Kleine Feuer überall – Celeste Ng

Originaltitel: Little Fires Everywhere

Übersetzerin: Brigitte Jakobeit

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Erscheinungsdatum: 23. August 2019

Seiten: 384 Seiten

ISBN:  978-3423147231

Die Autorin (Verlag):

Celeste Ng (sprich: Ing) wuchs auf in Pittsburgh, Pennsylvania und in Shaker Heights, Ohio. Ng studierte in Harvard und machte ihren Master an der University of Michigan. Sie schrieb Erzählungen und Essays, die in verschiedenen literarischen Magazinen erschienen und mit dem Hopwood Award und dem Pushcart Prize ausgezeichnet wurden. ‚Was ich euch nicht erzählte‘, ihr erster Roman, war ein New York Times-Bestseller, der, vielfach prämiert, in 20 Sprachen übersetzt wurde und auch verfilmt wird.

Klappentext (Verlag):

Vom Außenanstrich der Häuser bis zum Alltag ihrer Bewohner: Alles in Shaker Heights, einem beschaulichen Vorort von Cleveland, ist passgenau durchgeplant. Keiner verkörpert diesen Geist mehr als Elena Richardson mit ihrer Familie wie aus dem Bilderbuch. Sie hat ein gutes Herz, deshalb nimmt sie die alleinerziehende Künstlerin Mia Warren als Mieterin auf und behandelt deren Tochter Pearl auch sofort, als wäre sie ihr eigenes Kind. Sie überlässt nichts dem Zufall, darum gräbt sie heimlich in Mias mysteriöser Vergangenheit. Woher nur kommt diese magische Anziehung, die das Mutter-Tochter-Gespann auf alle Richardsons ausübt? Über das Gewicht von Geheimnissen und den verheerenden Glauben, das bloße Befolgen von Regeln könne Katastrophen verhindern.

Meine Meinung:

Ich wollte „Kleine Feuer überall“ eigentlich schon zum Zeitpunkt des Erscheinens lesen, aber es kam mir immer wieder irgendein anderes Buch dazwischen. Nun habe ich es gelesen und bin total begeistert. Ich freue mich jetzt sehr, bald die Serie anzusehen.

Das Buch beginnt mit dem Brand des Hauses der Richardsons. Die Familie Richardson lebt in Shaker Heights, einem Ort, der für mich wie die Klischeewohnsiedlung in den USA klingt, eben so, wie man es in diversen amerikanischen Serien sieht. Mama Richardson ist total durchorganisiert und führt das Haus mit harten Regeln, die niemals gebrochen werden dürfen. Sie hat aber die Rechnung ohne ihre Tochter Izzy gemacht. Izzy rebelliert quasi von Geburt an und auch als Leser/Leserin hat man das Gefühl, Izzy gehört gar nicht in diese Familie. Als  Mia mit ihrer Tochter Pearl in eine Mietwohnung der Richardsons einzieht, verweben sich die Leben der Familienmitglieder immer mehr.

Mia, die Mutter von Peal, habe ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. Sie hat zwar ein Geheimnis, das sie seit vielen Jahren nicht nur vor Pearl geheim hält, aber ihr ganzes Handeln und ihre Persönlichkeit fand ich einfach so warmherzig und liebevoll. Für mich ist sie die Hauptprotagonistin des ganzen Romans. Die andern Figuren mochte ich zum größten Teil auch sehr gern. Cheleste Ng schafft es auf den knapp 400 Seiten einen bei allen Begebenheiten mitfiebern zu lassen. Ich habe die ganze Zeit am Buch geklebt, weil ich wissen musste, wie es weiter geht, obwohl die Geschichte gar nicht so sonderlich spektakulär ist.

Ich werde mir in der nächsten Zeit die Serie ansehen und bis sehr gespannt, wie sie umgesetzt wurde. „Kleine Feuer überall“ kann ich jedenfalls wärmstens empfehlen.

Für eine Leseprobe könnt ihr euch auf der Seite des Verlages umsehen.

Montagsfrage # 93 – Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Ich gebe zu, ich habe bei der Montagsfrage etwas geschludert, aber erst war ich urlaubsreif, im Urlaub zu faul irgendwas zu machen und dann hat mich der Alltag im Job überholt. Aber jetzt bin ich wieder einsatzbereit 🙂

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Aktuell lese ich „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng. Das Buch wollte ich schon sehr lange lesen, eigentlich schon seit Erscheinen in Deutschland im April 2018, aber ihr wisst ja, wie das ist. Da mittlerweile eine Serie dazu erschienen ist, die ich sehen möchte, hab ich mich endlich mal dran gesetzt. Bisher gefällt es mir ganz gut.

Morgen fängt bei der Büchereule die Leserunde zu „Raum der Angst“ von Marc Meller an. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich liebe Escape-Rooms, allerdings fand ich den letzten Escape-Room-Thriller, den ich gelesen habe, ziemlich blöd. Ich habe sogar Titel und Autor vergessen. Danach werde ich wahrscheinlich „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic lesen.

Auf den Ohren habe ich den zweiten Teil der Luc-Verlain-Reihe von Alexander Oetker („Chateau Mort“) und werde den dritten Teil „Winteraustern“ direkt anschließen. Die Reihe gefällt mir wirklich gut, weil es eigentlich mehr Roman mit Krimi-Elementen ist und in mir irgendwie ein Warme-Decken-Gefühl auslöst.

Diesmal hat Antonia von Lauter & Leise folgende Frage gestellt:

Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Zufällig bin ich genau heute auf die Idee gekommen mal zu gucken, ob die Messe vielleicht dieses Jahr virtuell stattfindet, denn ich hatte gar keinen aktuellen Stand im Kopf. Eigentlich kümmere ich mich gar nicht so sehr um Büchermessen und war auch erst zwei Mal in Frankfurt, aber ich habe irgendwie Lust gehabt mal wieder eine Messe zu besuchen. Natürlich erst irgendwann im nächsten Jahr (hoffe ich zumindest). Ich habe mir sowohl die Frankfurter als auch die Leipziger Buchmesse heute als festen Termin im Kalender eingetragen und werde mir auch einige Events ansehen. Ich habe mich sogar zur LitLove angemeldet, obwohl ich damit bisher noch gar nichts am Hut hatte. Corona hat schon seltsame Auswirkungen.

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Guckt auch mal bei Antonia vorbei, dort haben noch mehr nette Buchblogger mitgeteilt, ob sie teilnehmen oder nicht.