Wunder einer Winternacht – Marko Leino

„Je weniger die Menschen wissen, desto mehr können sie glauben. Und je mehr die Menschen glauben, desto weniger zweifeln sie.“

Genau so müssen Weihnachtsgeschichten sein. Noch dazu spielt „Wunder einer Winternacht“ in Finnland, eines der Länder, die ich schon längst einmal besuchen wollte. Und habt ihr das wunderschöne Cover gesehen? Ich bin einfach verliebt in das Buch.

„Wunder einer Winternacht“ erzählt Euch einen Teil einer meiner liebsten Weihnachtsgeschichten. Und zwar die vom Weihnachtsmann, der am Korvantunturi in Lappland lebt und dort jedes Jahr am Weihnachtstag Geschenke an alle Kinder verteilt. Hier erfahrt ihr wie es dazu kam und wer der Weihnachtsmann überhaupt ist.

Die Erzählweise ist märchenhaft, aber stellenweise sehr traurig, trotz allem hoffnungsvoll und manchmal einfach nur total ergreifend. Ich fand es einfach so schön, wie der Autor all die Namen verarbeitet hat, die man kennt, wenn man sich ein wenig für Finnland interessiert. Oulu Pukki nennt sich Nikolas irgendwann, er zieht zum Korvantunturi und später wird noch das Weihnachtsdorf erwähnt, das das ganze Jahr geöffnet hat und eine Attraktion in Lappland ist und jedes Jahr sehr viele Besucher aus der ganzen Welt anzieht.

Vom ersten Moment an sprang das Kopfkino bei mir an, so dass ich aufgrund des Wetters, das die ganze Zeit im Buch vorherrscht, dauernd gefroren habe. Das Buch spielt nämlich zum größten Teil im Winter. Wie sollte es auch bei einem Weihnachtsbuch anders sein? Ich habe alle Figuren vor mir gesehen und total mitgelitten, mich mitgefreut und sonst auch alle anderen Emotionen miterlebt. Die Figuren sind auch einfach alle so herzlich, dass man gar nicht anders kann als sie heiß und innig zu lieben, sogar den garstigen Iisakki.

Im Nachwort steht, dass erst das Drehbuch, dann das Buch zum Film entstanden ist. Also werde ich mir den Film entgegen meiner Gewohnheiten ebenfalls ansehen. Und im nächsten Jahr werde ich mir das Hörbuch anhören, das von Heikko Deutschmann gelesen wird. „Wunder einer Winternacht“ ist in zwei Tagen zu einem meiner Lieblingsbücher geworden.

Eine Besonderheit hat das Buch noch: Es eignet sich gut als literarischer Adventskalender, weil jedes Kapitel ein Türchen ist. Ich habe es aber an einem Stück gelesen.

Was erzähle ich euch denn hier eigentlich alles? Kauft es und lest es noch schnell bevor Weihnachten schon wieder vorbei ist 😉

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Wenn ihr mehr über das Weihnachtsdorf in Rovaniemi erfahren wollt, geht es hier entlang.

Für mehr Informationen über das Buch könnt ihr auf der Seite des Rowohlt Verlages nachsehen.

Ich danke meinen Eltern für das tolle Überraschungsgeschenk kurz vor Weihnachten. Ihr habt genau das richtige Buch für mich ausgesucht <3.

24 gute Taten – Jenny Fagerlund

Und wieder habe ich mit diesem Buch genau das bekommen, was ich erwartet habe. Es war einfach heimelig, etwas romantisch und sehr weihnachtlich.

Emmas Lebensgefährte ist zum Zeitpunkt dieser Geschichte seit zwei Jahren tot. Seitdem schafft sie es kaum ihr tägliches Leben und vor allem ihren eigenen Laden, in dem sie Einrichtungskrimskrams verkauft,  aufrecht zu erhalten. Irgendwann beschließt sie, dass sie ab sofort an jedem Dezembertag bis zum Heiligen Abend eine gute Tat vollbringt. Wie man es erwartet, ändert sich ihr Leben dadurch grundlegend.

Das Buch ist total vorhersehbar, was es aber nicht unbedingt schlecht macht. Ich fand  die Idee der 24 guten Taten total gut und habe tatsächlich überlegt, ob ich das auch dieses Jahr praktizieren möchte. Ich habe schon öfter gehört, dass sich das Leben und auch die Einstellung zum Leben dadurch ändert, so wie es ja auch bei Emma der Fall war. Einen Versuch wäre es wert. Allerdings denke ich, dass es ähnlich wie bei Emma gar nicht so einfach ist täglich etwas Geeignetes zu finden.

Der Schreibstil war recht einfach gehalten, aber auch das habe ich erwartet. Immerhin wollte ich unterhalten werden und dabei nicht allzu viel denken müssen. Eine Liebesgeschichte kommt natürlich auch vor. Obwohl das Buch mir gut gefallen hat, konnte ich kaum eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen.

Wenn ihr einfach mit einer schönen Tasse Tee und leckeren Keksen bei Weihnachtsmusik auf dem Couch ein Buch lesen wollt, seid ihr mit „24 guten Taten“ gut beraten.