwickt. Ich bin jedenfalls erst kurz vor Ende dahinter gekommen.

Mir war gar nicht bewusst, dass in der Oberlausitz zum Teil andere Bräuche herrschen als bei uns. Dort gibt es das sogenannte Osterschießen, das als Einstieg ins Buch diente. Der Brauch, der dem Buch den Namen geben hat, das Hexenbrennen, hat ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt.

Wenn du Regionalkrimis magst, die nicht blutig sind und dich trotz kriminalistischem Inhalt wie eine warme Decke umhüllt, bist du bei den Romanen von Sylke Hörhold genau richtig.

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Seiten: 336

Herausgeber: Oberlausitzer Verlag

Erscheinungstermin: 1. Oktober 2020

ISBN: 978-3946795469

Geschichten aus Finkendörfel „Quarantäne“ mit und von Sylke Hörhold

Homepage Sylke Hörhold

Homepage Oberlausitzer Verlag

Über die Autorin (Quelle: Oberlausitzer Verlag):

Die Autorin Sylke Hörhold lebt und arbeitet in einem besonders schönen Teil des Oberlausitzer Berglands. Hier spielen sich auch die fiktiven Geschehnisse ihrer kleinen Reihe der Oberlausitzkrimis ab.

Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und wohnt mit ihrem Mann in einem Haus in Pilzdörfel, einem Ortsteil der Gemeinde Sohland an der Spree. Familiengeschichten, historische Geschichten und Sagen aus der Oberlausitz interessieren sie ebenso, wie heilsame Geschichten für kleine und große Kinder. In ihrem Hauptberuf ist sie Psychotherapeutische Heilpraktikerin und Referentin für Hospiz und Trauerbegleitung. Ihre Profession des seelischen Heilens verbindet sie in verschiedenen Schreibkursen auch mit ihrer großen Leidenschaft für das Schreiben.

Rezension zu Hexenbrennen von Sylke Hörhold

Tod am Set

Nordwestnacht von Svea Jensen
Teil 3 der „Ein Fall für die Soko St. Peter Ording“ Reihe

Nach „Nordwesttod“ und „Nordwestzorn“ war ich total gespannt auf Teil 3 der Reihe um Anna Wagner und Hendrik Norberg. Wie erwartet wurde ich nicht enttäuscht. Ich fand es sogar noch besser als die beiden Vorgänger.

Als ein Crew-Mitglied einer bekannten Krimiserie, die gerade in St. Peter Ording gedreht wird, tot und an einen Pfahlbau angekettet gefunden wird, beginnt für Anna Wagner und Hendrik Norberg die Suche nach dem Täter. Gleichzeitig verschwindet die Hauptdarstellerin Julia spurlos. Nils Scheffler, der Kollege der beiden, ist als polizeilicher Berater für die Produktion der Krimiserie tätig und kennt Julia daher persönlich und läuft daher bei der Suche nach ihr zur Höchstform auf.

Ich hatte den Eindruck, dass ich in diesem dritten Teil mehr über die Figuren erfahren habe als in den zwei Teilen zuvor. Mittlerweile habe ich die beiden Hauptcharaktere sehr lieb gewonnen und habe mich daher sehr gefreut, dass sie auch ihre Beziehung vertieft haben und Freunde geworden sind. Das hat mir als Leserin einen tieferen Einblick in beider Leben und Gedankenwelt erlaubt als zuvor. Wie schon in den Teilen zuvor ist die Handlung durchweg spannend. Dabei kommt der Wohlfühlfaktor nicht zu kurz, weil die Autorin immer wieder Land und Leute beschreibt. Hier merkt man ihr meiner Meinung nach an, dass sie die Gegend um St. Peter Ording sehr liebt. Ich war noch nie da, aber ich wäre am liebsten noch während der Lektüre dort hingefahren um einfach mal die Seele baumeln zu lassen und mich zu entspannen.

Der Fall endete für mich logisch nachvollziehbar und hat keinerlei Fragen aufgeworfen. Ich konnte leider noch nicht herausfinden, ob es noch einen weiteren Fall geben wird, aber der Inhalt des Buches deutet für mich darauf hin, dass es auf jeden Fall weiter gehen wird. Ich habe mir schon länger vorgenommen, die weiteren Bücher der Autorin, die sie unter dem Pseudonym Angelika Svensson geschrieben hat, zu lesen.

Wenn du Wohlfühlbücher mit Mordfällen ohne Blutbad magst und gerne rätselst, solltest du es auf jeden Fall mal mit der Soko St. Peter-Ording versuchen.

Svea Jensen hat mir das Buch zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich!

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Seiten: 384

Herausgeber: HarperCollins

Erscheinungstermin: 22. März 2022

ISBN: ‎ 978-3749903399

Reihenfolge der Bücher:

Teil 1: Nordwesttod

Teil 2: Nordwestzorn

Teil 3: Nordwestnacht

Leseprobe

Homepage Svea Jensen

Lesung Svea Jensen #harperliest

Über die Autorin (Quelle: HarperCollins):

Svea Jensen ist das Pseudonym einer erfolgreichen Krimiautorin. Sie ist in Hamburg aufgewachsen und dem Norden stets treugeblieben: Nach vielen Jahren beim Norddeutschen Rundfunk lebt sie heute in Schleswig-Holstein, wo sie sich mittlerweile ganz dem Schreiben widmet. Während sie Verbrechen für ihre nächsten Bücher plottet, lässt sie sich am liebsten eine Nordseebrise um die Nase wehen. Svea Jensen ist Mitglied im »Syndikat« und bei den »Mörderischen Schwestern«.

Rezension zu Nordwestnacht von Svea Jensen
©Maya Meiners Fotografie

Interview mit Sylke Hörhold

Interview mit der Autorin der Oberlausitzkrimi-Reihe

Im letzten Jahr durfte ich im Rahmen der OBM 2021 intensiv mit Sylke Hörhold, Autorin der Oberlausitz Krimis, zusammen arbeiten. Damals wollte ich schon zu Beginn der OBM meine Podcast starten, aber ich hatte noch Muffensausen. Da Sylke nun den vierten Teil ihrer Reihe um Julia Eisler veröffentlicht hat, habe ich sie endlich in meinen Podcast eingeladen.

Ihre Krimis sind genau richtig um einen entspannten Nachmittag zu verbringen, die Auflösung des Falls mit Julia zu entschlüsseln und um sich einfach wohl zu fühlen. Einen großen Anteil an diesem Wohlgefühl haben die liebevoll gestalteten Figuren, die ich bereits im ersten Teil sehr lieb gewonnen habe. Ich kann dir die Reihe sehr ans Herz legen.

Meine Beiträge zur OBM findest du hier:

Vorstellung der Reihe

Rezension Teil 1 „Emmelie“

Was ist ein Umgebindehaus und wo liegt überhaupt Finkendörfel?

Zoom Plausch mit zwei Hybridautorinnen und ihrem Verleger

Interview mit Sylke Hörhold

Hier ist aber nun endlich die Podcastfolge:

Über die Autorin (Quelle: Oberlausitzer Verlag):

Die Autorin Sylke Hörhold lebt und arbeitet in einem besonders schönen Teil des Oberlausitzer Berglands. Hier spielen sich auch die fiktiven Geschehnisse ihrer kleinen Reihe der Oberlausitzkrimis ab.

Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und wohnt mit ihrem Mann in einem Haus in Pilzdörfel, einem Ortsteil der Gemeinde Sohland an der Spree. Familiengeschichten, historische Geschichten und Sagen aus der Oberlausitz interessieren sie ebenso, wie heilsame Geschichten für kleine und große Kinder. In ihrem Hauptberuf ist sie Psychotherapeutische Heilpraktikerin und Referentin für Hospiz und Trauerbegleitung. Ihre Profession des seelischen Heilens verbindet sie in verschiedenen Schreibkursen auch mit ihrer großen Leidenschaft für das Schreiben.

Podcast: Interview mit Sylke Hörhold

Links:

Oberlausitzer Verlag

Sylke Hörhold

Interview mit Dieter Neumann & Rezension

„Todeslied“ von H. Dieter Neumann (Kira Lund #2)

Der zweite Teil der Kira-Lund-Reihe „Todeslied“ ist nun drei Tage alt. Nachdem ich den ersten Teil ja erst vor kurzem gelesen habe, war ich gespannt, ob Teil zwei mithalten kann. Und ja, das kann er. Er hat mir sogar noch besser gefallen als „Haie unter dem Eis“.

Susanna von Hohenmarschen-Klammroth, die als Solistin in einem Stück des Kammerchors „canticum novum“ auftreten soll, verschwindet spurlos am Tag der Generalprobe. Zwei Wochen später wird sie mit durchgeschnittener Kehle im Alsensund in Dänemark gefunden. Kira Lund, die sich gerade im Segelurlaub mit ihrem Freund Lukas befindet, wird von ihrem Chef Michael de Jong beauftragt für die Sendung „Unser Land am Abend“  herauszufinden, was hinter dem Mord steckt.

Wie auch schon im ersten Teil wurde Kiras Arbeit als Videojournalistin perfekt mit der Polizeiarbeit von Helene Christ aus der gleichnamigen Reihe von Dieter Neumann verwoben. Kira und Helene pflegen mittlerweile eine zarte Freundschaft und ich nehme mal an, dass diese sich im nächsten Teil, der „Stumme Gräber“ heißen wird, noch vertiefen wird. Ich mag auch einfach das Team, das aus Kira und ihrem Kollegen Tim Scholler besteht. Sie sucht vor Ort nach Indizien, er liefert die Hintergrundinformationen, ist aber vor Ort, wenn sie ihn braucht. Wie immer in den Romanen von Dieter Neumann ist auch hier eine Hintergrundgeschichte des Mordes abgebildet, die Hand und Fuß hat. Bei mir hat es ziemlich lange gedauert, bis ich dahinter gekommen bin wer der Mörder ist.

Bei der Lektüre von „Todeslied“ hatte ich in den entsprechenden Szenen Meeresgeruch in der Nase. Das hat viel dazu beigetragen, dass das Buch ein Wohlfühlkrimi für mich geworden ist. Gut gelungen ist der Wechsel zwischen Spannung und gemütlichen Momenten ohne dass es je langweilig geworden wäre. Einen Teil hat Kiras journalistischer Instinkt dazu beigetragen, da sie immer mal wieder ein „komisches Gefühl“ hatte, dem sie nachgehen musste. Ganz egal, ob sie sich und andere damit in Gefahr gebracht hat oder nicht.

Den zweiten Teil der Reihe kannst du übrigens auch für sich stehend lesen. Für mich hat es sich aber sehr gelohnt den ersten Teil vorab zu lesen.

Dieter Neumann hat mir das Buch zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich herzlich dafür.

Interview mit Dieter Neumann (Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/)

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Seiten: 328

Herausgeber: Piper Spannungsvoll

Erscheinungstermin: 28. April 2022

ISBN: 978-3492504966

Homepage Dieter Neumann

Über den Autor (Quelle: Piper Verlag):

H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. wurde der Diplom-Finanzökonom (BI) Vertriebsleiter und Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens und schließlich Vorstand einer Dienstleistungsgenossenschaft. Danach erfüllte er sich seinen Lebenstraum, indem er einige Semester Neuere Deutsche Literatur studierte und sich ganz aufs Schreiben verlegte. Neumann hat sich der Spannungsliteratur verschrieben. Neben seinen Thrillern und Kriminalromanen hat er jedoch auch vier Sachbücher über Redewendungen veröffentlicht. Im Jahr 2018 wurde er mit dem Jurypreis des NordMordAward ausgezeichnet. Als passionierter Segler ist Neumann oft und gern auf dem Wasser. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsende Töchter und lebt in der Nähe von Flensburg auf dem Land.

Foto: © privat / Piper Verlag

Podcastfolge & Rezension "Todeslied" von Dieter Neumann
Foto: © privat / Piper Verlag

Kunterbunte Bücherreisen ON AIR: Interview mit Veronika Rusch

Heute habe ich ein ganz tolles Interview für dich. Es hat unglaublich Spaß gemacht Veronika Rusch, die Autorin der Schwarze Venus-Reihe zu interviewen.

In der Reihe geht es um Josephine Baker, die bekannte Tänzerin und Schauspielerin, die in den 1920er Jahren berühmt wurde. Die fiktive Geschichte über drei Teile erzählt, wie es gelingt Josephine Baker vor mehreren geplanten Attentaten zu bewahren. Die Handlung ist vor meinen Augen wie ein Film abgelaufen, da die Veronika Rusch so lebendig geschrieben hat.

Wenn du die Reihe noch nicht kennst, solltest du auf jeden Fall die Leseprobe lesen.

Interview mit Veronika Rusch

*Links*

Homepage der Autorin

Homepage des Verlages incl. Leseproben

Reihenfolge der Bücher:

Der Tod ist ein Tänzer (Rezension)

Die Spur der Grausamkeit

Die Dunkelheit der Welt

Über die Autorin (Quelle: piper Verlag):

Veronika Rusch ist Jahrgang 1968. Sie studierte Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom und arbeitete als Anwältin in Verona, sowie in einer internationalen Anwaltskanzlei in München, bevor sie sich selbständig machte. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in ihrem Heimatort in Oberbayern. Neben Romanen schreibt sie Theaterstücke für Erwachsene und Kinder sowie Dinner-Krimis. Für ihre Krimikurzgeschichte „Hochwasser“ erhielt sie 2009 den zweiten Preis im Agatha-Christie-Krimiwettbewerb.

Foto: © Diane von Schoen / Piper Verlag

Mord unter dem Eis

Haie unter dem Eis – Kira Lunds erste Reportage (Kira Lund 1): Ein Nord-Ostsee Krimi von H. Dieter Neumann

„Haie unter dem Eis“ hat schon viel zu lange auf meinem SuB gelegen. Als das Buch im Mai 2021 erschienen ist,  litt ich an einer akuten Krimi-Übermüdung. Das hat sich mittlerweile gelegt, also habe ich es endlich gelesen.

Kira Lund, eine junge Videojournalistin, wird in die Ermittlungen bezüglich des Todes ihrer besten Freundin Carola verwickelt. Carola wurde nämlich während eines Eistauchgangs, den sie mit ihrem Mann durchgeführt hat, ermordet. Nachdem Carolas Ehemann Jesper unter Verdacht geraten ist, mischt sich Kira in den Fall ein und recherchiert mit den ihr als Journalistin zur Verfügung stehenden Mitteln auf eigene Faust. Sie kann einfach nicht glauben, dass Jesper seine Frau auf dem Gewissen hat.

Ich habe mich sehr gefreut, Helene Christ, die in der Vorgängerreihe des Autors die Hauptrolle besetzt, wieder zu treffen. Natürlich ist auch Frau Sörensen, ihre kleine Hündin, mit dabei. Wie du dir sicher vorstellen kannst, ist Helene nicht sehr glücklich darüber, dass Kira nicht nur neugierige Fragen stellt, sondern sich auch noch in große Gefahr begibt indem sie Orte aufsucht, die direkt mit dem Verbrechen in Zusammenhang stehen. Ich finde, dass eine Ermittlung aus Journalistensicht mal etwas anderes ist als aus Sicht der Kommissare, die in den meisten Krimis ermitteln, die ich bisher kennen gelernt habe.

Kira erforscht das Geschehne fast auf sich allein gestellt und gegen den Willen der ermittelnden Behörden, weil diese glauben, dass Kira einfach nur eine große Story wittert und damit groß raus kommen will. Auch im Privatleben ist Kira in der Zeit, in der der Roman spielt, auf sich allein gestellt. Ihr Freund Lukas befindet sich in der Antarktis auf Forschungsreise und um die Gesundheit ihres Vaters ist es nicht gut bestellt. Dieses unfreiwillige allein sein kam in meinen Augen hier besonders zur Geltung. Ich konnte regelrecht fühlen, dass Kira zeitweise verzweifelt war.

In den Romanen, die ich bisher von H. Dieter Neumann gelesen habe, wird an Wirtschaftsthemen nicht gespart. Das ist auch hier so. Allerdings sollte dies kein Hindernis für dich sein, denn die Zusammenhänge sind so gut aufbereitet, dass sie jeder verstehen kann. Es handelt sich hier auch nicht um einen blutrünstigen Krimi, so dass selbst zarte Gemüter das Buch bedenkenlos lesen können.

Wenn dich bereits die Helene-Christ-Reihe begeistert hat, solltest du unbesorgt zuschlagen. Mir hat die Kira-Lund-Reihe sogar noch ein wenig besser gefallen. Der zweite Teil der Kira-Lund-Reihe „Todeslied“ erscheint am 28. April 2022. Der dritte Teil „Stumme Gräber“ ist für das Jahr 2024 angekündigt.

„Dunkles Wasser“ Lesung im Speicherstadtmuseum am 30. August 2019 (Gewinner des Nord Mord Award 2018)

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Seiten: 344

Herausgeber: Piper Spannungsvoll

ISBN: 978-3492504942

Preis: 11,00 € (Taschenbuch), 5,99 € (E-Book)

*Links*

H. Dieter Neumann

Piper Verlag

„Drakon – Tod unter Segeln“ von H. Dieter Neumann

*Der Autor (Quelle: Piper Verlag)*

H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. wurde der Diplom-Finanzökonom (BI) Vertriebsleiter und Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens und schließlich Vorstand einer Dienstleistungsgenossenschaft. Danach erfüllte er sich seinen Lebenstraum, indem er einige Semester Neuere Deutsche Literatur studierte und sich ganz aufs Schreiben verlegte. Neumann hat sich der Spannungsliteratur verschrieben. Neben seinen Thrillern und Kriminalromanen hat er jedoch auch vier Sachbücher über Redewendungen veröffentlicht. Im Jahr 2018 wurde er mit dem Jurypreis des NordMordAward ausgezeichnet. Als passionierter Segler ist Neumann oft und gern auf dem Wasser. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsende Töchter und lebt in der Nähe von Flensburg auf dem Land.

Foto: © privat / Piper Verlag

Mord in Hamburg

Hafenmörder: Carl-Jakob Melcher ermittelt von Christoph Elbern

Bekanntlich stehe ich ja auf Bücher, die zur Jahrhundertwende 1800/1900 spielen und die in Deutschland angesiedelt sind. Da „Hafenmörder“ ein Krimi ist, der in dieser Zeit und an diesem Ort spielt, dachte ich, es könnte ganz gut passen.

In Hamburg des Jahres 1904 geschehen in unterschiedlichen Abständen Morde an hoch angesehenen Bürgern. Der erste Tote zeigt Anzeichen von Cholera, daher schaltet Martin Bucher, der ermittelnde Beamte, seinen Freund Carl-Jakob Melcher ein, der als Bakteriologe am Hamburger Tropeninstitut arbeitet. Die beiden können die Ungereimtheiten des Falls nicht auf sich beruhen lassen und ermitteln zum Teil eigenmächtig und meiner Meinung nach äußerst leichtsinnig diesen Fall.

Zu Beginn fand ich den Schreibstil richtig gut und mal etwas anderes zu dem, was ich sonst so lese. Die Geschichte wird von Carl-Jakob im Rückblick erzählt und zwar so, als würde mir davon berichten, während wir uns gegenüber sitzen und gemütlich einen Kaffee trinken. Die Hintergrundinformationen zu den Figuren und Geschehnissen konnten so perfekt in die Erzählung eingebunden werden. Mit der Zeit ist mir der Inhalt aber sehr in die Länge gezogen vorgekommen. Zeitweise war ich ziemlich gelangweilt und habe schneller gelesen als ich wollte. Die Spannung kam allerdings immer mal wieder zurück. Es war ein ewiges Auf und Ab. Die Figuren blieben mir während des Lesens bis zum Ende fremd. Wobei ich nicht so richtig beurteilen kann, ob es an einer fehlenden Tiefe der Charaktere lag oder weil ich ab einem bestimmten Punkt zu schnell und zu oberflächlich gelesen habe. Die Auflösung des Falls hat am Ende Sinn gemacht und war nachvollziehbar, war aber mit einem Showdown verbunden, der meiner Meinung nicht notwendig gewesen wäre.

Wenn Du Bücher magst, die dich nicht vor Spannung die Wände hoch gehen lassen und die in besagter Zeit an besagtem Ort spielen, ist „Hafenmörder“ genau das richtige für dich.

Wenn du mehr über den Autor erfahren möchtest, kannst du dich auf seiner Homepage oder auf der Seite des Verlages umsehen.

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Seiten: 365

Herausgeber: Ruetten & Löhnig

Erscheinungstermin: 14. Februar 2022

ISBN: ‎ 978-3352009723

Preis: 18,00 € (gebundenes Buch), 13,99 € (E-Book)

Informationen über den Autor (Quelle: Aufbau Verlage):

Christoph Elbern, Jahrgang 1960, hat Germanistik und Anglistik studiert und lange als Journalist gearbeitet. Er war in leitenden Positionen bei verschiedenen Magazinen tätig – unter anderem „Prinz“ und „TV Movie“. Seit 2010 leitet er eine Agentur für Unternehmenskommunikation in Kassel. Unter dem Pseudonym Klaas Kroon hat er bereits zahlreiche Kriminalromane veröffentlicht. Er lebt in Hamburg.

© Bernd Obermann
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