Der Zauber der Schneeflocken – Holly Baker

„Es ist, was es ist, sagt die Liebe.“ Erich Fried

Mir war einfach mal nach einer total schnulzigen Lovestory, die am besten noch zur Weihnachtszeit spielt. Das Cover und der Klappentext haben genau das gehalten, was sie versprochen haben und waren daher für diesen Zweck genau richtig.  

Leni ist der totale Weihnachtsfreak und hat eigentlich in Tom den idealen Mann gefunden, der zufällig auch noch genauso weihnachtsverrückt ist wie sie. Leider ist Tom zwei Jahre zuvor ausgerechnet am 24. Dezember gestorben und Lena trauert zur Weihnachtszeit ganz besonders um ihn. All die schönen Erinnerungen, die sie mit ihm und Weihnachten verbindet und sie auch immer wieder im Alltag an ihre Situation erinnern, haben sie dazu gebracht sich in den letzten zwei Jahren einzuigeln und täglich aufs Neue um Tom zu trauern. Dieses Jahr haben sich ihre Freundin Emma und ihre Zwillingsschwester Marie etwas ausgedacht: Leni bekommt einen Adventskalender, der ihr die Liebe zu Weihnachten und ihr Leben zurückgeben soll.  

Ganz genauso hatte ich mir das Buch vorgestellt, eine verlorene Liebe, große Trauer, Freunde/Familie, die in der Not helfen und dann der Mann, der immer für Leni da ist und den sie vorher gar nicht auf dem Schirm hatte. Die Geschichte ist total vorhersehbar, allerdings war das gar nicht schlimm, weil es das Buch dadurch sehr heimelig gemacht hat. Von Lenis Wutausbrüchen, viel Selbstmitleid und dem überaus perfekten Mann war da alles dabei was das Frauenherz begehrt. Manches war sehr konstruiert, aber das ist gar nicht schlimm, denn die Figuren sind einfach so herzlich und liebevoll. Genau das richtige um mal ein paar Stunden aus der Wirklichkeit abzutauchen.  

Ich habe jedenfalls einen schönen Sonntag mit Tee und Buch auf der Couch verbracht und war anschließend sehr zufrieden mit dem Buch und der Welt.  

Das Buch wurde mir von Netgalley und vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Verlag: Piper 

Erscheinungsdatum: 5. Oktober 2020 

Seiten: 320 

*Leseprobe*

Drakon – Tod unter Segeln – H. Dieter Neumann

Verlag: Piper

Erscheinungsdatum: 3. August 2020

Seiten: 288

ISBN: 978-3492503969

Der Autor (Verlag):

H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Nach seinem Ausscheiden als Oberstleutnant d. R. wurde der Diplom-Finanzökonom (BI) Vertriebsleiter und Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens und schließlich Vorstand einer Dienstleistungsgenossenschaft. Danach erfüllte er sich seinen Lebenstraum, indem er einige Semester Neuere Deutsche Literatur studierte und sich ganz aufs Schreiben verlegte. Neumann hat sich der Spannungsliteratur verschrieben. Neben seinen Thrillern und Kriminalromanen hat er jedoch auch vier Sachbücher über Redewendungen veröffentlicht. Im Jahr 2018 wurde er mit dem Jurypreis des NordMordAward ausgezeichnet. Als passionierter Segler ist Neumann oft und gern auf dem Wasser. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsende Töchter und lebt in der Nähe von Flensburg auf dem Land.

Klappentext (Verlag):

Ein fesselnder Thriller aus der verborgenen Welt der Geheimdienste – beklemmend aktuell

Malte Janssen überführt die luxuriöse Segelyacht des Oligarchen Timur Krylow, die auf seiner Bootswerft gebaut wurde, von der deutschen Ostseeküste nach Sankt Petersburg. Doch der Törn, der Malte helfen sollte, über den kürzlichen Tod seiner Frau hinwegzukommen, wird zum Albtraum: In den Hoheitsgewässern der Russischen Föderation entern schwer bewaffnete Piraten das Schiff, rauben die Besatzung aus und töten Maltes besten Freund. Die russischen Behörden starten eine aufwändige Untersuchung des Vorfalls, die aber im Sande verläuft. Auf sich allein gestellt, geht Malte selbst auf die Suche nach der Wahrheit und beginnt, brisante Fragen zu stellen. Dadurch gerät er nicht nur ins Fadenkreuz einer skrupellosen Verbrecherorganisation, sondern unversehens auch ins Visier mächtiger Geheimdienste …  

Meine Meinung:

Bisher kannte ich nur einen Teil der Helene-Christ-Romane von H. Dieter Neumann. Eigentlich sind Polit-Thriller nicht so mein Genre, aber nach der Lektüre habe ich bemerkt, dass ich mich da wohl geirrt habe.

Malte Jansen erlebt während der Überführung einer Luxusyacht nach Russland Schreckliches: Die Yacht wird überfallen und während dieses Übefalls wird sein bester Freund, der bei dieser Reise mit an Bord war, erschossen. Anfangs glaubt Malte, dass all dies Zufall ist und sie von Piraten überfallen wurden. Aber dann passieren Dinge, die Malte nicht mehr an einen Zufall glauben lassen.

Da es sich um einen Spannungsroman und nicht um einen Thriller handelt, ist der Inhalt nicht blutrünstig beschrieben. Der Fokus lag hier ganz klar auf der Erzählung der Geschichte und nicht auf Effekthascherei. Das passt in meinen Augen sowohl zu der Story als auch zu den anderen Büchern, die ich von dem Autor bereits kenne. Ich dachte ja, dass mir all die Zusammenhänge, gerade was poltische bzw. wirtschaftliche Verstrickungen angeht, irgendwann langweilig werden würden oder dass ich nicht mehr durchblicke ab einem bestimmten Zeitpunkt. Dies war aber nicht so. Das Buch ist für Leute wie mich, die sich kaum mit den Vorgängen in der Wirtschaft befassen, sehr verständlich geschrieben.

Ich mag einfach, wie der Autor über seine Figuren erzählt, nicht nur hier, sondern auch in der Helene-Christ-Reihe.  Er scheint sie allesamt in sein Herz geschlossen zu haben, zumindest diejenigen, die nicht kriminell sind.  Das sind für mich die besten Voraussetzungen für ein großartiges Lesevergnügen.

„Tod unter Segeln“ kann ich euch uneingeschränkt empfehlen. Vor allem, wenn ihr schon mal etwas von der Helene-Christ-Reihe gelesen habt. Falls ihr dies nicht getan habt, lest einfach beides 😉 Ich habe jetzt auch wieder richtig Lust bekommen, die Reihe weiter zu lesen und werde dies in naher Zukunft auch sicher tun. Mittlerweile gibt es sechs Teile.

Für weitere Infos über das Buch und einen Blick in das Buch könnt ihr auf der Seite des Verlages gucken.

Das Buch wurde mir von Netgalley und dem Piper Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.