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Milena – Crazy in Love – Christine Thomas

Milena-Crazy in Love – Christine Thomas
288  Seiten 
ISBN:  978-3864433757
12,90 Euro
Klappentext:
Es ist nicht einfach, in eine neue Stadt zu ziehen, und noch einmal von vorn anzufangen. Mac, der neue Mann an der Seite von Milenas Mutter, macht alles nicht unbedingt erträglicher. Als wäre Milenas Leben nicht schon kompliziert genug, taucht eines Tages Macs Sohn Colin auf und versetzt nicht nur die Mädchen ihres Jahrgangs in Aufruhr, sondern lässt auch ihr Herz höher schlagen. Doch kann sie sich auf Colins Charme einlassen?
Meine Meinung:
Ich habe ein Mädchenbuch erwartet und auch ein Mädchenbuch bekommen. Die Autorin schreibt unter Pseudonym und hat unter dem Namen Jane Christo bereits  „Blanche – Der Erzdämon“ herausgegeben, das ich damals auch gern gelesen habe. Also war es klar, dass ich es hiermit auch versuche.
Milena, genannt Milla, ist total unglücklich. Nach der für sie völlig überraschenden Scheidung ihrer Eltern und der kurz danach folgenden Hochzeit ihrer Mutter muss sie auch noch von Berlin nach Köln ziehen. Doch das ist nicht alles, denn sie erfährt nebenbei, dass sie jetzt einen Bruder hat, der dann auch noch bei ihnen leben soll. Colin ist gutaussehend, charmant und liebenswert. Aber Milla möchte ihre neue Familie einfach nicht mögen und tut alles dafür, Mac, dem neuen Mann ihrer Mutter und Colin bei ihrer Mutter unbeliebt zu machen.
Schön war er, der Ausflug in die Jugendzeit. Als nichts wichtiger war als das eigene Wohlergehen und alle anderen Alltagssorgen anderen überlassen werden konnten. Millas Gedankenwelt dreht sich größtenteils um Milla. Wie wird sie Mac und Colin los, warum wird sie vom tollsten Jungen der Schule nicht wahrgenommen und wie kann sie ihre alte Familie wieder zurück gewinnen? Die Autorin hat sich dabei  perfekt in die Gedankenwelt einer 16jährigen hineingedacht und dies auch so rüber gebracht, dass man Milla jeden Gedanken abgenommen hat.
Die Hauptpersonen, bis auf Millas Mutter Helen, werden sehr detailliert beschrieben, so dass ich Mac und Colin bereits nach kurzer Zeit verfallen war. Beide haben eine unheimlich liebenswerte Art an sich, die Milla aber für Einschleimerei hält. Zwischendrin hat mich Millas Tollpatschigkeit etwas genervt, weil es zum Teil etwas übertrieben war. Aber nicht so sehr, dass ich dem Buch dafür Punktabzüge geben würde, denn dafür mochte ich die Protagonisten zu gern.
Hervorheben möchte ich den Humor, der im Buch vorherrscht. Denn Milla hat eine leichte selbstironische Art, die ich sehr gern mochte.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, allerdings nur für Leute, die auch gern Jugendromane lesen, in denen die Protagonistin unter Herzschmerz leidet.

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Göttlich verloren – Josephine Angelini

Göttlich verloren – Josephine Angelini
512 Seiten 
ISBN:  978-3791526263
19,95 Euro

Klappentext:
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf! Nach Band eins »Göttlich verdammt« wurde der zweite Band der grandiosen „Göttlich“-Trilogie schon sehnlichst erwartet. 
Meine Meinung:
Ich muss  ganz ehrlich sagen, dass ich den ersten Teil richtig gut fand, mich aber kaum noch daran erinnern konnte. Ich wusste, dass Helen eine Halbgöttin ist und verliebt ist in den Halbgott Lucas, aber das war es auch dann schon fast. Es hat dann auch ein paar Seiten gedauert, bis ich wieder in der Handlung angekommen bin. Dann hat sich das Buch aber gelohnt. Das Beste ist, dass ich den dritten Teil schon hier stehen habe.
In diesem Teil der Trilogie, soll Helen die Scions, also die Halbgötter, vor den Furien befreien. Die Furien leben in der Unterwelt und bewirken, dass die Scions aus einem Haus sich gegenseitig töten wollen. Nicht so praktisch, wenn sich z. B. zwei  Cousins wie Lucas und Hector gegenseitig auslöschen wollen, obwohl sie sich eigentlich brauchen. Also steigt Helen Nacht für Nacht in die Unterwelt und verzweifelt dort. Sie weiß einfach nicht, wie sie die Furien finden soll, geschweige denn wie sie stoppen soll. Dann taucht überraschend Orion auf (den ich übrigens viel viel netter fand als Lucas) und versucht ihr zu helfen. Ob sie Erfolg damit haben, müsst ihr selber lesen.
Das Buch ist ein Jugendbuch und das merkt man auch. Helen schwankt andauernd zwischen Hector und Orion und auch sonst ist sie noch ziemlich unreif. Sie ist zwar clever, will aber – wie die meisten Jugendlichen in dem Alter – nicht auf  die Erwachsenen mit Erfahrung hören. Die Sprache ist relativ einfach gehalten, so dass man relativ schnell durch das Buch fliegt. Die große Schrift vereinfacht dies noch mehr. Mir hat die Verwebung zwischen der griechischen Mythologie und der Gegenwart richtig gut gefallen, so gut, dass ich mir (wie schon nach dem ersten Teil) überlegt habe, mal ein Buch über griechische Mythologie zu lesen.

Alles in allem ist es eine nette Story, die dann aber auch nicht mehr als drei Teile braucht. Es sollte noch erwähnt werden, dass der zweite Teil mit einem Cliffhanger endet. Der dritte Teil heißt „Göttlich verliebt“ und ist bereits erschienen. 

Weil ich Layken liebe

Weil ich Layken liebe – Colleen Hoover
352 Seiten 
ISBN:  978-3423715621
9,95 Euro
Klappentext:

Nach dem Tod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…
Meine Meinung:
Wenn mein Lesejahr 2014 genauso weiter geht, wie es angefangen hat, kann ich mich vor tollen Büchern nicht mehr retten! Ich habe das Buch auf eine Empfehlung hin gelesen und wurde ganz und gar nicht enttäuscht.
Anfangs dachte ich, dass es schon wieder eine Liebesromanze zwischen einem Mädchen und einem Jungen ist und dass ich es mal eben nebenbei  lesen kann. Gut, es ist nicht gerade hoch anspruchsvoll geschrieben, aber schön. Total schön sogar.
Layken, oder Lake, wie sie von den ihr nahe stehenden Personen genannt wird, zieht mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Kel  nach dem Tod ihres Vater von Texas nach Michigan. Direkt am ersten Tag lernt sie ihren neuen Nachbarn Will kennen und beide verlieben sich sofort ineinander. Von da an sollten sie eigentlich unzertrennlich sein, das sind sie auch, aber nur für drei Tage. Dann erfahren sie etwas, was die frische Beziehung zerstört. Mehr möchte ich dazu nicht erzählen, sonst verrate ich alles…
Ich mochte Lake, ich mochte Will, aber wirklich beeindruckt hat mich dieser kleine neunjährige Kel. Er ist einfach großartig und auch ein wenig verrückt. Ich denke da z. B. an die Angewohnheit, manche Tage einfach rückwärts zu leben: rückwärts laufen, rückwärts sprechen etc. Ohne ihn wäre die Geschichte nur halb so schön gewesen, obwohl er eigentlich gar keine Hauptrolle belegt, aber er hat einfach einen so tollen Charakter, dass man ihn am liebsten packen und knuddeln möchte.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Zitat aus einem Songtext der Band „Avett Brothers“, das ist eine US-amerikanische Folkrock-Band. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, mir etwas von dieser Band anzuhören, ich war die ganze Zeit mit lesen beschäftigt.  Diese Zitate passen inhaltlich zu dem Thema des jeweiligen Kapitels, so dass man sich schon in etwa denken kann, was passieren wird, allerdings hat mir das gar nichts ausgemacht. Die Kapitel sind relativ kurz, was es einem nicht gerade leicht macht, einfach aufzuhören. Die etwas über 300 Seiten sind nur so dahin geflogen.

Natürlich ist dieses Buch, was man vom Klappentext her schon erwarten kann, eher was für die zarte Frauenseele, daher würde ich es nicht unbedingt einem Mann empfehlen.  Mädels, kauft euch das Buch, nehmt euch einen Abend frei und verschlingt es! 

Seelenglanz

Seelenglanz – Brigitte Melzer
430 Seiten 
ISBN: 978-3800095445
16,95 Euro
Klappentext:
Durch einen Trick hat der gefallene Engel Kyriel es geschafft, rehabilitiert zu werden. Niemand ahnt, dass hinter seiner plötzlichen Wandlung der Auftrag Luzifers steckt, die Pläne seiner Gegner auszuspionieren. Statt jedoch nach Oben abberufen zu werden, sitzt Kyriel als Schutzengel auf der Erde fest. Sein neuer Vorgesetzter verabscheut ihn und legt ihm Steine in den Weg, wo er nur kann, und seine Kollegen zeigen sich ihm gegenüber misstrauisch. Als er dann ausgerechnet seinem Erzrivalen das Geschäft vermasselt und verhindert, dass dieser die Seele einer jungen Frau bekommt, die für die Schutzengel von großem Wert ist, findet er sich plötzlich zwischen allen Fronten wieder. Verfolgt von alten und neuen Feinden und mit der Frau an seiner Seite, die schon bald mehr als ein bloßer Auftrag für ihn ist, nimmt er den Kampf auf. Aber wohin gehört er wirklich zu den Engeln, die auf ihn herabsehen, oder zu Luzifer, der womöglich nicht der Freund ist, für den er ihn all die Jahre gehalten hat?
Meine Meinung:
Den Vorgängerroman „Rebellion der Engel“ hatte ich, um ehrlich zu sein, gar nicht mehr richtig in Erinnerung und habe daher „Seelenglanz“ sehr lange auf meinem SUB liegen lassen.
Anfangs war ich von Kyriels Art total genervt, aber im Laufe des Buches hat er sich zu einem liebenswerten Wesen entwickelt. Alles an ihm war aufgesetzt, nur dumme Sprüche und er war einfach nervig. Bis er Jules kennenlernt, die unbeirrbar ihren Weg geht. Sie steht auf der schweren Seite des Lebens. Die Mutter ist Alkoholikerin, der Vater ist verschwunden und sie kämpft jeden Tag ums Überleben und dafür, dass sie irgendwann ein besseres Leben haben wird. Bei einem seiner Aufträge als Schutzengel findet er heraus, dass Jules eine Nephilim ist  – ein Elternteil ist ein Mensch, der andere ein Engel. Als auch Shandraziel, Kyriels Feind seit Jahrhunderten das herausfindet, geht es nicht nur um Leben und Tod, sondern auch noch um Jules Seele.
Das Buch ist abwechselnd  aus der Sicht von Kyriel in der Ich-Form  und aus der Sicht von Jules in der Sie-Form geschrieben. Die Kapitel sind genau richtig gewählt – nicht zu lang und nicht zu kurz.  Kyriel ist zwischen den Engeln und den Erzengeln hin und her gerissen und die Autorin hat es geschafft, den Leser genau in diesen Zwiespalt hinein zu versetzen.
Alles in allem ist es ein toller Roman, der einen kurzzeitig in eine andere Welt eintauchen lässt. Dabei ist er aber so verfasst, dass man abends zwischen Fernseher und Bett ein paar Seiten lesen kann.
Von mir gibt es die volle Punktzahl für eine nette Geschichte und einen tollen Kyriel. 

Starters

Starters – Lissa Price
400 Seiten 
ISBN: 978-3492702638
15,99 Euro
Klappentext:
Nach einer unvorstellbaren Katastrophe gibt es nur noch sehr alte und junge Menschen. Mittellos kämpfen die 16-jährige Callie und ihr kleiner Bruder auf der Straße ums Überleben. Callie entschließt sich daher zu dem Undenkbaren: Sie verleiht ihren Körper an einen alten Menschen, dessen Bewusstsein übernimmt ihren Körper und kann so wieder jung sein. Doch alles verläuft anders als geplant … Die Body Bank, ein mysteriöses wissenschaftliches Institut, bietet Callie eine einzigartige Möglichkeit, an Geld zu kommen: Sie lässt ihr Bewusstsein ausschalten, während eine reiche Mieterin die Kontrolle über ihren Körper übernimmt. Aber Callie erwacht früher als geplant, in einem fremden Leben. Sie bewohnt plötzlich eine teure Villa, verfügt über Luxus im Überfluss und verliebt sich in den jungen Blake. Doch bald findet sie heraus, dass ihr Körper nur zu einem Zweck gemietet wurde – um einen furchtbaren Plan zu verwirklichen, den Callie um jeden Preis verhindern muss …
Meine Meinung:
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die gerade den dritten Weltkrieg hinter sich hat. Du bist vielleicht hundert oder hundertfünfzig Jahre alt und kannst ein neues Leben im Körper eines Jugendlichen anfangen. Alles, was du dafür machen musst, ist, einen Vertrag bei der Body Bank unterschreiben und eine Mietgebühr zahlen. Was mit den Jugendlichen geschieht, ist dir egal, es geht nur um dich und deinen Wunsch noch einmal jung zu sein.
Jetzt stell dir vor, du bist einer von diesen Jugendlichen, also ein Starter. Du bist sechzehn und lebst auf der Straße, weil du keine Angehörigen mehr hast. Du durchwühlst Mülltonnen um für dich und deinen kranken kleinen Bruder etwas zu Essen zu finden. Du brauchst Medikamente für ihn, weil er eine seltene Lungenkranheit hat. Aber woher sollst du das Geld nehmen? Also entscheidest du dich dafür, deinen Körper an einen Ender – einen von den alten Menschen – zu verleihen. Alles was du dafür tun musst, ist, dir einen Chip ins Gehirn pflanzen lassen. Am Ende bekommst du ein Honorar und kannst für deinen Bruder sorgen.
Die Welt, in der Callie lebt, ist grausam. Ihre Eltern sind im Krieg gestorben und sie hat ihrem Vater versprochen auf Tyler, ihren kleinen Bruder aufzupassen. Es gibt nur noch Starters, die Jugendlichen und Enders, die Alten. Alle Menschen zwischen dreißig und sechzig sind ausgestorben, da sie keine Impfung gegen die Sporen, die bei dem Angriff abgeworfen wurden, bekommen haben.  Callies letzter Ausweg ist die Vermietung ihres Körpers an einen Ender, denn dafür bekommen die Starter viel Geld. So viel, dass sie zumindest für eine Zeit keine Häuser mehr besetzen müssen und regelmäßig Essen kaufen können. Leider gerät Callie bei ihrer Mieterin an eine Frau, die ihre verschwundene Enkelin rächen möchte. Obwohl es einige Vorsichtsmaßnahmen von Seiten der Body Bank gibt, begibt sich Callie in große Gefahr. Denn Helen, ihre Mieterin, kann plötzlich über ihre Gedanken Kontakt mit Callie aufnehmen und plant einen Mord. Sollte das gelingen, werden Helen und auch Callie sterben müssen. Callie glaubt, dass bei dem Verfahren bei der Body Bank einiges schief gelaufen. Bis sie sich klar wird, was passiert ist, ist es schon fast zu spät. Ihre einzigen Gedanken gelten Tyler, den sie unbeschadet aus dem Chaos heraus holen muss.
Dass das Buch ein Jugendroman ist, merkt man schnell an der einfachen Schreibweise. Entgegen einiger Rezis, die ich gelesen habe, finde ich nicht, dass dieser Roman der Panem Reihe ähnelt. Meiner Meinung nach sind die einzigen Parallelen die Welt nach dem dritten Weltkrieg – hoffnungslos und düster – und eine starke Protagonistin, die sich als Einzige gegen das System stellen möchte. Die Stimmung im Buch ist zum Teil sehr düster und deprimierend. Die Szenen mit Blake machen allerdings den Anschein, als würde doch noch alles gut werden.
Die Liebesgeschichte zwischen Callie und Blake dominiert das Buch nicht, sie ist eher fad und oberflächlich beschrieben. Ob es so von der Autorin geplant war, kann ich nicht sagen, aber es passte gut zum Buch. Die Machenschaften der Chefs der Body Bank stehen eher im Fokus des Geschehens.
Das Buch hat mir gut gefallen und aufgrund des Cliffhangers zum Ende des Buches werde ich den zweiten Teil auch noch lesen. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man schnell weg lesen kann, weil der Sog der Ereignisse einen von Seite zu Seite zerrt. Den Kritiken bezüglich einiger Ungereimtheiten kann ich nicht zustimmen, für mich war alles stimmig.

Renegade: Tiefenrausch

Renegade: Tiefenrausch – J. A. Souders
368 Seiten
ISBN: 978-3492702812
16,99 Euro
Klappentext:
Evies Leben ist perfekt – perfekt geplant und überwacht von Mutter, der Herrscherin über die Unterwasserstadt Elysium. Schon bald soll die 16-Jährige über die geheimnisvolle Welt regieren. Doch als sie sich ausgerechnet in ihren Feind verliebt, wird klar, dass das perfekte Leben in Elysium eine einzige Lüge ist. Elysium liegt am Grund des Meeres, abgeschirmt vom Rest der Welt. Dort hat Mutter ein Paradies für all jene Menschen geschaffen, die vor den Kriegen der Oberfläche fliehen konnten. Sie organisiert den Alltag der Bewohner, schützt sie vor Gefahren und regelt sogar die Geburten. Doch dieser Friede wird teuer erkauft – Gefühle sind in Elysium verboten, Berührungen unter Liebenden werden mit dem Tod bestraft. Evie vertraut in dieses System – doch als Gavin, ein Oberflächenbewohner, in ihre Welt eindringt, weckt der junge Mann Zweifel in ihr: Warum plagen sie Erinnerungslücken? Weshalb besteht Mutter auf Evies tägliche Therapie-Sitzungen? Und wieso kann sie sich durch Gavin an Dinge erinnern, die absolut unmöglich sind? Evie erkennt, dass sie Teil eines gewaltigen Plans ist, aus dem es für sie ohne Gavin kein Entrinnen gibt.
Meine Meinung:
Ich bin von dem Buch tatsächlich überrascht worden. Ich habe es gestern Abend erst angefangen und konnte einfach nicht aufhören. Sehr spannend, vor allem fand ich die Erfindungen von „Mutter“ der Herrscherin über Elysium total interessant.
Evie ist der Meinung, dass ihr Leben perfekt ist. Gut, sie vergisst schon mal irgendwelche Ereignisse, aber das ist nicht weiter schlimm, das ist eben ihre Krankheit. Ab und an wenn sie ihr silbernes Amulett berührt, durchzucken sie Erinnerungsfetzen, aber das geht schnell vorbei und Evie lebt weiterhin das ihr von Mutter vorbestimmte Leben. Sie muss fügsam sein, dann geht es ihr gut. Warum sie ständig zur Therapie muss, weiß sie nicht, aber es ist so schön, jemanden zu haben, mit dem man reden kann. Dann tritt zufällig Gavin in Evies Leben und er bemerkt sofort, dass mit Evie etwas nicht stimmt. Gavin wird von Mutter gefangen genommen und schwebt in höchster Lebensgefahr. Evie versucht drauf hin ihm das Leben zu retten und gerät selbst in Gefahr.
„Renegade“ ist das erste Buch der Autorin und hat mich überzeugt. Sie hat eine wahnsinnige Herrscherin erfunden, die alles tut um ihre Gefolgsleute unter ihrer Gewalt zu halten. Es gibt sogar eine DNA-Datenbank, denn ein großes Ziel von Elysium ist, dass dort die perfekten Menschen leben.  Erschreckend fand ich Szenen wie die Selbstschussanlagen, die immer dann losgehen, wenn jemand aus der DNA-Datenbank gelöscht wird. Nur ein Wort von Mutter und die Daten sind gelöscht. Die getroffenen Personen sterben und das nur, weil sie sich in irgendeiner Art Mutter widersetzt haben oder einfach nicht mehr ins Konzept von Elysium passen. Von Beginn an ist dem Leser klar, dass mit Evie etwas nicht stimmt, man kann sich auch denken, was es ist, aber nicht in welchem Ausmaß.
Ich habe das Buch zu schnell gelesen um tatsächlich eine Beziehung zu den Personen aufzubauen, was aber kein Problem ist, denn die Story ist so abwechslungsreich und mit immer neuen Ideen geschrieben, dass es niemals langweilig wird. Manches ist vorhersehbar, aber selbst das hat mich nicht gestört.
Von mir bekommt das Buch die volle Punktzahl und ich hoffe mehr von der Autorin zu lesen. 

Das Spiel des Lebens

Spiel des Lebens – Veit Etzold
352 Seiten
ISBN: 978-3863960483
14,99 Euro
Klappentext:
Willkommen im Spiel des Lebens, Emily. Du hast die Wahl. Sieg oder Tod, liest Emily völlig fassungslos auf dem zerknüllten Zettel in ihrer Hand, und damit geht der Horror los. Ein Psychopath jagt sie durch ganz London und stellt sie vor unbegreifliche Rätsel. Falls sie diese nicht in der vorgegebenen Zeit löst, gibt es einen Toten. Der Killer treibt Emily an den Rand des Wahnsinns. Wer ist dieser Irre? Und warum hat er ausgerechnet sie für sein mörderisches Spiel ausgewählt?
Meine Meinung:
Nachdem ich „Final Cut“ als Hörbuch gehört habe (übrigens ganz toll gelesen von Franziska  Pigulla) war ich total gespannt auf „Spiel des Lebens“. Dem Klappentext nach ist das Buch total spannend, es wird aber nicht erwähnt, dass es ein Jugendroman ist.
Als Emily endlich der erdrückenden Liebe ihrer Mutter entflieht und ins Studentenwohnheim des Colleges zieht, beginnt ihr Leben aus dem Ruder zu laufen. Sie wird von einem Irren verfolgt, der das Spiel des Lebens mit ihr spielen möchte. Er verfolgt sie auf Schritt und Tritt und schickt ihr unheimliche SMS und schickt sie durch die ganze Stadt. Denn wenn sie seinen Anweisungen nicht folgt, stirbt jemand, den sie liebt. Natürlich weiß Emily nicht, wem sie vertrauen kann und vor allem nicht, was sie tun soll. Mehr möchte ich zum Inhalt aber nicht verraten.
Das Buch beginnt wie ein typischer Jugendroman. Die Hauptperson ist natürlich Schülerin bzw. in diesem Fall Studentin und ein Großteil der Geschichte spielt sich auf dem College oder generell in London ab. Anfangs war ich ziemlich gelangweilt, weil eine Ewigkeit lang nichts passiert. Emily sieht einen Ballon an ihrem Spind und dreht total durch. Dann macht sie Dinge, die Studenten so tun und plötzlich geht es los. Die erste SMS, die erste Aufforderung ihres Verfolgers und der erste Tote. Ich dachte, dass es jetzt bis zum Ende so spannend weiter geht. Aber nein, nachdem der erste Tote gefunden wurde, passierte erst mal nichts. Kurz dachte ich, ich müsste mich bis zum Ende durch das Buch durch quälen, so war es dann aber doch nicht, denn plötzlich gewann die Geschichte an Fahrt und die versprochene Spannung trat doch ein.
Man merkt aber am Erzählstil und auch an der nicht vorhandenen Blutrünstigkeit, dass es ein Jugendroman ist. Das Ende ist nicht überraschend, aber nett gemacht. Ach ja, eine klitzekleine Liebesstory kommt auch vor.
Alles in allem ein nettes Buch, das aber keinen großen Eindruck hinterlassen hat. Es scheint zu dem Buch noch eine Fortsetzung zu geben, denn bei Amazon wird es als „Spiel des Lebens 01“ geführt und das Buch endet mit einem Cliffhanger. 

Töchter des Mondes – Cate (1) – Jessica Spotswood
363 Seiten
ISBN: 978-3863960247
17,99 Euro
Klappentext:
Cate und ihre Schwestern Maura und Tess sind Hexen. Niemand darf davon erfahren, denn Hexen drohen Verbannung und Tod. Die Gefahr, aufzufliegen, lastet schwer auf Cate. Vor allem seit Finn aufgetaucht ist, dieser Junge mit den Zimtsommersprossen und dem kupferroten zerzausten Haar. Verzweifelt sucht Cate nach einem Ausweg und stößt im Tagebuch ihrer toten Mutter auf eine rätselhafte Prophezeiung, die besagt, dass drei Schwestern mit magischen Kräften die Hexen zurück an die Macht führen werden. Handelt es sich dabei um Cate, Maura und Tess?
Meine Meinung:
Ich lese wirklich gern Jugendromane und auch gern mit einer Handlung über Hexen, aber dieses Buch hat mich überhaupt nicht überzeugt. Zugegeben, ich habe nur etwa 60 Seiten gelesen und danach abgebrochen, aber ich mich interessiert weder, warum die drei Schwestern in Gefahr schweben, noch wie sie aus der Gefahr heraus kommen.
Tess und Maura hexen ständig heimlich, ihre ältere Schwester Cate versucht dies zu verhindern. Als dann auch noch eine Gouvernante eingestellt wird, hat sie erst recht Angst, dass ihre wahre Identität ans Licht kommt. Denn niemand, nicht mal ihr eigener Vater weiß, dass die drei Hexen sind. Das hat die verstorbene Mutter so gewollt, denn die Bruderschaft bekämpft die Hexen, weil sie nach deren Aussagen böse und verdorben sind. Soweit hört sich die Geschichte sehr interessant an, finde ich. Leider konnte die Autorin mich überhaupt nicht fesseln. Ich weiß nicht, ob es an dem einfachen Erzählstil lag oder einfach am Inhalt.
Ich kann leider keine Kaufempfehlung geben. 

Wir beide, irgendwann

400 Seiten
ISBN: 978-3570161517
17,99 Euro
Klappentext:
Was wäre wenn …, ich dich heute küsse?

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang …

Meine Meinung:
Erstes Fazit: Nett zu lesendes Buch ohne nennenswerte Tiefe der Charaktere.
Josh und Emma sind seit ihrer frühsten Kindheit miteinander befreundet. Als Josh bemerkt, dass er in Emma verliebt ist, entzweien sich die beiden, weil Emma in ihm immer den Jugendfreund gesehen hat. Dann bekommt Emma von ihrem Vater einen Computer geschenkt und entdeckt zufällig ihre Facebook Seite aus der Zukunft – in 15 Jahren. Als sie bemerkt, dass sie dauernd unglücklich ist, versucht sie, ihre Zukunft zu verändern. Natürlich klappt das nicht und am Ende löscht die Emma aus der Zukunft ihr Facebook Profil. Das Ende des Buches kann man sich am Anfang schon denken, das hat dem Lesespass aber keinen Abbruch getan.
Obwohl ich die Charaktere nicht besonders ins Herz geschlossen habe, hat mir das Buch gut gefallen. Allerdings lässt es sich aufgrund seiner einfachen Schreibweise innerhalb weniger Stunden weg lesen. Die Kapitel sind kurz und immer abwechselnd aus der Sicht von Emma und Josh erzählt. Etwas genervt war ich von Emma, die dauernd mit irgendwas unzufrieden war und dazu noch zickig. Die anderen Charaktere, z. B. Josh wurden als zuverlässig und treu dargestellt.
Das Buch wurde eindeutig unter dem Motto „Lebe in der Gegenwart und nutze deine Chancen.“ geschrieben. 

Die fünf Leben der Daisy West

304 Seiten
ISBN: 978-3414820617
14,99 Euro
Klappentext:
Daisy ist fünfzehn – und schon mehr als ein Mal gestorben. Sie lebt waghalsig, denn sie weiß, dass es Revive gibt, ein Medikament, das ins Leben zurückhilft, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Da diese Medizin hochgeheim ist, muss Daisy nach jedem Tod eine neue Identität annehmen und an einen anderen Ort ziehen. Bisher hat sie daher meist isoliert und ohne enge Freunde gelebt. Aber dann findet sie an ihrer neuen Schule nicht nur völlig unverhofft eine beste Freundin, sondern verliebt sich auch noch Hals über Kopf. Zum ersten Mal lässt Daisy sich wirklich auf das Leben ein. Da entdeckt Daisy, dass sie Teil eines großen Experiments ist. God, der zwielichtige Leiter des Revive-Programms, hat viele Menschen auf skrupellose Weise rekrutiert und behandelt sie wie Versuchskaninchen. Daisy begehrt auf. Und setzt damit ernsthaft und unwiederbringlich ihr Leben aufs Spiel …
Meine Meinung:
Vorab muss ich schon mal anmerken, dass ich die vielen negativen Rezensionen nicht verstehen kann. Es ist ein Jugendbuch und daher auch nicht allzu anspruchsvoll geschrieben. Dass Logikfehler bezüglich des Medikaments bestehen, hat mir nichts ausgemacht.
Daisy ist unfreiwillig Teilnehmer eines Experiments geworden, nachdem sie als Kind nach einem Unfall gestorben ist. Sie ist mit dem Mittel Revive wiederbelebt worden und lebt jetzt mit den Agenten Mason und Cassie zusammen. Beide spielen der Außenwelt die heile Familie vor, aber nur Mason ist Daisys Vertrauter . Cassie hingegen ist der Roboter, der nur die geheimen Forschungen im Keller des Wohnhauses weitertreibt.  Als Daisy mal wieder gestorben ist und nach Omaha kommt, lernt sie die totkranke Audrey kennen und verliebt sich in ihren Bruder. Als Audrey stirbt und das Experiment außer Kontrolle gerät, fällt Daisys bisher bekanntes Leben total aus den Fugen.
Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen, denn das Buch ist so lebendig beschrieben, dass man sofort mittendrin ist.  Kurze Kapitel lassen einen von Seite zu Seite hetzen, weil man einfach wissen möchte, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch die Aufmachung des Buches, denn auf gedruckten  Klebezetteln sind Daisys vergangene Leben mit dem Grund des Todes und einem Zitat aus dem Buch vermerkt.
Daisy erscheint erst total abgeklärt, aber man merkt im Laufe des Buches, dass sie doch erst fünfzehn ist. Gerade was die Menschen in ihrer direkten Umgebung angeht, ist sie doch sehr naiv. Allerdings hat sie Durchhaltevermögen und ist neugierig, so dass sie sich natürlich in eine sehr gefährliche Lage bringt. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Matt kommt auch nicht zu kurz, ist aber nicht zu übertrieben.
Für eine gelungene Ablenkung und eine tolle Geschichte gebe ich die volle Punktzahl, allerdings hätte ich auch sehr gern einen zweiten Teil der Story gelesen.