Ein Buch über Tote

Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch (DIe Totengräber-Serie # 1)

Ich habe vor vielen Jahren die Henker-Reihe von Oliver Pötzsch angefangen zu lesen, diese aber dann wieder aus den Augen verloren. Nun wurde ich auf „Das Buch des Totengräbers“ hingewiesen und siehe da, der Klappentext hat mir total gut gefallen.

Leopold von Herzfeldt kommt als junger Inspektor nach Berlin und führt sich schon vor seinem ersten Mordfall ziemlich überheblich und besserwisserisch auf. Man kann sich ja schon vorstellen, dass er an seinem Arbeitsort dadurch keinen guten Start hat. Er ermittelt in mehreren Fällen, in denen junge Frauen ermordet und mit Pfählen aufgespießt werden und lernt bei den Ermittlungen den Totenträber Augustin Rothmayer kennen, der sich für Leos Begriffe zu viel in die Ermittlungen einmischt.

Was für ein großartiger erster Fall! Meine unumstrittene Lieblingsfigur war der Totengräber. Pötzsch stellt ihn mit einem österreichischen Akzent und etwas bollerig dar. Allerdings kommt Rothmeyer nur ein wenig einfältig rüber, denn eigentlich schreibt er an einem fiktiven Almanach über den biologischen Ablauf von Verwesung als Folge von verschiedenen Todesarten. Leo hingegen wurde zwar auf eine Art arrogant dargestellt, aber als Leser:in wusste man, dass er nicht arrogant ist. Er ist einfach einer von der schnellen und korrekten Sorte.

Der Fall an sich war nicht so besonders spektakulär und auch nicht ausufernd blutig dargestellt. Es wurde zwar erwähnt, wie die Leichen ausgesehen haben, aber nicht effektheischend wie man es von Thrillern beispielsweise kennt. Ich würde „Das Buch des Totengräbers“ als unblutigen Krimi bezeichnen. Allerdings beschreibt der Almanach Verwesungsvorgänge etwas genauer. Ich fand es aber nicht besonders eklig, sondern eher neutral beschrieben.

Wer  gerne Reihen Krimis mit skurrilen Charakteren liest, kann „Das Buch des Totengräbers“ Buch schon mal auf seinen Wunschzettel schreiben. Der zweite Teil „Das Mädchen und der Totengräber“ erscheint am 31.03.2022 beim Ullstein Verlag.  

Wenn ihr mehr über das Buch erfahren wollt, seht euch auf der Seite des Ullstein Verlages oder direkt bei Oliver Pötzsch um.

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Seitenzahl: 448

Herausgeber: Ullstein Paperback

Erscheinungsdatum: 31. Mai 2021

ISBN: 978-3864931666

Preis: 16,99 € (Paperback), 13,99 € (E-Book)

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