Baskische Tragödie (Luc Verlain # 4) – Alexander Oetker (Hörbuch)

Ich habe mich so gefreut, als ich gesehen habe, dass es Teil 4 endlich als digitales Hörbuch gibt. Ich habe Luc Verlain mittlerweile nämlich sehr gern. Allerdings war dieser Teil anders als die Teile davor.

Als an den Stränden des Aquitaine Pakete mit Kokain angespült werden und ein kleiner Junge ins Koma fällt, weil er in einem unbeobachteten Moment davon probiert, ist Luc der leitende Ermittler.
In den vorherigen Bänden sind immer mal Hinweise auf diesen vierten Teil gestreut worden, die nun dazu führen, dass Luc selber zum Gejagten wird. Er wird zum Spielball eines Drogenbosses, der ihn allerlei aussichtslose Vorhaben erledigen lässt. Luc bleibt nichts anderes übrig als mitzumachen, denn er ist mittlerweile in seiner Heimat als korrupter Polizist bekannt, der in ganz Frankreich gesucht wird.

Im Gegensatz zu den anderen Teilen kommt „Baskische Tragödie“ wie ein Thriller daher. Ich fand es durchweg spannend und habe die ganze Zeit mit gefiebert und gehofft, dass Luc das alles heil übersteht. Das Ende des Buches klang für mich allerdings wie ein Abschied von Luc und seinen Kollegen, denn alle Fragen, die sich in den letzten drei Teilen aufgebaut haben, wurden jetzt beantwortet. Ich hoffe nicht, dass sich das bewahrheitet, denn ich würde gerne weitere Bücher über ihn hören.

Der Sprecher, Frank Arnold, hat seine Sache wieder sehr gut gemacht und mich diesmal nach Spanien versetzt, denn dort bzw. im Grenzgebiet zu Frankreich spielt „Baskische Tragödie“.

Wenn ihr Frankreich mögt und der französischen Sprache nicht abgeneigt seid, probiert es einfach mal mit der Luc-Verlain-Reihe. Für mich sind die vier Bücher einfach Wohlfühlbücher.

Auf der Seite des Audiobuch Verlages könnt ihr mehr über das Hörbuch erfahren.

Winteraustern – Luc Verlain #3 – Alexander Oetker (Hörbuch)

Sprecher: Frank Arnold

Verlag: Audiobuch Verlag OHG  

Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019

Dauer:  7 Stunden 48 Minuten

ISBN: 978-3-95862-522-8

Der Autor (Verlag):

Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext (Verlag):

Winter auf dem Bassin d’Arcachon. Das bedeutet: Hochkonjunktur bei den Austernzüchtern, schließlich sind die Feiertage ohne Meeresfrüchte in Frankreich unvorstellbar. Allerdings sind zu dieser Zeit auch die berüchtigten Austerndiebe besonders aktiv. Commissaire Luc Verlain ist ebenfalls auf dem Bassin unterwegs, weil er mit seinem kranken Vater, dem ehemaligen Austernzüchter, noch einmal dessen alte Wirkungsstätte besuchen will. Doch ihre Bootstour endet jäh, als die beiden plötzlich auf die an Pfählen festgebundenen Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Züchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Dieb von seinem Treiben ablenken? Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Luc Verlain Reihe beinhaltet mehr Krimielemente als die Vorgänger. Ich hatte ununterbrochen während des Hörens den Geruch von Meerwasser in der Nase.

Als Luc mit seinem Vater eines Morgens auf dem Meer unterwegs ist, finden sie zwei Leichen. Die Vermutung ist, dass die jungen Männer Austern geklaut haben, da deren Familien in Geldnot stecken. Luc und sein Team übernehmen die Ermittlungen in diesem dritten Fall.

Mir ist diesmal mehr als bei den ersten zwei Teilen aufgefallen, dass man die Teile auch für sich allein stehend lesen kann, da der Autor immer zwischendrin kurz erwähnt, was mit den Figuren bis zu diesem Zeitpunkt geschehen ist. Ob man das möchte, kann ja jeder für sich selber entscheiden. Ich lese nicht gerne Reihen durcheinander oder gar nur einzelne Teile einer Reihe. Diesmal endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger, der mich sehr neugierig macht auf Teil 4 („Baskische Tragödie“ – erscheint am 7. Oktober 2020).

In „Winteraustern“ geht es überwiegend um die Austernzucht. Bisher habe ich mir weder Gedanken gemacht, wie sie gezüchtet werden noch ob es für die Züchter hart ist, beispielsweise durch den Klimawandel, ihre Zucht zu betreiben. Da ich Austern noch nie probiert habe und es auch nicht vor habe, habe ich diesmal nicht ununterbrochen Hunger gehabt, wenn der Autor geschrieben hat, was die Protagonisten essen und trinken.

Der Fall ist wie in den vorherigen Teilen auch nicht so präsent wie in anderen Krimireihen, was mir sehr gut gefällt. Da Lucs Leben niemals langweilig beschrieben ist, ist „Winteraustern“ auch wieder ein Wohlfühlbuch, vor allem auch wegen all der französischen Begriffe, die meiner Meinung nach im dritten Teil mehr geworden sind als in den anderen Teilen. Frank Arnold macht seine Sache wieder sehr gut. Ich muss mich jetzt erst mal nach anderen Büchern umsehen, die er vorliest.

Mir hat dieser Teil auch wieder ausgesprochen gut gefallen. Leider muss Teil 4 nun noch etwas warten, da das Hörbuch noch nicht digital verfügbar ist und ich es auf jeden Fall hören möchte.

Wenn ihr mehr über das Hörbuch erfahren wollt, seht Euch einfach auf der Seite des Verlages um.

Château Mort – Luc Verlains neuer Fall – Alexander Oetker (Hörbuch)

Sprecher: Frank Arnold

Verlag: Audiobuch Verlag OHG  

Erscheinungsdatum: 7. März 2018

Dauer:  Stunden 19 Minuten

ISBN: 978-3-95862-045-2

Der Autor (Verlag):

Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext (Verlag):

Luc Verlains erster Sommer im Aquitaine neigt sich dem Ende entgegen. Kurz vor der Lese der edelsten Weinreben wird Frankreich von einer Hitzewelle erfasst. Und ausgerechnet nun findet der Marathon du Médoc statt – bei dem Läufer unterwegs auch noch Rotwein verkosten dürfen. Ein riesiges Fest, das für Luc noch schöner wird, weil seine Flamme und Partnerin Anouk nach einer geheimnisvollen Italienreise wieder zurückkehrt. Gemeinsam stehen sie im Schlossgarten von Lucs bestem Freund Richard, der die Marathonläufer mit einem feinen Rotwein verköstigt. Plötzlich brechen einige Sportler zusammen, ein Politiker kommt nur knapp mit dem Leben davon und ausgerechnet der sympathische Winzer Hubert stirbt. Hat Richard etwas damit zu tun? Ein schwieriger Fall für den Commissaire, zumal Luc und Anouk in entgegengesetzter Richtung ermitteln. Welche Spur führt zum Täter? Hörbuchpreisträger Frank Arnold nimmt den Hörer in dieser ungekürzten Lesung mit in die kulinarisch-kriminalistische Welt von Luc Verlains zweitem Fall.

Meine Meinung:

Teil 1 („Retour“) fand ich so angenehm zu hören und ich habe die Figuren in der relativ kurzen Zeit so lieb gewonnen, dass ich den zweiten Teil direkt anhängen musste.

Lucs bester und ältester Freund Richard steht unter Verdacht einen Winzer, dessen Château er kaufen wollte, ermordet zu haben. Und zwar mit vergifteten Wein, den er seinem Geschäftspartner angeblich beim Marathon du Médoc untergejubelt hat.

Wie auch im ersten Teil ist der Krimi eher ein Roman mit Krimielementen. Natürlich gibt es einen Mordfall und es wird auch ermittelt, aber es geht ganz viel auch um Luc und vor allem um Luc und Anouk. Und vor allem geht es ums Essen und ums Wein trinken. Die Figuren machen gefühlt fast nichts anderes als das. Aber genau diese Erzählweise ist es, die für mich so entspannt und mit Wohlfühlfaktor daher kommt.

Ich finde es eigentlich sehr schade, dass die Hörbucher nicht mal 10 Stunden gehen. Ich hätte Frank Arnold wirklich gerne noch weitere endlos lange Stunden gelauscht. Er hat eine sehr angenehme Stimme und die französischen Worte, die nicht selten eingeworfen werden, spricht er für meine ungeschulten Ohren fast perfekt aus.

Wenn ihr Frankreich mögt, nicht unbedingt einen schweißtreibenden Mordfall benötigt und gegen eine klitzekleine Lovestory auch nichts habt, ist „Château Mort“ genau das Richtige für euch. Ich werde jedenfalls Teil 3 („Winteraustern“) direkt anhängen. Teil 4 („Baskische Tragödie“) ist mittlerweile auch erschienen, allerdings bisher noch nicht digital. Es könnte auch gut sein, dass ich hier das Buch lese.

Mehr über das Hörbuch könnt ihr auf der Seite vom Audiohörbuch Verlag erfahren. Hier gibt es auch eine Hörprobe.