Brauchtum und Tod

„Hexenbrennen“ von Sylke Hörhold

„Hexenbrennen“ ist nach „Emmelie“ der zweite Teil der Oberlausitz-Reihe von Sylke Hörhold. Auch dieser Teil hat mir wieder richtig gut gefallen.

In Finkendörfel geht ein Mörder um. Ein Mörder, der sich an Katzen vergreift. Trude, die Freundin von Julias Großmutter Ella-Ma, besteht darauf, dass Julia sich auf die Suche nach dem Mörder macht. Anfangs nimmt Julia die ganze Sache nicht so ernst, denn sie muss auch noch ihren Vater vertreten, der sich im Urlaub befindet und seine Fälle für die Zeit seiner Abwesenheit an Julia abgegeben hat. Nach  und nach entpuppt sich diese Sache aber als sehr komplex, so dass Julia immer mehr einsteigen muss.

Es war einfach so schön, wieder nach Finkendörfel zurück zu kommen. Nicht nur, dass die Autorin das Dorfleben mit seinem Klatsch und Tratsch so rüber gebracht hat, wie ich es mir vorstelle, ich habe auch noch die Figuren sehr in mein Herz geschlossen. Im Interview sagte Sylke Hörhold, dass eine ihrer Lieblingsfiguren Trude ist. Dem kann ich nach der Lektüre des zweiten Teils zustimmen. Ich mag auch einfach diese Verbundenheit, die in Julias Familie herrscht. Nicht nur, dass alle zusammen halten, auch dass sie für andere da sind, hat diesem Buch einen besonderen Rahmen gegeben. Der Fall, der hinter den Katzenmorden steckte, war wie auch im ersten Teil, ein wenig verzwickt. Ich bin jedenfalls erst kurz vor Ende dahinter gekommen.

Mir war gar nicht bewusst, dass in der Oberlausitz zum Teil andere Bräuche herrschen als bei uns. Dort gibt es das sogenannte Osterschießen, das als Einstieg ins Buch diente. Der Brauch, der dem Buch den Namen geben hat, das Hexenbrennen, hat ebenfalls eine wichtige Rolle gespielt.

Wenn du Regionalkrimis magst, die nicht blutig sind und dich trotz kriminalistischem Inhalt wie eine warme Decke umhüllt, bist du bei den Romanen von Sylke Hörhold genau richtig.

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Seiten: 336

Herausgeber: Oberlausitzer Verlag

Erscheinungstermin: 1. Oktober 2020

ISBN: 978-3946795469

Geschichten aus Finkendörfel „Quarantäne“ mit und von Sylke Hörhold

Homepage Sylke Hörhold

Homepage Oberlausitzer Verlag

Über die Autorin (Quelle: Oberlausitzer Verlag):

Die Autorin Sylke Hörhold lebt und arbeitet in einem besonders schönen Teil des Oberlausitzer Berglands. Hier spielen sich auch die fiktiven Geschehnisse ihrer kleinen Reihe der Oberlausitzkrimis ab.

Sie ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und wohnt mit ihrem Mann in einem Haus in Pilzdörfel, einem Ortsteil der Gemeinde Sohland an der Spree. Familiengeschichten, historische Geschichten und Sagen aus der Oberlausitz interessieren sie ebenso, wie heilsame Geschichten für kleine und große Kinder. In ihrem Hauptberuf ist sie Psychotherapeutische Heilpraktikerin und Referentin für Hospiz und Trauerbegleitung. Ihre Profession des seelischen Heilens verbindet sie in verschiedenen Schreibkursen auch mit ihrer großen Leidenschaft für das Schreiben.

Rezension zu Hexenbrennen von Sylke Hörhold

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