Review of the Month – Juni 2020

RoXXie von The Art of Reading hat sich eine tolle Aktion ausgedacht.

Jeder, der dabei mitmachen möchte, erstellt einen Beitrag mit seiner Rezension des vergangenen Monats und verlinkt diesen auf ihren Blog. Die Idee finde ich toll um such gegenseitig zu vernetzen.

Bei mir ist es leicht, denn ich habe erst im Juni angefangen und muss nicht überlegen, welchen Monat mein Beitrag betrifft.

Meine Rezension und damit auch das Buch des Monats ist „Offene See“ von Benjamin Myers. Guckt mal rein und sagt mir, ob euch das Buch auch so gut gefallen hat oder ob ihr aufgrund der Rezension neugierig auf das Buch geworden seid oder es euch vielleicht direkt gekauft habt.

Um weitere Rewiews of the Month zu lesen, könnt ihr einfach RoXXie besuchen und unter dem entsprechenden Beitrag den Links in den Kommentaren folgen. Viel Spaß beim Rezensionen lesen 🙂

Montagsfrage # 87

Montag Morgen und Zeit für Antonia und ihre Montagsfrage 🙂

Wo befindest du dich gerade in deiner momentanen Lektüre?

Mein aktuelles Buch entführt mich nach Westpreußen ins Jahr 1910. Der Jugendliche, den ich begleite, ist leider ohne Mutter aufgewachsen und geht noch zur Schule. Da sein Vater nicht viel Geld hat, hat er keine Angestellten, sein Sohn hilft ihm beim Schneidern für die Menschen aus dem Ort. Dieser Ort heißt Thorn.

Sein bester Freund ist einfallsreich, mutig und macht was ihm gefällt. Dies bringt ihn öfter mal in Schwierigkeiten.

Leider weiß ich noch gar nicht so ganz genau, worauf es hinausläuft, weil ich von den fast 600 Seiten noch das Meiste vor mir habe.

Da das Buch noch nicht erschienen ist, kann ich euch nicht mal raten lassen, worum es sich handelt. Also sage ich es direkt: Es ist „Schatten der Welt“ von Andreas Izquierdo. Die ersten 10 % des E-Books gefallen mir schon mal total gut, weil ich seine Art zu erzählen sehr gerne mag.

Am 21. Juli werde ich dazu hier auf dem Blog meine Meinung veröffentlichen.

Und wo treibt ihr euch gerade in eurem aktuellen Buch rum und mit wem?

Das Licht der frühen Jahre – Erri de Luca

„Du siehst mich an, mit strengem gramerfülltem Blick, in dem die ewig gleiche Ermahnung an uns Kinder lag: Nicht hier und nicht jetzt.“

  • Originaltitel: Non ora, non qui
  • Übersetzer: Anette Künzler
  • Verlag: Ullstein
  • Erscheinungsdatum: 29. Juni 2020
  • Seiten: 96 Seiten
  • ISBN:  9783843722223 (E-Book)

Der Autor (Verlag):

Erri De Luca, geboren 1950 in Neapel, zog mit 19 nach Rom und arbeitete dort als Maurer, LKW-Fahrer und Lagerarbeiter. Im Selbststudium brachte er sich mehrere Sprachen bei, darunter auch Althebräisch, um die Bibel übersetzen zu können. Erst mit 40 begann er zu schreiben und hat seither mehr als 30 Romane, Essays und Übersetzungen veröffentlicht und gehört zu den meistgelesenen, auflagenstärksten Autoren Italiens. Seine Bücher wurden in Italien, Frankreich und Israel zu Bestsellern, und sind außerdem in Ländern wie Spanien, Portugal, Holland, den USA, Brasilien, Polen und Litauen erschienen. Erri De Luca wurde 2010 mit dem Petrarca-Preis ausgezeichnet und 2013 mit dem Prix Européen de Littérature.

Klappentext (Verlag):

Ein Buch voller Wärme und Weisheit, wie gemacht für eine Lektüre im Licht der mediterranen Sonne.

Beim Betrachten alter Fotos, die sein Vater gemacht hatte, bevor er erblindete, erinnert sich ein Mann an seine Kindheit im Neapel der Nachkriegszeit. Seine Eltern waren arm und das Leben auf den Straßen war geprägt von der Not, die der Krieg hinterlassen hatte. In einem intimen Zwiegespräch mit seiner verstorbenen Mutter lässt Erri De Luca diese frühen Jahre seines Lebens wieder auferstehen und mit ihnen die Poesie, die noch in der schwersten Kindheit steckt.

Meine Meinung:

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich freiwillig eine Erzählung gelesen. Ich bin eigentlich nicht dafür gemacht Bücher mir nur knapp 100 Seiten zu lesen, weil ich mich mit den Charakteren verbunden fühlen möchte und es daher liebe, diese langsam und ausführlich kennen zu lernen. Die Verbundenheit mit den Charakteren habe ich nicht bekommen, aber das Buch hat mir trotzdem ganz gut gefallen.

Der namenlose ca. 60jährige Ich-Erzähler sieht sich ein Foto an, das seine Mutter in jungen Jahren zeigt. Das Buch besteht aus einem Rückblick in zehn Jahre seiner Kindheit, die ich als Leser nicht als allzu glücklich empfinde. Ich fand die Kindheit eigentlich ziemlich traurig, weil er und seine Schwester immer leise sein mussten und der Ich-Erzähler sich nach dem Umzug in eine bessere Gegend gar nicht wohl gefühlt hat. Dazu kommt, dass die Eltern Ansprüche an die Kinder gestellt haben, die diese nicht oder nur unter großen Mühen erfüllen konnten.

Kleine Begebenheiten werden sehr philosophisch von dem jüngeren Ich-Erzähler betrachtet, zum Beispiel was er über das Warten denkt. Die Passagen haben mir wirklich gut gefallen, weil sie zum Nachdenken anregen. Es empfiehlt sich, das Buch langsam und bewusst zu lesen, weil einige schöne Formulierungen zu lesen sind. Es sind einige Zeitsprünge enthalten und dass er sich immer wieder aufgrund einer kleinen Sequenz im Bild an eine weitere Begebenheit erinnert, entweder an etwas, was die Mutter gesagt oder getan hat oder an einen längst verstorbenen Freund etc.  Die Art der Erzählung hat mir ebenfalls gut gefallen, denn der Ich-Erzähler redet mit seiner Mutter und man merkt als Leser, dass er Abschied von ihr nimmt und ihr all das sagt, was er ihr nicht sagen konnte, als sie noch lebte. Ich fand das sehr entspannend, denn es hatte etwas von einer nostalgischen Rückschau, obwohl seine Zwiesprache durchzogen war von Traurigkeit und manchmal auch Bitterkeit.

Ich werde zukünftig aber lieber bei anderen lesbaren Geschichten bleiben, denn diese Erzählung war mir einfach viel zu kurz. Richtig in die Geschichte einzutauchen ist mir leider nicht gelungen. Wer Erzählungen mag, wird mit Sicherheit Freude an „Das Licht der frühen Jahre“ haben.

Das Buch wurde mir von Netgalley und vom Ullstein Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Verlages.

Aktuelle Leserei:

Seit gestern lese ich *Werbung* „Schatten der Welt“ von Andreas Izquierdo. Darauf habe ich schon länger gewartet, denn ich fand „Club der Traumtänzer“ von ihm richtig gut. Es erscheint allerdings erst am 21.07.2020.

Offene See – Benjamin Myers

„Damals wusste ich nicht, was Sprache vermag. Ich verstand die Macht, die Wirkungskraft von Worten noch nicht. Die komplexe Magie von Sprache war mir ebenso fremd wie das veränderte Land, das ich in jenem Sommer um mich herum sah.“

  • Originaltitel: The Offing
  • Übersetzer: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
  • Verlag: DuMont
  • Erscheinungsdatum: 20. März 2020
  • Seiten: 270 Seiten
  • ISBN:  978-3-8321-8119-2 (Hardcover gebunden)

Der Autor (Verlag):

Benjamin Myers, geboren 1976, ist Journalist und Schriftsteller. Myers hat nicht nur Romane, sondern auch Sachbücher und Lyrik geschrieben. Für seine Romane hat er mehrere Preise erhalten. Er lebt mit seiner Frau in Nordengland.

Klappentext (Verlag):

»Ein intensiver und bewegender Roman, der an J. L. Carrs ›Ein Monat auf dem Land‹ denken lässt.« The Guardian

Der junge Robert weiß schon früh, dass er wie alle Männer seiner Familie Bergarbeiter sein wird. Dabei ist ihm Enge ein Graus. Er liebt Natur und Bewegung, sehnt sich nach der Weite des Meeres. Daher beschließt er kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, sich zum Ort seiner Sehnsucht, der offenen See, aufzumachen. Fast am Ziel angekommen, lernt er eine ältere Frau kennen, die ihn auf eine Tasse Tee in ihr leicht heruntergekommenes Cottage einlädt. Eine Frau wie Dulcie hat er noch nie getroffen: unverheiratet, allein lebend, unkonventionell, mit sehr klaren und für ihn unerhörten Ansichten zu Ehe, Familie und Religion. Aus dem Nachmittag wird ein längerer Aufenthalt, und Robert lernt eine ihm vollkommen unbekannte Welt kennen. In den Gesprächen mit Dulcie wandelt sich sein von den Eltern geprägter Blick auf das Leben. Als Dank für ihre Großzügigkeit bietet er ihr seine Hilfe rund um das Cottage an. Doch als er eine wild wuchernde Hecke stutzen will, um den Blick auf das Meer freizulegen, verbietet sie das barsch. Ebenso ablehnend reagiert sie auf ein Manuskript mit Gedichten, das Robert findet. Gedichte, die Dulcie gewidmet sind, die sie aber auf keinen Fall lesen will.

Meine Meinung:

Nach ungefähr fünf Sätzen war ich schon rettungslos in das Buch verliebt. Benjamin Myers hat so einen wunderschönen bildlichen Sprachstil, dass ich die 270 Seiten deutlich langsamer lesen musste als üblicherweise.

Robert ist sechzehn als er beschließt, seiner Heimatstadt erst mal den Rücken zu kehren und auf Wanderschaft zu gehen. Er schlägt sich hier und da durch und landet am Ende bei der verschrobenen Dulcie. Die beiden freunden sich direkt an und helfen sich gegenseitig. Dulcie hilft Robert sich selber zu finden und Robert hilft ihr bei dabei eine schwierige Phase in ihrem Leben zu überwinden.

Das Buch hat mir total Lust gemacht, meine Wanderschuhe zu schnüren und einfach drauflos zu gehen soweit meine Beine mich tragen. Robert erzählt die Geschichte im hohen Alter und man merkt ihm sehr an, dass er wehmütig auf diese Zeit zurück sieht. Nicht nur er hatte Dulcie total gern, auch als Leser bleibt einem nichts anderes übrig als sie zu lieben. Sie ist ehrlich und direkt, denkt völlig anders als die meisten Menschen zu dieser Zeit und ist nicht berechnend. Alles was sie tut, tut sie, weil sie überzeugt ist, dass es genau jetzt und genau so richtig ist. Ihre Zuneigung zu Robert ist echt. So eine Freundin kann man sich eigentlich nur wünschen, denn sie gehört zu den Menschen, die ihr Gegenüber tatsächlich wahrnehmen und richtig zuhören statt sich nur oberflächlich mit demjenigen abzugeben.

Für mich ist der Hauptcharakter des Buches eindeutig Dulcie, weil sie so viel Raum in der Erzählung einnimmt, aber dabei niemals unangenehm wirkt. Robert ist der Erzähler, der allerdings so erzählt als wäre das Buch keine Fiktion, sondern als wäre alles tatsächlich geschehen. Für mich war das Buch zu keiner Zeit langweilig oder unangenehm, es war sogar zeitweise ziemlich spannend, weil der Leser erstnach und nach Dulcies Geschichte erfährt. Natürlich immer nur im gleichen Tempo wie Robert. Und ich kann euch sagen, dass die Erzählung einige Zeit in Anspruch genommen hat.

 Ich habe also zusammen mit Robert in seiner Hütte gesessen und ihm dabei zugehört, wie er in liebevollen Erinnerungen über Dulcie und ihrer gemeinsamen Zeit schwelgte. Außerdem habe ich jedes einzelne Wort eingesogen und genossen und ich bin mir sicher, dass ich mit „Offene See“ mein Monats- und vielleicht auch Jahreshighlight gefunden habe. Der Buchtitel schien mir erst mal ziemlich seltsam zu sein, aber im Laufe des Buches löst sich auf, warum es heißt wie es heißt.

Ich kann das Buch absolut jedem empfehlen, weil ich möchte, dass so viele Menschen wie möglich es lesen und es dann genauso genießen wie ich. Vor dem Lesen sollte man sich aber im Klaren darüber sein, dass Myers zu den Autoren gehört, der Bandwurmsätze auf die Welt loslässt. Hier ein Beispiel: „In dem Moment entfalteten sich neue Gefühle von Verwirrung und Neugier in mir, vor allem jedoch ein überwältigendes, mächtiges Bewusstsein für den Raum, diesen Raum im Hier und Jetzt, als wären die Wörter über die Seite gekrochen und vom Papier gefallen und hätten mich umschlungen wie Ranken, die mich zurück in das Gedicht zogen, sodass die erdachten Zeilen und die reale Welt irgendwie zu einem tieferen Porträit von Land und Meer verschmolzen.“

Der Autor hat schon einige Bücher geschrieben, allerdings wurden bis auf die „Bad Tuesdays“ Reihe keine weiteren Bücher ins Deutsche übersetzt.

Das Buch wurde mir vom DuMont Verlag und von Netgalley zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

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Leseprobe auf der Seite des Verlages

Follow Friday 26. Juni 2020

Es ist schon wieder Freitag und damit Zeit für Yvonne von Ein Anfang und kein Ende und dem Follow Friday.

Die Frage für heute lautet:

Biographien „berühmter“ Persönlichkeiten – findet man die bei euch im Buchregal oder ist das so gar nichts, was ihr lesen würdet?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich bisher gescheut habe, Biografien zu lesen, weil ich immer dachte, dass sie wie ein Sachbuch geschrieben sind. Sachbücher lese ich äusserst ungerne, außer sie dienen der Persönlichkeitsentwirklung oder ähnlichem (in diesem Zusammenhang kann ich euch wärmstens „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von Alexandra Reinwarth“ empfehlen.).

Die einzige Biografie, die ich bisher gelesen habe und die eigentlich eine Autobiografie ist, steht sogar signiert in meinem Schrank: Ozzy Osbourne – Die Autobiografie. Sie hat sich übrigens genauso gelesen wie die Serie „The Osbournes“ Anfang der 2000er, ziemlich wirr und als würde Ozzy gerade was erzählen. Ich habe bei der Lektüre die ganze Zeit seine Stimme gehört.

Ansonsten habe ich nur wenige (Auto-)Biografien im Schrank stehen, u. a. von Elvis mit ganz tollen Fotos vom King.

Vielleicht hat ja der ein oder andere von Euch einen Tipp, welche Biografie man unbedingt gelesen haben muss. Ich habe mir nämlich vorgenommen, offener für Genres zu sein, die ich eigentlich nicht lese.

Ich bleibe hier – Marco Balzano

„Wir hatten uns daran gewöhnt, nicht wir selbst zu sein. „

  • Originaltitel: Resto qui
  • Übersetzerin: Maja Pflug
  • Verlag: Diogenes Verlag
  • Erscheinungsdatum: 24. Juni 2020
  • Seiten: 288 Seiten
  • ISBN:  978-3-257-07121-4 (Hardcover Leinen)

Der Autor (Verlag):

Marco Balzano, geboren 1978 in Mailand, ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem letzten Roman, ›Das Leben wartet nicht‹, gewann er den Premio Campiello, mit ›Ich bleibe hier‹ war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Klappentext (Verlag):

Ein idyllisches Bergdorf in Südtirol – doch die Zeiten sind hart. Von 1939 bis 1943 werden die Leute vor die Wahl gestellt: entweder nach Deutschland auszuwandern oder als Bürger zweiter Klasse in Italien zu bleiben. Trina entscheidet sich für ihr Dorf, ihr Zuhause. Als die Faschisten ihr verbieten, als Lehrerin tätig zu sein, unterrichtet sie heimlich in Kellern und Scheunen. Und als ein Energiekonzern für einen Stausee Felder und Häuser überfluten will, leistet sie Widerstand – mit Leib und Seele.

Meine Meinung:

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, weil ich wissen wollte, wie Italien den zweiten Weltkrieg erlebt hat. Bisher kenne ich eigentlich nur Bücher, die in Deutschland spielen und natürlich das, was jeder hier in der Schule über diese Zeit lernt. Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt.

Wenn man die Geschichte kennt, die in dem Buch erzählt wird, kann erkennt man, was das Cover darstellt. Es ist der Kirchturm von Graun in Südtirol. Was daran so besonders ist? Der Kirchturm ist das einzige Überbleibsel des ursprünglichen Dorfes Graun, denn der 1950 eröffnete Reschenstausee überflutete das Dorf komplett.

Das Buch beginnt kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die Hauptperson, Trina, unterrichtet heimlich Deutsch in versteckten Klassenzimmern, weil es mittlerweile verboten ist, deutsch zu sprechen. Die Einwohner des Dorfes werden bestochen, damit sie den Ort verlassen und wo anders ihr Glück suchen. Dies geschieht nur, weil der Montecatini-Konzern den Reschensee stauen möchte und Graun für dieses Vorhaben sehr ungünstig liegt. Wenn man schon mal im Vinschgau war und sich mit dem versunkenen Dorf befasst hat, weiss man, dass die Rettung, die Trina im Laufe des Buches anstrebt, umsonst war. Das Buch enthält sehr viele Beschreibungen von Diffamierungen, Hass gegenüber denen, die anders sind oder anders sein wollen, es ist eben ein typisches „Kriegsbuch“.

Das Buch ist in Briefform geschrieben. Trina berichtet ihre Geschichte an ihre für den Leser namenlose Tochter. Überhaupt sind sehr viele Menschen in dem Buch namenlos. Sie heißen beispielsweise „Mann mit Hut“, „die Alte“ oder „der Vater von Maria“. Mir hat sich bis zum Ende nicht erschlossen, wann jemand einen Namen bekommen hat und wann nicht. Ich muss leider sagen, dass ich die Umsetzung des Buches nicht sehr gelungen fand. Ich habe mich die meiste Zeit gelangweilt, obwohl ich das Thema eigentlich total interessant finde. Am Ende habe ich nur noch quer gelesen, weil ich die Geschichte des Dorfes nicht kannte und wissen wollte, wie es dazu kam, dass es so endet wie es eben endet. Der Autor hat für die Recherche mit den letzten Augenzeugen der damaligen Zeit gesprochen und ich vermute, dass er aus diesem Grund Trina als alte Frau ihrer Tochter hat Briefe schreiben lassen.

Eigentlich bin ich ganz froh, dass das Buch nur knapp 230 Seiten hat, denn ansonsten hätte ich es wohl abgebrochen und mich anderweitig über die damaligen Vorfälle informiert, beispielsweise hier.

Das Buch wurde mir von Netgalley und dem Diogenes Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Es gibt übrigens auch eine Mysteryserie mit dem Namen Curon (italienisch für Graun), die in diesem Ort spielt.

Das Buch beim Verlag – incl. Leseprobe.

Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange – Suzanne Collins

„Snow landet immer oben.“

  • Originaltitel: The Ballad of Songbirds and Snakes
  • Übersetzer: Peter Klöss, Sylke Hachmeister
  • Verlag: Verlag Friedrich Oetinger
  • Erscheinungsdatum: 19. Mai 2020
  • Seiten: 608 Seiten
  • ISBN:  978-3789120022 (Hardcover)

Die Autorin (Verlag):

Suzanne Collins, 1962 geboren, begann ihre Karriere Anfang der 90er-Jahre als Drehbuchautorin für das amerikanische Kinderfernsehen. 2003 veröffentlichte sie mit dem Roman »Gregor und die graue Prophezeiung« den ersten Band einer fünfteiligen Abenteuer-Reihe, die sich schnell zum internationalen Bestseller entwickelte.

2009 erschien »Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele« und erwies sich als Senkrechtstarter. Die packende Gesellschaftsutopie fesselte Leser in der ganzen Welt, errang die ersten Plätze der Beststellerlisten in den führenden Medien der USA, erntete begeisterte Kommentare von Autoren-Kollegen wie Stephenie Meyer und Stephen King und etablierte Suzanne Collins endgültig als internationale Starautorin. Time Magazine wählte Suzanne Collins auf die Liste der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten 2010. In Deutschland wurde »Die Tribute von Panem. Tödliche Spiele« mit dem Jugendliteraturpreis 2010 ausgezeichnet. Aus der Begründung der Jugendjury: „Brandaktuelle Fragen entflammen im Kopf des Lesers: Wie abhängig bin ich in der Mediengesellschaft von meinem Bild in der Öffentlichkeit? Wie kann ich ich selbst bleiben ohne mich im Surrealen zu verlieren? Wie erschreckend ähnlich ist die fiktive Gesellschaft Panems schon der unseren?“

Der zweite Band »Die Tribute von Panem. Gefährliche Liebe« eroberte sowohl in den USA als in Deutschland die Bestsellerlisten und auch der dritte und damit letzte Teil der Trilogie, im August 2010 in den USA erschienen, sprang sofort von 0 auf Platz 1! Als Blockbuster hat sich die Verfilmung mit Staraufgebot – Jennifer Lawrence, Liam Hemsworth, Elizabeth Banks, Stanley Tucci, Woody Harrelson, Lenny Kravitz, Donald Sutherland u.v.a. – erwiesen: „The Hunger Games. Die Tribute von Panem“ startete im Frühjahr 2012 in den Kinos und schon bald darauf hatte die Besucherzahl die Millionengrenze überschritten. Gleichzeitig rangieren die Buchausgaben unverändert auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten: der beispiellose Erfolg einer Autorin, die den Nerv der Zeit getroffen hat! Möge das Glück stets mit ihr sein!

Klappentext (Verlag):

Rivalität beflügelt ihn.

Aber Macht hat ihren Preis.

Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden.

Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen: Lucy Gray, das Mädchen im Regenbogenkleid, das zwar singen kann, aber für den Kampf ungeeignet zu sein scheint. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg seines zukünftigen Lebens entscheiden und Lucys Leben vorzeitig beenden. Es beginnt ein brutaler Kampf in der Arena, bei dem Coriolanus schnell feststellt, dass sein Schicksal untrennbar mit Lucy Grays verbunden ist.

Meine Meinung:

Als großer Fan der Panem-Trilogie musste ich einfach wissen, warum Coriolanus Snow zu dem Fiesling wurde, den man aus den vorher erschienenen Teilen kannte. Mir war nicht bewusst, dass ich als Leser die meiste Zeit des Geschehens mit ihm sympathisieren würde. Snow und seine Verwandlung wird von Suzanne Collins sehr überzeugend dargestellt. Der Untertitel des Buches „Das Lied von Vogel und Schlange“ macht im Übrigen auch total Sinn, wenn man das Buch kennt.

Das Buch beginnt zehn Jahre nach dem Ende des Krieges und dem Einblick in die verarmte Familie Snow, die ihr Penthouse, die schönen Klamotten und die Rosenzucht der Großmadame nur noch für die Aufrechterhaltung des schönen Scheins behalten. Die Familie besteht nur noch aus der Großmadame, Cousine Tigris und aus Coriolanus. Er ist zu dem Zeitpunkt 18 Jahre alt. Die Begleitung der Tribute durch einen Mentor wird nun, zehn Jahre nach den ersten Hungerspielen, als Experiment durchgeführt. Dadurch sollen die Hungerspiele zu einem interessanteren Event hochgepusht werden, so dass sie im Kapitol und auch in den Distrikten von allen Einwohnern verfolgt werden. Immerhin möchte die Regierung, dass den Distriktbewohnern klar wird, dass es sich hier um eine Strafe handelt, die gegen die Rebellen ausgeführt wird, weil sie den Krieg angezettelt haben. Coriolanus bleibt nur eine Möglichkeit: Er muss durch sein Tribut Lucy Gray die Hungerspiele gewinnen um die Familie zu rehabilitieren, denn bei einem Sieg winkt ihm ein großer Gewinn und auch die Aufmerksamkeit, die ihm (wie er glaubt) zusteht. Aber wie soll das gehen mit einem Mädchen, dass schon ihr Leben lang die Bühne gewohnt ist und von Kämpfen keine Ahnung hat?

Von Anfang an tat mir Coriolanus richtig leid. Er versucht mit aller Macht die Familie Snow und das was sie zu sein scheinen aufrecht zu erhalten, aber eigentlich steht die Familie vor dem Ruin. Er hat sein ganzes Leben lang eingebläut bekommen, dass diese Familie etwas Besonderes ist und das Verhalten seiner Großmadame macht es auch nicht besser. Jeden Tag singt sie die Hymne des Kapitols und redet von den großen Tagen der Snows und wie widerwärtig die Menschen aus den Distrikten sind. Coriolanus verabscheut diese Menschen daher auf eine Art, aber irgendwie scheint er sie doch nicht so abstoßend zu finden. Eine besondere Beziehung hat er zu Sejanus Plinth, der eigentlich aus dem Distrikt 2 kommt, aber im Kapitol lebt. Und dann ist da noch Dr. Gaul, die Oberste Spielemacherin, die total sadistisch ist und jede Idee von Coriolanus dankbar aufnimmt. Sie fördert ihn sogar noch und stachelt ihn an.

Der Schreibstil ist genauso, wie man es von der Panem-Trilogie schon gewohnt ist. Ziemlich direkt und es gibt zwar ein paar brutale Szenen, die aber nicht das Geschehen dominieren. Panem, wie es zehn Jahre nach dem Krieg aussieht und wie sich die Bewohner fühlen und wie sie handeln, wurde von der Autorin ziemlich gut durchdacht. Da das Buch aus Coriolanus Perspektive geschrieben ist, erfährt der Leser viel über seine Gedanken und die sind ziemlich widersprüchlich, zumindest am Anfang.

Wer glaubt, dass er jetzt einen Abklatsch von der Panem-Trilogie vor sich hat, weil die Autorin Geld oder Aufmerksamkeit braucht, liegt falsch. Der Focus ist hier nicht auf die Hungerspiele gerichtet, sondern auf den späteren Präsidenten Snow und seinem Werdegang. Ich fand das ganz angenehm so, denn einen vierten Teil der fast ausschließlich das Abschlachten der Tribute in der Arena zum Thema gehabt hätte, wäre für mich absolut nicht erträglich gewesen. Tatsächlich spielt etwa nur ein Drittel des Geschehens in der Arena, die zu dem Zeitpunkt nicht mal annähernd die Arena ist, die man aus der Trilogie kennt.

Für Fans der Trilogie ist die Vorgeschichte auf jeden Fall eine sinnvolle Ergänzung und genau diesen Lesern möchte ich das Buch wärmstens empfehlen.

Eine Leseprobe und einen Auszug aus dem Hörbuch findet ihr auf der Seite des Verlages.

Das erste Mal…. Follow Friday

Gestern habe ich schon wieder eine ganz tolle Aktion gefunden. Diesmal bei Yvonne von Ein Anfang und kein Ende. Der Sinn hinter dem Follow Friday ist, dass Buchblogger sich gegenseitig vernetzen und kennenlernen, nicht etwa das blinde Sammeln von Followern. Es kann jeder mitmachen, der zu mindestens 50 % Buchinhalte hat. Als ich meinen ersten Blog im Jahr 2012 (das ist ja ewig her!) bei der Konkurrenz von WordPress gestartet habe, gab es solche Aktionen nicht oder ich habe sie nicht gefunden. Ich finde, dass die Beantwortung der wöchentlichen Fragen auch eine gute Möglichkeit ist, damit ihr mich besser kennenlernt. Über einen Austausch mit Euch würde ich mich natürlich auch sehr freuen. Ich würde nämlich auch gerne wissen, wer hier mitliest um nicht immer nur alleine über Bücher zu schwafeln 😀

Ich weiß, ich bin einen Tag zu spät dran, aber ich glaube damit könnt ihr leben, oder? Die Frage lautet wie folgt:

Hardcover versus Taschenbuch: Was haltet ihr lieber in den Händen?

Die Antwort ist ganz einfach: Taschenbücher. Sie sind einfach handlicher und da ich meistens Bücher mit mindestens 400 Seiten, lieber mehr, lese, sind Hardcover da total unhandlich. Ich lese sehr oft im Bett und das wird dann schnell unbequem. Aktuell lese ich „Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange“ von Suzanne Collins. Es hat um die 600 Seiten und ist ein gebundenes Buch. Auf der Couch ist das kein Problem, aber im Bett kann ich nicht gut im Liegen lesen. Aber ich musste es jetzt schon lesen und wollte kein E-Book, also muss ich jetzt mit dieser unkomfortablen Lage leben.

Allerdings finde ich es schöner, Hardcover im Schrank stehen zu haben. Sie haben keine Leserillen und wenn sie schief gelesen sind, quetscht man sie einfach zwischen seine Freunde und niemand sieht es mehr. Da ich beim Lesen immer den Schutzumschlag ab mache, wird der auch nicht beschädigt und das Buch sieht nach dem Lesen aus wie neu.

Wie ist es bei euch? Lest ihr lieber Hardcover oder Taschenbuch? Oder lest ihr nur noch papierlos?

Ich wünsche euch einen lesereiches Wochenende. Erholt euch gut.

Folgende Blogs nehmen am Follow Friday teil. Seht euch ruhig dort mal um. 🙂

Ein Anfang und kein Ende
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
Phantomrabbits
Rina
Nordlicht liest
Giselas Lesehimmel
Kunterbunte Bücherreisen
cbeebooks

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt – Jennifer Benkau

„Es ist nichts, wie es scheint, in Lyaskye.“

  • Sprecherin: Katja Sallay
  • Verlag: Wunderkind Audiobooks
  • Erscheinungsdatum: 1. September 2019
  • Dauer: 15 Stunden 13 Minuten
  • ASIN: B07VJFYW8H (Hörbuch, ungekürzte Ausgabe)

Die Autorin (Verlag):

Jennifer Benkau schreibt Bücher für Erwachsene, Kinder und Jugendliche und hat sich vor allem mit der erfolgreichen „Dark Canopy“-Reihe einen Namen gemacht, für die sie 2013 u. a. mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. 2016 gründete sie zusammen mit vier anderen Autorinnen das Label INK REBELS. Ihr Herz schlägt für die Fantasy und die schreibt sie gern mit lauter Musik, Schokolade und jeder Menge Kaffee. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern, zwei Hunden und einem Pferd zwischen Düsseldorf und Köln und ist auf der ständigen Suche nach versteckten Toren in fremde Welten. Ganz zufällig fand sie dabei auch einen Weg nach Lyaskye. 2019 wurde ihr Buch „One True Queen. Von Sternen gekrönt“, erschienen bei Ravensburger, von der Lese-Community Lovelybooks mit dem bronzenen Lesepreis in der Kategorie „Jugendbuch – Fantasy“ ausgezeichnet.

Klappentext (Verlag):

Eben noch stand Mailin in ihrem irischen Heimatort, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ihr alles und jeder nach dem Leben – nur nicht der mysteriöse Fremde, der sie aus tödlicher Gefahr rettet. Als er sie zum Königshof bringt, erkennt Mailin, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil.

Meine Meinung:

Da bei der Büchereule eine Leserunde zu Teil 1 und später auch Teil 2 der Reihe stattfand und die Bücher plötzlich in aller Munde waren und sogar bei jedem Betreten meines virtuellen Wohnzimmers ganz oben in den ungelesenen Beiträgen standen, hatte ich eigentlich überhaupt keine Lust, die Bücher zu lesen. Ich stehe nämlich nicht so sehr auf „Hypes“. Aber irgendwas hat mich dann doch neugierig gemacht, also habe ich es mit „One True Queen – Von Sternen gekrönt“ als Hörbuch versucht.

Mailin ist 17 und lebt mit ihrer Mutter und ihrer im Wachkoma liegenden Schwester Viktoria in Killarney/Irland, als sie plötzlich und ohne ersichtlichen Grund ohnmächtig wird. Sie wacht in Lyaskye auf, in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint. Und sie soll dort sogar die nächste Königin werden, was allerdings alles andere als gut ist, denn die Königinnen sterben in Lyaskye. Mailin muss nun einen Weg hinaus und zurück in ihre eigentliche Welt finden.

Am Anfang fand ich die Stimme von Katja Sallay ganz schrecklich quietschig und nervig, aber im Laufe des Hörbuches hat sich das komplett gelegt. Die Stimme passt sogar hervorragend zur Geschichte, was aber zum größten Teil daran liegt, dass die Sprecherin sich total ins Zeug legt und alle Charakteren eine eigene Stimme verleiht. Sie geht bei allen Emotionen total mit, so dass es als Hörer total Spass macht zuzuhören und man süchtig nach mehr wird. Ein weiterer Pluspunkt war für mich, dass das Buch aus Sicht von Mailin erzählt wird. Ich mag einfach Geschichten aus der Ich-Perspektive. Das hat dafür gesorgt, dass die gut 15 Stunden wie im Flug vergangen sind.

Lyaskye ist nicht nur das Land, in dem Mailin landet, sondern auch das Wesen, das sie zu sich gerufen hat um aus ihr die nächste Königin zu machen. Der Hörer erfährt im Laufe des ganzen Buches nicht, ob Lyaskye es gut mit Mailin meint oder nicht. Die Welt, in der die Geschichte zum größten Teil spielt, ist voller Überraschungen. Nicht nur niedliche Killerhäschen hüpfen dort rum, sondern auch Magier, die vom König unter Kontrolle gehalten werden und das sind nur zwei kleine Beispiele für die phantastische Welt, die die Autorin geschaffen hat. Ich war richtig verzaubert von all den Ideen, egal ob sich um schöne oder schreckliche Dinge handelte. Der Satz „Es ist nichts wie es scheint in Lyaskye“ ist einer der wichtigsten Sätze für mich, denn immer, wenn Mailin sich in Sicherheit wiegt oder hofft, dass sie endlich eine Lösung für ihr Dilemma gefunden hat, passiert wieder etwas Neues, meistens nicht so schönes. Die obligatorische Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Sie nimmt in der Geschichte viel Raum ein, aber das passt ebenfalls zum Buch, da es sich ja um ein Jugendbuch handelt.

Ich mochte den Erzählstil sehr gerne, obwohl Mailin des Öfteren mal flucht. Ich finde, das darf sie weiterhin tun, angesichts der Schrecken die sie in Lyaskye erfährt. Immerhin ist sie eine Jugendliche, die sich unvorbereitet im Horrorland wiederfindet. Als ich Teil 1 beendet hatte, habe ich direkt Teil 2 angeschlossen, obwohl das eigentlich gar nicht meine Art ist. Ich lasse mir normalerweise immer Zeit zwischen einzelnen Teilen einer Reihe. Das spricht wohl dafür, dass es mir gut gefallen hat und dazu noch sehr spannend war.  

Bei „One True Queen“ handelt es sich um ein Jugendbuch für Jugendliche ab 14 Jahren. Meiner Meinung nach sind manche Szenen etwas zu krass für dieses Alter, aber das kommt wohl auch stark auf den jeweiligen Menschen an.

Ich kann das Buch uneingeschränkt denjenigen empfehlen, die gerne in andern Welten unterwegs sind und es ist vor allem geeignet für kleine und große Mädchen, die sich in jeder Welt immer in den bösen Buben verlieben.

Hier findet ihr eine Hörprobe.

Die Montagsfrage #86 – Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?)

Vor kurzem habe ich den Blog von Antonia entdeckt und damit auch ihre wunderbaren Montagsfragen. Heute möchte ich zum ersten Mal dabei mitmachen.

Ich gehe davon aus, dass die meisten, die sich hier hin verlaufen, ähm, die sich hier umsehen, genau wissen, was ein SuB ist. Nein? Es ist ein Stapel ungelesener Bücher. Manche nennen ihn auch RuB (Regal ungelesener Bücher) oder ZuB (Zimmer ungelesener Bücher).

Bei mir ist es eher ein ZuB. Im Spielzimmer (oder war es doch das Arbeitszimmer?) habe ich mehrere Billy Regale, die die gesamte Länge der Wand einnehmen. Diese sind mittlerweile zweireihig bestückt und ich muss zugeben, dass ich langsam den Überblick über die Menge verloren habe. Vor zwei Jahren habe ich mal 270 Bücher aussortiert, aber neue Bücher sind genauso schnell wieder eingezogen, wie ich die bereits gelesenen in Kartons im Keller eingelagert habe. Dazu kommt noch, das ich zwei Kindle besitze (ja, dekadent! ;-)) und einen Tolino. Dort liegen auch noch mal einige ungelesene Schätze. Allerdings habe ich auch diese nicht gezählt. Fazit: Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie viele ungelesene Bücher ich habe. Und ich verspüre auch nicht die geringste Lust sie zu zählen.

Ich würde sagen, momentan wirke ich eher nicht dagegen. Ich habe erst im Mai ca. 15 Bücher gekauft (nicht mal die neu gekauften Bücher zähle ich!), weil ich zwei Geburtstagsgutscheine hatte und bei Facebook ein Bücherspiel lief, bei dem ganz viele tolle Bücher vorgeschlagen wurden. Da konnte ich nicht anders als zuschlagen, allerdings zum Teil bei Rebuy, das geht nicht ganz so ins Geld.

Das war es auch schon mit der Analyse meines SuBs. Wie sieht es denn bei euch so aus? Habt ihr immer nur ein ungelesenes Buch im Regal? Oder seid ihr so veranlagt wie ich und habt Angst, dass euch der Lesestoff ausgeht? Und wie ist es mit der Auswahl des nächsten Buches? Wisst ihr schon vorher, was ihr als nächstes lest oder macht ihr euch Pläne? Kommentiert einfach hier unter dem Post. Ich würde mich über Austausch freuen. 🙂