Das erste Mal…. Follow Friday

Gestern habe ich schon wieder eine ganz tolle Aktion gefunden. Diesmal bei Yvonne von Ein Anfang und kein Ende. Der Sinn hinter dem Follow Friday ist, dass Buchblogger sich gegenseitig vernetzen und kennenlernen, nicht etwa das blinde Sammeln von Followern. Es kann jeder mitmachen, der zu mindestens 50 % Buchinhalte hat. Als ich meinen ersten Blog im Jahr 2012 (das ist ja ewig her!) bei der Konkurrenz von WordPress gestartet habe, gab es solche Aktionen nicht oder ich habe sie nicht gefunden. Ich finde, dass die Beantwortung der wöchentlichen Fragen auch eine gute Möglichkeit ist, damit ihr mich besser kennenlernt. Über einen Austausch mit Euch würde ich mich natürlich auch sehr freuen. Ich würde nämlich auch gerne wissen, wer hier mitliest um nicht immer nur alleine über Bücher zu schwafeln 😀

Ich weiß, ich bin einen Tag zu spät dran, aber ich glaube damit könnt ihr leben, oder? Die Frage lautet wie folgt:

Hardcover versus Taschenbuch: Was haltet ihr lieber in den Händen?

Die Antwort ist ganz einfach: Taschenbücher. Sie sind einfach handlicher und da ich meistens Bücher mit mindestens 400 Seiten, lieber mehr, lese, sind Hardcover da total unhandlich. Ich lese sehr oft im Bett und das wird dann schnell unbequem. Aktuell lese ich „Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange“ von Suzanne Collins. Es hat um die 600 Seiten und ist ein gebundenes Buch. Auf der Couch ist das kein Problem, aber im Bett kann ich nicht gut im Liegen lesen. Aber ich musste es jetzt schon lesen und wollte kein E-Book, also muss ich jetzt mit dieser unkomfortablen Lage leben.

Allerdings finde ich es schöner, Hardcover im Schrank stehen zu haben. Sie haben keine Leserillen und wenn sie schief gelesen sind, quetscht man sie einfach zwischen seine Freunde und niemand sieht es mehr. Da ich beim Lesen immer den Schutzumschlag ab mache, wird der auch nicht beschädigt und das Buch sieht nach dem Lesen aus wie neu.

Wie ist es bei euch? Lest ihr lieber Hardcover oder Taschenbuch? Oder lest ihr nur noch papierlos?

Ich wünsche euch einen lesereiches Wochenende. Erholt euch gut.

Folgende Blogs nehmen am Follow Friday teil. Seht euch ruhig dort mal um. 🙂

Ein Anfang und kein Ende
Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
Phantomrabbits
Rina
Nordlicht liest
Giselas Lesehimmel
Kunterbunte Bücherreisen
cbeebooks

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt – Jennifer Benkau

„Es ist nichts, wie es scheint, in Lyaskye.“

  • Sprecherin: Katja Sallay
  • Verlag: Wunderkind Audiobooks
  • Erscheinungsdatum: 1. September 2019
  • Dauer: 15 Stunden 13 Minuten
  • ASIN: B07VJFYW8H (Hörbuch, ungekürzte Ausgabe)

Die Autorin (Verlag):

Jennifer Benkau schreibt Bücher für Erwachsene, Kinder und Jugendliche und hat sich vor allem mit der erfolgreichen „Dark Canopy“-Reihe einen Namen gemacht, für die sie 2013 u. a. mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde. 2016 gründete sie zusammen mit vier anderen Autorinnen das Label INK REBELS. Ihr Herz schlägt für die Fantasy und die schreibt sie gern mit lauter Musik, Schokolade und jeder Menge Kaffee. Sie lebt mit ihrem Mann, vier Kindern, zwei Hunden und einem Pferd zwischen Düsseldorf und Köln und ist auf der ständigen Suche nach versteckten Toren in fremde Welten. Ganz zufällig fand sie dabei auch einen Weg nach Lyaskye. 2019 wurde ihr Buch „One True Queen. Von Sternen gekrönt“, erschienen bei Ravensburger, von der Lese-Community Lovelybooks mit dem bronzenen Lesepreis in der Kategorie „Jugendbuch – Fantasy“ ausgezeichnet.

Klappentext (Verlag):

Eben noch stand Mailin in ihrem irischen Heimatort, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ihr alles und jeder nach dem Leben – nur nicht der mysteriöse Fremde, der sie aus tödlicher Gefahr rettet. Als er sie zum Königshof bringt, erkennt Mailin, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil.

Meine Meinung:

Da bei der Büchereule eine Leserunde zu Teil 1 und später auch Teil 2 der Reihe stattfand und die Bücher plötzlich in aller Munde waren und sogar bei jedem Betreten meines virtuellen Wohnzimmers ganz oben in den ungelesenen Beiträgen standen, hatte ich eigentlich überhaupt keine Lust, die Bücher zu lesen. Ich stehe nämlich nicht so sehr auf „Hypes“. Aber irgendwas hat mich dann doch neugierig gemacht, also habe ich es mit „One True Queen – Von Sternen gekrönt“ als Hörbuch versucht.

Mailin ist 17 und lebt mit ihrer Mutter und ihrer im Wachkoma liegenden Schwester Viktoria in Killarney/Irland, als sie plötzlich und ohne ersichtlichen Grund ohnmächtig wird. Sie wacht in Lyaskye auf, in einer Welt, in der nichts ist, wie es scheint. Und sie soll dort sogar die nächste Königin werden, was allerdings alles andere als gut ist, denn die Königinnen sterben in Lyaskye. Mailin muss nun einen Weg hinaus und zurück in ihre eigentliche Welt finden.

Am Anfang fand ich die Stimme von Katja Sallay ganz schrecklich quietschig und nervig, aber im Laufe des Hörbuches hat sich das komplett gelegt. Die Stimme passt sogar hervorragend zur Geschichte, was aber zum größten Teil daran liegt, dass die Sprecherin sich total ins Zeug legt und alle Charakteren eine eigene Stimme verleiht. Sie geht bei allen Emotionen total mit, so dass es als Hörer total Spass macht zuzuhören und man süchtig nach mehr wird. Ein weiterer Pluspunkt war für mich, dass das Buch aus Sicht von Mailin erzählt wird. Ich mag einfach Geschichten aus der Ich-Perspektive. Das hat dafür gesorgt, dass die gut 15 Stunden wie im Flug vergangen sind.

Lyaskye ist nicht nur das Land, in dem Mailin landet, sondern auch das Wesen, das sie zu sich gerufen hat um aus ihr die nächste Königin zu machen. Der Hörer erfährt im Laufe des ganzen Buches nicht, ob Lyaskye es gut mit Mailin meint oder nicht. Die Welt, in der die Geschichte zum größten Teil spielt, ist voller Überraschungen. Nicht nur niedliche Killerhäschen hüpfen dort rum, sondern auch Magier, die vom König unter Kontrolle gehalten werden und das sind nur zwei kleine Beispiele für die phantastische Welt, die die Autorin geschaffen hat. Ich war richtig verzaubert von all den Ideen, egal ob sich um schöne oder schreckliche Dinge handelte. Der Satz „Es ist nichts wie es scheint in Lyaskye“ ist einer der wichtigsten Sätze für mich, denn immer, wenn Mailin sich in Sicherheit wiegt oder hofft, dass sie endlich eine Lösung für ihr Dilemma gefunden hat, passiert wieder etwas Neues, meistens nicht so schönes. Die obligatorische Liebesgeschichte darf natürlich auch nicht fehlen. Sie nimmt in der Geschichte viel Raum ein, aber das passt ebenfalls zum Buch, da es sich ja um ein Jugendbuch handelt.

Ich mochte den Erzählstil sehr gerne, obwohl Mailin des Öfteren mal flucht. Ich finde, das darf sie weiterhin tun, angesichts der Schrecken die sie in Lyaskye erfährt. Immerhin ist sie eine Jugendliche, die sich unvorbereitet im Horrorland wiederfindet. Als ich Teil 1 beendet hatte, habe ich direkt Teil 2 angeschlossen, obwohl das eigentlich gar nicht meine Art ist. Ich lasse mir normalerweise immer Zeit zwischen einzelnen Teilen einer Reihe. Das spricht wohl dafür, dass es mir gut gefallen hat und dazu noch sehr spannend war.  

Bei „One True Queen“ handelt es sich um ein Jugendbuch für Jugendliche ab 14 Jahren. Meiner Meinung nach sind manche Szenen etwas zu krass für dieses Alter, aber das kommt wohl auch stark auf den jeweiligen Menschen an.

Ich kann das Buch uneingeschränkt denjenigen empfehlen, die gerne in andern Welten unterwegs sind und es ist vor allem geeignet für kleine und große Mädchen, die sich in jeder Welt immer in den bösen Buben verlieben.

Hier findet ihr eine Hörprobe.

Die Montagsfrage #86 – Wie sieht eigentlich euer SuB aus? (Und versucht ihr ihm momentan entgegenzuwirken?)

Vor kurzem habe ich den Blog von Antonia entdeckt und damit auch ihre wunderbaren Montagsfragen. Heute möchte ich zum ersten Mal dabei mitmachen.

Ich gehe davon aus, dass die meisten, die sich hier hin verlaufen, ähm, die sich hier umsehen, genau wissen, was ein SuB ist. Nein? Es ist ein Stapel ungelesener Bücher. Manche nennen ihn auch RuB (Regal ungelesener Bücher) oder ZuB (Zimmer ungelesener Bücher).

Bei mir ist es eher ein ZuB. Im Spielzimmer (oder war es doch das Arbeitszimmer?) habe ich mehrere Billy Regale, die die gesamte Länge der Wand einnehmen. Diese sind mittlerweile zweireihig bestückt und ich muss zugeben, dass ich langsam den Überblick über die Menge verloren habe. Vor zwei Jahren habe ich mal 270 Bücher aussortiert, aber neue Bücher sind genauso schnell wieder eingezogen, wie ich die bereits gelesenen in Kartons im Keller eingelagert habe. Dazu kommt noch, das ich zwei Kindle besitze (ja, dekadent! ;-)) und einen Tolino. Dort liegen auch noch mal einige ungelesene Schätze. Allerdings habe ich auch diese nicht gezählt. Fazit: Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie viele ungelesene Bücher ich habe. Und ich verspüre auch nicht die geringste Lust sie zu zählen.

Ich würde sagen, momentan wirke ich eher nicht dagegen. Ich habe erst im Mai ca. 15 Bücher gekauft (nicht mal die neu gekauften Bücher zähle ich!), weil ich zwei Geburtstagsgutscheine hatte und bei Facebook ein Bücherspiel lief, bei dem ganz viele tolle Bücher vorgeschlagen wurden. Da konnte ich nicht anders als zuschlagen, allerdings zum Teil bei Rebuy, das geht nicht ganz so ins Geld.

Das war es auch schon mit der Analyse meines SuBs. Wie sieht es denn bei euch so aus? Habt ihr immer nur ein ungelesenes Buch im Regal? Oder seid ihr so veranlagt wie ich und habt Angst, dass euch der Lesestoff ausgeht? Und wie ist es mit der Auswahl des nächsten Buches? Wisst ihr schon vorher, was ihr als nächstes lest oder macht ihr euch Pläne? Kommentiert einfach hier unter dem Post. Ich würde mich über Austausch freuen. 🙂

Die Muskatprinzessin – Christoph Driessen

Verlag: Maximum Verlag

Erscheinungsdatum: 6. April 2020

Seiten: 512

ISBN: 978-3948346164

Der Autor (Verlag):

Dr. Christoph Driessen wurde 1967 in Oberhausen als niederländischer Staatsbürger geboren und wuchs in Deutschland auf. Nach seinem Studium (Journalistik und Geschichte) promovierte er mit einer Arbeit über die Vereinigte Ostindische Compagnie. Er war 14 Jahre lang Auslandskorrespondent in Den Haag, London und New York. Inzwischen leitet er das Kölner Büro der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Driessen ist Autor mehrerer Sachbücher über ­historische Themen, darunter die erfolgreiche „Geschichte der ­Niederlande“ und „Rembrandt und die Frauen“. Im Fernsehen und im Radio tritt er regelmäßig als Experte für die Geschichte der Niederlande und das niederländische Königshaus in Erscheinung.

Bei Recherchen stieß er schon vor Jahren auf das Schicksal der Amsterdamerin Eva Ment, die im 17. Jahrhundert ein neues Leben auf der Insel Java im Indischen Ozean begann. Eine Geschichte, die ihn seither begleitet und nun die Inspiration für seinen ersten Roman ist. Mit der Muskatprinzessin möchte er die Vereinigte Ostindische Compagnie einem größeren Publikum vorstellen und das Denken der ­damaligen Menschen ein Stück weit begreiflich machen.

Christoph Driessen ist mit der Journalistin Barbara ­Driessen verheiratet und hat drei Kinder. Die Familie lebt in Köln.

Klappentext (Verlag):

Amsterdam, frühes 17. Jahrhundert: Eva sieht sich gezwungen, ihre geliebte Heimat Holland zu verlassen, denn die Geschäfte ihres Vaters, des Bierbrauers Claes Corneliszoon Ment, laufen schlecht. Bedrängt von seinen Gläubigern, kommt es ihm gerade recht, dass der wohlhabende Generalgouverneur der Vereinigten Ostindischen Compagnie, Jan Pieterszoon Coen, ein Auge auf seine Tochter geworfen hat. Gegen ihren Willen muss die blutjunge Frau die Ehe mit dem über zwanzig Jahre älteren Pfeffersack eingehen und lernt schon in der ersten gemeinsamen Nacht seine dunkelste Seite kennen.

Kurz nach der Vermählung tritt Coen seinen Generalgouverneursposten in Ostindien an und Eva muss bis auf ihren lebenslustigen Bruder Gerrit und ihren Kater Jasper alles zurücklassen.

Acht Monate dauert die Fahrt nach Batavia in drückender Hitze, um sodann wie ein Herrscherpaar in ihrer neuen Heimat empfangen zu werden. Die Welt, in die Eva nun eintaucht, könnte exotischer nicht sein. Sie hat plötzlich den Status einer Prinzessin mit einer riesigen Schar asiatischer Diener und einem Elefanten als Reittier. Eva kann sich dem Zauber und der Schönheit des fremden Landes nicht entziehen.

Sie lernt Jacques Specx und seine geheimnisvolle Tochter Sara kennen, den dicken Crijn van Raemburch, Mitglied des Indienrates und vor allem den jungen Aufsteiger Antonio van Diemen, der ihre Aufmerksamkeit erregt.

Rasch gewinnt die rothaarige Eva an Einfluss, kümmert sie sich doch um benachteiligte Frauen und Kinder und wird hierfür von den Einheimischen verehrt, während ihr Mann mit äußerster Strenge über das Land und seine eigene Frau herrscht.

Ein leidenschaftlicher Roman voller Sinnlichkeit und Abenteuer – wie der Duft der Muskatblüte.

Meine Meinung:

„Die Muskatprinzessin“ gehört zu den Büchern, die mich total überrascht haben. Ich hatte zwar den Klappentext gelesen, aber Holland bzw. Indonesien ist jetzt nicht meine erste Wahl, wenn es um Bücher geht. Ich habe einen Tipp bekommen und bin froh, dass ich diesem Tipp gefolgt bin.

Eva Ment muss den Generalgouverneur der Vereinigten Ostindischen Compagnie heiraten, weil die Geschäfte ihres Vaters schlecht laufen. Sie geht mit ihrem Mann nach Batavia und erlebt dort eine völlig andere Welt als die, die sie gewohnt ist. Nicht nur, weil ihr Ehemann ein echt übler Typ ist und sie am anderen Ende der Welt ist, sie wird dort auch noch fast wie eine Königin verehrt.

Ich kann nicht mal genau sagen, was mich so an dem Buch fasziniert hat. Ich habe angefangen zu lesen und wollte das Buch von der Sekunde an nicht mehr weg legen. Es sollte vielleicht dazu gesagt werden, dass über Jan Pieterszoon Coen relativ viel bekannt ist, über seine Frau Eva Ment allerdings fast nichts. Vielleicht konnte der Autor aus diesem Grund seine Fantasie spielen lassen und Eva eine Persönlichkeit andichten, die der Leser unweigerlich lieben muss. Das gesamte Buch ist so lebendig geschrieben, dass ich mich an den jeweiligen Handlungsorten wieder gefunden habe und erst mal eine Weile brauchte um wieder in meine Welt und meine Zeit zu finden. Im Nachwort wird bekannt, dass Christopher Driessen sich seit Jahrzenten mit dem Holland des 17. Jahrhunterts beschäftigt. Das merkt man dem Buch auch an. Beispielsweise an der Denkweise Evas, die ausser der Welt, wie sie aus Holland kennt, nichts anderes kennt.

Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und ich hoffe, dass wir sehr bald weitere Romane von dem Autor lesen werden.

Das Buch wurde mir vom Maximum Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Leseprobe

Daisy Jones and The Six – Taylor Jenkins Reid

Originaltitel: Daisy Jones and The Six

Übersetzer: Conny Lösch

Verlag: Ullstein Hardcover

Erscheinungsdatum: 2. Juni 2020

Seiten: 368

ISBN: 978-3550200779

Die Autorin (Verlag):

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch „Neun Tage und ein Jahr“ schrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Für „Daisy Jones & The Six“ hat sie sich intensiv mit der Geschichte der Band Fleetwod Mac beschäftigt.

Klappentext (Verlag):

Daisy Jones, jung, schön, von ihren Eltern vernachlässigt, hat eine klare Stimme und einen starken Willen: Sie möchte mit ihren eigenen Songs auf der Bühne stehen. Als sie zum ersten Mal gemeinsam mit THE SIX auftritt, ist das Publikum elektrisiert von ihr und Billy, dem Leadsänger der Band. Die beiden zusammen sind nicht nur auf der Bühne explosiv und führen die Band zu ihrem größten Erfolg, auch Backstage sprühen die Funken … 

Meine Meinung:

Wow! Was für ein grandioses Buch! Ich war erst etwas skeptisch, ob diese Erzählform bei mir überhaupt funktioniert. Es hat ein paar Seiten gedauert, aber dann hat es eingeschlagen wie eine Bombe.

Es geht um Daisy Jones und die fiktive Band „The Six“. Daisy ist ein gesangliches Ausnahmetalent und wächst in einem Elternhaus auf, in dem vor allem die Gleichgültigkeit regiert. Ziemlich früh zieht sie um die Häuser und gelangt so in die Musikerszene. Mehr oder weniger zufällig wird sie Mitglied der Band „The Six“ und schreibt mit ihnen zusammen ein Album. Daisy Jones hat mich die ganze Zeit an Amy Winehouse erinnert.

Der Erzählstil kam mir erst etwas seltsam vor. Die Autorin hat sich für eine Art Dokumentation entschieden, in der jeder der Beteiligten seine Sicht der Dinge erzählt. Dies alles ist so nah am wahren Leben geschrieben, dass man als Leser glaubt, sich tatsächlich eine Doku anzusehen. Hier wird Umgangssprache gesprochen, geflucht etc. Ich hatte die ganze Zeit Lust mir dieses sicherlich grandiose Album anzuhören. Die Songtexte sind am Ende des Buches abgedruckt. Mir haben nur noch die Töne dazu gefehlt.

Die Hauptprotagonisten sind Billy, der Sänger von „The Six“ und Daisy. Von beiden erfährt man sehr viel über ihre private Situation und auch viel von ihren Gedanken, Wünschen und Ängsten, dass es einem gar nicht schwer fällt, ständig mit ihnen mitzufiebern. Von allen anderen erfährt man gerade nur so viel, dass man auch mit ihnen mitfiebert, sie einem aber trotz allem immer etwas fremd bleiben.

Das gesamte Buch besteht nur aus Gefühlen, aus Angst, aus Freude, aus Scham, aus Trauer, aus Liebe, was man sich nur vorstellen kann. Ich fühlte mich wie in einem Orkan, der mich ununterbrochen von der einen auf die andere Seite wirbelt.

Ich bin sehr verliebt in dieses Buch und möchte es am liebsten jedem ans Herz legen. Dabei kann ich nicht mal genau sagen, für wen es genau was ist. Musikbegeisterte? Leute, die gerne gefühlvolle Bücher lesen? Ich glaube, es ist einfach für jeden was, sofern man sich auf die Erzählform einlassen kann. Unbedingte Leseempfehlung!

Das Buch wurde mir von Netgalley und den Ullstein Buchverlagen zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Leseprobe