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Der Distelfink – Donna Tartt

Der Distelfink – Donna Tartt
1024 Seiten 
ISBN:  978-3442312399
24,99 Euro

Klappentext:

Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt …
Meine Meinung:
Nachdem ich vor Jahren das Buch „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt gelesen und geliebt habe, wollte ich unbedingt „Der Distelfink“ lesen. Dieses Buch hat sich als Langzeitprojekt entpuppt, was aber nicht am Inhalt des Buches lag, sondern einfach daran, dass ich nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht in der Lage war, den Gedankengängen des Protagonisten zu folgen.
Theo Decker verliert seine Mutter bei einer Explosion in einem Museum und bekommt zufällig ein sehr wertvolles Gemälde in die Hände, das er die längste Zeit des Buches behält und zu schützen versucht. Alles in seinem Leben dreht sich um das Bild und um sein schweres Schicksal und um die Situationen, in die er sich aus Unwissenheit oder aus Trägheit bringt. Das ist auch eigentlich schon fast alles, was in dem Buch passiert.
Die Autorin hat die Charaktere sehr detailliert beschrieben, so dass man als Leser fast das Gefühl hat, die Personen tatsächlich zu kennen. Besonders toll fand ich die vielen langen Dialoge, die durch das Einfließen von den verschiedenen ausländischen Akzenten noch authentischer wirkten. Das Buch ist aus Sicht von Theo geschrieben, der nicht selten in eine Depression verfällt und durch seinen Freund Boris auch noch anfängt Drogen zu nehmen. Eine gefährliche Mischung. Weniger gut hat mir – zumindest ab einem bestimmten Punkt – gefallen, dass Theo seine Ausfälle, die durch die verschiedenen Drogen hervorgerufen wurden, sehr detailliert beschrieben hat. Allerdings hat diese Tatsache das Buch für mich nicht unlesbar gemacht, denn die Beschreibungen kamen ebenfalls lebensecht herüber und sind zum Teil sehr erschreckend.
Was den Inhalt angeht, finde ich, dass nicht so furchtbar viel passiert. Theo beschreibt viel und erzählt sehr viel von seiner Stimmungslage und immer wieder rücken der Schutz des Bildes und vor allem der Verlust seiner Mutter in den Vordergrund. Ich habe schon des Öfteren gelesen, dass das Buch total langweilig ist, habe das aber selber nicht so empfunden. Ich gebe zu, dass es zwischenzeitlich etwas langatmig ist, aber dafür wird man mit einer wundervollen Sprache entlohnt.

Ich kann das Buch Lesern empfehlen, die geneigt sind, sich auf ein besonderes Buch einzulassen und in die Welt eines zutiefst verstörten Charakters hineinzudenken. Mir hat es wirklich gut gefallen und ich werde es mit Sicherheit noch einmal lesen. Ich bin mir sicher, dass ich bei der hohen Anzahl an Seiten bestimmt einiges überlesen oder schlicht wieder vergessen habe. 
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Leichtmatrosen – Tom Liehr

Leichtmatrosen – Tom Liehr
352 Seiten
ISBN:  978-3746630731
9,99 Euro

Klappentext:
Sie sind bestenfalls Bekannte: Simon, der unzuverlässige Handwerker mit dem Handy-Tick, Henner, der Pfarrer, der gestärkte Hemden liebt, Mark, der Berufschaot, der noch zu Hause wohnt, und Patrick, der Lektor mit Liebeskummer. Aus einer Laune heraus buchen sie eine Tour auf einem Hausboot – und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Kaum haben sie die erste Schleuse passiert, hat Patrick sein Erlebnis: Er sieht, wie eine wunderschöne Frau in einem Kanu mit ihm flirtet und dann davonfährt. Was die vier dann erwartet: eine wunderschöne Landschaft, ein paar besonders „leichte Mädchen“, eine schnell verliebte Schleusenwärterin, die albanische Mafia – und die Erkenntnis, dass sie ihr Leben ändern sollten…
Vier Männer und ein Boot – das Sommerbuch der Saison. Mit der absoluten Unterhaltungsgarantie!
Meine Meinung:
Ja, es ist ein Sommerbuch, nein, kein locker leichtes mal eben weg zu lesendes Sommerbuch. Normalerweise fällt es mir nicht schwer, in die Romane des Autors zu kommen. Hier schon. Aber nur anfangs. Je länger ich mit den vier Männern unterwegs war, desto mehr habe ich sie in mein Herz geschlossen.
Aus einer Bier- und Ouzolaune heraus beschließen Patrick, Mark, Simon und Henner, dass sie zusammen eine Bootstour unternehmen möchten. Dass das keine so gute Idee ist, merkt der Ich-Erzähler Patrick bereits zu Beginn der Reise, denn es geht alles drunter und drüber. Die Vier kennen sich so gut wie gar nicht, nur vom gelegentlichen Sport. Es ist nicht nur so, dass keiner von ihnen ein Boot bedienen könnte, jeder hat auch seine eigenen Probleme, die jeden der Charaktere ausmacht.
Mich haben die Landschaftsbeschreibungen sehr gefallen und nach kurzen Anfangsschwierigkeiten direkt in das Buch hinein versetzt. Man merkt dem Autor an, dass er diese Art der Fortbewegung und der Entspannung sehr schätzt. Die Charaktere wirken anfangs ziemlich chaotisch und wenig durchschaubar. Jedem der vier Männer ist ein kurzes Kapitel gewidmet, so dass der Leser nach und nach die Handlungen und Eigenheiten verstehen oder zumindest nachvollziehen kann. Die Schreibweise ist locker und fast schon umgangssprachlich.
Ein Sommerbuch ist es, weil es um den Sommer geht, um Ferien, um Freundschaft und um das Loslassen des bisherigen Lebens und das Genießen – in allen Facetten . Kein Sommerbuch ist es, weil es Tiefgang hat. Der Leser denkt über die Personen und deren Schicksal nach und hofft, dass sie ihr Leben nach ihren Wünschen gestalten können. Mich wird der Inhalt so schnell nicht los lassen. Schon allein, weil man wieder einmal merkt, dass nicht jeder der ist, der er zu sein scheint.
Sehr lesenswert!

Greenbox – Tim Mälzer

Greenbox – Tim Mälzer
272 Seiten 
ISBN:  978-3442392438
19,99 Euro

Klappentext:

Tim Mälzer rockt die Gemüseküche!

Kochen mit frischem Gemüse! Mit seinem neuen Kochbuch »Greenbox« zeigt Tim Mälzer nicht nur den überraschenden Reichtum einer fleischlosen Küche – »Greenbox« ist auch eine alltagstaugliche Geschmacksschule, die zum Kochen und Weiterkochen inspiriert. Dabei sind knackfrische Gemüse, duftende Kräuter und aromatische Gewürze die Stars. Einfache Grundrezepte ermöglichen den schnellen Zugang. Mit Anklängen an die Küchen verschiedenster Länder liefert Tim Mälzer einen Korb voller kreativer Ideen für eine raffinierte Küche, die glücklich macht. 


Meine Meinung:
Ich gehöre wohl zu den wenigen Leuten, die die Shows mit Herrn Mälzer noch nie gesehen haben. Obwohl ich gerne koche, kann ich mit Kochshows nicht so wirklich viel anfangen. Der Titel „Greenbox“ hat mich direkt angesprochen, da ich ein Gemüsefreak bin.
„Da explodiert der Gaumen vor Glück, so viel Geschmack ist da drin!“ Dieses Zitat von Tim Mälzer trifft es auf den Punkt. Jedes Rezept, das ich bisher ausprobiert habe, hat so unglaublich gut geschmeckt, dass ich viel zu viel davon gegessen habe. Die Rezepte sind Schritt für Schritt erklärt und sowohl für Kochanfänger wie auch für Fortgeschrittene geeignet.
Die Aufmachung des Buches gefällt mir gut. Alles ist bunt, jedes Rezept ist mit Bildern angereichert und bei nicht so bekannten Zutaten sind diese kurz erklärt. Zu manchen Gemüsesorten, z. B. Tomaten sind auf einer Seite mehrere Blitzrezepte zu finden. Die Gerichte sind größtenteils nicht alltäglich, was das Buch für mich besonders attraktiv macht, denn ich probiere sehr gerne neue Geschmacksrichtungen und Variationen aus.

Ich habe schon sehr viel aus diesem Buch nachgekocht und kann es jedem empfehlen – ganz egal ob man gern Fleisch isst oder nicht. 

Let´s Bake – Cynthia Barcomi






Let´s bake – Cynthia Barcomi

160 Seiten 

ISBN:  978-3442392421

17,99 Euro

Klappentext:

Von süß bis herzhaft, von schnell und einfach bis raffiniert.

Über 70 ganz neue Rezepte der Berliner Baking Queen! Alles ganz leicht nachzubacken und einfach unwiderstehlich. Mit vielen Extratipps, damit’s garantiert gelingt! Schokolade-Orangen-Muffins, Ziegenkäsemuffins, perfekte Brötchen, Blaubeerpfannkuchen, Buttermilch-Nuss-Waffeln, Zimt-Rosinen-Bagels, Himbeer-Cheesecake-Brownies, Variationen vom Apple Pie, weißer Schokokuchen, Marzipan-Cheesecake, Mokka-Cupcakes …

Meine Meinung:

Neuerdings bin ich süchtig nach Rezepten, ganz egal, ob es ums Kochen oder ums Backen geht. Allerdings war mir Cynthia Barcomi vor diesem Buch gar kein Begriff. Ich bin sehr angetan von den tollen Rezepten, obwohl die von mir getesteten sehr aufwändig sind.
Zu Anfang des Buches erklärt Frau Barcomi Grundsätze des Backens, was gerade für nicht so geübte Bäcker wichtig ist. Allerdings muss ich auch sagen, dass die Rezepte in dem Buch eigentlich nichts für Backanfänger sind. Es ist zwar alles Schritt für Schritt erklärt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass man als Anfänger schnell überfordert ist.
Die Rezepte umfassen Muffins, Scones & Biscuits, Waffles & Pancakes, Coffee Cakes, Breads & Bagels, Cookies & Brownies, Pies & Variations, Cakes & Cheesecakes, Cupcakes & Whoopie Pies und zum Schluss noch Desserts. Bisher habe ich nur eine Handvoll Rezepte ausprobiert und habe festgestellt, dass den meisten Menschen das Gebäck zu süß ist. Man sollte also zunächst etwas weniger Süße verarbeiten und sich dann an das Barcomi-Rezept herantasten.
Jedes  Rezept hat einen englischen Namen und wird zusätzlich auf deutsch übersetzt und ist oft auch mit einem persönlichen Kommentar versehen. Die Fotos sind sehr ansprechend und verleiten zum sofort-nachbacken-wollen.

„Let´s bake“ ist ein wunderbares Backbuch, dessen Rezepte man zu besonderen Anlässen nachbacken kann, da diese oftmals sehr zeitaufwändig sind. Es lohnt sich!   

Die Tochter des letzten Königs – Sabrina Qunaj

Die Tochter des letzten Königs – Sabrina Qunaj
704 Seiten 
ISBN:  978-3442479887
9,99 Euro

Klappentext:

Sie ist vom Blute der alten Könige, und sie ist der Schlüssel zur Macht.

Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den Englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, Gerald de Windsor, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist …

Meine Meinung:
Es fällt mir sehr schwer zu diesem tollen Buch eine angemessene Rezension zu schreiben. Es hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich sozusagen die letzten 500 Seiten am Stück weg gelesen habe und alles um mich herum vergessen habe.
Der Leser begleitet Nesta ferch Rhys von ihrem achten Lebensjahr bis zu ihrem 31sten Lebensjahr. Nesta ist eine walisische Fürstentochter. Sie wird als achtjährige von einem Normannen gefangen genommen, ihre Familie wird brutal ermordet, verstümmelt oder entführt. Auch Nesta wird entführt und wächst unter Normannen, die eigentlich die Feinde ihres Landes sind, auf.  
Die meisten Personen aus diesem Buch haben tatsächlich existiert und so kann man sich entweder ihren Werdegang ergoogeln oder  man verbingt einfach ein paar schöne Stunden mit einem wunderschönen Buch.   Schon von der ersten Seite an konnte ich das Buch nicht zur Seite legen. Die Autorin erklärt auf verständliche Weise die Wirren des Krieges dieser Zeit und schafft es dazu noch, die Figuren so glaubhaft zu zeichnen, dass man meint, man würde diese Menschen kennen.
Zu Anfang des Buches gibt es eine kleine Erklärung, wie die walisischen Eigennamen ausgesprochen werden. Mir hat das leider nicht geholfen, weil ich einfach nicht die Zeit hatte, ständig hin und her zu Blättern, schließlich hatte ich ein Leben nachzuleben. Trotz der Menge an Charakteren ist es mir nicht weiter schwer gefallen, diese alle auseinander zu halten. Lediglich die Kriegswirren musste ich etwas langsamer lesen um alles zu verstehen und vor allem zu behalten.

Mir wird Nesta sehr fehlen, denn ich habe sie die gut 700 Seiten über in mein Herz geschlossen.  Es wird einen weiteren Teil geben, in dem es leider nicht um Nesta geht, sondern um ihre Nachkommen. „Das Blut der Rebellin“  erscheint am 16. März 2015 und natürlich habe ich es mir bereits vorbestellt. 

Vulkantöchter – Steffanie Burow

Vulkantöchter – Steffanie Burow
480 Seiten 
ISBN:  978-3426639061
9,99 Euro

Klappentext:
Eine verwirrende Vielfalt der Kulturen, überwältigende Natur und düstere Riten – die Touristin Alexandra kann der Exotik Indonesiens wenig abgewinnen. Doch als ihr Mann Martin auf mysteriöse Weise verschwindet, führt sie die Suche nach ihm tief in die Geheimnisse der Inselwelt. Und weit über ihre eigenen Grenzen hinaus.
Meine Meinung:
Ich habe schon lange kein Buch mehr von der Autorin gelesen, da mir aber „Das Jadepferd“ und „Im Tal des Schneeleoparden“ so gut gefallen haben, war ich mir sicher, dass mir auch die Vulkantöchter liegen werden. Und genauso war es auch.
Alexandra und ihr Mann Martin fahren nach Indonesien in den Urlaub. In der Ehe kriselt es gewaltig und plötzlich macht sich Martin mit der schönen Kellnerin Sien auf und davon. Als Alexandra bemerkt, dass Martin in größter Gefahr schwebt, macht sie sich zusammen mit der Reiseleiterin Birgit auf die Suche nach ihm.
Das Buch ist in mehrere Handlungsstränge aufgeteilt, die sich erst nach und nach zusammenfügen bzw. Erklärungen zu den Begebenheiten liefern. Besonders gut hat mir der Strang des Klans der Rochenkinder gefallen. Die Autorin hat sich da einen sehr authentische  Mythos ausgedacht, der auch der Beweggrund dafür ist, dass Martin in Gefahr ist. Die Landschaftsbeschreibungen sowie die Beschreibungen der Menschen, der Orte und der Gerüche hat mich sofort nach Indonesien katapultiert. Einige Szenen hat die Autorin aus dem eigenen Leben gegriffen, sie selbst hat nämlich schon einige Monate dort gelebt. Das merkt man auch, denn sie weiß wovon sie spricht.
Der Schreibstil ist angenehm, so dass man einen ganz entspannten Abend auf der Couch mit diesem Buch verbringen kann. Ich war so gefesselt von dem Buch, dass ich teilweise die Stimmen der Personen in meinem Kopf gehört habe. Hätte ich nicht schlafen müssen, hätte ich das Buch bestimmt in einem Rutsch durchgelesen.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich gern auf außergewöhnliche Orte einlässt und natürlich jedem, der die anderen Bücher der Autorin mag. Für mich war es mein bisheriges Monathighlight! 

Delia: Saphirblaue Augen (Delia Trilogie 1)

Delia: Die saphirblauen Augen (Delia Trilogie 1)
494 Seiten
ASIN: B00JYEETAK
2,99 Euro

Klappentext:

Oktober … Delia Winter studiert an der Universität Houston Architektur. Ihr Leben ist fast sorgenfrei – aber eben nur fast. Sie ist eine ganz gewöhnliche Einundzwanzigjährige mit Träumen, Idealen und Hoffnungen. Doch aus unerklärlichen Gründen erscheinen ihr Nacht für Nacht seltsame Alpträume. Oder sind es vielleicht doch keine Alpträume? Hinzu tritt Leander Jackson – den ein rätselhaftes Auftreten umgibt. Er vertraut ihr ein Geheimnis an, welches ihr gewöhnliches Leben zum Einsturz bringt. Sie gewinnt durch Leander zunehmend Einblick in eine ihr fremde Welt – die Welt der Halbwesen. Delia steht wahrscheinlich vor ihrer schwierigsten Entscheidung. Sie muss sich entscheiden, Teil der magischen Welt zu werden oder sie für immer zu vergessen … Was, wenn sie sich nicht entscheiden will?
Meine Meinung:
Bisher habe ich von der Autorin nur eine Kurzgeschichte in dem Buch „Das Tattoo“ gelesen, die mir richtig gut gefallen hat. „Delia“ hat mich auch überzeugt, denn wir lesen hier einen spannenden Fantasy Roman mit einer Prise Lovestory.
Anfangs fühlt man sich sehr an die Göttlich-Trilogie von Josephine Angelini erinnert, das legt sich aber schnell, denn die Autorin hat sehr viele eigene tolle Ideen in ihr Buch einspielen lassen. Zu Beginn gehen Delia und Leander in die gleiche Schule, allerdings kann Delia ihn wegen seines Auftretens und seines scheinbaren Mädchenverschleißes überhaupt nicht leiden. Zeitgleich leidet sie unter schlimmen Alpträumen in der Nacht. Dann findet sie heraus, dass Leander und diese Alpträume zusammen hängen und befindet sich in größter Gefahr. Mehr kann ich zum Inhalt nicht sagen, sonst verrate ich alles.
Delia ist anfangs eine ganz normale Studentin, die nur die alltäglichen Sorgen kennt, die man in diesem Alter hat. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter und stellt sich schnell auf die Welt der Halbwesen ein. Leander dagegen wirkt von Anfang an so, als wenn er alles im Griff hätte, so wie es sich für den männlichen Helden eines Buches gehört.  Die restlichen Charaktere, wie zum Beispiel die Familie Jackson, zu der Leander gehört, habe ich mit jeder Seite mehr gemocht.

„Delia: saphirblaue Augen“ ist der erste Roman der Autorin und war eine große – positive – Überraschung für mich. Der zweite Teil „Delia: Das rubinrote Licht“ erscheint am 11. Juni 2014 und ich werde es ganz bestimmt lesen. Ich muss ja wissen, wie es weiter geht.  

Als wir unsterblich waren – Charlotte Roth

Als wir unsterblich waren – Charlotte Roth
576 Seiten 
ISBN:  978-3426512067
9,99 Euro

  
Klappentext:
November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die Ostberliner Studentin Alex­andra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer verändern wird. 
Meine Meinung:
Endlich durfte ich mal wieder ein Buch meiner Lieblingsautorin Charlotte Lyne (oder auch Carmen Lobato oder eben Charlotte Roth) genießen. Ich weiß nicht genau, was sie mit den Worten macht, aber schon nach den ersten Seiten war ich mittendrin. Ihr mögt mir bitte verzeihen, wenn ich nicht so ganz objektiv sein kann, denn bisher mochte ich alle ihre Bücher. Sehr sogar.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen. Einmal 1989 zur Zeit der Maueröffnung. Alexandra wohnt mit ihrer Momi (sagte ich schon, dass ich die Spitznamen in diesem Buch total toll finde?) ziemlich abgeschirmt in Berlin als sie die Nachricht erhält, dass die Mauer geöffnet wird. Alexandra macht das alles Angst und als sie dann auch noch mehr oder weniger zufällig Oliver kennenlernt und sich sofort verliebt, ist sie völlig verwirrt.
Die zweite Zeitebene  wird ab dem Jahr 1912 erzählt. Für mich war das der interessantere Handlungsstrang. Es geht vorwiegend um Clemens und Paula, die politisch sehr engagiert sind. Ihr Lebensweg vor, während und nach dem ersten Weltkrieg wurden so lebensecht beschrieben, dass ich mir direkt noch Bücher zu dem Thema, allerdings in Romanform, bestellt habe.
Ich bin politisch nicht sehr versiert, daher ist es mir anfangs schwer gefallen über die politischen Themen den Überblick zu behalten. Aber das hat sich dann irgendwann gelegt. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und meiner Meinung nach völlig glaubwürdig.
Lobend muss ich noch erwähnen, dass das Cover und der Titel perfekt zum Inhalt passen. Der Klappentext drückt – wie ich es schon sehr oft festgestellt habe – nicht annähernd aus, was in dem Buch steckt.
Wer die Autorin noch nicht kennt, sollte sich ranhalten und es einfach mal versuchen. Ihr werdet es nicht bereuen.
Noch ein kleiner Hinweis:

Die Autorin veröffentlicht im November 2014 den historischen Roman „Kinder des Meeres“ unter dem Namen Charlotte Lyne und im Februar 2015 „Die Stadt der schweigenden Berge“ unter dem Pseudonym  Carmen Lobato. 

Ein Jahr voller Wunder – Karen Thompson Walker [Hörbuch]

Ein Jahr voller Wunder – Karen Thompson Walker
4 CDs – Laufzeit 4 Stunden 35 Minuten
ISBN: 978-3867179928
19,99 Euro

Klappentext:

Ein Liebesbrief an die Welt … und ein Abgesang

Was geschieht mit einer Familie, wenn sich plötzlich das Gefüge um sie herum verschiebt? Was könnte verhängnisvoller sein als der Zerfall einer Ehe? Was bewegender als die Gefühle eines verunsicherten Teenagers?

Das kalifornische Ehepaar Joel und Helen sitzt mit seiner Tochter Julia gerade am Frühstückstisch, als die Neuigkeit über sie hereinbricht: die Erddrehung verlangsamt sich spürbar, Tage und Nächte werden länger, und auf einmal ist alles anders. Doch das Leben muss irgendwie weitergehen …


Meine Meinung:
Mir fällt es ehrlich gesagt richtig schwer, hierzu meine Meinung zu schreiben. Nicht, weil  mir das Hörbuch nicht gefallen hat, sondern weil ich mich unangenehm berührt  fühle. Und zwar aus dem Grund, weil ich zu den Menschen gehöre, die dauernd jammern, dass der Tag zu wenig Stunden hat. Wenn ich es mir recht überlege, bin ich doch ziemlich zufrieden, dass ich 24 Stunden jeden Tag habe und dass die Welt größtenteils im Gleichgewicht ist.
Julia frühstückt gerade mit ihren Eltern, als sie erfährt, dass etwas Schreckliches geschehen ist. Die Rotation der Erde hat sich verlangsamt. Anfangs nur um ein paar Minuten, später immer schneller. Anfangs weiß man nicht, welche Auswirkungen die Verlangsamung hat, dann stellen die Menschen mehr und mehr fest, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen unter der Verlangsamung leiden.
Ich mag Dystopien wirklich, aber das war too much. Nicht, das Buch an sich, viel mehr hat mich das Buch zum Nachdenken angeregt. Schon allein, dass es zwei Fraktionen gibt: Die Echtzeitler, die nach der Sonne bzw. dem Mond leben und die Uhrenzeitler, die weiterhin an den 24 Stunden festhalten. Schon dies birgt riesige Probleme. Nachts ist es taghell und heiß, tagsüber unter Umständen dunkel und sehr kalt. Dann fängt die Umwelt an sich zu verändern. Menschen werden krank, Tiere sterben…
Die Autorin hat das Buch aus Sicht von Julia geschrieben. Julia ist zwölf und zum ersten Mal verliebt und grundsätzlich ist ihr Leben in Ordnung. Der Leser erlebt die Veränderung der Welt mit allen Gedanken, die ein Mädchen in diesem Alter hat, mit. Auch Julias Gedanken außerhalb dieser Katastrophe werden beleuchtet. Ich finde, dass das Thema der Verlangsamung  aus diesem Blickwinkel genau richtig betrachtet wurde.
Das Hörbuch wird von Winnie Böwe gesprochen. Bisher kannte ich die Sprecherin noch nicht, war aber angenehm überrascht von der Art, in der sie das Buch vorgetragen hat, da man als Hörer deutlich Julias Verzweiflung hören kann.  

Trotz des düsteren Themas kann ich das Hörbuch guten Gewissens empfehlen.

Die Beschützerin – Susanne Kliem

Die Beschützerin – Susanne Kliem
320 Seiten
ISBN:  978-3570585313
14,99 Euro

Klappentext:

Janne Amelung, erfolgreiche Event-Managerin bei einem Berliner Fernsehsender, muss ihre Abteilung vor Unternehmensberatern präsentieren. Die Atmosphäre ist angespannt – es steht viel auf dem Spiel. Umso erleichterter ist Janne, dass Vanessa Ott aus dem Beraterteam aufgeschlossen und sympathisch wirkt und sogar den privaten Kontakt zu ihr sucht. Janne lässt sich dankbar darauf ein – auch wenn sie das starke Interesse der Beraterin insgeheim irritiert. Aber Nein sagen ist nicht gerade ihre Stärke.
Kurze Zeit später hat sich Jannes Situation komplett gewendet: Sie wird zum Opfer von Mobbing und Intrigen, selbst ihre engsten Kollegen misstrauen ihr nun. Dann dringt jemand heimlich in ihre Wohnung ein, benutzt ihre persönlichsten Dinge. Als ihr eine Affäre angehängt wird und ihre große Liebe Gregor sich von ihr abwendet, erkennt Janne, dass sie Opfer eines teuflischen Plans ist. Aber wer steckt dahinter?
Es ist jemand, der sie ganz genau durchschaut und ihr immer einen Schritt voraus ist …

Ein subtiler Thriller über Machtmissbrauch, Manipulation und die Angst, niemandem mehr trauen zu können. 

Meine Meinung:
Seit langem habe ich mal wieder einen Thriller gelesen und seit langem mal wieder ein Buch an einem Abend verschlungen. Die Autorin kannte ich bisher nicht, ich werde aber auf jeden Fall noch weitere Bücher von ihr lesen.
Janne Amelung ist erfolgreich in ihrem Job. Sie arbeitet bei einem Fernsehsender und hat sich ganz ihrem Projekt Smiling Kids Day verschrieben. Als der Sender eine Unternehmensberatung ins Haus holt, häufen sich seltsame Zufälle, z. B. versagt Jannes Laptop während einer Präsentation und statt der vorbereiteten Handouts liegen Größentabellen eines Designers aus.  Jannes  Assistentin Michaela verhält sich seltsam, ihr Freund Gregor traut ihr nicht mehr und schließlich verschafft sich jemand während ihrer Abwesenheit Zutritt zu ihrer Wohnung. Als niemand außer ihrer Freundin Ulla ihr mehr glaubt, versucht sie herauszufinden, wer ihr schaden möchte.
War das spannend! Anfangs war ich von der Vielzahl an Personen, die sich in Jannes Leben tummeln schier überfordert, aber nachdem ich mich etwas eingelesen hatte, konnte ich nichts anderes mehr tun als lesen.  Die kurzen Kapitel haben ihr übriges dazu getan. Die Autorin hat das Thema so gekonnt herüber gebracht, dass ich das Gefühl hatte, selber betroffen zu sein. Der Leser wird von Beginn an auf die Fährte des Täters hingewiesen, was aber nicht schlimm ist, denn die Umsetzung des Themas ist gekonnt umgesetzt worden. Man kann die Beklemmung und die Angst, die Janne durchlebt, auf jeder einzelnen Seite spüren.

„Die Beschützerin“ ist ein spannender Thriller, den man nicht aus der Hand legen kann. Ich kann eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.