Manchmal braucht die Liebe ein wenig Meer von Cindy Holzapfel

“Manchmal braucht die Liebe ein wenig Meer” ist das zweite Buch von Cindy Holzapfel, das mir genau wie “Der Duft nach Lavendel” sehr gut gefallen hat. Auch diesmal steht nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern ganz andere Themen, die sich mir als Leserin erst nach und nach erschlossen haben.  

Anna lebt mit ihrem schrulligen Vater zusammen, seit sie beide von Annas Mutter Valerie verlassen wurden. Sie opfert sich für ihren Vater auf, betüddelt ihn und ist generell der Meinung, dass er alleine nicht klarkommt. Dann lädt ihre Mutter sie zu ihrer Hochzeit nach Mallorca ein und Anna verlässt das erste Mal in ihrem Leben ihre Heimat. Nach einem dummen Missverständnis zwischen ihr und ihrem langjährigen Freund aus Kindertagen ist Anna froh, der Heimat erst mal den Rücken kehren zu können. Aber natürlich kommt alles anders als sie es sich vorher vorgestellt hat.  

Auch in ihrem zweiten Buch hat Cindy Holzapfel die Hauptfigur reifen lassen. Nicht nur, weil Anna mehr oder weniger erzwungen Abstand zu ihrem Vater hat und erkennt, wie und wer er wirklich ist, sondern auch, weil sie im Laufe des Buches lernt, was sie wirklich will. Ich fand die Lösung, dass Anna  einfach mal ziemlich weit weg von zu Hause ist und dort zu erkennen, dass nicht alles so ist wie es scheint, sehr gut umgesetzt. Sämtliche Figuren habe ich innerhalb kürzester Zeit liebgewonnen, obwohl ich einige von Ihnen öfter mal gerne geschüttelt hätte. Aber das ist im realen Leben ja ähnlich.  

Nicht ausufernde Landschafts- und Ortsbeschreibungen haben mir beim Lesen klar gemacht, dass ich unter akutem Meerweh leide. Ich bin wirklich froh, dass mich mein diesjähriger Urlaub ebenfalls nach Spanien führt, so dass ich mich schon mal perfekt drauf einstimmen konnte. In diesem Buch wird wieder nicht an kulinarischen Genüssen gespart. Ich würde der Autorin empfehlen im nächsten Buch ein Rezeptheft als Goodie beizufügen.  

Wenn du ein Buch suchst, das zwar eine Liebesgeschichte enthält, aber nicht oberflächlich ist und die nicht der Hauptteil des Buches ist, bist du mit “Manchmal braucht die Liebe ein wenig Meer” bestens beraten.  

Das Buch wurde mir von Cindy Holzapfel zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich herzlich dafür.


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Seiten: 400 

Herausgeber: Rebel Stories Verlag 

Erscheinungstermin: 1. Juli 2022 

ISBN: 978-3910386006 


Über die Autorin (Quelle: Amazon): 

Cindy Holzapfel wurde im Jahr 1981 in der Montanstadt Leoben im grünen Herzen Österreichs geboren. Dort verbrachte sie ihre Kindheit und Jugend und zog nach ihrem Schulabschluss nach Graz, um zu studieren. Ihr Jurastudium vollendete sie nicht, da sie bald merkte, dass die starre Welt der Gesetze doch nicht zu ihr passte. 2002 begann sie für den Österreichischen Gewerkschaftsbund zu arbeiten und fand dort Gleichgesinnte, die sich wie sie gerne für Gerechtigkeit einsetzen. Auch ihrer Leidenschaft für das Schreiben konnte sie seither als Ghostwriter nachgehen. 2007 heiratete sie ihren Mann Helmut und 14 Monate später kam ihr gemeinsamer Sohn Maximilian zur Welt. Zusammen mit ihrer Familie liebt es Cindy Holzapfel zu verreisen und fremde Länder und Kulturen zu entdecken. Ein gutes Buch darf dabei nie im Gepäck fehlen. Durch die Corona-Pandemie fand sie schließlich die Zeit, selbst zu schreiben, und verfasste ihren Debütroman Der Duft nach Lavendel. Im Juli veröffentlichte sie ihren neuen Liebesroman Manchmal braucht die Liebe ein wenig Meer im Rebel Stories Verlag. 

Interview mit Stephanie Vifian vom Lektorat Fernweh

Heute habe ich keine Rezension für dich, aber eine ganz tolle Podcastfolge. Ich habe mit Stephanie vom Lektorat Fernweh geplaudert.

Das Gespräch war für mich ein echtes Highlight. Nicht nur, weil Stephanie richtig nett ist, sondern auch, weil man ihre Liebe zu diesem Beruf deutlich spüren kann.

Podcast Interview mit Stephanie Vifiian vom Lektorat Fernweh
Stephanie Vifian (Quelle: Homepage)

Solange gehört das Leben noch uns von Josefine Weiß

„Solange gehört das Leben noch uns“ von Josefine Weiß ist Liebesroman, der mich auf eine ganz besondere Art berührt hat. Trotz des sehr traurigen Themas fand ich den Umgang mit dem Tod sehr beruhigend erzählt.

Als Inas Opa, bei dem sie aufgewachsen ist, in ein Hospiz einziehen muss, fühlt Ina sich verloren. Ihr Opa war ihre Familie, da ihre Eltern starben, als sie acht Jahre alt war. Doch dann lernt sie Richard kennen, den sie zunächst als Besucher einordnet. Ziemlich schnell kommt raus, dass er ebenfalls im Hospiz wohnt und nicht mehr allzu lange zu leben hat. Ina und er verlieben sich ineinander und verbringen seine letzten Tage zusammen.

Die meisten Menschen haben Angst vor dem Tod, weil sie Angst vor Verlust haben. Ina muss das direkt zwei Mal innerhalb weniger Wochen durchleben. Die Autorin hat es sehr gut verstanden, Inas Ängste und Sorgen so zu transportieren, dass ich mitgelitten habe und mir gleichzeitig sicher war, dass ich mir genau die gleichen Gedanken ebenfalls machen würde. Trotz allem hat sie sie als eine starke Frau beschrieben, die sich auf diese aussichtslose Liebe eingelassen hat und versucht Richards letzte Wochen für beide unvergesslich zu machen.

Das Hospiz hat die Autorin als einen Ort der Ruhe dargestellt, in dem jeder der Gäste das bekommt, was sein Körper und seine Seele benötigen. Ich hoffe sehr, dass es in den meisten Hospizen so zugeht wie in diesem Buch. Ina wurde auch direkt beim ersten Betreten die Angst vor diesem Ort genommen, indem die Mitarbeiter auf ihre Ängste eingegangen sind. Die Autorin hat es meiner Meinung nach geschafft,  zu transportieren, was in Menschen vorgeht, die ihre letzten Tage an diesem Ort verbringen oder ihre Liebsten dort besuchen kommen.

Die Liebe zwischen Ina und Richard hat Josefine Weiß zu keiner Zeit kitschig beschrieben, sondern in dem Tempo und in der Intensität, die aufgrund der wenigen Zeit, die den Beiden bleibt, realistisch ist. Eigentlich lese ich sehr selten Liebesromane, aber mich hat das Thema so sehr angesprochen, dass ich es einfach versuchen musste. Ich wurde nicht enttäuscht und kann das Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

Das Buch wurde mir vom FeuerWerke Verlag zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich.

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Seiten: 395

Herausgeber: FeuerWerke Verlag

Erscheinungstermin: 5. Juli 2022

ISBN: 978-3949221347

Homepage Verlag

Homepage Autorin

Über die Autorin (Quelle: FeuerWerke Verlag):

Um nach einem abgebrochenen Studium herauszufinden, was sie vom Leben will, geht die junge Josefine auf Weltreise. Sie erlebt Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins: Große Liebe, herbe Enttäuschung, unverhoffte Glücksfälle und unvermiittelte Schicksalsschläge. Und sie lernt unzählige Menschen mit all ihren persönlichen Geschichten kennen, die allesamt Eindruck hinterlassen. Inspiriert von all den Bekanntschaften und Erlebnissen beginnt die literaturbegeisterte Josefine, erste eigene Romane zu schreiben. Ihr Debüt erscheint im April 2021 im FeuerWerke Verlag. Zeigen möchte Josefine sich nicht – nicht zuletzt, um ihre Geschichten für sich sprechen zu lassen. Denn das Leben ist viel zu facettenreich, um der Welt nur ein Gesicht zu zeigen.

Lass es zu! Das Ende von Jes Schön & Podcast Interview

Obwohl es etwas seltsam klingt, ist „Lass es zu! Das Ende“ der erste Teil der vierteiligen Reihe. „Lass es zu! Der Anfang“ heißt der zweite Teil, der vor kurzem erschienen ist. Du solltest auf jeden Fall Teil 1 zuerst lesen und nicht mitten drin einsteigen. Die Bücher sind nicht für sich allein lesbar.

Das Buch beginnt mit einer Kampfszene in einer Hütte in einem Armenviertel in Peru. Dieser Einstieg ist wichtig um zu verstehen, warum Kate sich im Koma befindet. Sie erwacht aus dem Koma und erinnert sich an nichts mehr, auch nicht an ihren Mann Tom. Tom kümmert sich rührend um sie, umsorgt sie und zeigt ihr in jeder Sekunde, wie sehr er sie liebt. Aber er verheimlicht ihr auch etwas.

Die Geschichte wird mal aus Kates Sicht und mal aus Toms Sicht erzählt. Nicht nur an Toms Gedanken, auch an seinem Verhalten erkennt man ziemlich schnell, dass er herrisch und vor allem ziemlich reich ist. Mir hat der Kontrast zwischen seinem Innenleben und seinem Verhalten richtig gut gefallen, denn er ist Kate gegenüber ein völlig anderer Mensch als jedem anderen gegenüber. Kates Verwirrtheit und auch ihr langsam beginnendes Misstrauen hat die Autorin so authentisch rüber gebracht, dass ich mich komplett in sie hineinversetzen konnte. Das lag nicht nur daran, dass man als Leser:in auch nur nach und nach Kates Wissen erwirbt, sondern auch daran, dass das Buch in der Gegenwartsform geschrieben wurde.

Das Buch beinhaltet auch einige erotische Szenen, die aber nicht plump dargestellt werden. Sie passen gut zum Inhalt des Buches und vor allem zu den beiden Hauptcharakteren. Ich muss dich aber warnen: Das Buch endet mit einem ganz üblen Cliffhanger und ich bin mir ziemlich sicher, dass du die weiteren Teile auch lesen möchtest, wenn dir dieser erste Teil gefallen hat.

Das Buch war für mich die Überraschung des Monats und ich empfehle dir dringend, dir mal die Leseprobe anzusehen.

Jes Schön hat mir das Buch zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich herzlich.

Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/

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Seiten: 286

Herausgeber: Jes Schön

Erscheinungstermin: 15. Januar 2022

ISBN: 978-3982337012

Homepage Autorin

Über die Autorin (Quelle: Amazon):

Jes Schön ist Autorin aus Leidenschaft und mit der Phantasie die in ihr steckt, könnte sie tausend Bücher mit Leben füllen.

Aus einem „Ich wollte schon immer mal ein Buch schreiben!“ bei einem Kaffeeklatsch unter Mamas wurde die Verwirklichung ihres Lebenstraums. Mit dem Ansporn, die innere Geschichte zum Ende zu bringen, sie mit Leben zu füllen und eine runde Sache daraus zu machen, wurde das Manuskript für „Fallen“.

Im Corona-Herbst 2020 ist sie auf die digitale Leiche ihres Manuskripts gestoßen und hat entschieden ihr Buch im Selfpublishing zu veröffentlichen.

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung Ihres Debütromans „Fallen“ werden weitere Liebesroman aus ihrer Feder folgen.

Sie lebt mit ihrer Familie und den beiden Stubentigern Mimi und Popcorn in Hessen. In ihrer Freizeit liest sie Bücher, liebt Spaziergänge in der Abendsonne und träumt von einem Lebensabend an der südfranzösischen Atlantikküste, um im Haus am Strand weitere Romane zu schreiben.

Interview mit Cindy Holzapfel & Rezension

Der Duft nach Lavendel von Cindy Holzapfel

Cindy Holzapfel habe ich ebenfalls über die OBM 2021 kennen gelernt. Ab und an lese ich auch mal gerne einen Liebesroman, daher habe ich ihr Angebot „Der Duft nach Lavendel“ zu rezensieren, gerne angenommen.

Julia arbeitet als Assistentin bei einer Eventfirma in Wien. Wie man sich vorstellen kann, ist der Job total stressig und es hilft ihr auch nicht, dass ihr Chef Martin die ganze Arbeit bei ihr ablädt. Als erst ihre Großmutter plötzlich stirbt und Martin dann noch versucht ihr die Schuld an einem versemmelten Auftrag zu geben, kündigt sie. Bei dieser Entscheidung hilft ihr, dass ihre Großmutter ihr Geld und ein Ferienhaus in Porat auf der Balkanhalbinsel Krk vererbt. Das verschafft ihr ausreichend Luft um sich klar zu werden, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte.

Für mich war das Buch nicht ausschließlich ein Liebesroman, denn Julia verliebt sich nicht nur, sie findet zudem heraus, wer sie ist und wie sie ihr Leben so gestalten kann, dass sie glücklich und unabhängig ist. Denn ihre Großmutter war ihr Anker in ihrem Leben und als sie starb, war Julia auf eine Art orientierungslos. Die Entwicklung, die Julia in den gut 400 Seiten durchmacht, hat mir sehr gut gefallen. Allerdings muss ich dich aber auch noch warnen: Iss dich richtig satt, bevor du dich dem Buch widmest. Julia kocht ständig und sinniert über die Zubereitung von Gerichten nach. Hier haben mir die kroatischen Gerichte am meisten das Wasser im Mund zusammen laufen lassen.

Mit manchen Begriffen habe ich etwas gefremdelt, was daran liegt, dass die Autorin aus Österreich kommt. Im Laufe des Buches hat das aber nicht mehr gestört, es passte sogar sehr gut, da Julia ja ebenfalls aus Österreich kommt. Es war nur eine kleine Umgewöhnung notwendig. Bei der Lektüre des Buches merkt man ausserdem schnell, dass die Autorin sich auf Krk auskennt. Die Ortsbeschreibungen waren detailliert und ich hatte das Gefühl, dass sie selber dort verweilte als sie das Buch geschrieben hat.

„Der Duft nach Lavendel“ wird dir gut gefallen, wenn du Liebesromane magst, die nicht kitschig sind und in denen die Lovestory nicht die Hauptrolle spielt. Wenn du nun auch noch gerne isst und gerne in den Urlaub fährst, ist das Buch genau das Richtige.

Podcast:

Smoking Guns – GEMAfreie Musik von https://audiohub.de/

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Seiten: 410

Herausgeber: Rediroma-Verlag

Erscheinungstermin: 12. März 2021

ISBN: 978-3985270552

Link zum Verlag

Über die Autorin (Quelle: Amazon):

Cindy Holzapfel wuchs im österreichischen Leoben auf und zog nach ihrem Schulabschluss nach Graz. Dort lernte sie ihren Mann kennen, mit dem sie einen gemeinsamen Sohn hat. Neben dem Schreiben ist das Reisen mit ihrer Familie ihre große Leidenschaft und so holte sie sich durch ihre Urlaube im Süden Inspirationen für ihr Buch, dessen Handlung auf der kroatischen Insel Krk spielt.

Autorinnentratsch: Autoren – einsamer Wolf oder doch lieber Rudel?
(mit Sissi Steuerwald und Karen A. Moon)

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