Leid kennt keinen Sonntag (EchtzeiT # 1) – Sam Feuerbach & Thariot (Hörbuch)

Spannender Beginn der EchtzeiT-Reihe.

Sprecher: Robert Frank

Verlag: Ronin Hörverlag

Erscheinungsdatum: 21. Februar 2020

Dauer: 10 Stunden 16 Minuten

ASIN: B0848QBH3W

Die Autoren (Verlag):

Thariot hat eine Schwäche für spannende Geschichten. Bereits als Fünfzehnjähriger begann er mit dem Schreiben, vor allem Kurzgeschichten, bis er dann in 2009 die Arbeit an seinem ersten Buch startete. Thariot, in seinem letzten Leben von Beruf IT-Manager, ist ein Bildermensch. Er hat die Fähigkeit, Bilder schnell in Wörter zu übersetzen, und kann es nicht lassen, darüber zu schreiben. Bislang sind dabei über dreißig Science-Fiction-Bücher herausgekommen. Wenn er nicht schreibt, lebt er mit Familie und Dackel auf Malta.


Mit zwölf Jahren begann Sam Feuerbach, erste Kurzgeschichten zu schreiben. Einige Jahrzehnte später sind Sams Helden älter, der Humor erwachsener, die Figuren grausamer, der Ton rauer und die Antagonisten intelligenter geworden. Diese Mischung angereichert mit sanfter Ironie über bitteren Zynismus ergibt Fantasy für junge und ältere Erwachsene (ab 14 Jahren). Nach seinem Studienabschluss als Diplom-Ökonom hat Sam Feuerbach 30 Jahre in der IT-Branche gearbeitet. Seit 2013 schrieb er die sechsbändige Kosann-Saga und sein zweites High Fantasy Werk in vier Bänden: Der Totengräbersohn. Gemeinsam mit Thariot verfasste er den dreibändigen Zeitreisethriller Instabil und die Echtzeit-Trilogie.

Klappentext (Verlag):

Der Einstieg in die erfolgreiche Thriller-Trilogie von Thariot und Sam Feuerbach

Kurz vor Pfingsten. In einer Luxussuite liegt ein totes Mädchen. Ein einfacher Fall. Am selben Tag steht der Mörder fest.
Noch 53 Stunden.

Die Berichterstattung in den Medien lässt dem Hacker keine Wahl. Die Indizien: zu offensichtlich. Die Presse: zu laut. Und die Polizei: zu dämlich. Er hat etwas geschaffen, das bisher für unmöglich gehalten wurde. Nun wird ihm seine Gabe zum Verhängnis. Er trifft eine Entscheidung.
Noch 39 Stunden.

Die ‚Putzfrau‘ kennt die Wahrheit. Ihr Leben ist geprägt von Sachlichkeit und Diskretion. Ihr Mindestlohn lässt jeden Topmanager vor Neid erblassen. Sie hält sich im Hintergrund, bis die Männer mitten in der Nacht in ihr Haus eindringen und ihre Kinder bedrohen.
Noch 13 Stunden.

Sein Chef fordert schnelle Ergebnisse. Er ist der ermittelnde Kommissar. Alles scheint so klar. Aber nichts im Leben ist einfach. Seine Familie, ein Schlachtfeld und sein Ehrgeiz verblasst. Geblieben ist nur sein Hang zur Gerechtigkeit. Doch dies macht ihn nicht beliebter – eher unbequem.
Noch 2 Stunden.

Der Kommissar, die Putzfrau und der Hacker, drei Leben und keine Wahrheit.
Stirb live – eine fatale Begegnung vor 100 Millionen Zuschauern.

Meine Meinung:

Beide Autoren und auch der Sprecher waren mir bis zu diesem Hörbuch völlig unbekannt. Anfangs dachte ich, das wird nix mit mir und dem Hörbuch, aber dann ging es doch ziemlich schnell mit uns beiden.

Timmm (ja, mit drei m!) Gudies ist 17, ist ein Hacker und er hat Melanie gedatet. Leider ist Melanie tot und TImmm fassungslos. Laut Polizei gibt es aber schon einen Verdächtigen. Timmm wäre kein Hacker, wenn er nicht rausfinden würde, dass dieser Verdächtige gar nicht der Mörder sein kann. Also hinterlässt er auf der Seite der Polizei NRW eine Information, dass Melanie von jemand anderem als dem aktuell Verdächtigen getötet wurde. Der Ermittler Hagen Melzer wird auf den Fall angesetzt und soll ihn so schnell wie möglich lösen. Dabei ist es egal, wer den Mord tatsächlich begangen hat, Hauptsache es wurde jemand dafür verantwortlich gemacht.

Das Buch fängt seltsam an. Mit der „Putzfrau“. Sie reinigt Tatorte, aber nicht so wie der Tatortreiniger in der gleichnamigen Serie, sondern sie tauscht DNA-Spuren etc. aus. Das wird ihr und ihrer Familie im Laufe des Buches fast zum Verhängnis. Da das Buch nur ein wenig in der Zukunft spielt, 2024 um genau zu sein, und weil es in Düsseldorf spielt, ist das ganze anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig. In dem Jahr, in dem das Buch spielt, gibt es beispielsweise die Vereinigten Staaten von Europa und selbstfahrende Autos und natürlich noch viel mehr. Die Geschichte lebt von der etwas technologischeren Art als wir sie nun tatsächlich erleben, allerdings ist nicht alles komplett automatisiert, so dass man sich als Leser gut darin zurecht finden kann. Timmms Gedanken sind ziemlich IT-lastig, aber gut zu verstehen.

Mir hat gut gefallen, dass man als Leser bzw. als Hörer immer genau wusste, welche Person gerade erzählt. Das Buch ist nämlich aus drei Perspektiven geschrieben (Timmm, Hagen und Claire, das ist die „Putzfrau“) und jede Person hat ihre eigene Erzählstimme, die zum Teil sehr viel Wortwitz besitzen. Die Auflösung des Falls und wie die einzelnen Personen damit umgehen ist das, was den Leser die ganze Zeit begleitet. Dabei überschneiden sich auch manche Begebenheiten, so dass man sie zum Beispiel aus Hagens Sicht liest und direkt danach aus Timmms Sicht. Das fand ich sehr gelungen.

Da ich den Sprecher noch gar nicht kannte, war ich froh darüber, dass ich nach kurzem Fremdeln ziemlich schnell mit ihm warm wurde. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Erzählstimmen der drei Protagonisten so überzeugend rüber kamen.

Alles in allem ist es ein großartiger erster Teil gewesen, dem von meiner Seite aus bald die weiteren Teile folgen werden. Teil 2 heißt „Gier frisst jede Tugend“ und Teil 3 „Wer die Wahrheit quält“.

Ich empfehle euch, mal auf der Seite des Verlages in das Hörbuch rein zu hören.

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