Wenn das Licht gefriert – Roman Klementovic

Verlag: Gmeiner Verlag

Erscheinungsdatum: 9. September 2020

Seiten: 349

ISBN: 978-3-8392-2770-1

Der Autor (Verlag):

Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, arbeitete viele Jahre im Marketing bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Seitdem ist er kaum von seinem Notebook zu trennen und tüftelt ständig an neuen Geschichten.

Klappentext (Verlag):

Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet – glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist er besonders verwirrt. Während eines TV-Beitrags über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter gibt er Verstörendes von sich. Er erwähnt Details, die er gar nicht kennen dürfte. In Elisabeth regt sich ein schlimmer Verdacht …

Meine Meinung:

Das war mal ein Thriller, wie ich ihn lange nicht gelesen habe und wie ich ihn mir vorstelle: Eine Person, die auf sich gestellt ist um aus einer ausweglosen Situation zu kommen. Ganz großartig!

Elisabeth ist schon seit 40 Jahren mit Friedrich verheiratet. Mittlerweile pflegt sie ihn, weil er Alzheimer hat. Als in der Sendung „Mörder im Visier“ der Mord an der damals 18jährigen Anna Venz zum Thema wird, die zufällig auch noch die Freundin ihrer beider Tochter ist, benimmt sich Friedrich seltsam. Immer wieder erzählt er Dinge, die er als Nichtbeteiligter nicht wissen kann. Elisabeth ahnt Schlimmes und macht sich nach all den Jahren auf die Suche nach dem Mörder des Mädchens, vor allem aber, weil sie nicht wahr haben will, dass Friedrich der Mörder ist.

Das Zusammenleben mit Friedrich ist nicht einfach, weil er immer mehr zum völlig Ahnungslosen in seinem Leben wird. Dazu kommt noch, dass sowohl beider Sohn als auch die Tochter nicht mehr wirklich greifbar sind. Also muss Elisabeth sowohl den Mord aufklären als auch Friedrich weiterhin im Auge behalten. Diesen Spagat hat der Autor richtig gut rüber gebracht. Dieses ständige hin und her gerissen sein zwischen der Liebe zu ihrem Mann und dem, was er vermutlich sein könnte. Die Unsicherheit, die sie plötzlich in allen Lebenslagen überfällt. Und es wäre kein richtiger Thriller, wenn das Umfeld es ihr leicht machen würde, denn es passieren immer wieder Dinge, die sie zurück werfen oder noch mehr zweifeln lassen.

Das Buch war total spannend und die Lösung war schlüssig. Ich habe zwar irgendwann einen Verdacht gehabt, wie es gewesen sein könnte, aber das hat der Spannung und dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Letztendlich habe ich das Buch an einem Tag verschlungen, denn die kurzen Kapitel waren eine Einladung dazu einfach immer weiter zu lesen.

Wer richtig gute und spannende Thriller mag, in denen keine Ermittler vorkommen, sollte auf jeden Fall zugreifen und „Wenn das Licht gefriert“ lesen. Ihr werdet es nicht bereuen.

Das Buch wurde mir von Netgalley und dem Gmeiner Verlag zur Verfügung gestellt. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Wenn ihr mehr über das Buch und den Autor wissen möchtet, guckt mal beim Gmeiner Verlag vorbei.

Montagsfrage # 93 – Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Ich gebe zu, ich habe bei der Montagsfrage etwas geschludert, aber erst war ich urlaubsreif, im Urlaub zu faul irgendwas zu machen und dann hat mich der Alltag im Job überholt. Aber jetzt bin ich wieder einsatzbereit 🙂

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Aktuell lese ich „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng. Das Buch wollte ich schon sehr lange lesen, eigentlich schon seit Erscheinen in Deutschland im April 2018, aber ihr wisst ja, wie das ist. Da mittlerweile eine Serie dazu erschienen ist, die ich sehen möchte, hab ich mich endlich mal dran gesetzt. Bisher gefällt es mir ganz gut.

Morgen fängt bei der Büchereule die Leserunde zu „Raum der Angst“ von Marc Meller an. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich liebe Escape-Rooms, allerdings fand ich den letzten Escape-Room-Thriller, den ich gelesen habe, ziemlich blöd. Ich habe sogar Titel und Autor vergessen. Danach werde ich wahrscheinlich „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic lesen.

Auf den Ohren habe ich den zweiten Teil der Luc-Verlain-Reihe von Alexander Oetker („Chateau Mort“) und werde den dritten Teil „Winteraustern“ direkt anschließen. Die Reihe gefällt mir wirklich gut, weil es eigentlich mehr Roman mit Krimi-Elementen ist und in mir irgendwie ein Warme-Decken-Gefühl auslöst.

Diesmal hat Antonia von Lauter & Leise folgende Frage gestellt:

Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Zufällig bin ich genau heute auf die Idee gekommen mal zu gucken, ob die Messe vielleicht dieses Jahr virtuell stattfindet, denn ich hatte gar keinen aktuellen Stand im Kopf. Eigentlich kümmere ich mich gar nicht so sehr um Büchermessen und war auch erst zwei Mal in Frankfurt, aber ich habe irgendwie Lust gehabt mal wieder eine Messe zu besuchen. Natürlich erst irgendwann im nächsten Jahr (hoffe ich zumindest). Ich habe mir sowohl die Frankfurter als auch die Leipziger Buchmesse heute als festen Termin im Kalender eingetragen und werde mir auch einige Events ansehen. Ich habe mich sogar zur LitLove angemeldet, obwohl ich damit bisher noch gar nichts am Hut hatte. Corona hat schon seltsame Auswirkungen.

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Guckt auch mal bei Antonia vorbei, dort haben noch mehr nette Buchblogger mitgeteilt, ob sie teilnehmen oder nicht.