Winteraustern – Luc Verlain #3 – Alexander Oetker (Hörbuch)

Sprecher: Frank Arnold

Verlag: Audiobuch Verlag OHG  

Erscheinungsdatum: 6. Dezember 2019

Dauer:  7 Stunden 48 Minuten

ISBN: 978-3-95862-522-8

Der Autor (Verlag):

Alexander Oetker war langjähriger Frankreichkorrespondent für RTL und n-tv und ist profunder Kenner von Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Geboren 1982 in Berlin, arbeitete er u.a. für die Berliner Zeitung, das Bayerische Fernsehen und den MDR. Seit 2012 ist er politischer Korrespondent für die Mediengruppe RTL Deutschland in Berlin, berichtet aber immer wieder aus Frankreich.

Klappentext (Verlag):

Winter auf dem Bassin d’Arcachon. Das bedeutet: Hochkonjunktur bei den Austernzüchtern, schließlich sind die Feiertage ohne Meeresfrüchte in Frankreich unvorstellbar. Allerdings sind zu dieser Zeit auch die berüchtigten Austerndiebe besonders aktiv. Commissaire Luc Verlain ist ebenfalls auf dem Bassin unterwegs, weil er mit seinem kranken Vater, dem ehemaligen Austernzüchter, noch einmal dessen alte Wirkungsstätte besuchen will. Doch ihre Bootstour endet jäh, als die beiden plötzlich auf die an Pfählen festgebundenen Leichen zweier junger Männer stoßen. Handelt es sich um Züchter, die den Austernmogul der Region um einen Teil seines Festtags-Umsatzes bringen wollten? Oder wollte ein anderer Dieb von seinem Treiben ablenken? Die Ermittlungen von Luc und seiner Partnerin Anouk führen tief hinein in eine von Profitgier und Konkurrenzdenken korrumpierte Branche.

Meine Meinung:

Der dritte Teil der Luc Verlain Reihe beinhaltet mehr Krimielemente als die Vorgänger. Ich hatte ununterbrochen während des Hörens den Geruch von Meerwasser in der Nase.

Als Luc mit seinem Vater eines Morgens auf dem Meer unterwegs ist, finden sie zwei Leichen. Die Vermutung ist, dass die jungen Männer Austern geklaut haben, da deren Familien in Geldnot stecken. Luc und sein Team übernehmen die Ermittlungen in diesem dritten Fall.

Mir ist diesmal mehr als bei den ersten zwei Teilen aufgefallen, dass man die Teile auch für sich allein stehend lesen kann, da der Autor immer zwischendrin kurz erwähnt, was mit den Figuren bis zu diesem Zeitpunkt geschehen ist. Ob man das möchte, kann ja jeder für sich selber entscheiden. Ich lese nicht gerne Reihen durcheinander oder gar nur einzelne Teile einer Reihe. Diesmal endet das Buch mit einem kleinen Cliffhanger, der mich sehr neugierig macht auf Teil 4 („Baskische Tragödie“ – erscheint am 7. Oktober 2020).

In „Winteraustern“ geht es überwiegend um die Austernzucht. Bisher habe ich mir weder Gedanken gemacht, wie sie gezüchtet werden noch ob es für die Züchter hart ist, beispielsweise durch den Klimawandel, ihre Zucht zu betreiben. Da ich Austern noch nie probiert habe und es auch nicht vor habe, habe ich diesmal nicht ununterbrochen Hunger gehabt, wenn der Autor geschrieben hat, was die Protagonisten essen und trinken.

Der Fall ist wie in den vorherigen Teilen auch nicht so präsent wie in anderen Krimireihen, was mir sehr gut gefällt. Da Lucs Leben niemals langweilig beschrieben ist, ist „Winteraustern“ auch wieder ein Wohlfühlbuch, vor allem auch wegen all der französischen Begriffe, die meiner Meinung nach im dritten Teil mehr geworden sind als in den anderen Teilen. Frank Arnold macht seine Sache wieder sehr gut. Ich muss mich jetzt erst mal nach anderen Büchern umsehen, die er vorliest.

Mir hat dieser Teil auch wieder ausgesprochen gut gefallen. Leider muss Teil 4 nun noch etwas warten, da das Hörbuch noch nicht digital verfügbar ist und ich es auf jeden Fall hören möchte.

Wenn ihr mehr über das Hörbuch erfahren wollt, seht Euch einfach auf der Seite des Verlages um.

Montagsfrage # 93 – Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Ich gebe zu, ich habe bei der Montagsfrage etwas geschludert, aber erst war ich urlaubsreif, im Urlaub zu faul irgendwas zu machen und dann hat mich der Alltag im Job überholt. Aber jetzt bin ich wieder einsatzbereit 🙂

*Werbung*

Aktuell lese ich „Kleine Feuer überall“ von Celeste Ng. Das Buch wollte ich schon sehr lange lesen, eigentlich schon seit Erscheinen in Deutschland im April 2018, aber ihr wisst ja, wie das ist. Da mittlerweile eine Serie dazu erschienen ist, die ich sehen möchte, hab ich mich endlich mal dran gesetzt. Bisher gefällt es mir ganz gut.

Morgen fängt bei der Büchereule die Leserunde zu „Raum der Angst“ von Marc Meller an. Darauf bin ich sehr gespannt. Ich liebe Escape-Rooms, allerdings fand ich den letzten Escape-Room-Thriller, den ich gelesen habe, ziemlich blöd. Ich habe sogar Titel und Autor vergessen. Danach werde ich wahrscheinlich „Wenn das Licht gefriert“ von Roman Klementovic lesen.

Auf den Ohren habe ich den zweiten Teil der Luc-Verlain-Reihe von Alexander Oetker („Chateau Mort“) und werde den dritten Teil „Winteraustern“ direkt anschließen. Die Reihe gefällt mir wirklich gut, weil es eigentlich mehr Roman mit Krimi-Elementen ist und in mir irgendwie ein Warme-Decken-Gefühl auslöst.

Diesmal hat Antonia von Lauter & Leise folgende Frage gestellt:

Nehmt ihr dieses Jahr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Zufällig bin ich genau heute auf die Idee gekommen mal zu gucken, ob die Messe vielleicht dieses Jahr virtuell stattfindet, denn ich hatte gar keinen aktuellen Stand im Kopf. Eigentlich kümmere ich mich gar nicht so sehr um Büchermessen und war auch erst zwei Mal in Frankfurt, aber ich habe irgendwie Lust gehabt mal wieder eine Messe zu besuchen. Natürlich erst irgendwann im nächsten Jahr (hoffe ich zumindest). Ich habe mir sowohl die Frankfurter als auch die Leipziger Buchmesse heute als festen Termin im Kalender eingetragen und werde mir auch einige Events ansehen. Ich habe mich sogar zur LitLove angemeldet, obwohl ich damit bisher noch gar nichts am Hut hatte. Corona hat schon seltsame Auswirkungen.

Wie ist es bei Euch? Nehmt ihr an der Frankfurter Buchmesse teil?

Guckt auch mal bei Antonia vorbei, dort haben noch mehr nette Buchblogger mitgeteilt, ob sie teilnehmen oder nicht.