Raum der Angst – Marc Meller

Verlag: Ullstein

Erscheinungsdatum: 31. August 2020

Seiten: 384

ISBN: 9783548063805

Der Autor (Verlag):

Marc Meller ist das Pseudonym eines erfolgreichen Roman- und Drehbuchautors. Am liebsten schreibt er Thriller, in denen das Thema „Angst“ in all seinen Ausformungen eine zentrale Rolle spielt. Marc Meller lebt in Köln und Hannover.

Klappentext (Verlag):

Ein Escape-Room-Thriller

Der Thriller für alle Fans von Escape und Exit Games

Ein geheimes Experiment. Acht Teilnehmer. Sieben verschlossene Räume. Und ein Killer in Spiellaune

Er nennt sich Janus. Nach dem römischen Gott der Ein- und Ausgänge. Und er kommt in der Nacht. Still, heimlich. In dein Zuhause. Er betäubt dich, nimmt dich mit und schließt dich ein, in einen kalten, dunklen Raum. Um mit dir ein Spiel zu spielen. Sein Spiel. Ein Spiel voller Rätsel. Du hast nur eine Chance diesem Albtraum lebend zu entkommen: Du musst Janus‘ Spiel spielen – und gewinnen. Zum Glück bist du nicht allein. Du hast Mitspieler. Noch denkst du, dass das ein Vorteil wäre. Bis du begreifst: Dieses Spiel erlaubt nur einen Sieger, nicht mehrere, und die Verlierer werden sterben.

Meine Meinung:

Wow! Damit hatte ich nicht gerechnet. Am Sonntag Morgen habe ich das Buch begonnen und hatte eigentlich den Plan es nicht am Stück weg zu lesen, aber das war gar nicht möglich.

Die Studentin Hannah wird erst mit K.O.-Tropfen betäubt und dann entführt. Sie wacht in einem Raum auf, der offensichtlich keinen Ausgang hat. Kurze Zeit später stehen plötzlich sieben weitere Personen neben ihr, die behaupten an einem Experiment eines bekannten Professors teilzunehmen. Nach und nach stellt sich heraus, dass die acht völlig unterschiedlichen Personen in einem Live-Escape-Room gefangen sind. Allerdings ist dies kein Spiel oder ein Experiment, sondern blutiger Ernst.

Als Leser/Leserin ist man direkt mitten drin. Erst spült man noch mit Hannah zusammen den Tresen in der mexikanischen Bar ab und schon ist man mitten drin im schrecklichsten Alptraum, den man sich vorstellen kann. Der Autor hat sich Räume einfallen lassen, die ich niemals hätte lösen können, vor allem nicht, wenn sie Realität wären. Er hat sich aber auch überlegt, dass  es Tote geben muss, damit es richtig spannend wird. Ähnlich wie bei „Game of Thrones“ ist man niemals sicher, dass die Figur, die man gerade mag, überlebt. Alles ist möglich. Das Ganze ist nicht blutrünstig und in allen Einzelheiten beschrieben, aber schon ziemlich deutlich beschrieben. Besonders gut fand ich hier die kurzen Kapitel, die mich dazu verleitet haben, immer noch ein Kapitel dran zu hängen.

Die beiden Ermittler, die erst seit kurzem zusammen arbeiten, werden nicht übermäßig viel erwähnt, allerdings so viel, dass ihre Ermittlungen ausreichend beschrieben werden. Der Focus liegt hier auf den Räumen und dem, was sich dort ereignet. Für meinen Geschmack kam die Auflösung bezüglich des Täters recht früh, was aber der Spannung trotz allem nicht geschadet hat. Ich gehöre zu der Sorte Leser, die lieber bis zum Ende raten und überlegen, wer es sein könnte, daher war ich zu dem Zeitpunkt sehr überrascht darüber.

Mir haben die psychologischen Spielereien sehr gut gefallen. Genau dieses Eingreifen in das Leben der Opfer macht für mich einen richtig guten Thriller aus. Die Gründe für die Tat waren für mich ausreichend erklärt, so dass keine Fragen offen blieben.

Wenn ihr Psychothriller mögt, die euch ununterbrochen an den Fingernägeln kauen lassen, solltet ihr auf keinen Fall einen Bogen um „Raum der Angst“ machen. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung.

Weiter Infos über das Buch und eine Leseprobe findet ihr auf der Seite des Verlages.

Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Montagsfrage # 93 – Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Ich gebe zu, ich habe bei der Montagsfrage etwas geschludert, aber erst war ich urlaubsreif, im Urlaub zu faul irgendwas zu machen und dann hat mich der Alltag im Job überholt. Aber jetzt bin ich wieder einsatzbereit 🙂

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Aktuell lese ich „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng. Das Buch wollte ich schon sehr lange lesen, eigentlich schon seit Erscheinen in Deutschland im April 2018, aber ihr wisst ja, wie das ist. Da mittlerweile eine Serie dazu erschienen ist, die ich sehen möchte, hab ich mich endlich mal dran gesetzt. Bisher gefällt es mir ganz gut.

Morgen fängt bei der Büchereule die Leserunde zu „Raum der Angst“ von Marc Meller an. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich liebe Escape-Rooms, allerdings fand ich den letzten Escape-Room-Thriller, den ich gelesen habe, ziemlich blöd. Ich habe sogar Titel und Autor vergessen. Danach werde ich wahrscheinlich „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic lesen.

Auf den Ohren habe ich den zweiten Teil der Luc-Verlain-Reihe von Alexander Oetker („Chateau Mort“) und werde den dritten Teil „Winteraustern“ direkt anschließen. Die Reihe gefällt mir wirklich gut, weil es eigentlich mehr Roman mit Krimi-Elementen ist und in mir irgendwie ein Warme-Decken-Gefühl auslöst.

Diesmal hat Antonia von Lauter & Leise folgende Frage gestellt:

Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Zufällig bin ich genau heute auf die Idee gekommen mal zu gucken, ob die Messe vielleicht dieses Jahr virtuell stattfindet, denn ich hatte gar keinen aktuellen Stand im Kopf. Eigentlich kümmere ich mich gar nicht so sehr um Büchermessen und war auch erst zwei Mal in Frankfurt, aber ich habe irgendwie Lust gehabt mal wieder eine Messe zu besuchen. Natürlich erst irgendwann im nächsten Jahr (hoffe ich zumindest). Ich habe mir sowohl die Frankfurter als auch die Leipziger Buchmesse heute als festen Termin im Kalender eingetragen und werde mir auch einige Events ansehen. Ich habe mich sogar zur LitLove angemeldet, obwohl ich damit bisher noch gar nichts am Hut hatte. Corona hat schon seltsame Auswirkungen.

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Guckt auch mal bei Antonia vorbei, dort haben noch mehr nette Buchblogger mitgeteilt, ob sie teilnehmen oder nicht.