Rote Tränen – Mike Landin

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich bei der Lektüre des Buches hin und her gerissen fühlte. Der Inhalt und die Leseprobe hatten mich im Vorfeld sehr neugierig gemacht.

Als Jacob mit seiner Familie auf einen einsamen Hof in die Berchtesgardener Alpen zieht, ist er überhaupt nicht zufrieden mit der Entscheidung seiner Eltern. Im Laufe des Buches wuchs zunächst auch mein Unverständnis darüber. Als ein Mädchen verschwindet,  stellt Jacob fest, dass seine Eltern ein seltsames Interesse an dem Verschwinden des Mädchens haben und dass es nicht das erste Mädchen ist, das in den letzten zwanzig Jahren verschwunden ist. Seine Familie und die Familie der Nachbarstochter Hannah ist nach Recherchen von Jacob und Hannah in diese Fälle verwickelt. Dem versuchen sie natürlich auf die Schliche zu kommen.

Ich fange erst mal mit dem positiven an: Die Geschichte ist sehr spannend und der Autor hat die Verwicklungen, die innerhalb der Personen bestehen, komplett aufgeklärt und alles gut durchdacht.  Der Schauplatz ist richtig gut gewählt und passt perfekt zur Story. Allerdings erschien mir vieles sehr konstruiert um die Spannung aufrecht zu erhalten, manchmal war es mir ein wenig zu drüber. Der Ausdrucksweise konnte ich entnehmen, dass das Buch nicht bzw. nicht professionell lektoriert wurde und das hat es für mich manchmal etwas schwierig gemacht dran zu bleiben.  Die Figuren haben es nicht geschafft sich in mein Herz zu schleichen, so dass ich da Buch eigentlich relativ emotionslos gelesen habe.  Manches hat mich irritiert, zum Beispiel dass eine Vermisstenanzeige eines Erwachsenen schon Stunden nach dem Verschwinden aufgegeben werden konnte. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die mich zwar in dem Moment gestört haben, mich auch ab und an mal aus dem Lesefluss gebracht haben, aber trotzdem hat es der Spannung und der spannenden Geschichte nicht übermäßig geschadet.

Ich habe es jedenfalls beendet und würde mich freuen, wenn der Autor einen Verlag findet, der seine Bücher verlegen möchte. Wenn an der Erzählweise und an inhaltlichen Kleinigkeiten noch etwas gefeilt wird, kann das Buch meiner Meinung nach durchaus mit Bestsellern mithalten.

Vielen Dank an Mike Landin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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