Die Montagsfrage # 90 – Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Dieses Wochenende habe ich ein neues Hörbuch angefangen und zwar „Leid kennt keinen Sonntag (EchtzeiT # 1)“ von Sam Feuerbach. Noch bin ich nicht so überzeugt, ob es mir gefällt, aber ich werde dem Buch eine Chance geben.

Ich lese immer noch „Katharina von Arágon (Die Tudorköniginnen #1)“ von Alison Weir, was weniger am Buch liegt als an meiner wenigen Zeit an diesem Wochenende. Das Buch hat allerdings auch knapp 900 Seiten, liest sich sich also nicht mal eben nebenbei weg.

Mein nächstes Buchprojekt wird „Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt“ von Haruki Murakami im Rahmen einer Leserunde bei der Büchereule sein. Da freue ich mich schon sehr drauf, weil ich Murakami sehr gern mag.

Nun wird es aber endlich Zeit für die Montagsfrage, die Antonia von Lauter & Leise für diese Woche gestellt hat:

Was magst du lieber: Fiction oder Non-Fiction?

Die Antwort ist ganz einfach: Fiction! Ich liebe fremde Welten und andere Arten zu denken und daher lese ich auch mal nicht alltägliche Bücher, Heinrich Steinfest mag ich zum Beispiel sehr gerne. Das einzige, was ich an Non-Fiction mag, sind historische Romane, Biografien und Sachbücher lese sehr selten und brauche da auch immer ewig für.

Wie ist es denn bei euch?

Follow Friday 17. Juli 2020

Wie schnell die Woche verflogen ist, merke ich immer am Follow Friday. Gerade erst eingestellt, kommt schon wieder die nächste Frage.

Yvonne von Ein Anfang und keine Ende hat diesmal eine sehr interessante Frage gestellt:

Auf welche Seiten schaut ihr nach neuen Büchern, die dann mit großer Wahrscheinlichkeit in euer Regal wandern oder auf euren Reader?

Seit über 12 Jahren ist die erste Wahl immer die Büchereule. Hier kenne ich mich aus, ich weiß welche User meinen Geschmack teilen und seitdem ist mein SuB auch noch sprunghaft angestiegen und nie mehr geschrumpft.

Da ich erst vor kurzem (wieder) mit dem Buchbloggen angefangen habe, muss ich mich erst mal umsehen, wer meinen Lesegeschmack teilt. Ich habe ein paar Blogs abonniert und lese mich gerade so durch. Später wird es hier auch noch eine Blogroll geben.

Ausserdem gucke ich gerne mal bei der Phantastikcouch, allerdings sind mir die Rezensionen dort zu lang. Ich finde, dass man nicht den gesamten Inhalt eines Buches besprechen muss um einen Eindruck darüber zu vermitteln. Aber um neue Fantasyreihen zu finden, finde ich es dort ganz nett.

Ansonsten habe ich bei Facebook Unmengen an Autoren und Verlagen abonniert, die mir immer wieder ihre Neuerscheinungen vorschlagen. Da ist es ja kein Wunder, dass meine Bücherberge so rasant ansteigen, oder?

Wie ist es bei euch? Wo guckt ihr nach neuen Büchern?

Guckt gerne mal bei den anderen am Follow Friday teilnehmenden Blogs vorbei und seht, woher sie die Ideen für ihre nächsten Lektüren holen:

Ein Anfang und kein Ende
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
Phantomrabbits
Rina
Nordlicht liest
Giselas Lesehimmel
Kunterbunte Bücherreisen
cbeebooks
Buch und Co
Lesekasten
Wortverloren

Der Zorn der Gerechten (Scythe # 2) – Neal Shusterman (Hörbuch)

Sprecher: Torsten Michaelis, Marian Funk, Uve Teschner, Ilka Teichmüller

Verlag: Argon Hörbuch

Erscheinungsdatum: 25. April 2018

Dauer: 13 Stunden 20 Minuten

ASIN: 978-3-7324-5189-0

Der Autor (Verlag):

Neal Shusterman, geboren 1962 in Brooklyn, USA, studierte in Kalifornien Psychologie und Theaterwissenschaften. Alle seine Romane sind internationale Bestseller und wurden vielfach ausgezeichnet. In Deutschland liegt bisher seine »Vollendet«-Serie vor. Mit »Scythe – Die Hüter des Todes« startet Shusterman eine neue Trilogie über den Preis der scheinbar perfekten Welt.

Klappentext (Verlag):

Der zweite Band der großen „Scythe“-Trilogie von New-York-Times-Bestseller-Autor Neal Shusterman

Citra hat es geschafft. Sie wurde auserwählt und als Scythe entscheidet sie jetzt, wer leben darf und wer sterben muss. Doch als wenn das nicht schon schwer genug wäre, übernehmen skrupellose Scythe die Macht und stellen neue Regeln auf. Die wichtigste Regel lautet, dass es ab jetzt keine Regeln mehr gibt. So beginnt Citras Kampf für Gerechtigkeit. Ein Kampf, den sie nur gemeinsam gewinnen kann mit ihrer großen Liebe Rowan.

Klug, vielschichtig und philosophisch entwirft Neal Shusterman ein Zukunftsszenario, das von der ersten bis zur letzten Minute fesselt und einen atemlos und nachdenklich zurücklässt.

Meine Meinung:

Den ersten Teil „Hüter des Todes“ habe ich vor ein paar Wochen gelesen und war positiv überrascht. Jetzt wollte ich wissen, wie es weiter geht.

Im ersten Teil wird dem Leser/Hörer erklärt, dass das Buch in einer perfekten Welt spielt. Perfekt deswegen, weil jeder alles bekommt, was er braucht und es aus daher keinen Grund gibt, zu klauen oder zu morden. Die Menschen sind unsterblich geworden und können jederzeit, wenn sie totenähnlich sind, im Revivalzentrum wieder aufgeweckt werden und dann können sie sich auch noch aussuchen, in welchem Alter sie zukünftig weiter leben möchten. Die Welt wird vom Thunderhead regiert, der allwissend ist und der die Menschen jederzeit wohlwollend beobachtet und analysiert. Und dann gibt es da noch die Skythe. Das sind Menschen, die dafür ausgebildet wurden dass sie die bis dahin unsterblichen Menschen nachlesen, also dauerhaft töten ohne die Möglichkeit des Aufweckens. Die Scythe sorgen also dafür, dass die Höhe der Weltbevölkerung nicht aus dem Ruder läuft.

Rowan, der im ersten Teil zusammen mit Citra zum Scythe ausgebildet wurde, hat es leider nicht geschafft. Er hat zwar überlebt, aber er ist kein Scythe geworden. Da er beim grausamen Scythe Goddard in der Lehre war, der aus Spaß tötet, wird Rowan zum Rächer und nennt sich Scythe Luizifer. Währenddessen schmieden die Scythe der Neuen Ordnung, das sind die aus Spaß mordenden Scythe, einen Mordkomplott gegen Scythe Anastasia, also Citra, und ihre Mentorin Scythe Marie Curie. Und es taucht überraschend jemand auf, der eigentlich gar nicht auftauchen dürfte. Die Erklärung dazu ist logisch, obwohl es mich ein wenig genervt hat.

Der zweite Teil der Reihe hat mir auch wieder ganz gut gefallen. Nur das Ende fand ich etwas übertrieben, was aber dem Rest des Buches nicht schadet. Es ist die Vorbereitung für den dritten und finalen Teil der Reihe. Diesmal erklärt der Thunderhead dem Leser die Hintergründe für manche Regelungen in dieser zukünftigen Welt, nicht, wie im ersten Teil, die Tagebücher der verschiedenen Scythe. Die Ideen, die Shusterman in der Reihe aufweist, sind großartig und gut durchdacht. Hat man sich im ersten Teil ab und an mal gefragt, welchen Sinn bestimmte Dinge haben, bekommt man nun vom Thunderhead die Lösung präsentiert. Es ist keine Sekunde langweilig geworden, allerdings werde ich eine kleine Pause einlegen und den dritten Teil in ein paar Wochen hören. Ich höre oder lese normalerweise Reihen so gut wie nie hintereinander weg.

Torsten Michaelis hat den größten Erzählpart übernommen und wie man es von ihm gewohnt ist, bringt er die einzelnen Charaktere richtig gut und authentisch rüber. Ich mag ja tiefe Stimmen sowieso sehr gern, daher habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass er das Hörbuch spricht. Die anderen oben genannten Sprecher haben nur kleine Teile im Hörbuch übernommen.

Alles in allem ein würdiger zweiter Teil. Ich hoffe, dass der dritte Teil „Das Vermächtnis der Ältesten“ der bombastische Abschluss der Reihe wird.

Deine Hörprobe könnt ihr euch beim Argon Verlag anhören.

All die Finsternis inmitten der Sterne – Bryn Greenwood

Originaltitel: All The Ugly And Wonderful Things

Übersetzerin: Simona Turini

Verlag: Festa

Erscheinungsdatum: 26. August 2019

Seiten: 512 Seiten

ISBN:  978-3-86552-755-4

Die Autorin (Verlag):

Bryn Greenwood ist die Tochter eines ehemaligen Drogendealers. Seit dem Abschluss ihres Studiums arbeitet sie in der Verwaltung einer Universität. Ihre Essays und Kurzgeschichten wurden u. a. in der New York Times veröffentlicht.
Mit ihrem kontroversen Roman ALL THE UGLY AND WONDERFUL THINGS erreichte Bryn die US-Bestsellerlisten. Sie lebt in Lawrence, Kansas.

Klappentext (Verlag):

Als Tochter eines Drogendealers hat Wavy schon früh gelernt: Traue niemandem. Am wenigsten deinen Eltern.
Die Achtjährige ist den schizophrenen Launen ihrer Mutter ausgeliefert und kümmert sich ganz alleine um den Haushalt und ihren kleinen Bruder. Frieden findet sie nur beim Betrachten des Sternenhimmels über den Feldern hinter dem Elternhaus. Und dort begegnet sie dem Riesen Kellen, dem tätowierten Ex-Häftling mit einem Herz aus Gold. Er erweckt in Wavy ein Gefühl, das sie inmitten ihrer Welt aus Gewalt und Vernachlässigung für unmöglich gehalten hat.
Als eine Tragödie Wavys Familie auseinanderreißt, wird unter dem strengen Blick der Welt das, was Wavy so schön erscheint, auf einmal hässlich …

Meine Meinung:

Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich die Begeisterung über dieses Buch so mitteilen kann, wie ich es gerne möchte. Das Buch wurde in den USA heiß diskutiert, da man sich sicher war, dass es ein Buch ist, das Pädophilie beinhaltet. Ich sehe das ganz anders.

Wavy und Kellen lernen sich eigentlich nur zufällig kennen. Anfangs ist es nur eine Freundschaft, die sich aber dann zu einer Liebesbeziehung entwickelt. Wavy hat eine ziemlich schwere Kindheit hinter sich mit einer kranken Mutter und einem Vater, der Drogen dealt. Sie gerät immer wieder auf die ein oder andere Art dazwischen und vertraut eigentlich niemandem. Kellen ist eher einfach gestrickt und anfangs fühlt er sich nicht sexuell zu Wavy hingezogen. All das, was so kontrovers diskutiert wird, entwickelt sich erst im Laufe der Zeit.

Ich fand die Entwicklung der Liebesgeschichte so wunderschön. Wavy hat erst nach und nach Vertrauen in Kellen, obwohl sie schnell merkt, dass er ihr sehr wohlgesonnen ist. Kellen dagegen macht sich nur wenig Gedanken darüber, dass Wavy noch minderjährig ist und er als Pädophiler da stehen könnte. Für ihn zählen nur seine Gefühle zu Wavy. Das Umfeld versucht permanent die beiden auseinander zu bringen, weil es anstößig ist und in deren Augen nicht möglich, dass bei diesem Altersunterschied Liebe eine Rolle spielen könnte. Dabei ist Kellen in meinen Augen geistig nicht reifer als Wavy.

Das Buch ist aus mehreren verschiedenen Perspektiven geschrieben und zeigt dem Leser deutlich, dass es Kellen nicht um den Sex mit einer Minderjährigen geht, sondern um die Liebe zu Wavy, die diesen Aspekt allerdings irgendwann nicht mehr ausschließt. Besonders traurig fand ich, dass man die Verzweiflung aller Beteiligten aus jeder Zeile herauslesen konnte, auch die Verzweiflung der Leute, die Wavy vor Missbrauch schützen wollen. Das Buch ist einfach so empathisch geschrieben, dass man jeden verstehen kann und die Beweggründe völlig logisch findet. Mich hat es fast zerrissen, weil mir Wavy und Kellen so leid taten. Sie wollen einfach nur füreinander da sein und sich gegenseitig Halt geben.

Es werden durchaus Sexszenen und auch Gewaltszenen beschrieben, aber diese dominieren nicht. Man kann sie auch einfach überlesen, falls man sowas gar nicht mag. Mir war das ganze Drumherum sowieso viel wichtiger.

Jedem, der in der Lage ist vorurteilsfrei an das Buch heran zu gehen, möchte ich es gerne empfehlen.

Auf der Seite des Verlages findet ihr die Leseprobe zu dem Buch.

Die Montagsfrage # 89 – Welche Tipps würdet ihr jungen (Literatur/Buch-)Bloggern geben?

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes und entspanntes Wochenende. Ich habe die ganze Woche gekränkelt und daher beschlossen, das Wochenende mit schlafen und rum hängen zu verbringen. Das war auch gut so. Jetzt bin ich wieder fit und konnte die Woche entspannt beginnen.

Nun ist schon wieder Zeit für Antonia von Lauter & Leise und ihre Montagsfrage.

Welche Tipps würdet ihr jungen (Literatur/Buch-)Bloggern geben?

Tjaaaaaa, die Frage ist ja jetzt eher, ob ich überhaupt berechtigt bin, diese Frage zu beantworten. *grübel* Da ich ja schon mal zwei Blogs geführt habe, habe ich zumindest einige Erfahrung, was man NICHT tun sollte und worauf man achten sollte, obwohl Kunterbunte Bücherreisen ja noch ziemlich neu ist.

Als erstes – und das ist für mich das Wichtigste – mache das, was dir Spass macht und zu dem Thema auf das du Lust hast. Es bringt ja nichts, einen Fashion Blog zu machen, weil die erfolgreichen Blogger damit Irgendwas kostenlos bekommen, wenn du Mode gar nicht magst. Ich kann von mir sagen, dass Bücher bzw. Geschichten mich schon mein Leben lang begleiten und dass sie meine Leidenschaft sind. Da lag es nahe, dass ich, weil ich dauernd darüber reden möchte, irgendwann einen Blog mache. Ich eigne mich nicht so sehr für vor der Kamera, sonst hätte ich nämlich einen YouTube Kanal gemacht. Ich rede nämlich auch ziemlich gern.

Dann: Übernimm dich nicht. In meinem ersten Blog habe ich mir immer zum Ziel gesetzt direkt nach dem Lesen eines Buches die Rezension zu schreiben. Und zwar tatsächlich direkt danach, ganz egal, welcher Wochentag und welche Uhrzeit. Meinung geschrieben und *zack* veröffentlicht. Jetzt überlege ich mir schon, ob ich meine Meinung kund tun möchte (bisher bei allen Büchern/Hörbuchern) und bei welchen eher nicht.

Und: Schreibe deinen Text, lasse ihn ruhen (wie das leckere Brot, das gerade im Gärkörbchen in meiner Küche darauf wartet gebacken zu werden) und lies ihn dann noch mal. Ich habe schon allerlei Schwachsinn in Rezensionen gefunden, obwohl ich dachte, ich hätte mich klar und verständlich ausgedrückt. War aber gar nicht so. Aus dem Zusammenhang gerissene Sätze haben sich mit Worten gepaart, die es gar nicht gibt. Sowas will doch niemand lesen. Fehler kann man natürilch nie vermeiden, aber minimieren.

Etwas, das ich auch noch wichtig finde, ist: Verstell dich nicht, denn ganz oft merken Leser, dass irgendwas nicht stimmt. Vielleicht nicht greifbar, aber es ist da und man möchte nicht mehr gerne zu der Seite zurück kehren. Ich selber finde es interessant etwas über den Blogger zu erfahren, natürlich nicht zu persönliche Sachen, aber ich finde es schön zu wissen, wie derjenige tickt, der diese Zeilen geschrieben hat, die ich gerade lese.

Ich habe mir zum Ziel gesetzt meinen Blog immer weiter zu überarbeiten, denn perfekt wird er ja niemals sein. Das sollte ein Neu-Blogger ebenfalls tun. Man merkt schon, wie sich die eigene Seite, die Ausdrucksweise etc. weiter entwickeln, wenn man sich irgendwann mal die ersten Beiträge ansieht. Zumindest ging es mir bisher immer so.

Das war es schon. 🙂

Falls ihr Tipps von erfahreneren Bloggern haben wollt, guckt mal hier vorbei. In den Kommentaren findet ihr weiterführende Links.

One of us is lying – Karen M. McManus

Originaltitel: One of us is lying

Übersetzer: Anja Galic

Verlag: cbt

Erscheinungsdatum: 13. Januar 2020

Seiten: 496 Seiten

ISBN:  978-3570311653

Die Autorin (Verlag):

Karen M. McManus Debütroman »One of us is lying« stürmte auf Anhieb die Bestsellerlisten, so wie auch »Two can keep a secret« und »One of us is next«. Ihre Romane wurden in über 40 Länder verkauft und sind internationale Bestseller; »One of us is lying« wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019 nominiert. Karen M. McManus wohnt in Massachusetts und hat ihren Master-Abschluss in Journalismus an der Northwestern University gemacht.

Klappentext (Verlag):

Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige …

An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv…

Meine Meinung:

Ich habe im Vorfeld einige Rezensionen gelesen und war der Meinung, dass ich es mit einem mittelmäßigen nicht ganz so spannenden Jugendroman zu tun habe. Was ich bekommen habe, war ein Sonntag voller Spannung.

Bronwyn, Addy, Cooper, Nate und Simon müssen nachsitzen, weil sie angeblich verbotenerweise ihr Handy mit in den Unterricht genommen haben. Allerdings behaupten alle, dass sie ihr Handy im Spind gelassen haben. Als Simon während des Nachsitzens nach dem Genuss eines Glas Wassers plötzlich zusammenbricht und stirbt, kommt die Vermutung auf, dass einer von den Vieren ihn umgebracht haben könnte. Simon ist Begründer einer Gossip-App, in der unangenehme Wahrheiten über viele Schüler der Bayview High offengelegt werden. Kurz vor seinem Tod schien er Bronwyn, Addy, Cooper und Nate auf dem Kieker gehabt zu haben. Es bleibt also nicht aus, dass genau diese vier nun unter Mordverdacht stehen und dass die im Unterricht aufgetauchten Handys irgendwas damit zu tun haben. Der Todesfall und seine Aufklärung zieht nicht nur in der Schule, sondern auch in den Medien weite Kreise.

Die vier Jugendlichen, die später im Verlauf des Buches von der Presse die „Bayview Four“ genannt werden, sind so, wie man sich als „normaler“ Europäer einen amerikanischen High-School-Schüler vorstellt. Bronwyn ist die Kluge, durchorganisierte, die alles im Griff hat. Addy ist mit ihrem Freund Jake glücklich, hat aber ihr ganzes Leben auf ihn eingerichtet. Cooper ist der erfolgreiche Baseballspieler, die nicht nur gut aussieht, sondern auch kurz davor ist, bekannt zu werden. Nate ist der abgerissene Loser mit einem Trinker als Vater und einer Mutter, die die Familie verlassen hat. Da fragt man sich wirklich, welche Geheimnisse die vier haben könnten, die sie so in Bedrängnis bringen, dass sie einen Mord begehen würden um der Offenlegung dieser Geheimnisse zu entgehen. Ich fand das, was am Ende raus kam, nicht so wild, aber ich glaube für einen Menschen in dem Alter, in so einer Schule und vielleicht auch an diesem Ort ist es ziemlich schlimm.

Die Erzählweise hat mich sehr an die Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ erinnert, wobei ich zugeben muss, dass ich nur die Serie kenne. Auch hier werden die verschiedenen Begebenheiten von der jeweiligen Person als Ich-Erzähler berichtet. Natürlich weiß der Leser ab und an ein wenig mehr als der Erzähler, aber nicht so viel, dass permanent etwas verraten wird. Die Autorin hat immer erst nach und nach entschlüsselt, was passiert ist. Am Ende der Kapitel wurden ganz oft Cliffhanger eingebaut, die mich dazu gezwungen haben immer weiter zu lesen. Das Buch an sich ist inhaltlich abgeschlossen.

„One of us is lying“ ist das erste Buch von Karen M. McManus. Es gibt noch einen zweiten Teil „One of us is next“ und eine Vorgeschichte „Die Bayview Four – ein Jahr danach“, die ich auch auf jeden Fall lesen werde.

Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch lesen möchte, sollte sich ausreichend Zeit frei schaufeln um es am Stück zu lesen. Ich wäre vor Spannung vermutlich umgekommen, wenn ich es hätte unterbrechen müssen.

Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Verlages.

Follow Friday 10. Juli 2020

Freitag ist Follow-Friday-Tag. Yvonne von Ein Anfang und kein Ende fragt diese Woche:

Was war der Auslöser für euch, mit einem Buchblog zu beginnen?

Ich hatte von 2012 bis 2015 schon mal einen Blog, der allerdings vom Rezensionsblog zum Fressblog wurde. Wenn es euch interessiert, könnt ihr gerne Crazycatsmom mal besuchen. Dann hatte ich mir überlegt, dass ich noch einen weiteren Blog starten könnte, auf dem alles und nichts besprochen wird – um mal drauf zu gucken, geht es hier lang. Und es kam wie es kommen musste: Ich war plötzlich zeitlich total überfordert, weil ich ständig der Welt irgendwas mitteilen musste und habe beide Blogs komplett links liegen gelassen.

Je mehr ich bei Netgalley gemacht habe und bei der Büchereule wieder angefangen habe zu rezensieren, desto mehr wuchs meine Lust, wieder einen Blog zu starten. Also habe ich relativ kurzentschlossen einen dritten, also diesen Blog, eröffnet um mich nur noch dem Thema Bücher und was damit so zusammen hängt zu widmen. Ich liebe es einfach über Bücher zu reden, neue Bücher zu finden und Rezensionen von anderen darüber zu lesen.

Da ich ja noch ganz am (Wieder-) Anfang stehe, würde mich mal interessieren, was ihr euch so von Blogs wünscht. Es ist ja manchmal schwierig, weil jeder etwas anderes lesen möchte. Manche lesen gerne Interviews, andere eher nicht. Die einen mögen Blogspiele oder auch Gewinnspiele. Lasst mal raus, wie es bei euch so ist. 🙂

Wenn Euch interessiert, was andere Teilnehmer des Follow Friday so zu sagen haben, guckt einfach mal hier vorbei:

Ein Anfang und kein Ende
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
Phantomrabbits
Rina
Nordlicht liest
Giselas Lesehimmel
Kunterbunte Bücherreisen
cbeebooks
the art of reading
Buch und Co

NSA – Nationales Sicherheits-Amt – Andreas Eschbach

Verlag: Bastei Lübbe

Erscheinungsdatum: 28. September 2018

Seiten: 796

ISBN: 978-3-7857-2625-9

Der Autor (Verlag):

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werdenErst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet …
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Klappentext (Verlag):

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werdenErst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet …
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung?

Meine Meinung:

Nachdem mir „Ausgebrannt“ von Andreas Eschbach so gut gefallen hat, durfte ich mir „NSA“ nicht entgehen lassen. Wie bei dem vorgenannten Buch konnte ich dieses auch kaum aus der Hand legen.

Andreas Eschbach beschreibt eine Welt, in der zur Zeit Hitlers Komputer und Telephone, die die Menschen auf Schritt und Tritt überwachen, Gang und Gäbe sind. Wie das Ganze ausgeht, kann man sich vermutlich ausmalen.

Die Hauptcharaktere sind Helene Bodenkamp, die ihren heimlichen Geliebten beschützen möchte und Eugen Lettke, der sich einiger widerwärtiger Dinge schuldig macht. Anfangs fand ich Helene ziemlich naiv, aber im Laufe des Buches hat sich das gelegt. Sie ist ein schlaues Köpfchen und bekommt auch im Laufe der Zeit eine Ahnung, wie es im Deutschen Reich so läuft. Eugen Lettke dagegen hat mich vor Schwierigkeiten gestellt. Einerseits fand ich ihn widerlich, andererseits tat er mir leid.

Auf den fast 800 Seiten kam die Spannung nie zu kurz. Sobald man sich in Sicherheit wiegte, ist wieder etwas vorgefallen. Das einzige, was den ein oder anderen langweilen könnte, ist die Einstreuung von Abfragen aus dem Komputersystem, die sehr an Excel erinnern. Gut gefallen hat mir die Anlehnung an die alte Rechtschreibung und Ausdrucksweise. Worte wie Bureau, Fräulein und die oben schon genannten Komputer und Telephon haben den Leser immer wieder in die Zeit zurück gebracht, in der das Buch spielt.

„NSA“ ist für mich rundum gelungen und zeichnet ein sehr realistisches Bild von dem, was hätte kommen können und was heutzutage schon zu einem großen Teil da ist. Sehr empfehlenswert!

Das Buch wurde mir von Netgalley und Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Auf der Verlagsseite findet ihr alle Infos zum Buch und eine Leseprobe.

Die Montagsfrage # 88

Guten Morgen 🙂 Ich hoffe, ihr hattet bisher einen schönen Wochenanfang.

Macht kurz eine Pause, trinkt einen Kaffee und seht, wie ich die Montagsfrage, die Antonia auf Lauter & Leise stellt, beantworte.

Hier ist die Frage:

Warst/Bist du in einem Buchclub (oder könntest du es dir vorstellen)?

Das ist eine sehr gute Frage!

Das einzige, was einem Buchclub, wie ich ihn mir vorstelle, nahe kommt, ist mein virtuelles Wohnzimmer bzw. die Büchereule 😉

Seit Februar 2007 bin ich dort Mitglied und habe einige der User schon persönlich kennen gelernt und mit einigen wenigen verbindet mich eine tiefe Freundschaft. Da bin ich sehr froh drüber und mir würde ohne diese Menschen etwas im Leben fehlen.

Bei der Büchereule gibt es Leserunden, die ich sehr liebe. Manchmal sind diese mit Autor, meistens jedoch ohne. Ich finde es einfach total schön über das gerade eben Gelesene zu diskutieren und andere Ideen oder Blickwinkel zu entdecken. Wenn ihr sowas noch nie mitgemacht habt, kann ich es euch nur empfehlen. Außerdem findet man Rezensionen zu allen möglichen Büchern und auch Buchspiele wie SuB-Abbau oder das Lieblingsbuch-Event um nur einige zu nennen. Da viele sich persönlich kennen, gibt es auch Plauderecken über alle möglichen Themen.

Ich könnte mir auch gut vorstellen einem nicht virtuellen Buchclub beizutreten, allerdings habe ich sowas bisher noch nicht gefunden.

Wie ist es denn bei euch? Wäre ein Buchclub etwas für euch?

Mohnschwestern – Ilona Einwohlt

Verlag: HarperCollins Germany

Erscheinungsdatum: 5. Mai 2020

Seiten: 320

ISBN: 978-3959674003

Die Autorin (Verlag):

Ilona Einwohlt, 1968 in Pinneberg geboren, wollte eigentlich Ernährungswissenschaftlerin werden. Doch dann las sie in der Chemievorlesung »Das andere Geschlecht« von Simone de Beauvoir und widmete sich fortan der Literatur. Längst ist aus der Germanistik- und Hispanistikstudentin eine erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin geworden, die sich gerne Themen mitten aus dem Leben widmet. Ilona Einwohlt lebt mit ihrer Familie in Darmstadt. »Mohnschwestern« ist ihr Belletristikdebüt.

Klappentext (Verlag):

Im Sommer 1943 verliebt sich die zwanzigjährige Lotte zum ersten Mal – in den rätselhaften Wilhelm. Warum bloß will er ihre Liebe geheimhalten? Nur im Verborgenen treffen die beiden sich, meist in einem abgelegenen Kellerraum. Er scheint im Widerstand zu sein, aber trägt häufig Uniform.

Bei einer ihrer nächtlichen Verabredungen beginnt plötzlich ein Bombenangriff, weit schlimmer, als die Stadt ihn je erlebt hat. Während ihrer dramatischen Flucht verliert Lotte Wilhelm aus den Augen und überlebt die Brandnacht nur knapp, weil sie sich in einen Brunnen retten kann. Das Einzige, was ihr bleibt, ist das kleine Bild von Mohnblumen, das Wilhelm ihr geschenkt hat. Wird sie ihn je wiedersehen?
Im Jahr 2018 entdeckt Hazel bei der älteren Frau Mathilda ein Bild, das sie magisch fesselt. Welche Bedeutung haben die Blumen darauf, die sie so in ihren Bann ziehen, und wie kommt es, dass Mathilda so viel über Hazels Leben zu wissen scheint?

Meine Meinung:

Ich habe mich nicht nur aufgrund des Inhalts für das Buch entschieden, sondern auch, weil ich die Verknüpfung der beiden Frauen Lotte und Hazel interessant fand. Leider hat das Buch überhaupt nicht dem entsprochen, was ich gerne gelesen hätte.

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt, einmal zur Zeit des ersten Weltkriegs und dann zur aktuellen Zeit. Die Geschichte von Lotte fand ich noch recht interessant, denn sie erzählt davon, wie Lotte und ihre Familie die Kriegszeit überstehen und vor allem erzählt sie von Lotte und Wilhelm. Ich habe ja erwartet, dass den Leser hier eine glühende Liebesgeschichte erwartet. Was ich bekommen habe war eine oberflächlich erzählte Geschichte über zwei Menschen, die sich verliebt haben und zusammen gegen die Regierung kämpfen. Und nicht mal der Kampf des Widerstandes war mitreißend erzählt. Lediglich die Bechreibung wie es den Juden zu der Zeit ergeht hat mich berührt.

​Hazels Geschichte ist noch seltsamer. Sie war mir nicht mal besonders sympathisch und die Abschnitte waren mir ebenfalls viel zu oberflächlich geschrieben. Wie die beiden Frauen am Ende miteinander verknüpft sind, wird auch nur nebenbei erzählt.

Apropos nebenbei: Ich habe gefühlt fünfhundertmal „wie nebenbei erledigte er/sie dies oder das“ gelesen. Irgendwann hat es mich so genervt, weil die meisten Handlungen tatsächlich nebenbei geschehen sind. Generell fand ich die Ausdrucksweise ziemlich seltsam. Ich habe es mir dadurch erklärt, dass die Autorin bisher nur Kinder- und Jugendromane geschrieben hat. Wäre dieses Buch als Kinder- oder Jugendroman erschienen, hätte ich nicht viel daran auszusetzen gehabt, denn dem Genre wird der Erzählstil gerecht.

Der einzige Grund aus dem ich das Buch beendet habe war der, das ich wissen wollte, ob Lotte WIlhelm noch mal wieder sieht. Die Handlung beginnt nämlich mit der Szene im Brunnen, die im Klappentext beschrieben ist und von da an wird die Vergangenheit bis zu diesem Zeitpunkt erzählt. Meine Frage wurde nur kurz am Ende abgehandelt und war für mich irgendwie unbefriedigend.

Allerdings finde ich den Mut von einigen Personen im Buch bewundernswert. Im Vorwort sagt die Autorin, dass das Buch sich aus vielen wahren Geschehnissen zusammen setzt und das habe ich ihr auch abgenommen. Meiner Meinung nach hätte sie den Focus eher auf diese Akte der Nächstenliebe setzen sollen als auf die Liebesgeschichte und die Verknüpfung der Frauen. Ich denke nämlich, dass es auch genug Leser gibt, die ohne Liebesstory so ein Buch lesen würden.

Ich kann leider nur eine Leseempfehlung geben, wenn man sehr viel Langeweile hat und sonst nichts anderes zum Lesen zu Hause hat.

Das Buch wurde mir von Netgalley und dem HarperCollins Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Auf der Seite des Verlages erfahrt ihr mehr über das Buch.