Live-Chat mit Svea Jensen zu Nordwesttod

Vom 16. Februar bis zum 22. Februar 2021 fand die Blogtour zum Krimi „Nordwesttod“ von Svea Jensen statt. „Nordwesttod“ ist nicht nur der Auftakt zur neuen Serie „Soko St. Peter-Ording“, sondern auch das erste Buch von Svea Jensen bei HarperCollins Germany. Das Buch spielt in St. Peter-Ording und vereinigt Sehnsucht nach dem Meer und nach Entspannung mit einem Krimi mit Wohlfühlfaktor. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint bereits am 25. Mai 2021.

Am 26. Februar werden wir ab 19:30 Uhr in einem Zoom-Call mit Svea Jensen im Gespräch sein. Heike von Frau Goethe liest wird den Live-Chat moderieren und ich werde Svea Jensen einige Fragen zum Buch und zu anderen interssanten Themen stellen. Danach seid ihr an der Reihe: Ihr dürft Fragen stellen und am Ende werden zwei Exemplare von „Nordwesttod“ unter den Zuschauern verlost.

Zugang zum Zoom-Meeting bekommt ihr über den folgenden Link: Frau Goethe liest

Zum Schutz der Daten sind die Teilnehmer standardmäßig ohne Video und Mikrophon eingeloggt. In der anschließenden Gesprächsrunde entscheidet jeder selber, wie sichtbar er wird. Es wird auch keine Aufzeichnung geben.

Die einzelnen Stationen findet ihr in dem zu Beginn verlinkten Beitrag.

BIld von Wolfgang Sauck auf Pixabay

Mord im idyllischen St-Peter-Ording

Ich habe wirklich lange keinen Krimi mehr gelesen und als ich gefragt wurde, ob ich bei der Blogtour des ersten Buches von Svea Jensen mitmachen möchte, musste ich einfach zusagen. Schon der Klappentext hat mich total angesprochen. „Nordwesttod“ ist der erste Teil einer neuen Reihe. Der zweite Teil „Nordwestzorn“ erscheint schon im Mai 2021.

Hendrik Norberg hat sich nach St. Peter-Ording versetzen lassen, weil seine Frau verstorben ist und er sich mehr um seine beiden Jungs kümmern möchte. Er wird dort der neue Dienststellenleiter der Polizeistation und trifft auf Anna Wagner, die nach ihrer Scheidung nach St. Peter Ording versetzt wurde. Der erste Fall scheint erst mal gar kein erster Fall zu sein. Die junge Umweltaktivistin Nina Brechtmann ist nicht aus dem Urlaub zurück gekehrt und wird eigentlich nur von ihren Kollegen vermisst. Sie ist ein stiller und zurückhaltender Typ, der nichts aus dem Privatleben erzählt, daher sind die Ermittlungen nicht ganz so einfach für das neue Team.

Direkt mit dem Prolog steigt man auch in das Geschehen ein. Obwohl es in dem Buch mehrere Tote gibt, ist es nicht blutrünstig geschrieben, eher gemächlich und entspannt. Ich habe sogar zeitweise fast vergessen, dass es sich um einen Krimi handelt. Sowas gefällt mir wirklich gut, denn viele Krimis oder Thriller sind nur auf die Ermittlungen fokussiert, was auch Spaß machen kann, mich aber auf Dauer nicht glücklich macht. Hier wird einiges an Drumherum zu den Haupt- und Nebencharakteren erzählt, so dass man sie gut kennenlernen kann. Gleichzeitig ist diese Hintergrundinformation natürlich die perfekte Grundlage um eine mehrteilige Reihe aufzubauen. Obwohl viele Personen vorkommen, wird es nicht unübersichtlich, weil jeder von den Charakteren behutsam eingeführt wird und nicht zu viele Infos auf einmal erzählt werden, die dazu noch gut dosiert preis gegeben werden. Sehr oft geschieht dies in Rückblicken. Mir hat diese Vorgehensweise richtig gut gefallen. Liebevolle kleine Details machen das Buch zu einem herzerwärmenden Leseerlebnis, das man nicht so schnell beenden möchte. Um die Spannung zu erhalten, wurden kurze Kapitel gewählt, die immer wieder an verschiedenen Schauplätzen spielen.

Aufgrund der Beschreibungen der verschiedenen Orte hatte ich leider ich das ganze Buch über Meerweh, das auch noch eine ganze Weile angehalten hat. St. Peter-Ording kenne ich nicht, aber ich glaube, dass ich es demnächst kennen lernen möchte, denn es klingt nach Ruhe, Erholung und ursprünglicher Natur.  

Wenn ihr es mögt, nicht durch ein Buch zu jagen, sondern gemächlich hindurch zu gehen und zu genießen, kann ich euch das Buch sehr ans Herz legen. Eine Leseprobe findet ihr hier. Das Buch wurde auch als Hörbuch mit Julia Nachtmann als Sprecherin vertont.  

Sonnenuntergang am Wattenmeer in St. Peter-Ording
Bild von Poochy auf Pixabay

Ein wichtiges Thema des Buches ist das Thema Umweltschutz, denn Nina Brechtmann ist nicht nur Umweltaktivistin, sondern auch die Tochter einer Hoteliersfamilie. Wie man sich vorstellen kann, ist dies keine einfache Situation für alle Beteiligten.

In St. Peter-Ording gibt es eine Organisation mit dem Namen „Schutzstation Wattenmeer“. Diese Organisation betreut den Nationalpark Wattenmeer, kümmert sich unter anderem um die Dünen und um weitere Forschungs- und Naturschutzaufgaben. Die Nationalparks Wattenmeer, die unter anderem auch in Niedersachsen und Hamburg bestehen, schützen die Natur vor menschlicher Nutzung und ermöglichen Naturerlebnisse für die Besucher.

In St. Peter-Ording kommt ein Großteil des Umsatzes aus dem Tourismus, das bedeutet, dass ein stabiles Gleichgewicht zwischen Umweltschutz und Tourismus geschaffen werden muss. Um dies zu gewährleisten, wurde bereits im Jahr 1999 ein „Bescheid zur Sondernutzung des Meeresstrandes“ zwischen der Nationalparkverwaltung und der Gemeinde St. Peter-Ording abgeschlossen. Dieser wurde im Oktober 2020 erneuert und regelt beispielsweise das Befahren des Strandes mit Autos, das Parken oder Bohlenwege für Fahrräder, da dies sowohl durch das Nationalparkgesetz als auch durch das Landesnaturschutzgesetz ausgeschlossen wird. Aus diesem Grund wurden diese Sonderregelungen als Kompromiss getroffen.

Grundsätzlich können die Touristen auch ihren Beitrag zum Umweltschutz in St. Peter-Ording leisten, indem sie sich nachhaltig innerhalb des Ortes fortbewegen, beispielsweise per ÖPNV, per Rad oder zu Fuß und nach nachhaltigen Hotelangeboten Ausschau halten. Dies ist vielleicht etwas teurer, aber es erhält St. Peter-Ording als lebenswerten Ort für die Anwohner und als liebenswerten Ort für Touristen.  Jeder kann seinen Teil dazu beitragen.

Autorenfoto von Svea Jensen
Svea Jensen ©Maya Meiners fotografie

Informationen zum Buch *Werbung*

Seiten: 416 Seiten

Verlag: HarperCollins

Erscheinungsdatum: 16. Februar 2021

ISBN: 978-3749900039

Preis: 12,00 € (Taschenbuch)

Die Blogtour hat folgende Stationen:

16.02.2021 Frau Goethe liest

17.02.2021 Lesenswertes aus dem Bücherhaus

18.02.2021 Janakas Buchblog

19.02.2021 Krimi und Keks

20.02.2021 Kunterbunte Bücherreisen

21.02.2021 Susannes Bücherwelt

22.02.2021 Eulenmatz liest

Das Ende der Stummfilm Ära

Der zweite Teil der Gereon-Rath-Reihe hat mir sogar noch besser gefallen als der erste Teil. Endlich habe ich eine neue Reihe gefunden, die ich mit Vergnügen höre. Und das Beste daran: Ich habe noch sechs Teile vor mir.

In „Der stumme Tod“ hat es Gereon Rath mit einer ermordeten Stummfilmschauspielerin zu tun. Während der Dreharbeiten wird die Schauspielerin Betty Winter von einem herabfallenden Scheinwerfer getötet. Während Gereon noch weitere Baustellen hat, sterben weitere Schauspielerinnen. Allen werden die Stimmbänder entnommen, was schon relativ früh auf einen Täter hinweist, der den neuartigen Tonfilm nicht gutheißt. Gereons Vater zwingt ihm zeitgleich als Gefälligkeit für den späteren Bundeskanzler Konrad Adenauer auf, einen Erpressungsfall aufdecken, der dem damaligen Oberbürgermeister von Köln sehr schaden würde, wenn er nicht unterbunden werden würde.

Wie schon im ersten Teil hat mir der Charakter von Gereon Rath richtig gut gefallen. Er ist aufbrausend, direkt und hat das Talent sich immer in scheinbar aussichtslose Situationen zu manövrieren. Manchmal hätte ich ihn schütteln können, weil es absehbar war, dass es einfach nicht gutgehen kann, was er gerade plant. Mir gefällt das gemächliche Tempo, in dem Volker Kutscher erzählt, richtig gut. Ich mag es, wenn nicht immer hin und her gehetzt wird und man viel über die Protagonisten erfährt. Hier erfährt man in kleinen Häppchen immer mehr über die Beziehung zwischen Gereon und seinen Eltern. Außerdem kommen einige historische Personen im Buch vor, unter anderem der weiter oben erwähnte Konrad Adenauer, Ernst Gennat (Beamter der Berliner Kriminalpolizei in Preußen) oder der Berliner Polizeipräsident Karl Friedrich Zörgiebel. Die Spielorte wie die Rote Burg (das Polizeipräsidium am Alexanderplatz) oder das Aschinger (Restaurant) sind ebenfalls reale Orte.

In den späten 1920er Jahren löste der Stummfilm den Tonfilm ab. Stummfilme zeichnen sich dadurch aus, dass einzelne erklärende Sätze zwischen den einzelnen Szenen eingeblendet werden und der gesamte Film mit manchmal eigens dafür komponierter Musik hinterlegt ist. Wenn man sich mal so einen Film ansieht, merkt man schnell, dass diese Filme genauso ausdrucksstark sind wie die heutigen Tonfilme, nur auf eine andere Art und Weise. Habt ihr schon mal einen Stummfilm gesehen? Ich habe mal im Rahmen einer Ausstellung einen Stummfilm gesehen und war beeindruckt, wie man sich damals ohne Sprache ausdrücken konnte.

Über den Sprecher, David Nathan, brauche ich vermutlich nicht mehr viel zu sagen. Ich bin seit dem ersten Hörbuch, das er mir vorgelesen hat, großer David Nathan Fan und finde, dass er hier wieder ausgezeichnete Qualität abgeliefert hat.

Dieser Teil ist ebenfalls als die Serie „Babylon Berlin“ verfilmt worden, allerdings nicht als Staffel 2, sondern als Staffel 3, wobei hier laut Wikipedia nur der Kerninhalt mit dem Buch übereinstimmt. Ich habe nur einen Teil der ersten Staffel gesehen und finde, dass die Bücher um einiges besser sind als die Serienverfilmung.  

Wenn Euch das Hörbuch interessiert, könnt ihr euch beim Argon Verlag die Hörprobe anhören.  Meine Meinung bezieht sich auf die ungekürzte Hörbuchausgabe. Die gekürzte Ausgabe wird von Reiner Schöne gelesen und hat eine Laufzeit von 6 Stunden und 38 Minuten.

Die Gereon Rath Reihe umfasst bisher insgesamt acht Teile:

1. Der nasse Fisch

2. Der stumme Tod

3. Goldstein

4. Die Akte Vaterland

5. Märzgefallene

6. Lunapark

7. Marlow

8. Olympia

Infos zum Hörbuch *Werbung*

Länge: 17 Stunden 30 Minuten

Verlag: Argon Verlag

Preis: 29,95 €

Veröffentlichung: 13. Dezember 2019

ISBN: 978-3-7324-5397-9

Tödliches Idyll – Rhys Bowen (Ein Fall für Constable Evan Evans # 1) [Hörbuch]

Ich weiß nicht genau, ob es die Kombination aus dem Sprecher und der Geschichte war oder ob mir nur die Geschichte nicht gefallen hat. Ich habe dem Hörbuch eine richtig lange Chance gegeben, aber bei gut 70 % war Schluss. Ich habe es abgebrochen.

Evan Evans lässt sich nach Llanfair in Wales versetzen. Dort passieren nie irgendwelche Verbrechen. Dann werden zwei Wanderer tot aufgefunden und Evan kann nicht glauben, dass sie einfach nur unglücklich die Berge hinab gestürzt sind. Er fängt also an zu ermitteln, obwohl das gar nicht sein Job ist.

Es beginnt schon mit dem Namen des Dorfpolizisten Evan Evans. Das finde ich total dämlich, Evan übrigens auch. Der Autor hat sich auch sicher was dabei gedacht, aber ich weiß nicht was. Die Geschichte ist grundsätzlich ganz nett, aber für mich ziemlich langweilig geschrieben. Ich mag Cozy Crime echt gern, aber das war mir irgendwie zu cozy: „in unserem Dorf passiert doch kein Verbrechen. Das muss ein unglücklicher Unfall gewesen sein!“ – Kuschelkurs hoch zehn und das obwohl sogar  ich als Laie gemerkt habe, dass da ein Mord passiert ist. Nee, das war nichts. Eigentlich schade, denn ich fand den Klappentext gar nicht schlecht.

Der Sprecher, Omid-Paul Eftekari, war für mich sehr einschläfernd. Ich könnte mir vorstellen, dass ein anderes Genre ihm besser liegen würde, denn die Stimme ist sehr angenehm anzuhören.

Wenn ihr mal in das Hörbuch rein hören wollt oder euch das Buch ansehen wollt, seht euch mal auf der Seite von Digital Publishers um.

Baskische Tragödie (Luc Verlain # 4) – Alexander Oetker (Hörbuch)

Ich habe mich so gefreut, als ich gesehen habe, dass es Teil 4 endlich als digitales Hörbuch gibt. Ich habe Luc Verlain mittlerweile nämlich sehr gern. Allerdings war dieser Teil anders als die Teile davor.

Als an den Stränden des Aquitaine Pakete mit Kokain angespült werden und ein kleiner Junge ins Koma fällt, weil er in einem unbeobachteten Moment davon probiert, ist Luc der leitende Ermittler.
In den vorherigen Bänden sind immer mal Hinweise auf diesen vierten Teil gestreut worden, die nun dazu führen, dass Luc selber zum Gejagten wird. Er wird zum Spielball eines Drogenbosses, der ihn allerlei aussichtslose Vorhaben erledigen lässt. Luc bleibt nichts anderes übrig als mitzumachen, denn er ist mittlerweile in seiner Heimat als korrupter Polizist bekannt, der in ganz Frankreich gesucht wird.

Im Gegensatz zu den anderen Teilen kommt „Baskische Tragödie“ wie ein Thriller daher. Ich fand es durchweg spannend und habe die ganze Zeit mit gefiebert und gehofft, dass Luc das alles heil übersteht. Das Ende des Buches klang für mich allerdings wie ein Abschied von Luc und seinen Kollegen, denn alle Fragen, die sich in den letzten drei Teilen aufgebaut haben, wurden jetzt beantwortet. Ich hoffe nicht, dass sich das bewahrheitet, denn ich würde gerne weitere Bücher über ihn hören.

Der Sprecher, Frank Arnold, hat seine Sache wieder sehr gut gemacht und mich diesmal nach Spanien versetzt, denn dort bzw. im Grenzgebiet zu Frankreich spielt „Baskische Tragödie“.

Wenn ihr Frankreich mögt und der französischen Sprache nicht abgeneigt seid, probiert es einfach mal mit der Luc-Verlain-Reihe. Für mich sind die vier Bücher einfach Wohlfühlbücher.

Auf der Seite des Audiobuch Verlages könnt ihr mehr über das Hörbuch erfahren.

Der nasse Fisch – Volker Kutscher [Die Gereon-Rath-Romane] (Hörbuch)

Als die erste Staffel von “Babylon Berlin” ausgestrahlt wurde, haben wir uns einen Teil davon angesehen, aber so recht überzeugt war ich nicht. Warum ich dann allerdings den ersten Teil der Gereon-Rath-Reihe hören wollte, weiß ich gar nicht genau. Jedenfalls ist mir jetzt klar, dass ich “Babylon Berlin” niemals weiter ansehen werde, denn das erste Buch der Reihe hat mich so sehr überzeugt, dass ich die Reihe weiter hören werde und keinen Bedarf mehr an der Serie habe.  

Gereon Rath wurde von Köln nach Berlin versetzt, nachdem er den Sohn eines bekannten Verlegers während eines Einsatzes erschossen hat. Dort ist er erst mal bei der Sitte, allerdings verstrickt er sich durch private Umstände immer mehr in einen aktuell laufenden Kriminalfall und ermittelt erst heimlich, wird dann aber versetzt und darf offiziell ermitteln.  

Ich habe so viele Gründe gefunden, das Buch großartig zu finden. Nicht nur dass einer meiner absoluten Lieblingssprecher – David Nathan – das Hörbuch liest, sondern auch der Schreibstil hat mir außerordentlich gut gefallen. Die Charaktere sind nicht einfach gestrickt, so dass man als Hörer/in das Gefühl hat, dass es um echte Menschen geht, von denen da erzählt wird. Gereon Rath ist nicht die Art Mensch, dem alles beim ersten Versuch sofort gelingt und er hat auch mal Dreck am Stecken und muss eine Lösung aus der aktuellen Situation finden. All das hat dazu geführt, dass ich wie gebannt zugehört habe, wie sich Herr Rath immer und immer mehr in die Geschehnisse verwickelt hat. Ein großes Plus für mich war zusätzlich noch, dass das Buch nicht total rasant geschrieben ist, so dass man sich wie getrieben fühlt, eher ist es so, als würde man den normalen Alltag langsam und gemächlich, sozusagen in Echtzeit, miterleben. Die Spannung kommt aber trotz allem nicht zu kurz.  

Meiner Meinung nach hat der Inhalt des Buches nicht viel damit zu tun, was am Ende als Serie herauskam, denn schon allein die Gedanken der Figuren sind ja über ein visuelles Medium gar nicht transportierbar. Genau diese haben das Hörbuch für mich sehr bereichert. 

Ich werde auf jeden Fall alle weiteren Bücher der Reihe ebenfalls hören. Wenn ihr neugierig geworden seid, guckt einfach auf die Seite vom Argon Verlag. Es gibt ein gekürztes und ein ungekürztes Hörbuch. Ich habe das ungekürzte Hörbuch gehört.  

Das sind die weiteren Teile der Serie: 

Der stumme Tod 

Goldstein 

Moabit 

Märzgefallene 

Lunapark 

Marlow 

Olympia 

Sprecher: David Nathan 

Verlag: Argon  

Erscheinungsdatum: 18. September2017 

Dauer: 18 Stunden 7 Minuten 

Winteraustern – Luc Verlain #3 – Alexander Oetker (Hörbuch)

Sprecher: Frank Arnold

Verlag: Audiobuch Verlag OHG  

Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019

Dauer:  7 Stunden 48 Minuten

ISBN: 978-3-95862-522-8

Der Autor (Verlag):

Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext (Verlag):

Winter auf dem Bassin d’Arcachon. Das bedeutet: Hochkonjunktur bei den Austernzüchtern, schließlich sind die Feiertage ohne Meeresfrüchte in Frankreich unvorstellbar. Allerdings sind zu dieser Zeit auch die berüchtigten Austerndiebe besonders aktiv. Commissaire Luc Verlain ist ebenfalls auf dem Bassin unterwegs, weil er mit seinem kranken Vater, dem ehemaligen Austernzüchter, noch einmal dessen alte Wirkungsstätte besuchen will. Doch ihre Bootstour endet jäh, als die beiden plötzlich auf die an Pfählen festgebundenen Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Züchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Dieb von seinem Treiben ablenken? Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Luc Verlain Reihe beinhaltet mehr Krimielemente als die Vorgänger. Ich hatte ununterbrochen während des Hörens den Geruch von Meerwasser in der Nase.

Als Luc mit seinem Vater eines Morgens auf dem Meer unterwegs ist, finden sie zwei Leichen. Die Vermutung ist, dass die jungen Männer Austern geklaut haben, da deren Familien in Geldnot stecken. Luc und sein Team übernehmen die Ermittlungen in diesem dritten Fall.

Mir ist diesmal mehr als bei den ersten zwei Teilen aufgefallen, dass man die Teile auch für sich allein stehend lesen kann, da der Autor immer zwischendrin kurz erwähnt, was mit den Figuren bis zu diesem Zeitpunkt geschehen ist. Ob man das möchte, kann ja jeder für sich selber entscheiden. Ich lese nicht gerne Reihen durcheinander oder gar nur einzelne Teile einer Reihe. Diesmal endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger, der mich sehr neugierig macht auf Teil 4 („Baskische Tragödie“ – erscheint am 7. Oktober 2020).

In „Winteraustern“ geht es überwiegend um die Austernzucht. Bisher habe ich mir weder Gedanken gemacht, wie sie gezüchtet werden noch ob es für die Züchter hart ist, beispielsweise durch den Klimawandel, ihre Zucht zu betreiben. Da ich Austern noch nie probiert habe und es auch nicht vor habe, habe ich diesmal nicht ununterbrochen Hunger gehabt, wenn der Autor geschrieben hat, was die Protagonisten essen und trinken.

Der Fall ist wie in den vorherigen Teilen auch nicht so präsent wie in anderen Krimireihen, was mir sehr gut gefällt. Da Lucs Leben niemals langweilig beschrieben ist, ist „Winteraustern“ auch wieder ein Wohlfühlbuch, vor allem auch wegen all der französischen Begriffe, die meiner Meinung nach im dritten Teil mehr geworden sind als in den anderen Teilen. Frank Arnold macht seine Sache wieder sehr gut. Ich muss mich jetzt erst mal nach anderen Büchern umsehen, die er vorliest.

Mir hat dieser Teil auch wieder ausgesprochen gut gefallen. Leider muss Teil 4 nun noch etwas warten, da das Hörbuch noch nicht digital verfügbar ist und ich es auf jeden Fall hören möchte.

Wenn ihr mehr über das Hörbuch erfahren wollt, seht Euch einfach auf der Seite des Verlages um.

Château Mort – Luc Verlains neuer Fall – Alexander Oetker (Hörbuch)

Sprecher: Frank Arnold

Verlag: Audiobuch Verlag OHG  

Erscheinungsdatum: 7. März 2018

Dauer:  Stunden 19 Minuten

ISBN: 978-3-95862-045-2

Der Autor (Verlag):

Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext (Verlag):

Luc Verlains erster Sommer im Aquitaine neigt sich dem Ende entgegen. Kurz vor der Lese der edelsten Weinreben wird Frankreich von einer Hitzewelle erfasst. Und ausgerechnet nun findet der Marathon du Médoc statt – bei dem Läufer unterwegs auch noch Rotwein verkosten dürfen. Ein riesiges Fest, das für Luc noch schöner wird, weil seine Flamme und Partnerin Anouk nach einer geheimnisvollen Italienreise wieder zurückkehrt. Gemeinsam stehen sie im Schlossgarten von Lucs bestem Freund Richard, der die Marathonläufer mit einem feinen Rotwein verköstigt. Plötzlich brechen einige Sportler zusammen, ein Politiker kommt nur knapp mit dem Leben davon und ausgerechnet der sympathische Winzer Hubert stirbt. Hat Richard etwas damit zu tun? Ein schwieriger Fall für den Commissaire, zumal Luc und Anouk in entgegengesetzter Richtung ermitteln. Welche Spur führt zum Täter? Hörbuchpreisträger Frank Arnold nimmt den Hörer in dieser ungekürzten Lesung mit in die kulinarisch-kriminalistische Welt von Luc Verlains zweitem Fall.

Meine Meinung:

Teil 1 („Retour“) fand ich so angenehm zu hören und ich habe die Figuren in der relativ kurzen Zeit so lieb gewonnen, dass ich den zweiten Teil direkt anhängen musste.

Lucs bester und ältester Freund Richard steht unter Verdacht einen Winzer, dessen Château er kaufen wollte, ermordet zu haben. Und zwar mit vergifteten Wein, den er seinem Geschäftspartner angeblich beim Marathon du Médoc untergejubelt hat.

Wie auch im ersten Teil ist der Krimi eher ein Roman mit Krimielementen. Natürlich gibt es einen Mordfall und es wird auch ermittelt, aber es geht ganz viel auch um Luc und vor allem um Luc und Anouk. Und vor allem geht es ums Essen und ums Wein trinken. Die Figuren machen gefühlt fast nichts anderes als das. Aber genau diese Erzählweise ist es, die für mich so entspannt und mit Wohlfühlfaktor daher kommt.

Ich finde es eigentlich sehr schade, dass die Hörbucher nicht mal 10 Stunden gehen. Ich hätte Frank Arnold wirklich gerne noch weitere endlos lange Stunden gelauscht. Er hat eine sehr angenehme Stimme und die französischen Worte, die nicht selten eingeworfen werden, spricht er für meine ungeschulten Ohren fast perfekt aus.

Wenn ihr Frankreich mögt, nicht unbedingt einen schweißtreibenden Mordfall benötigt und gegen eine klitzekleine Lovestory auch nichts habt, ist „Château Mort“ genau das Richtige für euch. Ich werde jedenfalls Teil 3 („Winteraustern“) direkt anhängen. Teil 4 („Baskische Tragödie“) ist mittlerweile auch erschienen, allerdings bisher noch nicht digital. Es könnte auch gut sein, dass ich hier das Buch lese.

Mehr über das Hörbuch könnt ihr auf der Seite vom Audiohörbuch Verlag erfahren. Hier gibt es auch eine Hörprobe.

Retour – Luc Verlains erster Fall – Alexander Oetker (Hörbuch)

Sprecher: Frank Arnold

Verlag: Audiobuch Verlag OHG  

Erscheinungsdatum: 25. August 2020

Dauer: 7 Stunden 36 Minuten

ASIN: B08GG6WG6X

Der Autor (Verlag):

Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext (Verlag):

Luc Verlain liebt gutes Essen, Frauen und sein sorgenloses Leben in Paris. Doch als sein Vater schwer erkrankt, lässt Luc sich versetzen. Ausgerechnet nach Bordeaux in die Region Aquitaine, von wo er als junger Polizist geflohen war. Zurück in seiner Heimat muss Luc sich seinen Erinnerungen stellen. Und schon kurz nach seiner Ankunft erschüttert ein Mord die Gegend: Ein Mädchen liegt erschlagen am Strand von Lacanau-Océan. In dem kleinen Dorf kochen schnell die Spekulationen hoch. Das Opfer hat erst vor kurzem die Beziehung zu dem algerischen Nachbarsjungen beendet, der als dringend tatverdächtig gilt. Der Stiefvater des Mädchens will die Sache selbst in die Hand nehmen. Lucs Ermittlungen führen ihn an die Strände und in die Weinberge der Region und zurück nach Paris, immer an seiner Seite seine Kollegin Anouk, deren Charme er nur schwer widerstehen kann.

Meine Meinung:

Das Hörbuch habe ich zufällig entdeckt. Auch hier kannte ich weder den Autor noch den Sprecher. Am Ende hatte ich einen Lieblingsautoren mehr und habe den zweiten Teil der Reihe direkt angehangen.

Luc Verlain ist eigentlich in seine alte Heimat zurück gezogen, weil er bei seinem kranken Vater sein wollte. Er dachte, er könnte dort, in Bordaux, eine ruhige Kugel schieben und ganz entspannt, fern vom hektischen Paris, verweilen. Aber wir hätten ja kein großartiges (Hör-)Buch, wenn dies auch eingetroffen wäre. Direkt an seinem ersten Tag wird nach vielen Monaten voller kleiner Verbrechen eine ermordete junge Frau gefunden. Luc ermittelt also nun auf pariser Art mit seinen Kollegen aus dem Aquitaine.  

Der Autor lässt sehr viele französische Worte einfließen, die der Sprecher in meinen Augen ziemlich perfekt ausspricht. Das hat schon mal für Urlaubs- und Wohlgefühl gesorgt. Man merkt den vielen kleinen Details an, dass Alexander Oetker sich mit der französischen Art zu leben auskennt und noch wichtiger: Dass er sie liebt. Eigentlich bin ich schon immer eher Thriller- als Krimi-Fan gewesen, aber dieser Reihenauftakt hat mich vollkommen überzeugt. Sogar so sehr, dass ich den zweiten Teil direkt im Anschluss hören muss. Das ist ja, wie ihr sicher schon festgestellt habt, ganz selten bei mir.

Der Fall spielt eigentlich gar keine so große Rolle, eher Lucs Geschichte und wie er sich in seiner alten Heimat wieder einlebt. Der Leser bzw. Hörer erfährt sehr viel über Lucs Gefühle und Gedanken und genau das hat das Buch für mich so hörenswert gemacht. Es ist nicht so ein unpersönliches Buch wie manch andere, in denen nur dem aktuellen Fall nachgejagt wird. Die Lösung passiert sozusagen nebenbei.

Zwei weitere Teile sind bereits erschienen und zwar „Chateau Mort“ und „Winteraustern“. Der vierte Teil „Baskische Tragödie“ erscheint am 7. Oktober 2020.

Auf der Seite des Hörbuchverlages findet man leider nicht alle Hörbucher, aber vielleicht interessieren euch die dort gelisteten Hörbucher ja trotzdem.

Auf der Seite des Verlages findet man alle drei bereits erschienenen Bücher.

Drakon – Tod unter Segeln – H. Dieter Neumann

Verlag: Piper

Erscheinungsdatum: 3. August 2020

Seiten: 288

ISBN: 978-3492503969

Der Autor (Verlag):

H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. wurde der Diplom-Finanzökonom (BI) Vertriebsleiter und Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens und schließlich Vorstand einer Dienstleistungsgenossenschaft. Danach erfüllte er sich seinen Lebenstraum, indem er einige Semester Neuere Deutsche Literatur studierte und sich ganz aufs Schreiben verlegte. Neumann hat sich der Spannungsliteratur verschrieben. Neben seinen Thrillern und Kriminalromanen hat er jedoch auch vier Sachbücher über Redewendungen veröffentlicht. Im Jahr 2018 wurde er mit dem Jurypreis des NordMordAward ausgezeichnet. Als passionierter Segler ist Neumann oft und gern auf dem Wasser. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsende Töchter und lebt in der Nähe von Flensburg auf dem Land.

Klappentext (Verlag):

Ein fesselnder Thriller aus der verborgenen Welt der Geheimdienste – beklemmend aktuell

Malte Janssen überführt die luxuriöse Segelyacht des Oligarchen Timur Krylow, die auf seiner Bootswerft gebaut wurde, von der deutschen Ostseeküste nach Sankt Petersburg. Doch der Törn, der Malte helfen sollte, über den kürzlichen Tod seiner Frau hinwegzukommen, wird zum Albtraum: In den Hoheitsgewässern der Russischen Föderation entern schwer bewaffnete Piraten das Schiff, rauben die Besatzung aus und töten Maltes besten Freund. Die russischen Behörden starten eine aufwändige Untersuchung des Vorfalls, die aber im Sande verläuft. Auf sich allein gestellt, geht Malte selbst auf die Suche nach der Wahrheit und beginnt, brisante Fragen zu stellen. Dadurch gerät er nicht nur ins Fadenkreuz einer skrupellosen Verbrecherorganisation, sondern unversehens auch ins Visier mächtiger Geheimdienste …  

Meine Meinung:

Bisher kannte ich nur einen Teil der Helene-Christ-Romane von H. Dieter Neumann. Eigentlich sind Polit-Thriller nicht so mein Genre, aber nach der Lektüre habe ich bemerkt, dass ich mich da wohl geirrt habe.

Malte Jansen erlebt während der Überführung einer Luxusyacht nach Russland Schreckliches: Die Yacht wird überfallen und während dieses Übefalls wird sein bester Freund, der bei dieser Reise mit an Bord war, erschossen. Anfangs glaubt Malte, dass all dies Zufall ist und sie von Piraten überfallen wurden. Aber dann passieren Dinge, die Malte nicht mehr an einen Zufall glauben lassen.

Da es sich um einen Spannungsroman und nicht um einen Thriller handelt, ist der Inhalt nicht blutrünstig beschrieben. Der Fokus lag hier ganz klar auf der Erzählung der Geschichte und nicht auf Effekthascherei. Das passt in meinen Augen sowohl zu der Story als auch zu den anderen Büchern, die ich von dem Autor bereits kenne. Ich dachte ja, dass mir all die Zusammenhänge, gerade was poltische bzw. wirtschaftliche Verstrickungen angeht, irgendwann langweilig werden würden oder dass ich nicht mehr durchblicke ab einem bestimmten Zeitpunkt. Dies war aber nicht so. Das Buch ist für Leute wie mich, die sich kaum mit den Vorgängen in der Wirtschaft befassen, sehr verständlich geschrieben.

Ich mag einfach, wie der Autor über seine Figuren erzählt, nicht nur hier, sondern auch in der Helene-Christ-Reihe.  Er scheint sie allesamt in sein Herz geschlossen zu haben, zumindest diejenigen, die nicht kriminell sind.  Das sind für mich die besten Voraussetzungen für ein großartiges Lesevergnügen.

„Tod unter Segeln“ kann ich euch uneingeschränkt empfehlen. Vor allem, wenn ihr schon mal etwas von der Helene-Christ-Reihe gelesen habt. Falls ihr dies nicht getan habt, lest einfach beides 😉 Ich habe jetzt auch wieder richtig Lust bekommen, die Reihe weiter zu lesen und werde dies in naher Zukunft auch sicher tun. Mittlerweile gibt es sechs Teile.

Für weitere Infos über das Buch und einen Blick in das Buch könnt ihr auf der Seite des Verlages gucken.

Das Buch wurde mir von Netgalley und dem Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.